Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 164 (3.7.1919)
- Date
- 1919-07-03
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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* Rr. 164 Wien, Donnerstag Der Volkswirt. Die Vorgänge tm ErdSlgebiete von Boryslaw.Tustanowte«. Von Ing. erobert Schwarz. iArtt der Besetzung dev Erdölgebiete durch die polnischen Truppen ist der Verkehr zwischen Wien und Boryslaw wieder einigermaßen erleichtert worden. Allerdings funktioniert die Bahnverbindung nicht regelmäßig und wird -um Teil zwischen Lemberg und Boryslaw durch Lastautos durchgeführt. Die Kämpft zwischen Polen und Ukrainern sind anscheinend noch nicht beendet. Mx einigen Tagen wurde die Besetzung von Stanislau Lurch die Ukrainer gemeldet und es wird nicht als -ausgeschlossen bezeichnet, daß wieder Vorstöße nachStryj .und Drohobycz durch die Ukrainer vorgenommen werden. In der letzten Zeit wird daS Vordringen der Ukrainer bis Chodorow südlich Lemberg gemeldet. Fm übrigen wird die Entscheidung der Friedenskonferenz Über die Zukunft der Erdölgebiete mit Spannung erwartet, obwohl es fragilich ist, ob diese Entscheidung auch tatsächlich sofort Anerkennung finden wird. In Boryslaw selbst ist beim Abzug der ukrainischen Besatzungstruppen keinerlei Schaden ungerichtet worden. Die Produktion beträgt zirka 200 Waggons pro Tag, ist aber im Mai und Juni etwas rückgängig gewesen. Wer Schacht „Naphtha XXX" steht noch immer an der Spitze der Produktion mit etwa 13 Waggons täglich. Beim Rückzug haben die Ukrainer hauptsächlich Pferde und Transportmittel requiriert, so daß die Transportnerhältnisse im Erdölgebiete gegenwärtig außerordentlich ungünstig sind. Es herrscht jedoch im Gegensatz zu früheren Sommern dank den reichlichen Regenmengen kein Wassermangel. Die Verpflegung des Gebietes ist nicht ungünstig, allerdings sind die Lebensmittel sehr teuer und durch das Chaos in der Währung herrscht Sine gewisse Unsicherheit auf diesem Gebiete. Zunächst sind noch zahlreiche ukrainische Noten im Umlauf, daneben ungestempelte Noten, polnische Mark und dergleichen. Die von militärischer Seite sofort nach Besetzung Lurch die Polen angekündigte Beschlagnahme fremdländischen Eigentums wurde in manchen Fällen auch formell in der Weise durchgeführt, daß bei einigen Unternehmungen die eigenen Beamten als Kuratoren, beziehungsweise Kontrallbeamte eingesetzt, bei anderen fremde Personen zu Kuratoren ernannt wurden, die iedoch auf den Weiterbetri-'b keineswegs störend einwirken. Die größten Schwierigkeiten bilden die fortwährend steigenden Arbeitersorderungen, zu deren Befriedigung zunächst einmal überhaupt das Bargeld fthlt, weil keinerlei Eingänge für das geförderte Erdöl zu verzeichnen sind. Manche Gesellschaften haben eigene Notenzettel gedruckt, die als Bons im Umlauf sind. Vor einiger Zeit wurde seitens der Arbeiter die Forderung aufgestellt, baß eine Art interne Sozialisierung vorgenommen werden müsse, indem 5 Prozent Don der gesamten Produktion an die Arbeiter verteilt werden sollten, außerdem wurden 1000 Kronen pro Arbeiter, I.O0O Kronen für jede Frau und öOO Kronen für jedes Kind als einmaliger Beitrag gefordert. Diese Forderungen allein würden für das Revier 14 bis .17 Millionen Kronen ausmachen. Dazu kommt noch, daß gegen den früheren zwölfstündigen Arbeitstag nunrnshr' allgemein der achtstündige Arbeitstag überall Lurchgeführt wurde, so daß sich schon daraus eine Löprozentigo Erhöhung der Löhne ergeben hat. Dementsprechend sind die Bohrbetriebe genötigt gewesen, drei Schichten täglich einzuführen, was die Gestehungskosten. erheblich beeinflußt. Die Kohlenversorgung deS Reviers läßt sehr zu wünschen übrig, so daß viel Rohöl überslüssigerweise verheizt werden muß. Trotz aller Bemühungen hat der Abschub des geförderten Rohöls noch überhaupt nicht beginnen können, so daß gegenwärtig ein Vorrat von 40.000 bis 50.000 Waggons Rohöl in,den Reservoirs lagert, welcher allmonatlich um 8000 bis 6000 Zisternen anwächst. Ueberdies sind die Reservoirs der Raffinerien, und zwar der .„Mineralölfabrik", der „Austria" und der „Galicia" mit Produkten überfüllt. Die Gruben- und Naffinerirbetriebe leiden unter Materialmangel, der in den VerkehrSschwierigkeiten begründet ist. Die auf die Bruttoprozente entfallenden Beträge können nicht gezahlt werden, weil die Grubenverwaltungen keinerlei Einnahmen für das geförderte Erdöl haben. Die „Petrolea" hat ihre Hauptverwaltung bereits nach Boryslaw Perlegt, wodurch eine Erleichterung in der Verrechnung der ahgepipten Erdölmengeu eingetreten ist. Im Monat April hat die „Petrolea" 8100 Zisternen abgepipt. die „Galina" 693, - die Firma Fanto 794, die Karpathen-' Gesellschaft 951. Fm Mai ist ein Rückgang eingetreten, die „Petrowa" hat in diesem Monat 26.40 Zisternen abgepipt. Sowohl in Krakau als auch in Warschau finden andauernd Sitzungen und Besprechungen über die Neuorganisation dev Industrie statt. Die meisten Gesellschaften haben ihre Verwaltungsbureaus in Polen sowohl in Warschau als auch in Krakau eingerichtet. Die endgültige Verlegung her Gesellschaften begegnet jedoch noch erheblichen steuerrtthllichku Schwierigkeiten. Es ist aber anznnehmen, daß in diesen Fragen außerhalb des Wortlautes der diesbezüglichen Gesetze eine Vereinbarung zwischen t:u einzelnen interessierten Staaten «rfolgeu wird und daß die Sitzverlegung oer Gesellschaften ermöglicht werden kann, ohne daß DoppelgHw* Mor-rWetM- 535H555555H555555555355Ö Wer an Verwandte» Angehörige, Bekannte in Amerika schreiben will kann die Briefe an die Adresse des gattzianischerr Verbandes, 66 Second- Avenue, New - York, City, richten. Der Verband der gattzische« Jude« wird die Adresse eruieren ««d die Briefe zustellen. besteuerungen und vollständige Liquidationen der Gesellschaften gefordert werden, um sv mehr, als die einzelnen Gesellschaften jedenfalls 'auch größere Verwaltungsbetriebe in ihren bisherigen Wohnsitzen zurücklassen dürften, um daS lokale Geschäft des betreffenden Staates als Importeure zu betreiben. Es ist möglich, daß auch einige Gesellschaften in Lemberg ihren Sitz aufschlagen werden, weil dorthin zahlreiche persönliche und finanzielle Beziehungen seit vielen Jahren ohnedies laufen und die Nähe des Erdölg-ebietes für manche; Gesellschaften von großer Wichtigkeit erscheint. Allerdings werden wohl im allgemeinen erst ruhige und geordnete Verhältnisse ab gewartet werden müssen. Die ungeklärten politischen Verhältnisse, ferner der Umstand, daß die ukrainische Verwaltung für das in Anspruch genommene Rohöl nur zum geringen Teil bar bezahlt hat, so daß die Naphtha-Industriellen noch hohe Forderungen an die frühere Verwaltung zu stellen haben, deren Eindringlichkeit recht zweifelhaft geworden ist, haben eine Stagnation im Bruttohandel verursacht. Auch an die frühere österreichische -Regierung,, beziehungsweise die österreich'.sch-ungarische Heeresverwaltung, bestehen noch sehr erhebliche Fvrderuügen, für welche vorüiufig keine Deckung vorhanden ist. Viele Grubenbesitzer waren genötigt, einen Teil ihrer Barmittel in Kriegsanleihe anzuleM, deren .Schicksal keineswegs geklärt ist. Die Beschlagnahmeverfügung der polnischen Regierung sowie die Gerüchte über ein eventuelles Monopol, das im übrigen aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zur Einführung gelangen wird, tragen ebenfalls dazu bei, die Unsicherheit auf diesem Gebiete zu erhöhen. Deutschösterreich, welches wohl an der Frage, ob das Erdölgebiet unter polnischer oder ukrainischer Oberhoheit steht, im wesentlichen desinteressiert ist, hat das größte Interesse daran, daß rechtliche Grundlagen, die den fremden Besitzern Schutz und Recht gewähren, geschaffen werden. Die merkwürdige Beschlagnahmen Verfügung erfolgte kurz vor der Veröffentlichung der deutschösterreichischen Friedensbedingungen, in welchen bekanntlich den Sukzessionsstaaten das Recht zuerkannt werden soll, deutschösterreichische Unternehmen zu liquidieren, wobei die Eigentümer von der deutschösterreichischen Regierung entschädigt werden sollten. Oesterreichs Erdölindustrie war nicht nur als Industrie wichtig, sondern gab auch, rein siskalisch genommen, eine wichtige Unterlage der Staatsfinanzen ab. Pblen und Ukrainer wissen dies sehr wohl und deswegen versuchen auch beide Staaten, einerseits das Erdölgebiet, andererseits die Erdölprodukte zur Quelle staatlicher Einnahmen zu machen. Cs sollte also nicht nur die Industrie gehoben und dadurch die nationale Volkswirtschaft bereichert werden, sondern Ideen der Nationalisierung, Sozialisierung, Mvnopolwirtschafti scheinen eine große Rolle zu spielen, ohne daß man sich aber in den leitenden Regierungskreisen selbst über die zukünftige Entwicklung ein klares Bild machen könnte. Gegenwärtig beläuft sich der Wert des in den. Reservoirs von Boryslaw fertig liegenden Rohöls auf etwa 400 bis 500 Millionen Kronen, der Wert der Grubenbetriebe und Terrains geht in die Milliarden, daher ist es wohl begreiflich, wenn von polnischer und ukrainischer Seite alle Anstrengungen unternommen worden, um diese Werte für den eigenen neuen Staat zu sichern. __ Die neuen Finanzvorlagen. Die Negierung hat gestern in der Nativiialvcrstinimlunq ein s e ch s m o n a t r g e s B u d g e 1 v r o v t i o r i.um. weiters einen Gesetzemwurf über die Emlieferung der Goldmünzen sowie der auf fremde Währung lautenden W e r t v a v i e r e einflebracht. Der letztere Gesetzentwurf bat die Bedeckung der Kosten des B'zuges der Lebensmittel aus dem Ausland zum Zweck. Gemralhrrsawmlrmg der IntßrnMp«alen Handelsbank. Bei der zweiten ordenil ck,en GsnMvkvftmmlimg der Juteruatiaualcu Handelsbank wurde über Antrag , dcö Rcv'sions; ansimusseß der Rechnungsabschluß pro 1916 genehmigt "und dem Verwaltnnflsrat das Awolntomim erteilt. Die D'i'v idende wurde mit K 20.— beim ffen und gelaugte vom 1. Juli ad zur Auszahlung. Die Svene für lämilche Aktien wurde ms Bl. Dezember 1920 verlängert. In den Vttwalmngsratmmbe R'gttnmgsi'at Oskar W e i S wilder- und Herr Alfred L ö w c nd a ch MMwirblk. 4 Engl!?'-.russisch- Hindelsd hnn en. Amsterdam, 8 I al'n T.l. fc.-i- ..Wr. Mo', genüg.") In E u g t g u b mbt wm! r on. Mi -vcmbcl zwqchen den von den Bolschewiken nicht beU'!;- 'O.bM .i deS emopäischkn R u ßl « » b und England uubec’ am Mi 'dm n Es wll Nell hierbei um e nen remen W.ir-wn> 'Ni'ch hnnö-lw?as Trmisporlrisiko und dre Bezahlung der Waren übMi.wnu tue engl gebe Negierung. S. IE ISIS Settel England will den Kupferimport arrsArnerll einschränken. k der.Wr.Morgemtg.-)^ I- Enslmch wird »me EiksLrSvkung der Kupfer einfuhr auS Amerika mit Rücksicht auf die erhöht Produktion der Dominions und den geringen Bedarf vorbereite! Dies ruft in amerikanischen Kreisen lebhafte Beunruhigung hervor) iö Frankreich sich auch diesem Verbot aufchließen will. Die m Amerika liegenden Vorräte sind sehr groß und außerdem hält lö pan große Mengen von Kupfer zum Export bereit; 1« kmerift verstärken sich die Gerüchte über abgeschlossene Verandlungm zwischen D e u t s ch l a n d und Japan wegen Lieferung großer Mengen Kupfer unter Gewährung zweihis dreijähnger Kredite. i Warenaustausch zwischen Polen und Italien. Warschau, 9. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") In Warschau sind drei Züge mit je 80 Waggons italienischer Munition angekommen. Die Züge wurden sofort nach ihrer Entladung nach Dombrowa dirigiert, um dort Kohle, die als Tauschware für die gelieferte Munition bestimmt ist, für Italien zü fasten. Außerdem haben die beidm Regierungen Verhandlungen über einen regen WarenavStaufch beendet. Die Danque Commereiale Roumaine erzielte ein eit Bruttogewinn pro 1918 im Betrage von 6'52 Millionen Lei mw einen Reingewinn von 2'44 Müllionen Lei. Die Generalversammlung wird über die finanzielle Reorganisation beschließen. Der frühere französische Minister Blondel ist zum Direktor ausersehen. .! . Postpaketverkehr mit dem tschecho-slorvakische« Staat. Die niederösierreichische Handels- und Gewerbekammer ist in Kenntnis gelangt, daß in letzter Zeit eine größere Anzahl von Postpaketen nach dem tschecho-slowakischen Staat zur Aufgabe gelangt sind, ohne daß hierbei allen für oe» Postpaketverkehr mit diesem Staate in Geltung befindlichen Verordnungen Rechnung getragen wurde. Da durch die aus diesem Grunde verfügte Rückleitung der Pakete an den Absender, vielen Firmen - bereits ein nicht unbeträchtlicher Schade erwachien ist,, gibt die Kammer aus diesem Wege den Interessenten bekannt, daß beim Güterversandt mittels Postpaketen, welchernunmehr als Auslandsverkehr anzusehen ist, nicht allein den durch die Eingangszollbehandlung gegebenen Erfordernissen der Abgabe einer Zollinhaltserklärung und einer (grauen) stütistischrn Erklärung entsprochen werden muß. Die VersenduW von Gütern mittels Postpaketen, deren Ausfuhr prinzipiell verboten ist, darf nur auf Grund b e s o n d e r e r B e w i l l r g n n g der Zentralstelle für Ein-, Aus- und Durchsuhrbewilligungeu ' (Emlaufstelle des Staatsamtes der Finanzen, Wien, I., JohanneZgaste ü) erfolgen. Diese Ausfuhrbewilligung wird unmittelbar ■ auf der Postbegleitadresse durch einen Ausdruck seitens dieser Zentralstelle erteilt. Heber Weisung dieses Amtes hat auch erforderlichenfalls eine Valutaabgabecrklärung bei der Dcsnru-' zentrale, I., Wivplingerstraße 34 (Börse), stattzufindcm Für Poir- Pakete, deren Anhalt ausfuhrfrei ist. ist eine Bestätigung ^der Ausfuhrfreiheit nicht einzuholen, es muß aber auf jeben tyala die erwähnte Valutaerklärung bei der Devisenzentrale abgegeben werden/ Um die Einfuhr in den tschecho-slowakischen Staat zu sichern, ist weiters für alle Sendungen bei der hierfür kompetenten tschecho-slowakischen Stelle für Einimb Ausfuhr, 1., Wallnerstraße.8, eine Einfuhrbewilligung einzuholen. Wahl»n für das Gremium der Wiener Kaufmannschaft» Heute Donnerstag finden in den SivungsräumM des Gremiums der Wiener Kaninuumschaft in der Zeit zwischen 3 und 6 Uhr nachmittags die Wahlen m die Gremialleiiimg und in die. Vertretungskörper des Greiniums sowie seine Justustionen statt. , Die Mobilifieruna des Bankkapitals in Polen. Die „Polnischen Stimmern melden: Die Kriegsjahre bis Ende 1917 waren für die Bankinstitute in Kougreßpalen nicht besonders günstig. Nichtsdestoweniger wurden in dieser Zeit doch zwei neue Banken^ die B o d e n b a tt k und die K r e d i t b a n k, gegründet. Im Jahre 1918 besserte sich die Situation, d'e Warschauer Fmanzinstitute zahlten höhere Dividenden. Als sich noch dann die russische, deutsche und österreichische Konkurrenz zurückgezogen batte^ setzte eme f i e b e r b a f t e T ä t i g k e i t der polnischen Banken ein. Es entstehen zahlreich: Niederlassungen, insbesondere in de« Grenzgebieten Polens, wo das Bankkaprtal günstigere Erpänstoysmoglichkeiteu findet. Die Niederlassungen stellen den Koytakt mit, dem lokalen Wirtschaftsleben in ihren Standorten her und leiten den Kapitalsstrom in die Zeutralstellen., Jin .. Zusammenhänge damit nehmen die meisten Banken Kapitatserhöhungen vor. Die Handelsbank erhöhte ihr Kapital von 90 . auf 30 Millionen Rubel, die Erwerbsgeuossenschaftsbank von 24 auf 40 Millionen Rubel, die galizische Jndustrial- E Hank von 10 auf 50 Millionen Kronen, die galizrsche Bank für Handel und Industrie von 4 auf 25 Millionen Kxonen. Die charakteristische Erscheinung rst der entscheidende Anteil der Banken au industriellen Neugründungen. Die Warschauer Handelsbank in Warschau gründet Las Elektr.ütätstt>?r! „Sila i Swiatlo“ (Kraft und Licht); die GenoiseuschaftSbank in Warschau dir Aktieugesellschast für Holzindustrie und Holzhandel mit 25 Millionen Mark Kapital: dieselben zwei Banken die Aktiengesellschaft der polni'chen Mnuiüons- und Waffmsabrlken" mit 50 Milllioneu usw. Die Banken übernahmen die führende Rolle in der polnischen Industrie. Den Nachlaß der an Europa gewährten Darlehen 'schlagen aurerckanische Finanzleute, vor allem B a u d e v 11 v und Morgan Por. Allerdings oppouiert der amerikamsche Senat, der meint, wenn Amerika schon kernen Nutzen vom Kriege bähe,' solle cs auch keinen Schaden haben. Dagegen vermies .Bäüverliv ans dre Notwendigkeit des Wiederarübaueä Europas, sptziell' der Lieferung von Lebensmitteln und Rohstoffe!,, und befürwortete die gemeinsame Erteilung von Borschiissen. namentlich ein Ansehen auf 15 Jabre. D a v i d s o h n vom Bänkhause Wargan äußerte, wenn Amerika wiiflsche, daß se>ne industrielle, miimMche imd - tandwntichafil'che Prodnk'.ion gewnmbr'ngend blrrbe' und sim ansdelme. müsse ganz Europa der Kunde. Amerikas werden. tteßev dis amerikanischen BirnLesrc-sc>rL>enoLLN schreibt her Londoner „Etvnomi:.". »cicit Berpfiichtmigcn dtzv amerckauiicherr Regierung und wurden von den Agrmen des ÄUsieS, die Regiermigsattgestelüe ic.ru, p!ac,ert. Die Polink des ' Vuudesreserveamteging dahur, die Huueileguna van Gold in Reservibankeu z» ermuntern, wodurch ein g r o ß c r G o l d- ' sch a tz angehauit wurde, Die zwölr Rciervebauken halten zirka ' M Prozent Gold und Handelswechsel gegen ihre zirkuliereudeu Noten. Belgien echkrlt nunmehr and) von den englischen Banien unter Führung dev Eountv.Westmmster Bank m London einen Akzeplkredit bis zu 20 Millionen Pfund Sterling. Dre arue polnische Bank wird, lew Londoner „Errnoniist" /.nsolge, auch lieinc Noten zn!, 2 und 5 fl. eniiitieren und dem Staat bis zu 3 Rü'.lurrdeu Floriu Vorschüsse gegen kurzfristige Obligationen und für die zurückgezogenen fremden Valuten geben, ' " ' ' ' '