Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 96 (25.4.1919)
- Date
- 1919-04-25
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 96 Wien, Freitag Wiener Morgenzernmg 25. DprU 1M9 Gelle V Sport. Die tzalroah-Rs erve« in Wiener-Nenftadt. Am lchten Montaa spielte dir durch Lenntus «erstarkte. Rckervemannschast der Hakoah gegen den Wiener-Nuisiadter ftnfjkillfliib mtbb('tbll:9 (Halbzeit 7:2) siegreich. Jii den Reihen der Hakoah zeichneten sich insbesondere die Brüder Vollak. Baitk. Spitzer und LewituS aus. Auch der Tormann Waldmann halte Gelegenheit, sich arlSMeichnen. Die Wettspiele des Kommenden Sonntag, Dickm Sonntag lvmmt die Vorschlußrunde des niederöstrrreichischrn Cups znr Austragung. Da nur mehr vier Veremr teilnahmsberechtigt sind, stehen zwei Spiele ans dem Programm. Beide kommen auf dem Prater-Sportplahe zur fDurchiühnmg. Zuerst spielen Wiener Sportklub und F. A. C.. 'dann Rapid und NudoliShsiael. Außer diesen beiden Cupspielen finden noch mehrere FreuMchMpicle statt, und zwar: Hakoab— Hertha Oavotiten), Germania—Rot Stern (Favoriten), Breuna— W. A. C. (Hohe Warte), Wackrr-W. A. F. (Meidling). Leichtathletische Wettbewerbe. Diesen Somtag bringt der W. A. ein Borgabemeeting zur Austragung. zu dem zahlreiche Nennungen der Brreine W. Av <£., W. Ä. F.. Hakoah und Bienna eingelau^en sind. Am nächsten Sonntag steht dann ein großes StasettenlanseN in der Hauptallee nui dem Programm, da8 vom 1. Nondean bis zum l. KaffeehauS (1600 Meiers führt. Die Strecke muß von acht Däusern bestntten werden, von denen jeder 200 Meter zmückzulcgm hat. LänderKampf Deutschösterreich—Ungarn, Für den am 4. Mai aus dem Praler-Svottvkatz siattsindeuden Danderkanip! hat der VerkmndSmvitän folgende Maniischast nominiert: Josi (Amaftme); Dittrich (Rapid): Popovich.(Amateure); Nieckche Wavid); Cbrenka (W. A. C.);' Pridmdovpler (Ravid^; Bauer (Rapid); Skrnad (Sportklub); Kutha« (Rapid); Fischers (Germania); Wieser (NavidV — Ersatz: Bchr (Sportklub); Kurz (Amateure); Häusl (Amateure). Stadtespiel Wien-Troppa». Der Verbandskavitän der zw'iten Spielabteilung hat für das am 4, Mai stattfindende Städtespiel Wim - Tr oppau folgende Mannschaft aulg'-sikllt: Tor: Pekarna (Vienna); Vrrscid>gK«g: Rumbold nnd Blum (beide Vlmira): Deckung:' Awesberger (N. Ä. C.), Kionrs (Rot Stern>, Weber (Vienna): Angriff: Kad (Hakoah), Tremh Fttdkhum, Hatschi, Edlbacher (sämtliche Vienna). Ein Städtespiel Wien—Derlin findet am 1. Juni in Wien statt. Vorher dürsten einander die Auswahlmannschaften von Wien (zweite Spielabteilung) und Graz gegenübersiehen. Der Sportklub Hakoah spielt Sonntag auf dem Herthaplay in Favoriten gegen den S. C. Hertha. Der Volkswirt. Die neue Ordnung im Lederverkehr. Aus fachmännischen Kreisen wird un'S mitgeteilt: Die zentrale Bewirtschaftung oder, wie er auch von den Gegnern genannt wird, das „System Riedl", hat seine letzte Zufluchtsstätte gerade auf dem Gebote der Lederwirtschaft .'gefunden.-Das Veharrungsvenn ögen dieses Systems ist noch dadurch verstärkt worden, daß außer den alten Beamten des Ressorts noch solche aus allen möglichen, durch den Zerfall des Wirtschaftsgebietes beschäftigungslos gewordenen Abteilungen in das Lederreferat des Staatsamtes geflüchtet sind. Diesen Beamten ihre Arbeiten erhalten, ist augenscheinlich der einzig« Zweck der „öffentlichen" Bewirtschaftung von Häuten und Leder, denn daß der vorgebliche Ztveck, der Bevölkerung billige Schuhe zu beschaffen, hurch diese Art Wirtschaft Nicht erreicht werden kann, ist wohl im Laufe der letzten Jahre zur Genüge bewiesen worden. Die ganze öffentliche Bewirtschaftung ist speziell in der Lederindustrie zu einer schweren Schädigung der Produktion geworden mid die weitere Beibehaltung dieser Art von Wirtschaft wirft ein seltsames! Licht auf die sonstigen Versicherungen der leitenden Funktionäre über die Notwendigkeit energischer Produktionsförderung. Wir haben zwar im Inland, keine billigeren Schuhe als wie sie der Weltmrrktrelation unseres Geldes entsprechen, nur mit dem Unterschiede, daß die Schuhe, die im Inland erzeugt werden,, von elender Qualität sind. Dagegen halxn wir für Leder viel niedrigere Preise, «lS wie sie dein Weltmarktpreise entsprechen würden. Die natürlickj« Folge davon ist, .daß der. Lederverkehr, sich, nur zum geringen Teil in Form der öffentlichen Bewirtschaftung abspielt und zum größten Teil in den alles Andere als öffentlichen Formen des Schleichhandels. . Ebenso wie in Leder, gibt es schon in Häuten, für die ebenfalls die Preise tief unter dem Weltmarktpreise angrseht sind, einen illegitimen Handel, der nicht zu verhindern ist, was .auch dagegen bisher versucht wurde. Aber selbst aus dem billigen Leder, das vom Staate erfaßt und den Schuhfabrikanten zugewiefen wird, verstehen diese, teure Schuhe zu erzeugen. Die.Bevölkerung, insbesondere die Konsumenten haben von dieser ganzen Regelung nichts. Vorteile haben nur die einzelnen Beamten der Lsderstelle. Die Schädigung der Prvdustion ist daraus ersichtlich, daß besonders die österreichische Lederindustrie während des Krieges keinerlei nennenswerte Erweiterungen vorgenommen hat, wie zum Beispiel die deutsche oder englische. Der Ledersabriiant ist durch di« regulierte Lederwirtschaft zum Privatier gemacht worden, der die Häute dvtt der Ledsrstelle zugerviejen bakommt mb an diese das fertige Leder ahllefern muß. Auch die G er b ft o f f t ukw. werden ihm zugewiesen. Eine Konkurrenz ist aus geschaltet und der Betrieb laust sozusagen von selbst. Abgesehen davon, daß die. Dittrwl e nicht erweitert wurden, tst auch die Aufbringung dor Häute durch di« niedrigen Preis« geschädigt worden und zurückgegangen. Da dem Dauer nicht nur die Häute, sonbrrn auch das Fleisch zu derart niedrigen Kreisen weggLuomluen wird» daß sich eine Mästung von Vieh als verlustbringend erweist — muß sich doch der Bauer das Einstellvieh zu hohen Preisen im freien Verkehr beschaffen, das gemästete Vieh aber zu Höchstpreisen an die staatlichen Stellen abliefern — so ist nicht einzu^ehen, tvaS ihn zu einem derartig verlustbringenden Geschäft veranlassen soll. Die Lederbewirtschaftung zusammen mit der staatlichen Viehwirtschaft HÄt demnach zu einer weitgehenden Verminderung unseres Vieh stand es und damit der Häuteaufbringung geführt, ohne daß die Konsumenten Fleisch oder Schuhe zu annehmbaren Preisen erhielten. Außerdem aber bedroht unsere Leder- und Vieh» Wirtschaft den staatlichen Bestand Dentschösterreichs. Dir Länder verweigern «ine Lieferung von Vieh, Häuten und Leder nach Wien. Sie sperren sich ab und Wien ist gänzlich abgeschnürt. Diese Entwicklung ist auch nur zu leicht verständlich. Men war für die Wirtschaft der einzelnen Provinzen immer daS Zentrum des Handels nnd des Spitals. Keine große wirtschaftliche Unternehmung konnte entstehen, ohne daß das Wiener Kapital herangezogen wurde. Die Industrie in den Provinzen war auf den Absatz beim kapitalskräftigen Wiener Handel angewiesen. Durch die staatliche Bewirtschaftung ist dies sowohl beim Vieh, wie speziell beim Leder unmöglich gemacht und die wirtschaftliche Bedeutung Wiens für die Provinz ist dadurch geschwunden. Po aber kein wirtschaftlicher Zusammenhang besteht, ist ein staatlicher Zusammenhang auf die Dauer ausgeschlossen. Infolgedessen muß sich unsere Regierung endlich darüber klar werden, was ihr wichtiger ist: die Versorgung einzelner, durch den Zusammenbruch des früheren Staates arbeitslos gewordener Beamten, oder aber die Existenz unseres ganzen Staates sowie die Beschäftigung einer großen Schar von Arbeitslosen. Der Moment, wo der Anschluß an den Weltmarkt wieder hergestellt wird, ist hierzu der geeignetste. Die Lederindustrie wird zusammen mit ihren Arbeitern diese Frage der Regierung vorlegen und sie zu einer klaren Stellungnahme zwingen. Es ist zu hoffen, daß diese Aktion auf genügende Einsicht bei den betreffenden Staatssekretären stoßen wird. ._. Der Reichsblmkarrsrveis. Berlin» 24. April. Der Ausweis der Deutschen Reichsbaok über die -weite Aprilwoche läßt eine brtriicht» liche Anspannung erkennen. Die gesamte Kapitalsanlage stieg nöml'.ch von 27.708 aus 30,134 Millionen Mark. Da andererseits die fremden Gelder eine Vermehrung um 1783 auf 13.036 Millionen Mark erfuhren, stellte sich die tatsächliche neue Inanspruchnahme der Bank aus 642*4 Millionen Mark. Die Entwicklung des Zahlungsmitlelbedarses war namentlich unter der Einwirkung der Schließung der Berliner Großbanken infolge des Streiks der Bankbeamten und wegen der Zunahme der Streiks im. ganzen Reiche wenig befriedigend. An Stelle der nach einem Quartalschluß sonst üblichen Rückflüsse an Reichsbanknotm und DarlehtnÄaisenscheinen (in der zweiten Aprilwoche des Vorjahres, flössen insgesamt stTO'ö Millonen Mark zurück) war dieses Mal ei« neuer Bedarf an diesen Geldlichen in. der Höhe von 453 Millionen Markzn verzeichnen. An Banknoten mußten 876°3 Millionen Mark in den Verkehr gegeben werden, so daß der gesamte Notenumlauf bis zum 13. d. M. auf 25.871'! Millionen Mark Lnfchwoll. Daneben wurden rin Darlehenskastenscheinen noch 77'2 Millionen Mark neu verausgabt. Die Summe der im Verkchr besindl'chen Dailehmskassenscheme stieg damit auf 11.128 Millionen Mark. Der Goldvorrat zeigt eme weitere Abnahme um k'9 auf 1*912 Millionen Mark. Der Darlehensbestand der den _ Darlrhenskaffen erhöhte sich durch neue Ausleihungen nm 209%uf 18.078*3 Millionen Mark. Amerikanische WarennoLiernngeru New-Dbrk, 22. Avril. ) a N m w o l l < New-Vork loko . . 28.60 _ New-Qrleans loko •••••».»•« 27.50 * Nerv-Nork per Mai (alte Kontrakte) . .,26.07 _ New-?)ork per Mai (neue Kontrakte) . . 27.60 * New-Aork Per Juli (alte Kontrakte) . . 25.88 * Nciv-Äork ver Juli (neue Kontrakte) . . 26.17 l etroleurn: taffinade (in ««»*) New-?)ork ....... 20.26 _ Standard White Rew-Dork ...... 17.35 „ m Philadelphia . .17.25 'etrolenm Ci-ed. Balarm.at Qil City .4.— Kw-Yorl, Mehl (Marke Spr. ClearS) . . . 9.75 bis 10.25 „ Weizen, Lbinterweizen ........ .237*/* .' - Svirimerweize» ...» 237 */, „ MalS, Western loko ......... . .161'/« , Zvcker, Granulated 7.50 m „ Ckiitrckugal .......... 7.28 , Kütfek, Rio Nr. 7 loko ......... 17.25 „ Gtlreideir. n. Ldm per Bush. (80 HÄ) nom. M Schmalz. West. Steanr .8i >.95 Baumwolle. Zufuhren.. . 18.000 Slirheltsftand der Krlegsmileihen der tschechs-flowalüschcn Llqnidationsbilanz. Das tschechische Fmanzblatt ^Crskh Flnancnik" teilt mit: Die Prager B8r!ekammer hat den Kurs der Kriegsanleihen, welcher zur Grundlage der LiquibatiynSbilanz dienen soll, wie folgt sengeseht: Der KurS der ersien.„Kr'cgsanleihr 61, der zweiten 6ö, der dritten 60. der vierten bis «ch en KritnSanleibr: Renten 60^ Küsimanweisunaen 61. Hrctzu schreibt jedoch die amtliche r a z s k e N o y i n yvom 23. d. M.: Die Kurie der A-ertpapier^ welche alS Gnmdlige für d'kLigtt'dattonsbilam diene« sollen, sind, wie sie die erste Munnuer des „CeLkh Fiuanenik^ gebracht hat, nicht o f f i z i e l l und wUnen daher v ü r l tu f i g in d e n Tü g,e S b l 8111 x n ntd}t publizikrt werden. ES wird dies» sobald daS F»«avz» ministevmm hierzu die Zustimmung gegebeu hat, erfolgen. Don-n-Oderütmar. PpSK, S4. April. (Tel. der ^Wr. Morgc-nzfg.') Ä«s Jahresbericht drS ElbevrrtineS m Aussig geht, die Absicht der ischecho-llstMfchen Rrgienlng hervor, die Verbinbtmg zwischen Elbe-Oder und der Donau du ch dm Ban erneS Kanals, welcher bei P r e ß b u r ß ink Donau münde« soll, durchmführe«. fit dickem Zwecke »erbt» sämtliche zwischenswachchr» DampflchmahrlvtrtrLge einer R r »i s i o n muerzo-en. Jugoslawische Staatsanleihe. Laibach, 23. April. Das Laibacher Korrckpondmz-DurecH meldet: Aus Grund einer Ermächtigung des Ministrrrütrs vorch 15. Aprrl wurde eine Staatsanleihe von 200 Mrlli« »neu Kronen ausgeschrieben. Es werden 4vro^kutige Kasienseheiuf^ zu 500. 1000, 10.000, 50.000 nnd 100.000 Kronen auSgrgebenl. Dir Kassenscheine habe» e»ne Laufzeit von s e ch s Monaten und werden am 8. November voll allsdezablt werden. Sie stuß steuer- und gebührenfrei und genießen Pupillarsicherheit. De^ Zeichnungstenttin beginnt mit 21. Avrik und endet am 8. Mar.^ Die Kassenscheine konnm sowohl für Kautionen ulS? such für St«rerzahlrmgen verwendet werden. Die Kanadier rüsten zur Ausfuhr. Die ^Times" meldet aus Ottawa: Der Anregung der« kanadischen Handelskovimission folgend, daß die verschiedenen In-« dustrien sich vereinigen sollten, umsich auswürtiye" Handelsbeziehungen jtu sichern, haben die wichtig-! sten kanadischen Industrie» ihren Plan entworsem und Verirrter ansgckenbet. Dir kanadische« S ch u h s a b r r k e w, haben nneAusfuhrvereinigun a gebildet; sie werdew m den nächsten Tagen emen Vertreter nach Frankreich und England senden. Eine Anzahl von Schuhfabriken bemüht sich, Anstreiße in Europa zu erhalten. Mehr als 200 Vertreter der kanadr--. schen Industrie sind st-genwärtig in. Europa; sie haben viel Ev-' folg davougetragen. Die W o l l i n d « st.r i e allein hat bis M Aufträge von 1,600.000 Pfund erhalten. Die fruuzöfischen Baukeu. Fürlch, 24. April. (Tel. der ,Wr. Morgenztg?) DaS. C o m p t o i r d'E 8 c o m v t e, Paris, weist einen Rein--^ gewinn von 15*8 Millionen Franks (gegm 13*73 im Vorjahre)! aus und schlägt eine Dividende von 85 Franks (gegen 30) vor.) Der Crädit Lyonnais, Pari-, einen Reingewnm? von 27*95 Millionen Franks (gegen 21'73 im Vorjahre);tmby bringt eine Dividende von 50<— Franks (gegen 40,—) in-. Vorschlag. Neue amerikanische Kredite an die Alliierten.^ New-Pork, 23. April. Amerikanische Firmen habe» England einm neuen Kredit von IM Millionen, R tp m 8 nien von 5 Mrllionm und Serbien von 288.000 Dollar ckngeräumt. Damit betragen die Gckanitanleihen der Alliintev 9.238,829.000 Dollar, wovon aus England 4230' Millionen Dollar entfallen. >' Vorträge übe» dl« Verrnögevsaumelduny. DaSs Gremium der Wiener Kaufmannschaft veranstaliet für seine glieder durch den Sekretär des Gremiunrs, Herrn Dr. S z»mb a t h v, ausführliche Besprechungen der bisherigen Anmelde- Vorschriften für die Bormögensabgabe. Mit Rücksicht auf de» beschränkten Raum werden Eintrittskarten abgegeben, die unentgeltlich wochentags von 9 bis 3 Nhr irn Hause der KausmatMschaft, IV., Schwarzenbergplay 16, behoben werden können. Die Devisenkisrse zu Kriegsbeginn unb {Sitte März. Eine Zusamnienstellmig der Basler Handelsbank ergibt folgende Züricher Dtvisenlurse zu Knegsbeginn Md Mitte März 1919 auf: London 25.20'/, (23.25), Paris 1M.17'/, (87.90), Berlin 122.87V* (50), Mailand 99.85 (75), Wien 104.25 (24.50), Petersburg 261.50(48), New-Aork 5.15'/, (4.87). Die Entwertung ist somit am größten in Rußland Md Oesterreich, am y e r i n g st e n in L o n d o n und N ew- Aork/, aber amh die holländischen' und skandinavischen Devisen kleine Rückgänge.; Von den. GstneldsmärkLen. Das Wetter.ist wieher frühlmgsmäßig wa>7N geworden. Es ist zu hoffen»^ daß' W Schäden deS jüngste» Kalteembniches durch den WitterrmaS-: »lmichwung gutgemacht werden. Wie aus landwirtschafrlichesj Kreüen verlautet, ist der' Entwicklungsgang der S aate.u. nicht ungünstig, dagegen dürften dir Obst- und G em ü s e p s l a n z e n gelitten hoben. Der Saatenftand i» Deutschland findet in einer amtlichen Publikation eine günstig^ Beurteilung, doch bleibt die Frage offen, ob die Saaten durK den letzten Kälteeinbruch nicht gelitten haben. Der Geschösts-'' verkehr hielt sich wieder in engen Grenze», kleinere Mengen von' ErsatzsutteOoffen fanden zn Mveränderten Preisen Ausnahme^ Verband der Flachsnnd Leinenintereffent«» ini Tschechien. Nach dem soeben eckchimenen Berichte des BerbandcS der Flachs- Md Leineninteressenlen in Tschechien über daS Geschäfksjahr 1918 ist der Flachsbau im Gebiete der ehemaligen Monarchie auf 20.000 Hektar gesunk e v. Die fast 800.000! Spindeln des allen Gebietes der Monarchie, die den Flachsertrag von etwa 160.000 Hektar Flachsfeldern zu verarbeiten vermöchten, ohne ans das Ausland angewiesen zu sein und die etwch 10.000 Leinmwebstühle, die mit deren Produktion den Bedarf dev Bevölkerung Mabhängig vom Auslande besorgen könnten, - ryfw nach emcm Wledererwachen intensiver Flachskultur. i Der amerikanisch« Stahlmagaat Schwab erkl-ärte^ er erwarte eine industrielle Depression in den Vereinigten Slaaten nach dem Ki4egr und genüge Gckchäslstötigkeit für lauge Znt^ Amerikas Anteil an der W i e d e r h e stell ung werde gering sein, vor Deu.tlch-« landS Konkurrenz drmrchr stch Amerika nicht °gr fürchten. Geschafteiverkehr mit Holland. Herr Werner Küntzel,! Inhaber der Firma Riedel L Valentin in Rotterdam Md WienÄ erteilt in der niederösterreichischen Handels» und Gcwerbetcrmmev am Freitag den 25. d. M. in der Zeit von 10 bis 12 Uhr vor»! mittags Auskünfte über die Geschäf Svechalwisfe in Holland Mdr über dir Anknüpfung von Verbindimgm.; Die Frankreichs. Während die fmnzösifche Rübenzuckerrrzenguna in den Jahren 1912/18 und/ 1918/14 ,850.000 diS 700.000 Tonnen rrsftnierte Ware betrug, siel sie während deS Krieges stark. Vor dem Kriege waren 208 Fabriken m Frankreich in voller Tätigkeit, die aber während' deS Krieges immer mcht abNahmen, so daß im Jahre 1914 nun 89» im Jahre 1915 Mir 64, im Jahre 1916 nur 65 und. »Ä Jichre 1917 nur 61 nnd schließlich tm Jahre 1918 nur 60i Fadnken befchüstigt waren Md die Erzeugung so stark zirrück-i aehen ließen, daß sie nicht mehr den Inlandsbedarf decken konnte. Für die lausende Zuckerkamvagne sind auch nur 50$ Fabriken im Betriebe Md dre Ernte vttrfte 140.000 bis 150.000 Tonnen Zucker betragen. Von den 206, Zucker^ fabrikki,, dre vor dem Kriege in Betrieb standen, sind 150 zer-- stört worden. i Die Konzentrationsbewegung in der englischen' Industrie macht, wie die „Frankfurter Zeitung" meldet» weiter^ rasche Fvrkschntte. Mit am unternehmendsten ist die Firrna V i ck e r S, die grobe Schifs-bau-, Stahl- und Elektrizitätsaesell^ schuft. Nachdem sie erst vor wenigen Wochen den Zusammen!eblnst. mit der Metropolitan Eärnnge Wagon mrd Flnance Corporation, (Nomrnnlkapual Lst. 10'V8 Millionen, einbezahlt Lst. 8*48 Milli-' onen) angebahm hatte, hat sie letzt eine JmeressengemeinschM, um P e t t ers (Lid.) abgeschlossen zwecks gemeinsamer Fabnkattow' der Petter Patent Gemi »Diesel-Ort^ Maschinen. BlÄers fMst büAtm obovlallS während des Kriegs schwsse Hckmaschm«« dur^r der Censslidattd Co. MckeW nnd g»K»deu eine genoettrsame Uniergcknklchai . dte BukrrS- VctterS Ltd. m«.t At.8G0.000 Stammmd Lsr. :h " in der' Bickers die M-chchnt besitzen.