Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 102 (1.5.1919)
- Date
- 1919-05-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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w. Brite 8' nfriiNVläff Mm, DStUttMG teeren unserer Brrstreutheit irr der ganze« Lwlk rmd kraft Unserer aus gekauten festen zionistischen Orgamsativn sind wir Anstande, diessrk: Lands viele?, toaS chm an Rshpeodutten iehkt, zu verschaffen und feine Erzeugnisse auf die WckttnLrtte zu bringen. Nnd erst wenn einmal Palästina unser wirb, biüseS Land der Zukunft, daZ den Knotenpunkt dreier W-lttell- Sildet! ,Mrnn Ihr wollt, ist es kein Märchen"! Juderr fct&it wir sei» und haben es in der Hand', unserer jmrgerr drutschöfterreichischen Republik zu dienen, stü «der auch Ae verpflichten.' «r,S nationale MindttheitSvschte T» ged««, und uns **b*39«s* M schws, wsnu Wan «Ä yicht liebt. Dies ist sDsftt Progrmmrr, %& wdk fn Bock, Vchvkft und Tat, zu allen Zeiten, auch in Wahlzeiten, vertrete«, nur daß «S jetzt di« nötige fachliche Ausgestaltung, politischer, sozialer oder wirtschaftlicher Natur erfährt. Wir ziehe« in de« Kampf, «m dis Juden auch bei dieser Gelegeuhett ans allen nichtjüdischen und scheinjkdischen Lager« hermtszuziehen irnd sie dahin zu belehren, di» Vertretung ihrer Interessen alS Etaat-Lürger, Gemeirtdeinttgliedrr, «icht in fremde oder entfremdete Hände zu legen, sondern in solcher tatkräftiger ^uno tatwilllKor Rationaljrrdm, die Blut von t§*©n Blute, Seist von ihrem Geiste sind, die sie 6«greif«t, ihre Seide« Mitempfinden und daher qllrdr berufe« sind, sie richtig «üb würdig zu vertretet Fü^ dieses Programm, mcksr SchW BsrauSsttzeMM« M kämpfen, ehrt, schafft Genugtuung und «acht stark. Der Streiter wächst im Kampf, sein Mstzeug —, hie Liebe x» seinem Volke, Verehrung seiner glorreiche» Vergangenheit, daS Mitgefühl für des BolW teeftüiLe, Gegenwart «nb, brr feste glaube an feine beWrs, ja gute Zrrkunft M Seins» Rsst M und blsidt blank. . Darum darf «red soll, Mischer Wähler, dein Auge Mht trübe, dein Verstand nicht verdunkelt werden. Namentlich dir jüdischen Wähler des Wahlkreises Nord-Ost, für ftfe ein neues Gestirn auficmcht, dürfen und sollen sich «icht -lenden lasse» und von dem einmal, am 16. Februar d. I. »ingeschlagenen richtiger: Weg nicht abgleit«». WoS metzt pi« Name ohne Programm? Was wäre ein Woses, wenn fee nicht zugleich der Mittler der heiligen große« Lehre gewesen? „Schauet nicht aus den Krug, sonder» auf daS, WaS in dein Krug ist." Und fo müßt ihr am 4, Mai fett« Stimme für die jLdischnatlonale Partei abgeben, für die Männer, welche nebst gutem Namen und gutem Willen fei« Programm, ein großzügiges, ein ideales Programm Haben! Für bi« Männer, toeUfee die Träger der Mischen tzahne find. „Tinr Fahne?" So schrieb Hrrzk an Baron Hirsch — „Sie hatten mich spöttisch. gefragt, wsS P bsS? Eine Stange mit eine« Fetzen Tuch darauf? Rem, msta Herr! Eine Fahne ist mehr als das. Mit einer Fahne führt man die M«ische», wohin man wM. Für eine Fah«L leben und steröen sie, eS ist sogar das einzigs, wofür.sie i» Mssstu zu ftoschs» imit f^td " tzsnuuett «och am dies« Fahne! . E. Torezyner^ Die pM^mümahn Liste«Mhrer. Lsttdtag xx^ XXI»: Dr. Jüdvr Schallt Arzt, IX., WähnnyrrstraH« S. Landtsg TIY1L, Tin,: Abs. s»z. Dr. Robttt Stricker, UI., Bechardgaffe S4. ' Landtag IX.» XVill., XIX,: De. Bruno Pollas P a r n a u, Schwar-nrdergplatz 3. Gemeinderat II.: Dr. Jakob Ehrlich, NrchLZanwaÄ, l^» Hrüerstorferftraße 3. Gonreiuderat Tl.r Adolf Böhm. X7I.,Wilhenvmengaffe SS. - Gsmeinderat TII«: Dr. Desider Fried in a n « Rechtsanwalt, Vll., Faßziehersalse 7. GemsiAverat H.: Dr. Drmro Pollak-Parna«, Ill„ Hrumarkt 2L. Grmsiudsrat XX. r Dr. LeopoL ,Plaschf«S» Rechtsanwalt, ll., Novaragaffe SS. B ezir? s rs t l, ste »: Listeufiidreri BezirkSrat U.: Dr. Otts $1 b e 11 $, H,, Kmzbmuv eaffe 4. Vezirkorat TI.: Dr. Trust G ch » berj, ArchtSmttval^ ÄVIMös' 'Mp r ZörrZsU mxf J. Mm MS TI., Münzwacdtingasie 8. Georß Wer« er. G a R s t s a dsr; 8. Mcri» %7 Uhr abends: Csf4 „toftröttWet*,!5„W8hringtrstrsLe2l. Redner: Karl Blum^ Dr. Weiner, Dr. PyUatd« P arna«. S « m s t a g dm £, Maj, %7 Uhr abends, Reftamstrsn „Nnsmische Krone^, E, Gesgafse 30, Rckner: E»»a Patai, Dr.A-Schalil, Dr. Stein. G a « »t a g den 3. M«, %7 Uhr o&enbs: CafS ^Kev« Memr BShmr". LlschtenMMaße 27. Rsdv«: Lr. Etzv8Krey, Dr.Feld, Dr.Pollak- XX?Bezirlr: Samstag den 3. Mch ^7 Uhr abends, im GM ans „zum goldenm ScW". XX., Treustraße 74, . Redner: Aba. Ina. Stricher, Leopold B l a s ch ö e s, FrA» Ema P a t a k, De. Mtz LLyneL FÜ. Pia Mieses. vo^rkssat TN.: Dr. Artzrr Z m m t v gf ft S/MchlSt, VH., 2 ‘ ' ' snwsst, VII., Brmegaffe 8, IX. r 3 t» Gchulnstkadr. Bezirks«sL XX.r Sie-rmmd Di ckstet«, XX, Ms- Wldevgaße 1. Die heutigen DersKM«rmrge». FL Bezirk: Morgen Freitag, 3. Mai. 6 Uhr abends, im Seictjen[aalc der Knabenschule, II., Wittelsdachstraße 6. Redner: Gemeinderätin Amtta Müller. Dr. Otto A b e l e s, Dr. E. T i sch. II. BeZirk: Samstag Len 3. Msi, 4 Ahr nachmittags. Massenmeeting im grvtze« Saale der Produktenbörse, II., TahorAratze 10, I. Stiege, i. Stock. Redner: Auittr ML Her» Abgeordneter Ing. Stricker, Dr. Ehrlich, Dr. Schallt, Dr. Blafchkes, Dr. Lisch, David Nsbenzahi. II. Bezirk: Samstag den 8. Mai, 7 Ahr adends, Lm großen S ale von A. Smvb-das chönix-Palaft, II., Große Anfahrtstraße 20» Krater» Massenmeeting mk an* fließendem LlchtbUderyorLrag fwc Kran lnitta Müller. u. B e z r r L: Samstag den 3. Mei, 7 Uhr abends, Restauration AK. N., Rnnbrandtsttaße IS. VUbm: Dr.LeopoldPlaschLer,Dr.Otto Ab eie«,Dr. Fritz 1SL Bezirk MsrHM FMMg. *1$ Me abends, C# (^EruMPlaN, WchM- Aba. Sitz der UgMttsnsleiLNRgerr. Das Hk«yLasstatkms!oLal für den R. DeZirk bsfindet stch in dm Räumen des Zionistischen Fenteal- «reines -Le Der«chMemich» Ü^ Zirkus g asse 33, I. S L o ck. H«tpksMLVnslsk«r für den XX Bezirk : XX, Karl Weitzlstratze L. Mr 1. Die BMEsnsLiMnT Dc dm IX. DeZirL befindet ßch IX. Wrsasesse Kx % Mezzanin rechts. Die AsitsUonsleUrmtz für den Tt.» VH. und VIII B«M beMel sich ab 10. AM ISIS im Hanse W,:e K b a h n ftrab e 2S, K s ch p a r t er r e links Denchardt), Telephon Nr. 81.088. W»Ainfte m Dntkchen Wahlangeleyenheiten werden tSgNch in bk Heit von 10 vis 12 Uhr vor* «ükHS mb von § bis S Uhe nachmittags seteür. Au sufere Leser l Wir habm. sefi-estellt, daß von sozialdemokraiifch« Seite in vtete Exemplaren unseres Blattes» die einem'AmckMer Übergeben worden waren, Stimmzettel der sszsalvenwkraäfchen Partei eingeschmuggelt worden stich. Dieser schäbige Manöver ist leicht zu K«rchstha«sn. Es ist aber doch nötig, daß unsere Lsstr stch die ihnen zugehenden Stimmzettel genau cmschen. Jeder Gcknwtzettel, der nicht von der jühis.ch«ationalen Partei hruL^t, sttals «gMg w-MwsrsKv PertNE!SKMA«MVverfÄMMlAd DSW»«R«S kfll. M« »« tÜUhr vormittags mßmdt h« Gold «1 e« sürs » rs «. Vll., M«r«g,»sttrsttt4e 47, v. D-Sck, DK ir, BertrauenswSnNervetsamUl»«g. Eintritt «ur ge ye« Einladung. AchLrkVA GL«de«LeA r Ms Mischen GtudenSen - meede« a«?-efs-rdeet, M «tzH hente im Hmr^taKitatisns-- Uto&i, n., ZrermsMße ÄS, m melde«. Da vseede« dmmqAck Rqitatsee« benötigt. Es ko«Mt arrf jrds-r Man« an. Das Wahlkomiree. . ' -- ■ ■ Die GrMhrMg. Dse WarMLevrcht. Der Wkch der MÄrfre war gestem wohl wegm der Un- «ÄHÄkttt, steh deute tzrsvlsr d»r kägcmem«! Ruhe etwas beschaffen Sttfttttmt, etw«s kddäster als m den letzten Tagtti. doch rvikchen die Vorräte nicht snSyerieuft. Dies ftitt «««enÄrch v»«r E^hwemrsseiich, das mich gestern i« ä« Grr>ü«krkth«!le nichtgÄ«j{wmrKskr-anttwtzrd«. Ja der GrsGwciMatle ist «estern wst Tsdung Ailchflcisth im Vewqchie «9« sovv «ifonttmm einKtkroffm. Da«s»« war bk Rachfmgr E dm F i f K m 8 r k t e « sehr ss d«4 d« Vttkmj sstzar ftmAuMr rmter Aw- Mwrgen vor W Mg. . Di« Grstnware«w8rkte warm mp deshakd bester bchicht. we-ff die Brrdranäer öüf N« Mächen Ele-r suchten. Doch NMM d»»se «rrpeudK ertzWftch. Än H«rM waren such «He«, nur Mtzrir zu Hetzen, Stzirnrt mrd brstere KemNe schbm. ü«d «ch sur Mkrtten nicht ei«M»Ge«. GchtvMomb M-HSrinlmrf. Bo« Sr«Mm»t 'für MvSsmähnmg wird vertcMM: An Vsrrchde rmd Mrhl sind mit EyrrMchettdunge« io DMchffsteenich empchrngt: Am ss. Ä^L. SSS To«mn Dchrchde« 473 Tonnen Mchl bwner . O » * » . » « . . - SS8 . 0 1. Atzvil Mlmmren 1495 Tonnen Mehl &t 29 Tagen) Mammen SSchSS GimU rch M 4<9wmQI Vrri)i« DrsMs« TageShchach «81 Xfewret Mchl. Fleifchansgabe vom 1» bis 7. Mai. deMfchöstwGddchchchttt Süa«iS«mt stie BotköMtLhumt>* turnnSuwist AnSgabe fern 'N'iMchch in Wen wird in der Woche vom 1. VA 7. M« svchnsttzt. Km, Kani gelangen st«e Hauchchnm-e« «ch AmchnneMmvrchMaSorrM sowie Arwgs« «nd De«e»»chchchEche«. die boi WenchheMrn rav-uiert 7?rW Wwlnni WffM VfflffMPVWI * Wstsvd mmi fswer bk M k Gv-UchNchtwei «yanswl« Vev M Qnc^e We die Mate« HewShchtzn-m ist mit 10 Dekamiamaam ttL» Wam QLiaiaaa W mJA werden die mit Nummer 1t deaeichneN« Amchnst« des grau« Emtanstcheme- Wr Amdslcstch ichgrtreu«t. Di« Avweeku«--rn an di« DtzM« mrd Versors«na8rmstalten evttzlgen fiftwiww» otzne eaeteenchwd nnt ruedcheen vtechongsdnih^ ßche« twr firne Mtfärm) chseS Ms^Mchemnten begmM. Ein« Hmvchtnng von Mrdsleüch a« Eastqewerbebttchche kann U^^EnHÜchsech der tiw ffWftignttg stehenden Mengen Wchz dwch«chL> sbutmiMtL Das ameriKanij Dir Regiermg hat de« wein kl! ei sch von vmd <chk dieser AMs unter w«8 emr ganz auKerorder bedeutet. W «mtz mmmchr sstrdieKo«denSr«rtch verlan«w«den. *4; Schweinefleisch. «K fih baß amerikaN Sm$MK hrradg^cht. GestchnugKostm äbgrgrvM Dilastmig des SttwMchaW ei«e WnMgML PrrFtt werden. Der Sraat Hst w Micht, such s» die zu denSm, die "hm Gchwchrestelsch esfnu FlchschvM'kems an ftsHchlÄsmr Lage«. Tmksich dslki miWeck: BchukS Gclsichterung d«Berl«hrs mit FlrM wiA i» Alm ab 1. Mai brS auf weidev« der Verkauf von vsn Gchlffssl rnch WSd kvw« vv« WMwsre« auch cujw lo-nr £fl®m gostattet. DaS Gerbst dH GerlacheS von Mrüchkonserven. und Selchwaren emschUeMch Gelchschi»ftn svML da? Berbvi der Beradverchmm rmd des Gwnstes von Kserrch Me VOR Sveikn, die ganz oder trckwrisr m Mnsch Wchru, äo strifchlosttl Tagen bmdl «mftechr. LiedesgsdenVeriettvrra ß« Hletzivs. Dir zwerte Bttteilmg d« Schweizer 8i ebe$«ob et* .drM bjf HravenhWaftion ha Kriege, ArbeMomme ln btt Dies:rnvrg' gaffe SS m Hietzmg, am Freitag tzen T M a i sindri nicht da avr Ä. Apm alle- Vorhandene verteilt wurdr Mitteilnnge« der MhS. j DüRmrStag dm 1. Mai bleibe« AmträlmagGirt und samt- M Ad^ch^rSe« «ffchtsü«. -- ffrnSag dm ,8. Mai, Zentralvm., 10: ffranckastk^ Kr«chk»<M«lrh Knottatzch, Ssl.^ K«rEmv«Lmissi. Surkm, GardeSm» Thunfifthe, ToZM-Nsr, Kmru, Wg von S bis 12 m« $him$/ktim dsn 0 b«S 12 Nhc. -— «..!!?„ tV^ IX. X, X1L XVlL X7M„ XIX Beriök: Aoyonirrte Ware «m S M iS Uhr. All. AeAk r Aoyoniette Ware von 8 M* 4 Mr. Bühne wd KNnst Brrrcknrr-Abrnd. Der Mlvr Mtholizisnms Bruckners ist in rMldrsL Aeik yinwr dem schwer erkämpften PanthrisnmS MahlerS zurückgetreten. Nun rafft fich die ab lau sende Konzertsalson gu ettrem zusammen fassenden Nrderblick Vrttckmrsthen Schüssenauf, wie um da- Gleichgewicht der KoMponistenrünge wi^erherznstsklen. Aber schon ist auch wieder ein Därhlerftst in Gicht, so daß für Heuer der Schüler btn symphonischen Meister zu übertrumpfen scheint. ES mag diewirklich darin begrübet seindaß der außcrmvsikalische Ideengehalt bei Mühl« dein heutigen Empfinden näher steht als bei Bruckner. Die um fasse irderr Bildung MahlerS, seine dielfälti-ev Bezietzungsn zum Literarischen eröffnen leichtere- VerstöndniS für die Absichten seines Schaffens als BrucknooS nur im Nernmusilakffehsn oder Kirchlichen wsrzelsde Inspiration. Bruckners Gestalt wirkte schon zu DebzeitM wie ein AuachooniSmuS, seiLst im damals geu Oesterreich wurde die lebensfremde Figur dsS a«D lSMichar Kb-stereinsamkeit ln die Großstadt verpflanz-- wir Künstlers als Original heimlich belächelt. MahftnS im Mti«on l&üm sich aufreibender Musiffergeist stand in hoetwichseicher Wechselwirkung zu den Grschöinungrn seinerzeit und wirkt darum auch heute in feinen Schöpfungen pvoblematischer, schillernder upb deshalb grSßeveMsdje bsrüHreud als fei« von ihm so dettchrteS Borbild. Bruckners Rühm ist an Oesterreich gebuirden und beginnt fett noch nicht langer Zeit erst da- AuSbrnd H« durchs ringen. Die Pers.önlichieit Ferdinand L ö wo T ist es vor allem, die in seinem Dienste unermüdlich! tätig war und ist. Als Schüler, dann als Freund und Berat« fta»d er dem Lebenden so selbstlos.zur Gsite^ wie nach dem Tode d-rS Erb« treu verwaltet. Mik Josef üird Franz Schalk, Hugo Wolf, Gustav Mahl«- Friedrich Klose vereint, kämpfte er seinerzeit gegen dbö feindliche Partei ^vornehmlich die „Reue Freie Presse") und gilt heute als bester Interpret des Brucknersch«^ LebenswerleS. Rur Artur Rikisch könnte neben ihm in Frage lammen. So fügt sich auch diese- Brucknerfest als neuer Block za seiner» Ruhme und da- Public -kum machte in richtiger Empfindung durch feine Danlbarkeitkbewsise ein Löweftst daraus. Für daS Erösfrmngskonzert hatte man den 160. Psalm, ein Telegetthritswerk zur Wirmrr Theatev- und MnsiSoukstsNung, und die achte Symphonie gewählt. Als richtig« Auftakt outfaltete der Psalm orchesiralen Glanz nnb Prunk, um das Kommoude verzvbeLeiwn. H i btt Achte« waren da» Gcherjo, in dem ungebärdigrr Frohsinn und romantische Empfindsamkeit eine ideale österreichische Landschaft zum Schauplatz wählen, und daS gigantisch sich auftürmende Finale am voll-- lommensten geraten. Den wertvollsten Gewinn brachte bi3 Orchesterkonzert mit der in FrLmmigkeit rmd MltabgL'' sch reden heit schon jenMS des Irdischen stehenden neunten Symphonie. Doch auch hier votiert sich' der Geist nicht ln metaphysischen Zweifeln, es bleibt alles inbrünstig strSmsnd« Gesang, der in sich selbst Genüge findet. DaS Mmschetttvort wird nicht wie üei Deethoven zu Hilfe gerttstn. VfafärmeiM, wie er stets dachte, führte Brncku« auch sttn Werk zu Ende. Rvih einmal, im Scherzo, klingt alle Heiterkeit des ArbenÄ a«. Dann singt er im Adagio seinen Ab schied vorn Lebe». Das Finale schrieb er nicht mehr und wollir das Tedrum zu« Abschluß gespielt wissen. Sein bok«mr^ lest«- Werk, da« auch dirsmal durch Vk Gewalt bit thümattschen Erfindung bi« HÜr« euthufia-misrie. Dis Aufführung der F-Wott-Mefse. in der Boncknov den ftturgffchim Text mit fürstlichem Pruirk umkleidet, aber auch mtö stin« persSnttcho« GoMvzMichsE durch» dringt, dttdeW den Inhalt de-Eßorkouz«-«-. An diefich doch Absude« wam« Ko»zerStzeo»i«^W akadeLria, daS GsSoqe-feoiett K-r-MR^ PHkW Prruß rmd Mayr a«d Pooftffos GalrSr Ml der