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Wiener Morgenzeitung · 1919-05-28 · Heft 129 (28.5.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 129 (28.5.1919)
Date
1919-05-28
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 129 Mm- Mittwoch Wiener Morgenzeitrmg 28. Mai 1919 Sette 7 Der Volkswirt. Das Brkkeidsngsproblem während -er UedergangszeU. Di-r erhalten den nachfolgenden Artikel von Fachmann und stellen das Thema zur Diskussion. (Die Red.) Der politische Umsturz feit dem Herbst 1918 brachte es mit sich, daß. die Hoffnungen aas eine rasche Einfuhr ömr Textilien, Fertigfabrikaten wie Rohmaterialien zunichte wurden. Wohl war bei Befriedigung des Bedarfes der Zivilbevölkerung in den auf den Zusammenbruch folgenden Monaten eine gewisse Ent» spannung zu merken, da die Vorräte der Heeresverwaltung frei und sonst die letzten vorhandenen Lager herangezo^en "wurden. Sind aber auch diese erschöpft, dann stehen wir wirklich vor dem Nichts, und dann wird unsere Lage im nächsten Herbst und Winter eine furchtbarere sein als je zuvor. Denn daß uns unsere bisherigen Gögnet oder auch die Tschecho-Slowaken äüs Mitleid auShelfen werdest, daran ist wohl nicht zu denken. Das Proo.em liegt aber für Deutschösterreich deshalb besonders schwer, iveil es sich dabei nicht mehr stur, ober vorwiegend, um die Frage der Rohstoff« beschafsung handelt. Das alte Oesterreich konnte, wenn es sich Unr die nötigen Rohmaterialien versorgen konnte, den inländischen Bedarf so ziemlich decken und bei einiger Sparsamkeit im Konsum noch stattliche Quantitäten für den Export, also für Bezahlung des importierten Rohmaterials, bereitstellen. Deuischösterreich befindet sich aber in der viel ungünstigeren Situation, daß ihm heute selbst unbeschränkte Einfuhr an textilem Rohmaterial Nicht hinreichend helfen würbe, da es den eigenen Bedarf im Endprodukt nicht mehr allein decken kann. Durch die Abtrennung der Sudetenländer hat es den wichtigsten Teil der altösterreichischen Textilindustrie verloren und wird somit unter , allen Umständen gezwungen sein, während der Nächsten Jahre seinen Bedarf an Be» kleidungsmaterial zum größeren Teil aus dem Ausland zu decken. Es braucht nicht betont zu werden, daß dies mit Rücksicht auf die Preisbildung und die valutarischen Folgen keine erfreuliche Aussicht ist. Umsomehr verdient ein. Vorschlag Beachtung, den Kärl Janvvskh in einer kürzlich erschienenen Schrift zur öffentlichen Diskussion gestellt hat. Der Verfasser will das BeMdungsProblem während der Uebergangszeit aus sich heraus, durch Selbsthilfe, lösen. Der Grundgedanke, der dem Vorschlag zugrundliegt, ist, wie der Verfasser selbst zugibt, nicht neu. Aber er soll nunmehr, im Gegenteil zu früher, in einer Form realisiert werden, die einen Erfolg tatsächlich vorausseheu läßt. Das Wesen der Mion besteht darin, daß durch eine großzügige Propaganda in Dorf und Stadt die Bevölkerung mit dem Gedanken vertraut zu machen ist, die in ihrem Besitz befindlichen textilen Bekleidungsstoffe jeglicher Art gegen Bezahlung, aber gleichzeitig verbunden mit einer entsprechenden Stoffbezugsberechtigung auf gute, strapazfahige Ware, die überdies sehr wohlfeil ist, abzugeben. Die Sammlung der Hadern hätte im Wege der bestehenden Mttleidersammelstellen zu erfolgen, die zu diesem Zweck entsprechend auszugestalten wären. Die Stoffabgabe würde durch die Landesbekleidungsstellen durchzuführen sein. Als Austauschverhältnis zwischen Hadern und neuem Stoff wird vorgeschlagen, 1 Meter Tuch für IV4 Kilogramm Hadern abzugeben. Zur Abgabe gelangt eine geringe Zahl von rnittelschweren Typen st offen — für den Anfang sind drei Typen in Aussicht genommen — bei denen das Hauptgewicht auf der Güte und Strapazfähigkeit liegt. Bei günstigem Fortschreiten der Aktion könnte an eine größere Farbenspeztalisierung und die Einführung mehrerer leichter Typen frinerrr Qualität geschritten werden. Als Prinzip der ganzen Aktion ist festzuhalben, daß zur Herstellung der abzugebenden Stoffe nur das «in gesammelte Material verwendet wird. Da würde sich nun die Schwierigkeit ergeben, daß zu Beginn der Aktion, solange das erste Hadernmaterial noch nicht verarbeitet ist, keine Mgäbest« ffe vorhanden wären. Dem müßte dadurch begegnet werdest, baß die Hauptstelle für Volksbekleidung der Mion einen tilgbaren Vorschuß von etwa 100.000 Meter Stoff zur Verfügung stellt. Die Verarbeitung eines großen Teiles des Materials wird wohl in Tschecho-Slowakien erfolgen müssen, da hier nicht genügend Fabriken vorhanden sind und die vorhandenen unter den Schwierigkeiten der Kohlenbeschaffung zu (eiben haben.. Der eigentliche Wert der Aktion läge in der restlosen Erfassung der vorhandenen Altmaterialvorräte. Daß diese Aktion bei allen äußerlich ähnlichen Versuchen in der Vergangenheit mißglückt ist, lag vor allem daran, baß dabei bas staatliche Interesse zu sehr in den Vordergrund gerückt war, während es für den Erfolg von entscheidender Bedeutung ist, daß als hauptsächlicher Anreiz für den Privaten, seine Altmaterialien abzuführen, dessen eigener Vorteil wirksam verde. Dies wäre dann der Fall, wenn dem Abllefernten für seine Hadern sofort der neu« Stoff ausgefolgt vürde. An dieser Leistung Zug Um Zug hängt wesentlich das Gelingen der Aktion. Welche Ergebnisse sie kti geschick.er Durchführung liefern kann, dafür möge folgende Mitteilung ein Beispiel bieten. In Voraussicht der großen, nach Friedensschluss auftretenden Not Kl Ltojfen hatten M nämlich, dir Newohim einer kleinen Tiroler Berggemeinde zusammengeschlossen, ihr Gefälle anHMe-n bis zum Kriegsende aufzubewahren, um es dann rasch verarbeiten zu lassen. Mitte 1918’ verfügte die Gemeinde, bereits über 10.000 Kilogramm Abfälle. Der Vorfall wurde dadurch bekannt, daß sich eine Bo'«ner Firma um die Abfälle bewarb; tatsächlich wäre auch die Gemeind« zur Ablieferung bereit gewesen, wenn die. Firma sich zur Lieferung eines entsprechenden Aequivalents an Stoffen nach Friedensschluß bereit erklärt hätte, wozu thr jedoch die Hadernksmmission nicht bis Bewilligung Erteilte. — Besonders groß werben öie Anfälle im Laufe der Kommenden Monate fein, weil da alle die Uniformen anfallen werden, die jetzt von den Denwbtlisierten abgetragen werden und die mit Rücksicht auf die schlechte Qualität den Herbst kaum überleben dürften. Besonders für deren Erfassung bietet der Vorschlag Jauovsky eine geeignete Handhäbe, mb es ist daher zu wünschen, daß die maßgebenden Stellen, die sich vor dem Zusammenbruch bereits mit ihm befaßten, nunmehr von neuem an seine Durchberatung und Realisierung gehen. Aus der gMzischen Erdölindustrie. Die Ereignisse in dm ostgalizischen Naphtharevierett von Borysiaw-Tustauvwice haben sich in letzter Zeit überstürzt nnd die vv' liegenden Nüchtichien über die Eroberung der Rohölgrbiete durch die polnischen Truppen dürften eine entscheidende Wendung inder ganzen Angelegenheit herbeiführen. Bon Wichtigkeit ist tS, daß du seitens der Ukrainer angedrohtr Zerstörung der Näpythagrubm fßt beit Fall einer polnischen Besetzung nicht enigetttterr ist, so däß der ungestörte Weiterbetrieb der Gruben^ zu erwarten stz u durfte. Leider wird durch dielen Wechsel m der Verwaltung die erst neuanaebahnte Ordnung in den Erdölgebieten selbst, wenigstens für die nkichste Zeit, für die Industriellen neue Schwierigkeiten zur Holge haben. Gerade in letzter Zeit sind Umstände eiNgetrtteN, welche die Hosimmg üufkomMm lußen, daß dre seit Oktober 1819 rückständigen Zahlungen für das durch die Verwaltung beschlagnahme Rohöl wieder ausgenommen werden, wodurch sowohl drt PwdNzenten, als auch tue Brutloprozmibrsitzer wenigstens eine Abschlagszahlung auf die ihrerseits so lange Zeit offenen Forderungen erhalten hatten. Gleichzeitig wurde auch seitens der .Polnischen Regierung eine Zahlung für die zu Gunsten der Raffinerie Limmwwa in Anspruch genommenen Rohölmengen vertügt, so daß die Knappheit an Zahlungsmitteln, welche bei einigen Industriellen bereits eingetreten war, behoben worden Ware. Es ist zu erwarten, daß durch die polnische Verwaltung nunmehr diese wichtige Frage raschestens geregelt werden wird und daß für die Produktion wenigstens Teilzablnngen zu erhalten sein werden. Allerdings bleibt dann noch die Verrechnung zwischen dem von der ukrainischen Verwaltung bisher in Anspruch genommenen Rohöl offen, weil die Einnahmen für Mineralölprodukte. die aus diesem Rohöl erzeugt wurden, zum Teil bereits an die ukrainische Verwaltung gegangen sind. Freilich kann eS sich wegen der bestandenen Transponschwierigkeiten nicht um sehr bedeutende Summen handeln. Die seinerzeit feindlichen Ausländern gehörenden Gruben, die unter Zwangsverwaltung gestanden waren, haben ebenfalls nunmehr die Auszahlung der ihnen zustehenden Beträge energisch betrieben und Widern die. Nachzanlung der ihnen entgangenen Beträge. Hierbei spielen naturgemäß die Valutadifferrnzen eine erhebliche Rolle, da es nicht glrichgllltig ist, ob diese Betrage in gestempelten oder ungestempelten Roten zur Auszahlung gelangen, vielfach aber auch die Erlöse des in der Kriegszeit gelieferten Rohöls in Staatspapieren angelegt wurden, über deren Anerkennung die einzelnen Nationalstaaten des ehemaligen Oesterreich- Ungarn noch lange nicht einig sind. Die Vertreter der Ententestgaten verlangen die Zahlung für dieses Rohöl in Franks, beziehungsweise in Goldwährung, was eine außerordentliche Höherbeweriung des m dieser Zett gelieferten Rohöls bedeuten würde. Alle diele Fragen werden wohl erst endgültig bei der spateren Liquidiknmasabrechnurig geregelt werden können, wobei es sicherlich von Interesse ist, daß Dr. Homann, der Vorstand des liquidierenden KnegsministmumS. welches an diesen Fragen ebenfalls interessiert ist. als hervorragender Fachmann ans dem Gebiete der Mineralölindustrce bekannt ist. Ing. R. Sch. Wirtschaftliches aus Polen. Wir entnehmen dem „Polnischen Lloyd": Der polnische Staat ist der W e l t p 0 st u n i 0 n als selbständige- Mitglied b e i g e t r e t e n. Infolgedessen hat der reguläre ausländische Briefpostverkchr mit sämtlichen Staaten, ausgenommen Rußland. Ukraine, Rumänien, Bulgarien bereits begonnen. Auch fehlt noch em formeller Vertrag mit D e u t s ch l a n d. Zulässig sind für den Anslandverkehr Briefe, Postkarten, Drucksachen, Handelsbelcge und Warenmuster sowohl einfach wie eingeschrieben. Für letztere ist eine Gebühr nach dem in der polnischen Amtszeitung „Monitor Polski" Nr. 50 vom 3. Marz kundgemachten Auslandstarife zu entrichten. Für die eingeschriebenen Sendungen übernimmt die Postverwaltung derzeit kerne Verantworrung. Die Briefe sind offen abzusenden und unterliegen der Postzensur. Im polnischen Reichstag wurde die Regierungsvorlage Über die Gewährung eines G a r a n t i«k r e d r t e s in der Höhe von 2 0 M i l l t 0 n e n englische Pfund den v 0 l n rschenTextilfabrikanten durch die polnische LandesdarlehenSkaffe einstimmig in sämtlichen drei Lesungen angenommen. Die Bestrmmung drS Darlehens rst der Ankauf von R.0 b si 0 f f e n und t e ch n i s ch e n A r t i k e l n, welche zur Mobilmachung der polnischen Textilindustrie notwendig sind. Die polnische Regierung übernimmt die volle Garantie siir das gewährte Darlehen. DaS Finanzministerium und baS Ministerium iür Handel und Grwti be bestätigten vor kurzem die Statuten der Bank der polnischen Kaufmannschaft. Diese Bank wurde auf Grund des BeschlusfeS des ersten Kongresses der Vereine polnischer Kausleute gegründet, mrt dem Zwecke, nebst Bankgeschäften neue Handelszentren zu bilden, dre bereits bestehenden zu kräftigen und zu erweitern. Wienerberger Ziegelfai^lk. Die 50. ordentliche Generalversammlung der Wienerberger Zregelfabrik- und Baugeselisch a ff t wurde heute abgehalten. Von dem Reingewinn per 1.815.979 K werden 48S.8S7 K zu Abfchre düngen verwendet, 100.000 K für NotstandsauShilsen on die Angestellten gewährt und 800.000 & für die Gründung erner keramischen Fachschule gewidmet, 18 K pro Aktie als Dividende verteilt und 31.406 K auf neue Rechnung vorgetragen. . In dem Berwaltimgsrat wurden dir auSschridenden Herren Julius Blum und Ludwig Neurath wicdcrgewählt. Die Wiederaufnahme des Prager Börsen- Verkehres. Prag, 27. Mai. (Tel. der „Wr. Morgenztg.*) In ekwe Verlammlung hiesiger Bankotttreter wurde einstimmig der Wunsch geäußert, M der Handel in abzustempelnden Wertpapieren freigegebcn, ferner baß der Verkehr in Anlagewerten dmch Maklervermittlung und momentan ohne Eröffnung der Börse gestattet werde. Man hofft, daß die Wiederaufnahme des Börsenvettehres bald erfolgen wird. Gwkäüfe der Polen in London und Paris. RtLhr.-Vstran, 2?. Mai. Die von der polnischen Rv> gienrug ausgcsandte Delegatiozi ist nach Warschau znrückgrkehrt. Sie hat in London und Paris 20 0.000 Paar Schuhe zu 30 Mark, 900.000 Hemden zu 15 Mark und andere Waren eingekaust. . m In Frankreich und England wurde das Verbot siir die Warenausfuhr nach Polen aufgehoben. Zur Liquidation des deutsch österreichischen Besitzes in Jugoslawien. Laibach, 37. Mai. Das Präsidium der Landesregierung für Slowenien verlambart eine Kundmachung au die Oeffentüchkeit, worin vor dem Ankauf von Bermögeuschaften der feindlichen Ausländer gewarnt wird. Diese Amländer versuchen dmch solche, Verkaufe sich der Beschlagnahme rhrrr Vermögenichasten zu entziehen und den Erlös aus dem Verkauf im Auslande an sich zn bringen. Im Sinne des von den alliierten und assoziierten Mächten angenommenen Entwurfes des Friedensvertrages behalten sich die Regierungen dieser Staaten vor, das Vermögen, dre Rechte und dre Interessen, welche die demschöfterretchrschen oder ungarischen Staatsangehörigen am 1. November 1918 in den abgetretenen Gebieten besaßen, zurückzuhalten und zn liquidieren. Daraus ist klar ersichtlich, daß nach diesem Zeitpunkte vollzogene Transaktionen für den Staat nicht verbindlich sind. Es könnte Vorkommen, daß die Käufer in große Unannehmlichkeiten geraten und daß sie dre entrichtete Kausiumnir von den Verkäufern werden zurückfordern uiüfsem Deshalb wird jedermann gewarnt, Vermögenschasten von Freindm anzukausen, außer im Wege des ordentlichen Nquidiermigsvrrfahrens, das seinerzeit eingeleitet werden wird. Dies gilt insbesondere auch für den Ankauf von Aktien und r i 0 r i t a t e n von feindlichen Ausländern. Gleichzeitig warnt die Landesregierung vor voreiligem Verkauf von jugoslawischen Vermögenschaften im Auslande, da im Sinne des Friedensvertrages mit Deutschösterreich und Ungarn auch diese Frage zugunsten der jugoslawischen Staatsbürger gelöst werden wird. Eine polnische Fabrik für Werffett und Munition. Mährlsch-Ostrau» 87. Mai. In W a r s ch a u wurde eine Aktiengesellschaft unter dem Titel ^Polnische Fabrik für W a f f e n u n d M u ri i t t 0 n" mit einem Stammkapital von 5g Millionen Mark gegründet. Das Unternehmen, an welchem auch Ententeindustrielle beterlrgt sind, wird ferner- Gewehre undGeschosseerzeugen. Die tschechische Industrie. Prag, 27. Mai, Das böhmisch-mährische elektrotechnische Unternehmen Fr. K r i z e k A.-G., Prag-Karolinenthal, zahlt eine Dividende von K 20,—. Die amerikanische Siegesanleihe. Washington, 27. Mai. (Funkspruch der Tel.-Komp.) Die Zeichnungen für die Siegesanleihe betragen 6250 Milll 0 nen Dollar, wodurch der Betrag um *Millionen Dollar Überzeichnet ist. Der überzeichnete Betrag soll nicht angenommen werden. Der neue Präsident des englischen Handelsamtes. \ London» 26. Mai. (Reuter.) Der Präsident des Handels amtes Sir Albert Stanley ist aus Gesundheitsrücksichten zurückgrtretrn. Sein Nachfolger ist Sir Auckland G e d d e s. Eine ukrainische Finanzmisfion in Wien. Gegenwärtig weilt in Wien eine außerordentliche Finanzmission aus der Ukraine unter Führung des ukrainischen. FinamministerS KrywetSky. Die Mission hat die Aufgabe, die Kotierung! der ukrainischen Werte mit den neutralen Markten in die Wege zu leiten und die Vorarbeiten für eine Anknüpfung von Valuta^ vertrügen zu leisten. j Erleichterung des Flachsverkehrs. Durch eine neue Bollzugsanivelfung. die sofort in Kraft tritt, wird die Aufhebung der Beschränkungen im Verkehr siuit- Flachs angeoednet. i Der Kompensattonsverdehr mit Iugottamie»., Aus Laibach wird telegraphiert: Wie „Becerni List" auS Agram meldet, ist im Sinne der Ko mpensationSvereinbarrmg mit Deutschösterrerch die Einfuhr von Waren im Werte von 82 Millionen Kronen in das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen bewilligt worden. Die Anmeldung von Marken. Vom Staatsamt für Handel gelangt eine Vollzugsanweisung zur Verlautbarung, welche neue Bestimmungen über den M a r k e n s ch u tz unv die Anmeldung von Marken enthält, wodurch die Verordnung vom 1b. Drzemhrr 1908 aufgehoben wirb. Bon den Getreidemärkten. Die?lussichten für die nächste Ernte in der Union bleiben werter vielvers p r e ch e n d und wenn neuere private Schätzungen auch hinter der ofsiziellen Voraussage zurirckblciben, kann doch mit einem noch nicht dagemckenen Ertrag gerechnet werden. Allerdings muß die amerikanische Produktion in der kommenden Kampagne eine Auf-- gäbe erfüllen, die in den FriedenSsahren die größten GetreideerzeugungSländer gemeinsam zu erfüllen hatten. Dazu kommt noch der Umstand, daß die Reisernte im fernen Osten versagt hat, weShalb auch diese Länder in den Versorgungsplan eiubezogen werden müsien. In Anbetracht des Mangels an Tonnage werden m der Wcltversorgung Störungen wohl kaum zu vermeiden sein. Das Geschäft hielt ans dem hiesigen Platze auch heute in aller-. engsten Grenzen; trotzdem das Warenoffert kaum größeren Umfang' auswies, konnten selbst unveränderte PrciSforderungen nicht immer durchgesetzt werden. Mitteilungen des Kreditoren-Beveines von 1870 : DaS gerichtliche Ausgleichsverfahren wurde eröffnet: Berdiczvwer S. 8,, Kurz- und Wirkwarenhandel, Wien. II., Obere Donaustraße 1: Geller Fanny u. Adolf, Raten Händler, Wien, XX., Wallenstemstraße 17; Karba, Anton, Holzhandel en groS, Wien, MrraaretcngÜrtel 49;> Brttermann August, Kürschnermeister, Wien, XVI., Lerchenfelder-- aürttl SS; Radda Leovolduir. Handelsfrau, Pnrkersdorf, Wiener-.? siraße 6; Sleza^ Josef, Bäaer und Greisler, Policka. — Ko n*, ku 18: Zika Karl» Hol Händler, jetzt Zlmmermann, Zloniy. — I Außerdem meldet der Verband der! G l ü u b i g e r s ch lt tz v e r e r ri e O c st e r r e i ch 9 : Die Eröffnung dcs^Ksukurses rourde nach £ 7;i,;'üu.u' K.-O.» abgcimesen: TreMirannLoui^, Theaterdirctlar, Wien. Vir.. Lindengasie 3. — Konkurse: Müller Franz, Kanf.i.om'.,

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