Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 91 (19.4.1919)
- Date
- 1919-04-19
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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4 Men, Minstag Mener MorgenZeirung PrüttmirrarfrLederr ML Oesterreich vor Ende Mai. A L! st e t > <t M,' 18. April. Der „Telefl r f3 Meldet ansPa^is, Äatz der P r ä l r-- m i ir <v v f v i e fe e Mit Oesterr e i ch sofort n ach LLnLerzerchnrrng des Vertrages m% f D e rrLf ch ln n d» wie man erwartet, vor Sude Mai geschloffen werde« wird. Lio dation der polnischen Vertretung in Paris. ' P $viz>, 16.April. (Tel.-Komp.) Inewes am 16. d. M. ab^cJimen BersasnMZnng erklKrts die p O 1 iiif ch e Natisnal Kommisfron Mit-Kl'^'.stcht KLLf die Aunerkenmrrrg des polnischem Ftaates '^nrch dis ANierLen und, mit RirckHcht an? die Z n l a s s « n g der p a t n i l d)e u DeLegi erten zarFriederrsl-stnteven', ihre AnsgLderr für erledigt. Die Tätigkeir der poLmifchen RMsnalkommWorr Dem VeschLuß dieser Versammlung auf die VerLreturrg des polnischen 2l«swKrtirren ArdLes Wer. Das SchieksKl DerrLschbShMens.. Sy sag, 18. April. (Tel. der „Wr. Morgenztg.*) Dev Virrsrrat der Friedenskonferenz hielt heute eine Sitzung ad, in der die d e n t f chdShmische Frage entscheidend beraten wurde. Wie ÄsrlanteL, hat sich der Mererrat dahin entschieden, die historischen Grenzen B?Zhmsns anzuerkennenalso DeuLschLohmerr der tschscho-slowaUßchen Republik anznMederrr.; . T Die Grazer SvwatenräLe gegen die Ltommnniste«. Graz, IS. April. (Korr.-Bnr.) Wie drr „Arberterwille" müdrL,- .wnck; in drr grstern in der Burg üaitgchmdeuen Bvllvecfammiung der Sokdatenräte der Garnison Graz folgende Resolution einftimnüg btschlofstu: „Der Soldaimrat Graz vcowahrt sich am da? entschiedenste gegen die gro^prechernchen Graden der nch Kormmmisten nennenden LerrtL daß sie die BolkSwehc „in der Tasche" Hütten. Den verbrecheriMen Absichten der Äusrichtung einer Gewaltherrschaft durch die Kommunisten tritt der Soldaieirrat schärfßms entgegen und wird alles air?- dieten, um auch ki allen Bolkswehnrrännem eine Volk Ätnt* ücllnng. herbeizuführrir." Raschln in der Slowakei. Pretzörr?5i, 16. April. (Tschecho-slswallfches Preßbmeou.) ^iuanznnmsiec Dr. Raschin ist gestern abends hier emgetrsUn. Heute nachmittags reiste der Minister ab, um mehrere slowakische Städte zu besuchen^ Sperrung der slomakifthLn Derkrarkatrorrslinie. PrrßbnrJ, 18. April. ' (Tschechs-ftowakischeS PreBmtzaa.) Mtt bem uwrgigen Tage wird die Demarkationskmie in drr Slowakei stir der» gan^n Berkehr hennetisch gespertt. Prästdsutenrvahl der dsr ArnnoftensKa DanKa. Prag, 18. April. (Tschecho-flowrkifches Preßburean.) Einer Meldmig der „Narodnr Politika" zufolge wurden m der konstituierenden Sitzung der Zivnostmska Banka Dr. MalinZch zum Bränden! en, Ingenikur Franz Betschka mm ersten und B-mzel?trmec zum zweiten Vizepräsidenten gewählt. Von der CesKa VnrrLn. Prag» 1.8. April. (Tschsho-slswsüsches Preßburmn.) Die CeZka Banka beschloß, von dem Remgewmn M> K S56LS8 eine innspro-entige Dividende, das iAL44, zu bezahlen. D« Verwaltnngsrat wmde ermächtigt, die V«L«esdmgm?.ur Erhöhung d e s A k t i e n k a p i t a l s aus -t Ü M ill i o n e n Kr o n en zu tcefsw. Besorgniserregende Lage in Aegypten und Türkei. London» 18. April. (Reuter.) Die Lage in Aegypten ist äußerlich ruhig, doch werden neueUnruhen befürcht et. Die LS. Division ist daher aus der Dobrudscha nach Aeavplen als Verstärkung unterwegs. In der Türkei ist die Lage sehr E> eiorgniserreg e n d. Man sSrchEet, daß es in kuwer Zeit;u neuen Armeniermassakers kvmmm wird. Die Engländer haben Transkarstasien, Krasnowodsk ausgenommen, aernnmt. Dre iterliemschen SoriMsten gegen den JnrperiaKsMns. LaLÄach, 17. April. (Korr.-B«r:) Aus Fiume rolib gemeldet: Die Leitnvg der italienische« soMki^ irischen Partei hat in ihrer Sitzung in Mailand eins'.nnmig einen Beschluß'angenommen, in dem es HW: Die itülienische soziallstische Partei erkennt die'Uwfähigkeit des bürgerlichen Regimes, die nationalen Fragen eurer weisen und positiven Lösung Zmuführen. Dadurch wird eine neuerliche Gefahr künftiger Kriege geschaffen, welche dem Proletariat neuerliche Opfer auferlegen würden. DieLeituny d« itskemschen so-ralWfcheu Partei verfahrt sich gegen die ^beabsichtigten Annexioneir und Desannexione«, verlangt für alle Nationen, deren staatliche Zugehörigkeit Gegenstand von Meinungsverschiedenheiten bildet, das auf der Znnmerwalder Konferenz verkündete Recht der freien Selbstbestimmung, wendet sich insbesondere gegen die Forderungen des ttalienifchen Imperialismus im Norden und Often, an der Küste Kleinaß'Ms u«d im Dodekanes und verlauf im Namen des fvzialistischen Proletariats für die Bewohner dieser Heinere das Recht, nvMommen frei jhM WMnWM -zu dürfen. ' " - " -l. , jvm - TsgesLErichL. ' D^KüMpfLÄSTdemPiLMmeNt Der gestrige Tag. Im ParlawentZgeÜLude sah es gestern aus' wie auf der Bühne Lei Wallensteius Lager. Di« große ^Säulenhalle war voll Militär, auf den Teppichen hatten sich Gruppen von Soldaten gelagert, die sich die Zeit mit Kartenspielen vprLrieben. L8vr der Tür zum Restaurant standen, sauber ausgerichtet, 16 Maschinengewehre. Zn allen Gängen waren OcMiehrphrmnchen angesetzt. Donnerstag ,um 11 Uhr nachts, wurde das Parlameut von einem Dolkswehrdataillvn, bestehend aus 250 Mann mit 16 Maschinengewehren, bässht. Di« Bewachung war äußerst streng. In der Nacht wurden sämtliche Räume durchsucht. Es stellte sich das merkwürdige Resultat hevaus, daß noch während der blutigen Vorfälle, als es vor dsrtr Gebäude drunter und drüber ging, in. verschiedenen Wohnungen von HanKLeainten und im Restaurant ganz kunstgerechte Einbrüche ausgeführt worden war«n. Dein Archivdirektor Nei sfer sind feine Orden, ein Anzug und ein. Geldbetrag aus seinem Zimmer abhanden gekommen, allen Dienern wurden die Zrdilröeke gestohlen Md aus der Parlaments« Eüche die Vorräte an Eßwaren und- Mehl weggetragen. Die Umgebung des Parlaments war tagsüber stvcnrg überwacht. An -allen Daren standen Volkswehr- ., nrannschaften bis an die Zähne bewaffnet. Mder Eintretende muß sich legitimieren. -Im Laust des gestrigen Wsrmittags wnrden alle öfstuttichen Gebäude der Stadt Wien vott Regiermrgs- - Militär besetzt. Die Regierung hofft mit Hilst der '* BoWweh-r, die Mche schützen zu könn-en,'doch'ist für den Fall neuerlicher,Anruhen die KrMam-l-Mung des Stand- Wchtes geplant.- Mt den EntentsrniffionLN, die wegen des vorgestrigsn Mberfalles auf ein italienisches MilitäraUts, wobei ein italienischer Offizier mißhandelt ivnrde, sehr aufgebracht sind, wwd ummterbrychsr verhandelt. Die Italiener hatten dem Staatsamt des Aeußern ^ne- Rote überstndet, in welcher Germgtmmg bis Freitag 4 Uhr nachmittags verlangt wortzen war. Dr. Franz Kleiir begab sich noch in der SLrcht auf Freitag zum General Segre, nur ihm das Bedauern der Regierung auszusprechen. Keperal .Segre erklärte sich damit zusstiedsuMheM. Die'Opfek dsr KrchvaS«. Bei den Kämpfen' vor der Rampe und' dem KÄSstrtigsn Tor'wurden getötet: die Polizisten Hvschek, Miksch und Gröger. In der Bcmkgafse wuÄ)e der Revierinfpektor Molzer von mnem bisher noch nicht erinerten Manu in 'Matrsstnuniform nwdergeschofstn.' Es heißt, daß Ahslzer vor zwei Wochen den Einbrecher Brertwieser-ÄMpsirusähi-g gemacht und daß er deshalb vorgestern 'einem RechoaLt zum Opfer- Mallen ist. Wachmann Hvschek wurde bei einer Barrikade auf dem Schmerlingplatz tödlich' verwundet. Auch sein Pstrd irntt&e erschchstn Wrd der Kadaver ssd>rym vuyi-benLsuten zerschnitten. Außer den vier Pslizisten ist noch eine etwa SÄjährige Wan, deren JdmrnLät bisher noch nicht, festgestellt werden konnte, getöL-rL. Die Leiche weist am Rücken Wunden auf, die so anssthen, als wären sie durch Sprengstücke einer Handgranate entstanden. - Die Rettungsgesellschaft - leistete 3 5 Verwundeten, darunter 17 Polizisten, Hilfe. Auf, dem Schmerlmgplatz fand man gestern Revolver- und Gewehrpatronen, dsreri Spitzen abgefeilt worden waten. Ein solches Magazin wurbs der KoRzei Wergeben, die seststeklte, daß die Patronen aus Preß«. bürg gelümmen sind. Das Stratzenbikv. Die das Parlament umgebenden Straßen waren gestern schon in den ersten Vormittagsstunden von einet gwßen Zahl Neugieriger, belebt, die sich den 'Schauplatz der vorgestrige« Ausschreitungen mb die angerichtete ZeiPönmg ansehen wollten. Starke Patrouillen der Volks wehr siorgten in der Reichsratsstraße und auf dem Schmerlingplatz für die AufrAhterhaltung der OrÄnung und verhÄcherten jede Annäherung an das Parlamentsgeb Lude. AnsammlrmFLN wurden nicht geduldet und ununterbrochen hörte'matt die Mahnung: „Nicht stehen bkeÄLN, wesiergehen!" Die Passanten durften auch' die am Parlament vorblrWhrende Straße auf dem Schmerlingplatz rmb bas Trottoir unmittelbar neben dem Gebäude nicht betreten. Nur aus dem Gehsteig längs der Parkanlagen ist das Vorbeigehen gestattet. , An der Foy-ttt in der ReichZl'raMstraß« sind beinahe a l l e Fensterscheiben im Parterre und im ersten Stockwerk emgeschlagen. An mehreren halbvsrkohliLN HwslWlreuzon erkeimt man, daß auch hier Doa«hlsg«W versucht worden war. Em noch tranriyrres Aussehen bfetet die Gebäudefront auf dem Schmerlmgplatz; hier ist keime Fensterscheibe,'die 'im Bereiche der Wurfgeschosse lag, unversehrt geblieben. Auch die Mauer weist vielfache BesthLbiKUngen auf. Das Eingangstor zu« Herrenhaus tvakt ist halb zertrümmert. Zwei Türfüllungen sind heomlsgebrochLi:, Lurch die nwm in die Einfahrt sieht, wo Reste vM Ziuruveve'tnstchMngSgLgett' stäken rmd Sch»-EtHhM zerfchtagsn und verkohlt umherliegen. Ku dsr Dienstwohnuvg des Gebäudeinspektsrs Heikeuwälder sieht man die nackten MmEste, ftet M -Mumm M ZixgfMcMidiMA:£opsg 10. April 1D1H Nr.Sr DLc Fenst'r tiiuuu Erniattgeluntz <.'iug-?battt:nl HolZiülousien verständig losgelöst haben, der Scheiben mit den schlossen. Die ausgebrannte W'chnnng jr-e'ij! ganz unter Wasser, da die Fewrrwehr inehrerr Schlauchliniön Megl hatte. Es bestand nämlich die,G-2fahr, daß die Flarnuien üuf die >'im: ersten. Stockwerk:gelegenen OLumlichleiW> — die.Bnteaus des- Präsideuteit Seitz' -M?r'. Übergriffen. / - v 'y, . .;;v \ - Äm.-P-vLamentsgsbLnlke. - i - Um 10 Uhr vormittags rückten Mtertt drei ZW - Knsanterie unter- Komnrando des Oberstrert-iUätttZ'Stößl- Wimmer in das Abgöordmtenhaus ein und'-lösten dir ' todmüde Mannschaft des Nächtbienstrs ab? Gleichzeitig' ' erschien' die ^--Mafchinettgervehrabirilungdes Bslkswehr-' - bataillons Nr. 25 unter-Ävnünaudo des OberlMnaü'ts! Volek. Die große prrurwo'llr Sänletkhalle. doi- 'bE - das MÜ»'eines Kasernenhosts. Die Soldaten.setzte» bio- - Gewehre an; nur diejenigen, dir die Straßett atzzn-- ' streifen hatten, zumeist Manen, behirlten die Ä'affru! - Mittags wurden -die - Mannschaften in Halbzügen -abgelöst, - urn das Essen ansrerhalb des Parlaments Zu -- nehmen. In den Spitälern wurden' gestern die dort unter« gebrachten:Verwundeten durch Kommissionen nommen. ' -' ' : Eine Mnhnnng zur Ruhe. An oden Straszettecken Mens wurde gestern die' am- 18. d. erslossene Mitteilung der, englischen Regierung an den Staatssekretär Dr. Hauer über Einstellung oer Warenemfrrhr beiNnhestönmgen plakatiert. Die Plai'alo/diL auch lichte, a r ü n e m P a p i c r gedruckt sind, haben salgenöen Wottlcrut:,' - . ^Einstellmrg dsr WLveneittfnhe, Lei NtthestS'rringen." Arntlich wird gemeldet: .D^r britische MilitärbehhllmäHtigLe,,Sir Thomas Cunningha.ru, hat heule den SÄiats«: stkretär fiir Aerrtzeres Dr. V a u e r besucht nnö ihm' vritgeieitt, .er sei vonder hrttischrn .Regierung aursrisftrt, vsftziclh - Und ausdrücklich zu ci-Hütc:!, dah im Falle von Rtthestormrgörö in- Deutsch öfter reich die Einfuhr vou Waveu eiuschliehlich Lebensmitteln und Rohstoffen sofort gänzlich cinacstellt, würde.'. ., . In Bemttworiiurg . . einer.. l^ragedös Graatösesietärö. - spra Wer britische Mrsttärbevolstnächligle dir 51!eimmg, aütz, diese Absicht der britWen, Regstriln-;'' sei -i« dem Jntettfs^ ' begründet, welches die -attrierterr- - Mächte ' mt- 'dermrgestörtech? B' e n ü tz u n g der B e r t c l) r s w e g e haben, die über deutsch»'"r - Ssterreichisches Gebiet zu den den alliiert-err' Mächten dLsreürtt... - -eben, neuen Staaten führen." ’ “jjfTß ’ - D'te - englische LebensmittelkommMo« iejtt - mit: 'J'$ ■ Mr. M»hn Pa nistet, Vertreter tu. Wien der - «inglisch«» Lebensmrttelkorumist'iou, in .Beoleiiuilg deZ.'Oberstes Sir Thomas Cunuiughn.m, bcsttchteu vorgestSr». spätabends den GtaatÄ-anzler Dr. Nenner üud eryiektett büch,.. letzteetm einen Bericht über die gestern vor-'d-tm Parl'amöttt ‘; -stattgefundenen unglücklichen Ereignisses - - - ' Er versicherte uns, dag die U n r n hc o hnc p o.ii4i» - srh e Be de uLn n g -sei ru»d, .die. - meist«» - Leute' gegen, den . ' .Holschewisnms. sind-.,, Er -.erklärte, daß seiu^HM-einNng hach,,, /die Polizei, die'SiMätion beherrschte Und, keine -ähiederyotnüg!',' ' ' der gestrigen' Unruhen vMdmmeü dürstck»».-. ' ‘ : 7- : In dem Glaühen und -dev Äüucaluut, daß - dies dew/. Tatsachen entspricht, haben Sir Thomas Cu-kmingstmn imd ich n nseve Regierung , d r irr gen dv gebeten, die Lebens'mittÄlznschübe nicht zu perrin-gertt. W ist gewiß, daß, -falls die Elltnrt:, dabo»» überzettgt wäte, Pör^ wmnnttffe, wie die gestrigen, sich wiederholen, sie dii LeMlk-.' mittelz'nsuhren einstellen würde. , - , Die Anffasstmg ist'politischen SZvtifm* "/' / ■ An maßgebenden pölii-ischeu Kreiser» besteht - die Arw " schauung, daß die BorsäUe vor dem PatlaiNentSgebaud.e als. ein Zwischenf al l zu berrachteu seien, dem eine fltvß t>£p Be de.ntung auf die w7iirrr Elttwickluug dex. politisches - ' Situation nicht znkomme. Es ist bereits erwiesendaß dev Sturm ans dos Parlairlcut?gebäude Mit keiner Seile organisiert war, nachdern auch bk' f o m jiuut iftijöje Partei die Verantwortung hlerft'ir ab lehnt. Die (At- / regmlg wrrrde in die Menge getragen durch den. eiflentlich!- nebensächlichen Umstand, daß znin EmpfangL der Ä.e« - putativ,n zufälligerweise 'kein Vertrete r d tr jT£ctzi.e«, . rung im Parlarltentsgeonu.de anwesend war. Änch AaZ stärke Hervvrtreten jugendlicher Elemeute spricht dafür, baß-die gestrigen Ausschreitungeir vor» keiner Parteiorganisätimy sondern von unverantwortlichen Elementen flUSge^ gangen-sind. ^; Die Negier trug wird heute mit deir.^rlcitslosen über die Forderungen verliandelu. Sie bat die Absicht, diesen Forde- . mmgen, soweit es nrrs die Mittel des Staates erlanben,, ensi!., - gegetrzukommen, und , man glaubt, daß ein befriedigender' Ausgleich zustandelomrnen wird. Die Absichten der Notierung? gehen dahm, so rasch als nröglich Arbeitsgelegenheiten M schaffen- und aus Liese Weise der immad mehr Werhänd- --. nehmenden Arbeitslosigkeit zu steuern. Da sich die Verhandlmrgen der Regierung mit Herr Arbcilslosen auch übet de» , Samstag hinausziehen können, nnrd biS zttm völligen Ab-- : ii fchluß der Verhandilnngen die Bewach nutz beB Par l w« . mentSgebäudefl durch die BvlLSwehr erhallen bleiben. Von Abgeordneten wird verlangt,, da^ das. , in Arrssicht genommene Ausweisu.ngSvevsayr.en> inSc»- '-> besondere gegen Ein w an de,re r..»«s tt rt g a rn st,re n g;v durch ge führt werde. Das Berhatten der Röten Garde. Die ^DeutschöÜerreichische, Staatskorvützottderrz" brirrgt . eine amtliche Mitteilung bezüglich des DethaftyrS des BolkstvehrbavnS. 41 (Rote Garoe) während der donnüvstatzigvst? - , Krawalle. Gegenüber den Gerüchten, wonach dieses Bataillon - sich als unzuverlässig erwiesen habe, wirdftstMM, daß dm; Rote Garde durch lügenhafte kommunistische AtlSstrennngen , gereizt ' worden war., tvotzdem aber die ganze Rafht' ohne Verletzung der Disziplin Dienst gehalten hLve. ,, - ■ Verhaftung ungarischer ’ Gestern wurde, wie ivir erfahren, eine RÜH? u ug a ri s che r K o m m ai n isteu ftthrer itt H s f.L g e«' nommen, die im Verdachte ftvhen, «tt der Morve« . reitung der vorgestrigen Unruhen beim Parlament mit- - gewirkt zu haben. Unter den Verhafteten besmdyt sich der Wh«r der nach Men enisea^»ten Hetzer, nanrenß, Ernö Stein. Man fand bei'ihm das AH s a VX-1& ,K A r - Agitation anfgebotene .Geld W-.WGll- . betrage von zweieü^hall' Millionen Kö»ndn m T«Mlkn .jato., MWMpiMen». /'