Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 163 (2.7.1919)
- Date
- 1919-07-02
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Mittwoch —— ---... -ua. ui'-iiiiwuneawi Kommunales. Wiener Morgenzeitung «B» ..... — Die Ernährung. 2. guli 1919 Nr. 193 v-"' ■ 1 ' 1 --—■" ,mmm'tjrv'!'* Bühne und Kunst. Erhöhung der Elektrizitätspreife vom 11. August an. In der toi’^cftiuu'rt 2{abtvaiC'iii;-mn] berichtete Gmdlrat B r e i t u e r über die E r b ö l> n u g der 2 t r o m P v r i f $ beim Elektrizitätswerl und ftflllc fcl^cnbc ^ntvä^ct 1. Zur D«kung des Gebarungsaussglles beim Elekkiznärs-' werk sind nn Stelle des derzeitigen Arschlages von (JQtyj' YvU. 11. August au auf alle T'.romveibranchsrechnnngen folgende Jil-. schlage zu verrechnen: a) Ans Strom-cchnnugeu für L lchtzwr ck e: 1.1; bc1einem Netto-Slroinpreis von 70 Hellern für die Kilowattstunde ein Zuschlag von 1I>0 Hellern; 2. bei allen übrigen Strompreisen ein Zuschlag von 280%, jedoch höchstens von 150 Hellern für dl? Kilowattstunde. . ..... b) Aus Stromrechnnngen für K rast und s o n ff ige Z w e ck e: 1. bei c nein stlecko-^trowvreiL von 30 Hellern und; darüber für die Kiloivarrstmcke ein Zuschlag von ff'' Hellern; 2. bei einem Stromvreis von 18 bis misschlleßlich 30 Hellern für die Kilowattstunde cm Zuschlag von 185%, jedoch höchstens - :o Heller für die K.lowattunn.de; 3. bei einem Stronlpreis.Wn weniger als 18 Hellern für die Kckowattstnndc ein Zuschlag, dyn 200%. wobei sich jedoch kein höherer Strompreis als 51'3. Heller, -iir die Kilowattstunde ergeben darf. Für die Miete der (§ l e k t.r i z' i t ff t s m e s s ex ist ab August der Preis je nach der Große des UekffsMM zählers zu bemessen.. ... Für die Herstellung der elektrischen Inst a l-' l a t i o n c n in zehntausend K l e i n w o h n u n-, a e n wird ein Kredit von 6 Millionen Kronm beantragt: Stadtrat S cb m i d beantragt eine Erhöhung des Strom? Preises von 70 Hellern auf K y.-- und nicht, wie der Bericht-? crstatter in Vorschlag gebracht hatte, auf X 2,20. Stadtrat. Jüttst Müller verlangt eine Prcisernuisiigung von 5h*/» für Hohltätigkcilsveranstaltnngcn. Stadtrat Körbcr ersucht um eine Ermäßigung des Strompreises für Gewerbebetriebe. Die Stadträte Tr. Kienböck und Baugoiu nute'.stützen den Antrag Schmidff während Bürgermeister Reumann Zur den Antrag des Berichterstatters spricht. Breituer wieS im Schlußwort darauf hin, daß die Lage der städtischen Elektrizitätswerke durch neuerliche Material-' und Lohnerhöhungen so ungünstig geworden sei, daß eine Ermäßigung der vorgcschlaaencn Tarife leider nicht gewährt werden könne. Der Antrag Breituer wurde mit den Stimmen dir Sozialdewokrateu angenommen. Schaffung von Klei rrwohrmn zerr. Trotz aller Poriehumgen seitens des Wohnungsamtes ist am Wohnnngsmarkie nach den amtlichen Ausweisen nahezu eine B c r i chlechterung gegenüber der Vormonate zu bemerken. Eine Besserung ist m Anbetracht, der Rückkehr der vielen Heimkehrer sowie der Post-und Bahnbediensteten ans dem ehe-, maügen Okkupationsgebiete, die. üi Bälde zu gewärtigen ist, nicht zu erwarten. Der Bezirk Är i r d e n ist von gllest. Bezirken Wiens derjenige, der noch die beste Möglichstst zur Schassiing von K l e i n w o h n n n g e n bieteff da sich dort viele Palais und zahlreiche' Häuser nstd .großen W o h n n n g e n befinden. Diesem Umstande Rechnung tragend,! wird^ nun Me Bczirksvertretung Wichen iin Brrein mit dem städtischen Wohnnngsamte darangehen, Kleinwohnungen zu schauen. ' Im Ziiiammciiarbeiten mit dem städtischen Wohymigskommissär des Bezirkes und der Polizei werden R e v l i i o neu in d c n H ä n s e r n undW 0 h it N ü g e n des Bezststs vorgenommen werden, um die für Kleinwohnungen branchvarffn Großmohmmgen, Räumlichkeiten und Gcschästslokale sestznstesten mid so der Wohnungsnot im eigenen Bezirke zu steuern. Meier Beschluß wurde in der letzten Sitzung der Btzirksvertretlmg gefaßt. Ein Vorschlag der sozialdemokratischen Bezirksräte, d e n Revision e n auch V c r t r e r e r d e s B c z i r ksNrb eiterrat e s b e i z n z i c h e n, wurde a b g e l e h n t. Ein d e u t s ch n a t i o n a l e r A n l r a g, daß auch Wohnungen, die Angehörige fremder Staaten mne hgbrp, unter' dem Lmweis darauf i u A n s £ r n ch genommen werden sssllo», daß Dentschösterreicher znm Berspiel in Südslawstn aus ihren ' Wohnungen gewiesen werden, wurde a dgeleh n t. Der Marktbericht. Dos feuchte, kalte Wetter beeinträchtigt die Gemüseproduktion ungemein. Trotzdem sind die G r st n w a r e n m ä r! t c noch immer mehr' als ausreichend mit allen Gattungen frischer Gemüse versehen.' Die weitere Herabsetzung der Preise für Gärtnergemüse wm de aber ans das Ende der-Woche verschoben. Zum erstenmale int heurigen Jahre verfügten außer dem Naschmarkt auch die meisten Bezirksmärkte über frisches Obst. Me Verteilungsstelle . hat., gestern . den meisten Markten Kirschen zugewiesen, allerdings nur in ganz geringen Mengen. Auf einzelnen' Märkten gab es auch Ananaserdbeeren. In den nächsten Tagen dürsten die Märkte über größere Mengen Etdbeercn ver-' fügen, dck die Preise im Schleichhandel nicht mehr viel höher als aps den Märkten sind -und so her Anreiz, die Ware nicht auf den Markt zu bringen, schwindet. Die G r o ß m a r k t h ü! l e war gestern nur lehr schwach besucht. Vortätig waren nur gelinge Mengen der,' rgyoniertm Fsrischgattungen für die Nachzügler und ein verhältnismäßig gutes Angebot in Schaifleisch, HM, aber infolge des geringen Markt? beffrcheS zum größten Teil unverk.mit blich. - Tie Fischmstilre blieben-gestern ohne Nenznsuhren. Eier gab es auf keinem Markte. Der Getreide-und Mehleinlauf. Vom deutschöstcrrcichischen Staatsanit für Volksernährung wird verlautbart: .. An Getreide und Mehl, sinh mit Ententesendungen m Drutschöstkrreich eingelangt: Am 50. Juni .. 1589 Tonnen Mehl . Piilans seit 1. Jum (in 30 Tagen) zusammen 44.723 Tonnen Mehl. Derzeitiger Tagesbedarf 1716 Tonnen Mehl. Im Monate I'uniwurden in DemDötlerreich übernommen: 48 Tonnen Reis'. 483 Tonnen Fell. 378 Tonnen Koudensmilch. M Tonnen/ Hüisensrüchte, Z9.r.Tonnen Hasxr,. 7Z8 sonnen Haferprodukte, 537 Tonnen Fische. ErhShung der Salzpreise. Durch' eine Vollzugsanwrisung des Staatsamtes für Finanzen pom 38. Juni 1919 werden mit Wirksamkeit vom 1. Juli die Salzverschleißpreise wie folgt festgesetzt; .1. Kochsalz zum menschlichen Genüsse: Lurussalz K 110.—, TaselsälzK 57.—. Geformtes Sudsal; (StöcklsalzX auch gemahlen K 49.— : Loies Sudsalz (Plankialst, Berg- und Munkern 47.^ pro IM Kilogramm, 2. Denaturiertes Komsal; m Vlelisütternngszwecken Mehmlz). Loses Viehsalz « 17.^, ViehsMeckstcine K IÖ.7pro 100 Kilogramm. 3. Salz zu industriellen und gewerblichen Zwecken (Fabriksalz), l. Sorte, undenaturiert, K 18.50, U, Sorte aus nndeuaturierten gemahlenen Sudbctriehsabstillcn^ll 0.50 pro 10Q filo? gramm. 4- Für DungtMgszwecke, Denatmerte SMndbetnebhamülle (gemahlen) K 7— pro 100 Kilogramm. 5. Sole (Mntterlapgell Preis pro Hrkrolner (unverpakt) ^.15. Aus 'Grund spezieller sinanzbehö.rdltcher Bewilligung unter bestimmten Bezugs- und Kontrollmodafftüten, für behördlich konzessionierte Bade-' anstalten. ferner bei Abgabe an einzelne Parteien zu Hansbadern Heller, 80 beziehnngswcne 1.30. W. I. W. Donnerstag den 3. Juli,, von 9 l,rK 11, blau (gerade und ungerade Nummern), von 3 piß 5, er-in, (gerade und ungerade Nummern): Freitag den 4, Juli, von 9 biZ 11. gelb (geradeund ungerade Nummern), von 3 his s, vgt (gerade und ungerade Nummern): Samstag den 5. Juli, von 8 bis 12, für alle Mitglieder Dämmstoffe. IVsteVft Telegramme und Briefe (EurHsIi) befördert »/infierikanfer Gross*, Ca?ö Weiss, T^boratrasse, ■ jaden Tag von 10 bis 4 Uhr nachmittags. 13-1 Panama und Girardi Hüte werden prompt and billigit useb r~ä neuester Fa?ou modernisiert _ M XVIII,) W&hvlngergttrtel -l und VII., SZarlahllforstrAss« 86 Jüdische Gemeinde. Der neue Magistratsdireßltor. Wie wir bereits milgeteckt haben, ist Mägistratsdirektor Karl P a w e l k a in den stiuhestand getreten. An seine Stelle wurde. Magistratsrat Dr. Karl Hartl zum Magistratsdirektyc. ernannt. Zn semem Stellvertreter wurde Obermagtstratsrat Daktsd August Mayr crnanul. Magistratsdirektor Dr. Hartl ist 1878 in Wen geboren, trat 190t m den städtischen Dienst, wurde schon im sölgendtn Jahre in die Nkaatstratsabteilting H, Finanzwesen, berufen, untz bat sich in dieser Stellung hervorragende Brcdicnite bet Beratung und Durchsühruug aller nuauzielleu Angelegenheiten der letzten Jahre erworben. Namentlich während der Kriegszrü, bej Bergebpug der verschiedenen in den'letzten JMen erfolgten Anleihen sowie bei der Regulierung der Bezüge der städtischen Angestellten war seine Tätigkeit grimdlegeud für alle Refornlem Magistratsvizedirektör Dr. August Mayr ist im Jahre 1861 geboren. 'Mort dkm Magistrat seit dem Jahre 189! gu, war. itrsprüngtichi der Magistratsabteilung für Armenwrsen zugewiesen und später Bvrstalld der Abteilung filr Heimatsweseu. Skis denf Jahre 1914 ift er Magistratsdirektorstellvertreter. Eine Mahnung an die Milchverschseitzvr. Laut Kundmachung des Magistrates vom Jänner 1917 sind btft’ Jnbaber oder Leiter der Milchverkaussstcllcn zur F Ü h rm c l u c r K u n d r n l i st e e r p s l i ch t e t. Jede Aenderung. durch Abfall oder I,»wachs ist m dieser Liste sofort ersichtlich m machen. Weiters wurde angcmducf, daß in jeder MllchabgybesFlle- 5tin 1!c!j durch dmRch tee-baren Anschlag die zur Ausgabe gelangende gesamte F r: I ck> m l 1 ch m c n g c sowie Die1 K 0 p I? iiiiPtc s ü r -ck : u d e v b-s zum ersten Jahre und Kranke e r s i ch t l i ch zu maehcll ist. In der letzten Zeit wurde wiederholt scsigesielii, daü dielen Auslrägen mcht immer entsprochen und dadnrctf d'e >!>n''.rch!e des MrlchvcrkebreS ungemein erschwert w:rd. Tn; ung.-stelle bringt daher h esc Bfuimmnugett uenerüch m Er!:» . :-ug. Israelitische Kultusgemeinde Wien? In de? Plenarsitzung vom 26. Juni berichtete her Direktor dts Rvthschild'SpitäleS. Primararzt Dr. Ka^l Fleisch-- m am n, über den Stand der mit dem orgamsterten Personal wegen erhöhter Lohnforderungen rinsrleiteten Verhandlungen. Dieselben haben wegm Uebervürduna des UntexstaMekretärs Prof. Tandler erst am 19. v. M. stattgcfnnden »nd Vers iliefen ergebnislos. Man hofft, bi^ aunt Ablauf Heß von der Ofkganisation gestellten Ultimatums einen genügend hohen Betrag zusammen zu bekommen, um den Betrieb für pte nächsten Monate aufrecht erhalten zu können, ' DaS erstattete Referat und melfrfgche. von Dr. Karl P 0 l l a k Utellte Ansragen wmfen blendende Hsreislichler auf die Aänzxnde Verwöltnngstechnjk des Direktors sowie dkr Svitalskommissivn der Kult'nsgeineindo, dreier hat sich seit fünf Jahren außer dem Architekten. Gärtner und dem Ad p 0 k a t e ü Dr, Pgppenhejm versteht er daö Krankenwesen besser als das Pmiiiltiftswahlrecht?) nach der unwidersprochenen Angabe' des Direktors Dr. Fleischmann n jemand u m d i e Anstal t i r a endwiegekü m in er t. Das Spital, welches bei vollem Belag ISO Kranke ansnehyten kann, derzeit aber nur n? zählt, hat nicht weniger als M'Angestellte, also rund dreimal soviel wre andere Krankenhäuser. Dieses israelitische Spital hat feit ieher in so überwiegendem Maße nichtisraefitischesPersonal angesteltt, daß die Kahalsväter einen Pogrom befürchten, falls der Betrieb fetzt eingkstellt werden müßte. Wegen. der jüdischen Kranken würde man sich's nämlich nicht gar lange überlegen... . Auch die Fmge der Auslösung des Pflegeripnenmstitutes (stehe nnseren Mtkcl pom 82. JmiN kam guks Tnvet. Der. Direktor stellte der benisWen Tüchtigkeit - de« Schwesteru ein glänzttchcs hengnis aus imd. brtaume. daß ihn mir die „maßlosen Angriffe" des stltemyrandums, das von überreicht worden war. niüs heftigste gereizt hätten. Mau mnN alier diese Schrift gelesen haben, um zu wessen, daß nur die bisher Übliche allmadische »ud null'', ale Einstellimg auf den Baalbos- und ,Raeduwuu;-sie uudero werken kann denn als einen höchst lob -ö---.*' ,jr Abstellung alter Nebel. Wiener Komödienhaus. (Sondxrvorstellllng der „Arche": '„D a s n e u e G h c t t 0". Schauspiel in vier Akten von T h e 0 d 0 r H e r z l.) '> „Ich verwerfe gegenwärtig alle meine Stücke, selbst die, welche noch am Kaiserlichen Purgthealcr in Wen Beifall finden und kümmere mich nicht länger um sic." So schrieb Theodor Herzl in einer Selbstbtographic, Uebev sein Bekcnlltnisftück „Das neue Ghetto" hat er also selbst den Stab gebrochen. Mtt Recht. Herzl war kein Dratnatikcr. , Gleichwohl ist uns diese Tragödie tciixr und ihre Wiederaufführung die schönste Huldigung für den Genius des Meisters. Etwa wegen der bezicliungsrcjchcn Vorgänge ans der Bühne- Oder wegen einzelner Tendenzworte, die brave' Jiontsten zn demonstrativem Beifall auf offener Szene verführen? (Das sollte man Herzl nicht antun.) Nein, beileibe nicht! Teuer, weil durch die Tat Herzls alle diese Konflikte längst überwunden sind, die dort oben ffm Rampenlicht die Herzen bewegen. Welcher Weg ist vNtückgclegt, seitdem der Tr. Jakob Samuel das neue Ghetto erkannte, in dem der emanzipierte West° iude lebt. welche Entwicklung seit jener doch so kurzen Frist, da ihm die Schmach, als Jude nicht, gelten'zn dürfen unter den arideren, auf der Seele brannte, seitdem er in edelster Erregung mit dem Protcstrabbiner Dr. Fricdhrimcr diskutierte, seildem er erschauernd die Schuld und die Trägst dev Börsenjnden erkannte, dieser Rhembergs uPd Wasfcrsteins, seitdem er sich entscheiden mußte zwischen dem Busenfreunde Dr. Wurzlcchner und der eigenen Sippe, seitdem ersterben mußte, sterben, im Duell mit dem Rittmeister v. Schramm, sterben für ein Schimpf- . wort'. . . Welche Entwicklung seit jenem: „Nicht dies ist Lösung!" bis zu der jüdischen Bewegung der Gegenwart. Das höchste Preislied für den. der dieses schlecht dramati-- sicrte Jweckgrdicht geschaffen hat, daß seist Inhalt längst veraltet, ist --- durch seine Tat. durch lein Lebenswerk. 1 D:e Ausführung im Komödicnhans war sehr würdig. Ins- : besondere Egon Brecher, der die gar nicht einfache Roste dc8 - Waffkrffem degagiert und verständnisinnig spielte (dankenswert, wie er den kleinen Schritt bi§ zu „Eisenbach" zu . vermeiden. weiß) sowie die Herren Karl Kn ei d ing er, Philipp J.eska und Franz Kamm auf boten schöne Leistungen.' Herr K. F. Lassen, der dm Dr. Samuel gab/^ legie leider die Masse Herzls an. Schon an sich nicht geschmackvoll. Aber wenn schon, dann nrüßte dieser Dr. Samuel viel, viel adeliger sein in Sprache und Geste nndv weit, weit karger in der Acnßernng seiner Gelühle. Von den übrigen Darstellern, die durchaus verdienstlich mitwirkten, sei noch befondets Therese B e l l 0 n genannt, welche die Frau Samnce (bekanntlich ein Denkmal für Herzls unvergeßliche Mittler) mit ■ inniger und rührender Schlichtheit verkörpert. Der Abend wurde mit Hugo Zn ck e r m a n n s -' „Prolog zu einer Herzl-Feier" emgeleitet, dm Herr Fcld a^ sehr schön sprach. ___ 0. Ä. Aus den Theatern. Im Deutschen Vnlk.sthcater spielt beute Dr. Mwig W ü l l n r r im Rahmen einer Sondervorstellung . ditz Dstelrolle im „Othello". Die Rolle des Cassio hat Herr K l i t sch übernommen. . Im K p m ö d i e n h a u s geht heute abe.nds die von Obertegiffellr Egon Brecher iliszeniert.' Komödie „Der König des Lehens" von Fritz L ö h \\ t v und Bruno W a r d c^it mit Harry Wal - en vom Bnrgtheater als Oskar Wilde in Szene. . Jüdisch-literarische Sondervorstellung dys jüdisch-- akademischen Knlturverbandes „Jabne". Jnwlgc Erkrankung der Hanvtdarstellerin findet die für den 22. Ihm angc-.j setzte Sondervorstellung ans dem Jüdischen. „Das Gelöbnis" von Hlrschbein und „Die' Schwestern" von Perez, Sonntag den 6.' d. M., 3 Uhr nachmittags, im Wiener K tun ödic nh a u s statt. Die gelösten Kauen behalten ihre Gnlkiglcit, restliche Kgrten sind nach im Vorverkauf zn haben. Jüdische Thegtepvovftellnng zugunsten einer Leihbsblipthek im XX. Bezirk, Donnerstag den 10, Juli, V»8 ic abends, findet tut Wiener B ü r gcrthe a t e r die Aufführung 'von Perez Hirschbeins „D je N e w c j I r" (Gastspiel der Jüdischeu Bühne) statt. Karten find zu haben gu den Tageskassen des Weeucr Bürgertheaters, in der Buchhandlung R, Lowit, }., Rotmtürinstraße 22, ip dm Theaterkürleuhnreaus li.. Taborstraße 5, U., Schmelzgasse 7. XX., Wallenstcinstraße 84. unv im 'Sekretariat der zionistischen Sektion, XX., Karl Akcißlstraße. 5/l._ 3«m Todestage Theodor Herzls. Jene Schrist des großen jüdischen Führers, die für das Judentum dex ganzen Welt von so ungeheurer Tragweite wurde, der „I n d c n st a a 1", wird anläültdj. des nabenden Todestages Herzls wieder viele Leser finden, (t 4.80ck „Altneulan d", das von Herzl selbst so hoch geschützte Buch, in dem sein eigenes Wesen, sein Wollen^ seine Ziele Ni'd seine Hoffnungen sich gclrcn ab'piegeln, ist seit kurzem wieder im Buchhandel erschienm, (Geb, ff 21 .tzo.i In beziehen durch die Bnchhandlmig R. L ö w i ff Wien, I., Rgtenturmstraße 22. Infolge großer technischer Schwierigkeiten wurde die Frist zur Eindes Jüdischen ii n Anmeldungen imBurrarr, T^hirrftr.20a