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Wiener Morgenzeitung · 1919-06-18 · Heft 149 (18.6.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 149 (18.6.1919)
Date
1919-06-18
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 149 Wien, Mittwoch Das gesottene Kind. Magdalene Höß zu zehn Monaten schweren Kerker« verurteilt und auf freien Fuß gestellt» Das ärztliche Gutachten. Vor Abschluß des Veweisverfahkens gäben die Gerichtsäczts Prof. Dr. Rentier und L», Meißner ihr Gutachten ab: Aus den Aussagen bet Angeklagten und der Zeugen entnahm« dis Gerichtsärzte, daß das zur Welt gebrachte Kinb, obwohl eine Frühgeburt, doch im dollen Grade lebensfähig war. Somit ist das Keweisbersahren geschlossen. Der Verteidiger der Häuptlinge klagten Dr.' Hans Fuchs beantragt die Stellung einer Eventualfrage für die Magdalene Höß auf Mitschuld und Borschubleistung beim Morde. Dr. Max N e u d a, der Verteidiger für Marie Zinkl schließt sich dem Anträge auch für seine Klientin an. Ebenso beantragen die Verteidiger der anderen ÄnaeÜagten die Stellung von Zusatzfragen. Der Gerichtshof gab den Anträgen teilweise Folge, worauf die Plädoyers begann» Staatsanwalt Dr. N i g g l richtete an die Geschwornen das Ersuchen, die Schuldfragen im Sinne der Anklage zu zu bejahen. In meisterhafter Rede schließt er die Kette des Beweisverfahrens zll einer Grundlage für Mett Schuldspruch. Für die Erskängeklägtö Magdalene H ö ß spricht Verteidiger Dr. Hans Fuchs, der sich, ebenfalls auf die Ergebnisse des Beweisversahrens stützend, einen Freispruch seiner KliennN wegen Mordes beantragt. Cr führt ans, vaß keinerlei Anhaltspunkte dafür bestehen, baß Magdalene, Höß an der Ermordung ihres Kindes mitgewirkt habe, ebensowenig hat die Angeklagte die Mitwirkung an diesem Morde zugestanden. Dr. Led Halberstamm iUn. besprach in. rem sachlicher Meise als Verteidiger für Marie Höß die Beweise, die die Staatsanwaltschaft borgebracht habe, denen er jede Stichhältigkeit abspricht. Er Bittet ebenfalls um einen Freispruch. Der Verteidiger der Marie Zink!, Dr. Müx NeUda, führt in seinem Plädoyer aus, daß es sich im vorliegenden Falle um keinen Mord handle, Werl das Kind, laut spitalsärztlichem Zeugnis, schon nach sechs Monaten zur Welt kam, ein« derartige Frühgeburt aber, wie wissenschaftliche Erfahrungen lehren, nicht lebensfähig und.daher kein Objekt einer Mordtat sei. Die Zinkl sei aber insbesondere freizusprechen, weil sie bet der Tat nicht mitgeWMt habe und bloß wegen Potschubleistuttg könnte sie verurteilt werden. Aach einer Replik des Staatsanwaltes Und einer Duplik dtt Verteidiger wurde die Verhandlung geschlossen. In einem Resümee stellte der Vorsitzende, Overlandesgerichtsrat Dr. Kämpf die Etrtlüstungs- und Belüstuntzsbeweise zusammen, worauf sich die Geschwornen zup Beratung zurückzogen- Nach dreistündiger Beratung verkündete der Geschworuen- Obmann Heinrich Wolf die Beantwortung der 83 gestellten Schulbfragen: Katharina Th euer, 3 Ja, 4 Nein (schuldig wegen Mordversuches). . . Marie Höß, 10 Ja, 2 Nein (schuldig wegen Anstiftung zum Mord). Marie Zinkl, 11 Ja, 1 Nein (schuldig wegen vollbrachten Mordes), . Magdalene Höß, 13 Nein betreffs des Mordes jedoch 11 Stimmen Ja der Borschubletstung schuldig. Auf Grund des Verdiktes der Geschwornen (Obmann Heinrich Wolf), verurteilte der Gerichtshof die Angeklagte KathaMa T h e U e r wegen Mordversuches zu d r e i I a h r e n schweren Kerkers, Magdalene Höß zu zehn Monaten schweren Kerkers, Marie Zinkl zü vier Jahren und Marie Höß zu fünf Jahren schweren Kerkers. Magdalene Höß bekam einen Strafaufschub und wurde auf freien Fuß gese tzt. Alle Angeklagten nahmen das Urteil mit großem Geschrei auf. Sport. Jüdischer Sport in Graz. Haksah schlägt den Deutschen Sportklub 2:1. Die Leistungen dieses jungen Vereines verdienen volle Anerkennung. Unter dem Eindruck des Grazer Gastspieles der Wiener Hakoah haben sich die jungen Hakoahner sprunghaft verbessert. Den schönen Erfolgen konnten sie am letzten Sonntag einen weiteren hinzufügen, indem sie den Deutschen Sportklub, der an die Hakoah eine Herausforderung hatte ergehen lassen, 2:1 schlugen. Bei Halbzeit noch mit 0:1 im Nachteil, gab die mit drei Ersatzleuten spielende Mannschaft nach der Pause alles aus sich heraus, so daß sie einen verdienten Sieg bavontragen konnte. Dieser wird dadurch absolut nicht geschmälert, daß der Gegner nach dem zweiten Trefftr, den er unsportlicherweise trotz der korrekten schiedsrichterlichen Entscheidung nicht anerkennen wollte, abtrat, so daß bas Spiel 15 Minuten zu früh sein Ende fand. Die Torschützen waren Weichselbaunl und Kaufmann. Ausgezeichnetes leistete der Ersatztormann Wagner. In der nächsten Zeit dürfte sich auch der Grazer Athletikklub, der bisher der Hakoah gegenüber eine durchaus feindselige Haltung eingenommen hat, zu einem Wettspiel „herbeilassen". Die Vienna spielte am Sonntag in Graz gegen den dortigen A t h £ 11 i f! lnb und siegte 8 :4; bei Halbzeit stand das Spiel 4 :0. Ans dem W. A. C.-Platz kommt morgen ein sehr umfangreiches Programm zur Durchführung. Um 3 Uhr spielt der W. A.F. gegen die Vienna, anschließend daran findet ab halb 4 Uhr ein großes leichtathletisches Meeting statt und den Abschluß bildet ein Wettspiel W. A. C. gegen S p o r tklnb. ES geigt sich hier deutlich has Bestreben, den Rapid- Wettspielen, die imnrer die Majorität des Publikums anziehen, eine wirksame Konkurrenz entgegenzusetzen. Propagandawrttspkele der Hakoah. Der Sportklub Hakoah dürfte im Lause des Sommers mit seiner Fußballmannschaft zwei große Propagandafahrten unternehmen. Die eine soll nach Bielitz und Troppau. die andere nach Prag und Berlin führen. Doranssevung für beide Fahrt«: ist die Ueberwindnng der großeil Reiseschwierigkeiten. Wiener Morgeuzettung Der Volkswirt. Die Bilanz der Verkehrsbank. Der Bilanzbericht der VrrkrhrSbank gelangt mmmehr zur Publikation. Hierüber versendet die Bank die folgende Mitteilung: »Der BerwaliungSrat der VerkrhrSbavk hat in seiner gestrigen Sitzung die vorgelegte Bilanz genehmigt und befchloff«, der für den 80. Juni d. I. einzuberufenden Generalversammlung vorzuschlagen, von dem Reingewinn pro 8 6,156.862— (— K 2,598.124.—) eine Dividende von 5*/o K 14— pro Aktie im Betrage von & 8,752.000— zur Ausschüttung zu bringen, dem Reservefonds die statutenmäßige Dotation pro K 231.980.— zu überweisen, dem Pensionssonds eine außerordentliche Dotation pro kl 500.600— zuzuwenden und die nach Zuweisung der statutenmäßigen Tantieme pro K 82.783— sonach verbleibenden K 1,640.217— (4* K 121.948—) auf neue Rrchnung vorzutragen." Die Einzelheiten des G e w inn- und Verlustkontos sind aus der nachstehenden Ausstellung zu ersehen: Einnahme«: 1918 gegen 1817 Kronen Vortrag vom Jahre 1917 .i,618.274 606,276 Zinsen . 17,700.206 + 7,164.400 Provisionen und sonstige Erträgnisse deS laufenden Bank- und WechselstubengeschäfleS. 5,292.114 + 687.861 Effekten und Konfvrtialgewinne .... — — 2,261.999 Erträgnis der Häuser * * . . . . . . 215,656 1.526 _ Summe 24,726.250 + 6,297.017 Ausgaben: Gehalte 8,710.885 "H 4,036,685 Spesen. . .. 3,574.215 * 1M.181 Steuern und Gebühren ...... 8,606.992 + 1,418.552 Abschreibungen: von den Änstalisgebändkn . . . . 75.000 -- für Jnventarauklagen. 165.815 —* 7.175 PenstonSsondSbeitrag der Gesellschaft» . 330-018 -t- 1.400 Effektenverluste ......... . . 2,106.498 <4°, 2,106.498 Summe.. . 18,569.968 + 8,890.141 Summe der Einnahmen 24,726.250 4- 6,297,017 Reingewinn .... . ... . 6,156.882 — 2,599.124 Die Dividende beläuft stch wir 1914 ans K 14.—, d. i. 5°/», gegenüber K 18— pro 1916, K 22— pro 1916, K 24— pro 1917 (die höchste Dividende seit dem Bestände deS Institutes). Der Bruttogewinn übersteigt trotz des Wegfalles der Effektengewinne den deS Vorjahres um 6*2 Millionen. Dagegen haben sich die Lasten infolge von höheren Gehalten, Spesen und Steuern nm 6'7 Millionen erhöht. Für die Der- Minderung des Gesamtgewinnes ausschlaggebend ist auch der Verlust von 2'1 Millionen infolge von Kursabschreibungen an dem Besitz von Staatspapieren. Aus dem E r t r 8 g «i $ I o n t o ist zu ersehe«, daß dir Zinsengcwinne und Provisionen eine Steigerung erfahren haben. Die F i l i a l e n erzielten im aögelaufenen Jahre durchschnittlich höhere Gewinne als im Vorjahre. Urbrr den Vermögettsstand gibt die folgende Bilanzü u f st e l l u n g Aufschluß: Aktiven: 1918 gegen 1917 Kronen Kassa- und Giroguthabe».82,722.849 -f 3L76.867 Portefeuille ... . 181,597.036 + 140,534^74 Vorschüsse aus Wertpapiere und Reporte «».•*••«•.•. 88,061.428 **(7 1,036,864 Effekten. 140,856.816 — 18,618.654 Emzahlungen auf Konsortialgeschäfte 24,478L85 *f 10,8661322 Debitoren des Bank- und Wechsel» stubeNgeschästeS ......... 498,680.070 - 41,880.712 Realitäten.. 8,636.870 -H 10,870 Inventar abzüglich 20% Abschreibung 661.000 + 161.000 Verrechnungskonto, Kriegsanleihe . . — —° 147,174,985 Summe 910,894.048 - 40,087.854 Passiven: Aktienkapital.. . . . . 76,040.000 + 10,039.960 Reservefonds. . . . .. 26,265.473 -f 6,907.245 Geldeinlagen gegen Einlagebücher »8l2,67lL75 + 84.882.726 » * Kaffruscheine. » 648.600 — 156.264 Unbehobene Dividenden ...... 28,894 -s- >9.078 Kreditor«... . 479,390.119 + 98,997.568 Akzepte im Umlauf«........ 3,520.000 -t- 1,080.000 Vortragsposten per Saldo..... 2,072.206 4* 732.181 Verrechnungskonto, Kriegsanleihe. . — — 289,887.219 Reingewinn. . » . . . . . 6,166.862 — 2,698.124 Summe 910,694.048 — 40,087.854 Die Barbestände waren mn zirka 10 Million« hoher als im Vorjahre. Im Portefeuille figurier« unter anderen 125 Millionen sofort realisierbare Kaffenschrine der Oesterreichrsch-ungurrschru Bank. Der Rückgang de- EffektenstandeS nm 18*6 Millionen ist zum großen Teil auf Abverkauf» beziehungsweise Minderbrwertung deS eigenen Besitzes an Kriegsanleihen zürückztlführen» der sich zum Jahresschluß auf 107 Millionen belief. DreBerkehrSbank nahm die Bewertung unter dem amtlichen Schatzung-- - kurie vor und legte eine KriegSanleiheverlustreferve von mehreren Millionen an. WaS die mit der DeckehrSbank liierten Unternehmung« betrifft, so hat die Neusiedler A.-G. für Papiersabrikativn ihre Dividende von 20°/« auf 256/« erhöht, die »ElbemW" wie im Vorjahre &%, die Lenzingtzr Papierfabrik 12*/» geg« 10'/» im Vorjahre ausgeschüttet. Die Waldheim-Druckerti A.-G. hat ihre Dividendenzahlung mit 4*/, wieder ausgenommen. Dir Grazer Waggonfabrik konnte eine Dividende nicht iur Verteilung bringen. Die Wecher Waggonfabrik in Arad hat eine 10*/»ige Dividende verteilt und kann ihren Betrieb aufrechterhatten. -Die Freistädter Stahl- und Eisenwerke nehmen eine Dividende von 9% in Aussicht. Die Svpron-Grazer Elsenwarenfabrik hat wie im Vorjahre eine Dividende von 16°/. zur Auszahlung ge- 18. Juni 1919 Seite 7 , . bracht. Das Schwergewicht deS Unternehmens, das sich im abgelaufenen Jahre durch den Zusammenschluß mit der A.-G. vorm» Adolf Finze & Co. in Kalsdors bei Graz wesentlich erweiterte, liegt in Oesterreich, wo die Betriebe ohne Stillstand arbeiten können. Die TuchfübrrkS-A^G. Jakob Ouittner & Sohne hat ihre Dividende von 12*/, auf 8% ermäßigt, die Spiritus- Industrie A.-G. wie im Vorjahre ltfYo, die Kraluper Spiritusbrenner« und Rafsinerie wie im Vorjahre 8°/., die Korksteinfabrik vdrm. Klein« Bükmay« 6% gegen 7fl/o im Vorjahre verteilt. Die Hotel Imperial A.-G. «höhte die Dividende von 6°/» auf 7*/0 und weist auch dermale« einen günstigen Geschäftsgang, ans. Die Portois L Fix A.-Ghat mit einem Satz von 7°/0 ihre Dividendenzahlung wieder ausgenommen, doch wird der Gewinn für das abgelaufene Jahr einen Rückgang zeigen. Die Emaillierwerk« und Metallwarenfabriken A.-G. Haardt & Co. verteilten 1% und dürften m de* Lage fei«, ihre Dividende zü erhöhen. Die Schnellpreffenfabrik Mödling hat wie im Vorjahre eiry Dividende von 5®/0 zur Verteilung gebracht, die Brückenwagenfabriken C. Schemb« & Söhne A.-G. haben ihre Dividende von 7^/v auf 5*/, «Mäßigt, die Aktiengesellschaft Tille* & Co. von 6°/0 auf 7*/, «höht, für das Jahr 1918 jedoch eine nicht vorauszusehende Steüervorschreivung «hallen, die den Jahresgewinu mehr als aufgezehrt hat. Die Erste ^bosnische Ammoniaksodafabrik A.-G. ermäßigte ihre Dividende* von 17V* Vo auf 10 "/«. Der durch Pen Mangel an Brennmaterial verursachte anhaltende Betriebstillstand wird es Nicht ermöglichen, eine Dividende für das Jahr 1918 auszuschüttett. Die im Kriegsgebiet gelegene Bozen— M«aner Bahn hat im Jahre 1918 eine wesentliche Befferung ihr« BetriebSeiunahmen zu verzeichnen. Die beiden Phönix- VersicherungSgesellschaften verteilten wie im Vorjahre eine Dividmde von 5«,,. Die Bank für Tirol und Vorarlberg wird pro 1918 infolge der Ungewlßheit üb« die Zukunft ihr« Südtiroler Filialen ihre Dividende wieder auf K 16— ermäßigen. Die Erste Ungar. Gewerbebank hat 1918 eine Dividende von 8°/, gegen 5'/, i« Vorjahre verteilt. Infolge des Zerfalles der Monarchie ist. von d« geplanten Fusionierung der Mährisch-Ostrauer Handels- und Gewerbebank mit der Verkehrsbank abgesehen worden. Das Institut wird als selbständige Bank weiterbestehen. Das Konsortialkonto, das um 10 Millionen stieg, erstrhk einen Zuwachs durch den Ankauf eines größeren Postens Aktien der Oesterreichischen Hypothekenbank der zum Kurse von K 300— dem Konsortialkonto angereiht wmde. Das Unternehmen hat für das Jahr 1918 die Dividende von 7'/. auf 8°/o erhöht. Weiters beteiligte stch die Verkehrsbank an der Gründung der Leßn« Warenhaus A.-G., welche für das erste Geschäftsjahr eine 5*/,ige Dividende ausgeschüttet hat und gemeinsam mit der Metallu. Erz-Ges. und anderen Industriellen an d« Oester*. Ges. f. Metallhüttenbetrieb in Restersitz Interest« nahm. Die eigen« Mittel deS Institutes stiegen durch, die vorgenömmrne Kapitalsvermehrung per 10 Million« und dir vorjährigen Dotationen um 16°9 Millionen. Unter Berücksichtigung d« diesjährig« Dotationen belaufen sie sich auf 103 Millionen Anmeldungen von deutschen Forderungen in Ungarn. Beettn» 17. Juni. (Korr.-Bur.) Zur FeMelluny des Umfanges b« Schäden, die deutschen Reichsaugehörrgen m Ungarn infolge der Beschlagnahme jeglichen Privatvermögens durch die ungarische Räterepublik drohen, war empfohlen worden, zwecks spät«« Geltmdmachung von Forderungen gegenüber der ungarisch« RegirrUna bte im Bereiche der ungarisch« Republik bestndlichm deutsch« Bermögmswerte, soweit sie von dies« Maßnahme betroff« w«dett, bei dem ReichSkommiffar zur Erörterung von Gewalttätigkmen^ gegen deutsche Zivilpersonen anzmnelden. Um aber alledeutsch« Jnt«effm geg«üb« der ungarischen Rätnepublik v«- tretttr zu könne», «scheint eS fern« geboten, bei dem genannt« RrichSwmmlffär nunmehr auch alle Forderung« gegen Schuld«« in Ungarn möglichst bald anzumelden, insbesondere auch Wert. „paprere, ans denen der ungarische Staat oder ein in Ungarn ansässig« Schuldner hastet oder durch die eine Beteiligung an einem, m Ungarn ansässigen Unternehm« verbrieft wird. Mn ne«8S Kompensationsgeschäft mit Ungarn. Wie vnlautet, hat das D e u 1 s ch ö st«r r e i ch i s ch e WarenverkehrSbureau mit der ungarischen Rogieruna ein Uebtteinkomm« getroffen, wonach Ungarn 1000 Waggons 8 e m e n t, 5 Waggons t Malz und eine grSß«e Ladung Schafwolle sofort Xtefert und als Gegenwert C hemlkalie«^ Papier und KonfektiouSwaren «hält. Die m den ungarischen Gestüt« befindlichen österreichische« Zucht-und Vollblutpferde muffen bis Ende Juni rückgestellt werdm. Die Bilanz der Kaiser Ferdinands-Nordbahn. DaS GefchästSjahr 1918 brachte eine «orme Erhöhung der Spes« mit sich, wozu das Sinken der Kohl«förderung vielfach belgetragm bat. Wegen der mit der Prager Elsen- und Alpinen Montangeseuschast getätigten Kohlenabschlüffe wurde ein Ausgldich geschloffen, dahingehend, daß beide Gesellschaften für die Mt vom November 1917 bis Ende 1918 eine Nachzahlung W« und von 1919 ab die jeweiligen Tagespreise zahlen. Die am 31. Dezemb« 1918 für das zweite Halbjahr fällige EmlosungSrentr war noch vom deutschösterreichischen Staatsamte dn Finanzen durch die Nationalversammlung bezahlt worden. Die Verwaltung ist bemüht, die künftig fällig werdende« Rmtmratmzu regeln. Es wurde wfcsfaaßt, den Sitz d« Gesellschaft nach Mährisch-Ostrau zu verleg«, Die Nordbahn schüttet eine D i v i d e n d e von K 200— auS, wovon bereits im Jänner K 105— zur Auszahlung gelangt«. so daß der Julieouvon mit K 95— eingelöst wird. Mit Rücksicht auf die ungeklärte Lage wurde von einer Abschlagszahlung auf die Dividmde für daß laufende Jahr Abstand genommtn. Gemeinde Me« — Atädtifche Verstchermrgßmistatt. Der Mm Gemeinderate neu gewählte Verwaltungsausschuß der städttschen Versicherungsanstalt hat am 12. d. M. unter deur Vorsitze des Vizebürgermeisters Emmerling seine konstituierenbe Sitzung ab gehalten. Zum Vorsitzenden-Stellverttetet! würde GerNeinderat Julius V e r m a n n, zu Mitgliedern' des! Direktionsausschusses wurden' die jNemeinderäte Anton G r 0lig,^ Karl May, Dr. Franz Ode hnal und Amalis Seidel gewählt. - In das srevisionskountee wurden Vvut Derwaltungsausschuß die Gemeinderäte Josef Benisch, Julius B l u m und Karl P a u l i t s ch k e, als Obmann des Julir^ B l u «i urrd Karl P a u l i t s ch k e, als Obmann der Oualisizierungstommiss'wu Gemrinderat Kart Schmid und' als Obmanil des Disziplinarausschusses Geineinderat Leopold

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