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Wiener Morgenzeitung · 1919-04-11 · Heft 83 (11.4.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 83 (11.4.1919)
Date
1919-04-11
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Rr 88 Wien, Freitag wolle«. Für diese ablehnend« Haltung besteht jedoch keine Neberetnstimnmng in den maßgebenden Kreisen. Während zum Beispiel der tschechische Finanzminister die Teilnahme Tschechiens an de» Kriegsanleihen ablehnt, erklärte der Prager lSroßtndustrielle Leo Bondy, daß die Nichteinlösung der Coupons der österreichischen Kriegsanleihe selbst in Tschechien eine» katastrophale» (Rnfluß hübe« müßte, da hierdurch nicht nur zahlreiche Betriebe zum Stillstände gezwungen würden» sondern zahlreiche kleine Sparer, welche nicht mehr durch ihre Arbeit ihren Lebensunterhalt gewinnen können, ferner Waisenhäuser, Krankenhäuser, Asyle und dergleichen mehr der zu ' ihrer Existenz notwendigen Mittel entbehren würden. BorlLustg ist noch nicht abgeklärt, mit welcher Quote jeder Nationalstaat an den bisherigen Staatsschulden oder Staatsgarantien teilnehmen sollte; es fehlt »och eine Aufstellung der Aktiva und Passiva der gtt liquidierenden Koppel- Monarchie und sogar «in ZeNtralorgan für die Durchführung dieser Liquidation. TS ist sehr wahrscheinlich, daß di« Llquidierung der Aktiva und Passiva der ehemaligen Doppelmonarchie einer internationalen Kommission obliege« wird- und baß bann' Streitfälle zwischen den neue« Nationalstaaten schiedsgerichtlich entschieden werden müßte«. Eine schwere erdrückend« Schuldenlast wirb jeder Nationalstaat aus dieser Liquidation übernehme» und ma« muß sich bereits jetzt darüber klar sein, daß eine vollständige Schuldentilgung für unsere Zeit gar nicht m ö g l i ch sein wird. Erst spätere Generationen werde« die Früchte einer finanziellen Sanierung reife» sehen. (S$t Schuldentilgung durch eilte einmalige Vermögensabgabe könnte in Deutschland vielleicht diskutiert werden, wo der nationale jährliche Gewinn vor dem Kriege 30 bis 40 Milliarden Mark betragen hatte. Für die Nationalstaaten der ehemaligen Doppelmonarchie wäre dies ein Ding der Unmöglichkeit. Das Steuerfluchtgesetz, welches die Durchführung der Vermögensabgabe in Deutschösterretch vorbereiten sollte, hat in seinen ersten Anwendungsversuchen nur ergeben, daß jetzt, wo alles anfgeboten werden sollte, um die Produktivität d«S Staates zu heben, letztere geradezu vernichtet wurde. Man muß sich darüber klar fein, daß wir jetzt Nur die Richtlinien ausaebeiten können, auf welchen die mehrere Generationen erfordernde Lösung des österreichisch-ungarischen Finanzproblems in späterer Zeit möglich sein könnte. Die Grundlagen für diese Lösung sind: Ehrlichkeit, Arbeit und Sparsamkeit. vom Standpunkte der Ehrlichkeit müßte der Mißbrauch der Notenbank als Bänknotendruckerei mit Großbetrieb von allen Nattonalstaaten und den Vertretern der finanziellen Interessen des Auslandes gemeinsam verboten werden. Durch dieses System werden jeweilig fällige Posten „bezahlt", aber eine von Monat zu Monat fortschreitende Entwertung der Krone sowie sämtlicher in Kronenwerten ausgestellter österreichisch-ungarischer Werttitel, mithin eine systematische Verarmung desjenigen größeren Teiles der Bevölkerung der ehemaligen Doppelmonarchie» welcher keine Immobilien besitzt, hervorgerufen. E» wird durch diese Entwertung der Banknote die Wiederaufnahme wirtschaftlicher Beziehungen mit dem Ausland«, von welchen die Rückkehr erträglicher Zustände abhängt, in hohem Maße erschwert. Ein weiteres Postulat der Ehrlichkeit wäre die Anerkennung alles aus bisherigen Anleihen «nd GtaatSgaraptte« sich ergebenden Verpflichtungen. Dies gilt natürlich auch für die Kriegsanleihen, welch« die Pazifisten während deS Krieges ebenso wie den Krieg selbst perhorreszieren mußten. Die Anerkennung der Verpflichtungen, welche sich aus den Kriegsanleihen ergeben, bedeutet aber in Friedenszeiten die Vermeidung der Verelendung ganzer Bolksklassen. Der Präsident der Anglobank, Prof. v. Lanöesberger, hatte als bestes Mittel gegen die Banknoteninflation den Ankauf von Kriegsanleihe empfohlen. Nun handelt eS sich aber, ein Mittel gegen die Inflation mit Kriegsanleihen, an welcher die Großbanken, Großindustrien und dergleichen in hohem Maße leiden, zu finde». DaS beste Mittel wäre, baß diese Finanzinstitute allmählich diese Stocks von Kriegsanleihe dadurch adstoße«, indem sie einen Teil ihrer Dividenden i» Kriegsanleihe» auszahlen oder, indem dieselben alljährlich einen Stock von Kriegsanleihe als Superdividende an ihre stsktionäve verteilen würden, in ähnlicher Weise wie die Union Pacific Kailway Ly. ihre« Stock von Shares der Baltimore Ohio Eisenbahn an ihre Aktionäre als „Superdividende" verteilte. Für da- Publikum hätte der Besitz von Kriegsanleihe titeln mir dann einen Wert, wenn dasselbe darüber beruhigt würde, daß die Coupons derselben weiter bezahlt werden, daß 5 dir 10 Prozent der Steuern in Kriegsanleihe bezahlt werde« dürfen oder daß bei neuen Anleihen, wie dies zu« Beispiel bei der ersten Anleihe Deutschösterreichs der Fall war, 88 Prozent in Kriegsanleihe bezahlt werden dürfen. Damit würde der erste Anfang der Lllgüng der Krte-saalethe sich von selbst ergeben. Katastrophal wäre die Suspendierung der Zahlung der Coupons der Kriegsanleihen. Biel besser wäre noch daS vom brasilianischen Fi^nzmtnisterium angewandte System, im Fall« der Suspendierung der Barauszahlung der Couponan Stell« der letzteren Anteile für neue Werttitel (Fundings) auszugeben, welche der Wort- Litelbesitzer jeweils verkaufen könnte. Jedenfalls muß sich das Publikum dessen bewußt Verden, baß das heute noch desaströs erscheinende Budget jedeneuen Nationalstaates sich nur allmählich bestem könne: 1. durch die Hebung der Produktivität »nd 8. durch die progressiv« Abnahme gewisser Ausgaben, wie der Unterstützungen von Kriegskrüppeln, KriegSwittven. der Pension von Beamten und Militär-, deren Pensionsbezieher allmählich absterbe». Ander rfettS werden sich später die Annahme« durch Hebung de» Eisenbahnverkehr-, Realisierung von Nationalgütern und dergleichen mehr heben. Wiener Morgen-emmg Schutz deutschSsterreichischer Interessen in Angarn. Namens der niederösterreichischen Handelsnnd "Gewerbekammer, der Vereinigung der deutschösterreichischen Industrie, des Verbandes österreichischer Banken und Bankiers, des Zentralverbandrs und des ReichsverbarckeS der Kaufleute sowie des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft sprach eine Abordnung, bestehend aus dem Abgeordneten Fried mann, dem Vizepräsidenten des Gewerbevereines Kammerrat Ernst Krause, dem Präsidenten des ZentralverbandeS österreichischer Kaufbeute Kornel Spitzer imd dem Sekretärftellvertreter der Handelskammer tz)r. F i s ch m -e i st er, unter Führung des Kammermitgliedes Generaldirektor Weißen st ein beim Staatssekretär für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten» Zerdik, beim Stellvertreter des Staatssekretärs des Aenßern Dr. Klein und unter Führung des provisorischen Vorsitzenden der Kammer Doktor Hammerschlag beim Staatssekretär für Finanzen Dr. Schumpeter vor. Die Abordnung verwies auf die äußerst schwerwiegenden Schädigungen, welche die deutschösterreichische Volkswirtschaft bei den intensiven Geschäftsbeziehungen vieler Art» die -wischen Deutschösterreich und Ungarn bestehen, und bei der starken Beteiligung deutschösterreichischen Kapitals am ungarischen Wirtschaftsleben durch die Verfügungen derR äteregierung erlitten hat und weiterhin erleiden wird, falls die deutschösterreichischen Interessen nicht den Schutz erhalten, auf den sie nach dem Völkerrecht einen unbedingten Anspruch besitzen. Die Abordnung überreichte ein Memorandum, das konkret« Forderungen enthält, und bat, die Interessenten selbst zu den Verhandlungen mit der ungarischen Räteregirrung und zur individuellen Verfolgung der einzelnen Rechtsansprüche heranzuzrehen. Hierbei wurde auch betont, daß es sich nicht etwa nur um die Interessen großer Firmen handelt, sondeyr baß eine ganz außerordentlich hohe Zahl von mittleren Firmen und kleineren Geschäftsleuten in Mitleidenschaft gezogen ist. Sämtliche Staatssekretäre erklärten, daß sie sich der ungeheuren Wichttgkeit des Schutzes unserer Wirtschaftsinteressen in Ungarn voll bewußt sind, B-rrhandlungen mit der ungarischen Räteregierung zu diesem Zwecke bereits angebahnt feien und daß die Regierung sie bei denselben in enger Fühlung mit den Interessenten halten wolle. Die Schutzstelle für österreichische Vermögen im Ausland hat daraufhin für Freitag den 11. d. M., 11 Uhr, in die Handelskammer eine Versammlung von Vertretern aller industriellen und kaufmännischen Korporationen eingeladen, bei welcher ein Arbeitsausschuß für Ungarn gewählt werden wird. D'e Schutzstelle steht bereits mit den zuständigen Stellen der Regierung in engstem Einvernehmen und hat alle Vorbereitungen getroffen, um die rasche Durchführung der notwendigen Interventionen zu sichern. Der Markenschutz in Tschechien. AuS Prag wird «ns gemeldet: Der Handelsminister überreichte der Nationalversammlung einen Regierungsemwurs betreffend vorläufige Bestimmungen über den Markenschutz. Der Gesetzentwurf geht von de« Gedanken auS, daß die im gewesenen Oesterreich erworbenen Markenrechtr gmndsächllch auch im Gebiete der rschecho-slowakischen Republik respektiert werden sollen, fallder Einreicher bestimmte Formalitäten erfüllt hat. DaS Gesetz vom 27. Jum 1918 tritt außer Kraft. Der Gesetzentwurf fleht weiters auch vor, daß der Name oder das Bild deS Präsidenten und anderer um den Staat verdienter und allgemein bekannter Pettonm für unpassende Sachen oder von unberufenen Personen nicht als Markenzeichen benützt werden dürfen. Wer im Gebiete der tfchecho-slowakrschen Republik nicht seinen ständigen Wohnort oder Sitz hat, kann semr Rechte zum Schutze der Marke« geltend machen, wenn er einen gesetzlichen Bevollmächtigten bestimmt. Die polnischen Währungsmaßnahmen. Warschau, 10. April. (Tel. der ,Wr. Morgenztg.*) Nach Erklärungen depolnischen Finanzministers KarpiuSki ist die Abstempelung der Banknote« in Pole« auS technischen Gründe» unmöglich. Eigene polnische Noten werden in London und PanS gedruckt. Die fremde Valuta in Polen dürfte anfangs Juni zurückgezogen werden. Der FinanMtnister schlägt eine ZwangSanleihe vor, die «ne polnische Rente fern soll. Wirtschastskredit der Schmelz an Deutschland. Bern» 9. April. Die „Neue Zürcher Zeitung" berichtet: Wie ennuerlich, hat die Schweiz an Dmischland im Frühling 191? einen Mrschaftskrebit von 18 Millionen Franke» bewilligt, der am 81. März 1919 ablaufru sollte. Die Gegenleistung bestand in der Erlaubnis, Sudenwaren, Stickereien, Uhren und anderes in dem genannten Wettbetrage Nach Deutschland auSzuiührm. AlS sich nun Deutschland anschickte» die erwähnten 18 Millionen Franken zu Ulfen, wmde es darin durch die Entmte gehiridert«die sich auf die Bestimmungen des Waffenstillstandes beruft. Mt Zustmmmng aller beteiligten Industrieäruppe» wurde deshalb der Kredit von 18 Mrllisnm franfnt bis 80. Juni 1919 verlängert. Die schweizerische Gesandtschaft in Pariführt m dieser Angelegenheit Unterhandlungen mit der Entente zur Unterstützung der Gesandtschaft sind der Dirrkior der Ratiovalbank, v. Haller, mid rin Vertreter des BolkSwittschaftSdepattemmts nach Paris gmist. SchweizerrscherseitS gibt man sich der bestimmten Erwartung hin. daß die von der Schweiz m Pans zu erhebenden dringenden Vorstellungen von Erfolg begleitet s«n und daß die alllirttm Deutschland ermächtigen werden, seinen Verbindlichkeiten gegenüber der Schweiz nachzukomme«. Der Kredit von 18 Millionen Frantm soll hinsichtlich der Bezahlung ein Prioritätsrecht gegenüber anderen ofsiztellen Krediten besitzen, die mittlerweile fällig werden. Die Belgrader Banken wollen eine Anleihe in Paris anfnehmen. Laibach, 10. Avril. (Laibacher Korr.-Bur^ „Slowen-st Narod" meldet auS Belgrad: Finanzmimüer Dr. R i n c i < hat emm Sonberdelegime» na« Paris mtsvidet, «m mit den französischen Finanz» n sttuten wegen Ausnahme eine» größeren Kredits durch dre Belgrader Fmanzinstititte m Fühlung zu treten. 11. April 1919_ Seue V Abschaffung des Freihandels in Jugoslawien. Laibach, Ly. Avril. Embacher Kvrr.-Bur.) »StowerM Narod" meldet auS Belgrad: Der »Prawda" mfolge beabsichtigt Ernahrungsmmister Dr. K o r o s e c, J> c n oft ei b an «Jet. abzuschalfen und n» ganzen Gebitt des Königreiches' S. H. S. dm gebrmdenen Handel wieder nnzüführttr. . England» Brrschuldnng beträgt derzeit 4B& A Mtzi-' arden Pfund Sterling iür Kriegszwecke» dre Totalsumme § Milliarden, wovon 2 auf Kriegsanleihen, 4 aüf NA e r'r^ kanischeBorschÜsfe zurückgchen. fr Die 24 bedeutendsten Bankiers Amerikas wKdett. demnächst über Maßnahmen betreffs Ausnahme einer ßröstÄlvr- Anzahl fremder Wertpapiere zur D e ck u n g der a m e r t kÄnr» scheu Forderungen an die Entente beraten. Die Verzinsung von Auslandsguthaben. Wiemrs mrtgeteilt wird, hat die Oesterreichisch-unganfche Dank die Wiener- Banken in einem Rundschreiben um Mitteilung ersucht-, mwelchem Satz sie ausländische Guthaben zu verzinsen gedenken. Dres ser darauf zurüchplführen, daß mit der baldigen W'.edvchevflMmL des internationalen Postverkehrs gerechnet werde. Ein Konskriptionsamt "bei btt hiesigen tschechoslowakischen Gesandtschaft, Das Tschecho-slowastschePreßoureau sendet uns folgende Mitteilung ent: Die hiesigen Eigentümer von Geldeinlagen (auf Mnlagevücher oder -schein^Kassenscheine, laufende Rechnungen, unverzinsliche Depositen-,. Giros rc.),. die sich rm Gebiete der t s ch e ch o - s l o tv a k i-s ch e n R ep uhlik befinden und dort bis 10. Juni 1919 anzumelderil sind, werden anfaefordert. mit den Anmeldungen bis zur Eröffnung eines Anmelde-lKonskriptions-Mmtesbei, der tschecho-ssowakifche« Gesandtschaft in Wien a bz«w art t», Die Errichtung wird in den Zeitimgen bekanntgegeben. werden. 7 Bon Pen Getneidemaekten. Durch den günstigen Wetterumschlvuna hofft man, den Frühjahrsanbau rechtzeitig fertigzustellen. Die Schwierigkeit liegt in der Zuteilung von genügenden Saatgutmengen, da sonst der Ackerboden keine volle Ausnützung erfahren kann. lieber den Stand der Herbstsaaten Ittgm durchaus günstige Meldungen vor. Sowohl dre ärmere wre die innere Emwicklung ist eine vortreffliche. Der Ge« schäftsverkehr auf dem hiesigen Platze beschatte sich auch heute auf einige Rüben und ZückerrÄenschnitten-Abschlüffe, bte* tettS zu nnveränderten, teils zu nachgebenden Preisen aus dem Martte gingen. In Amerika hat die Wertlage eine mäßige Erhöhung erfahren. __; Der Wochermnswels der Ossterreichrsch-ungarischen Bank. Stand gm 81. Mär- ISIS. A H't ö'a: «Navschatz: Beräliderungen seit dem Stande voml r». Märzivw. K s Sotdmünze« der Kronenwlh» rnng. dann Gold m Barre«, i» au»lä«»isch«l u. Handels» münzen, dcr» Kilo fein z« K 3878 zewchnet.282,138.887.98 Goldivechfei ottf anrwärtiqe Plätze «ab an»l8nd,sche Noten.18,815.407.58 Etlbeickuraat« und Teilmünzen «S,S»S.57S.S8 Kassenscheine der Kriea-dariehenskassen . . . ErkonNerte Wechsel, Warrants und Effekten . Darlehen gegen Handvfand.. Schuld de, k. f. österreichischen Staatsverwaltung ... Darlebensschukd der k. k. Staatsverwaltung auf Grund besonderer Vereinbarungen .... Darlell«n»sch>tld der k. ung. Sraatkverwaltnng ans Grund besonderer Beretnbarungm. . . Effekt-«. .. HvvothekardarkcSen .......... Kaffenschetusyrderong an die k. k. Staattver« - wattvn«.. . . Kaffenlrveinkrderung an di« k. nng. Staatsverwaltung .. Ander» AM»« .. 335,304.874.48 — 20.513.74, 454,72 *.850.-p 'f.807, >07.731.06 -r 618.250.— 23.947.89 16,890.900 90,000.000.« . .. 32.034,000.000.— . 1,182.519.83 •113.765,67 10.980,000.000.— . 59,624.181.95 + 274,450.689.81 — 21,570.858.— 8.653,839.088.— — 988,613,860.80 -s. 18,845.842.— 7,166.634.73 Passiva. MienkapNat.. aio.ooo.ooo.-. Reservefonds . .. 48,000.000.—.. BamnvtemrmkMs . . •.87,965,314.491.— + 856,863.229.—! Girognthaben »nd sonstige sofort fäMge Ver« > bindlichkeit» . 7,421,655.403.41 — 338,158.662.45 ' Pfandbriefe im Umlmrfe.......... 869,489.200.—........ Kassenschein»«»!«»! ... ».. 7.015,4!2.000,— — 83,915.500.— Sonstige Passiv« ........... . 1.363,227.493.88 + 6,653.520.21 64,887,178.588.09 New-Dorker Börse. New-Bork, 8. April. An dec heutigen Börse entwickelte sich angesichts der vom Auslande vorgelegenen politischen Nachrichten ein sehr reges Geschäft. Anfangs wandte sich das Jntereffe der Spekiilation vornehmlich einigen^ Spezialwerten zu, die nicht nur von den verschiedenen Spekulantengruvpen, sondern auch vom Privatpublikum in größeren Posten ans dem Markte genommen wurden, während Eisenbahnwerte vemachlässigt blieben. Später wmde vre Nachfrage auf allen Umsatzgedieten lebhafter, wozu namentlich-günstige amtliche Berichte Über die Erntelage beitrugen. Stark gesucht waren besonders Kohlen-, Petroleum-, Gummi- und Ausrüstungswette. Die Börse schloß in sehr fester Stimmung. Aftienumsatz 1,330.000 Stück. Amerikanische Warennotierungen. N«W-Dork, 8. Apnl. Baumwolle New-Aork loko ........... 39.25 . New-Orleans koko.. 26.35 New-8 „ New- Ncw-^ 0 New- Petrolenm: Raffinade (in enoss) New-Aork . . w Standard White New-Aork * in Philadelphia .... Petroleum Crü). Balanc. at Oil Eitv New-Aork, Mehl (Marke Spr. Clears) 0 Weizen, Winterweizen . „ . Sommerweizen . . „ MaiS. Western loko .... 0 Zucker Granulated .... „ - Centn fugal .... w Kaffee, Rio'Nr. 7 . . . . 0 Getreidefr. n. Ldn. per Bush. . Schmalz. West. Steam ork ver Mai (alte Kontrakte) . . 24.94 orf per Mai (neue Kontratte) . . 26.60 ork per Juli (alte Kontraste) . . 38.90 ork per Juli (neue Kontraste) . . 34.60 ...» 20.25 .« .. '•> um - . . . o 17.26 . *9.75* bis 10L5 . . . . 237 llt- .... 237 V* .... 181 % . . . . 7.50 . . . . 7.28 .... 16.- (60 lös.) nom. .... 29.62 Wiener Börse. 1 Infolge der Maßnahmen, welche es ermöglichen sollen, den Kassetag zum ursvrlinalich festgesetzten Termin abzuhalten, fand an der gestrigen Börse eine ' Versorgung statt, welche eine Verschiebung des Börsen« beginnes um eine halbe Stunde. notwendig machte. ' Die Versorgung, ergab stärkerm Stückemangel, nümmtlich in türkischen Papieren, und die' Deckungskäufe der Kontermine; femer verliehen die sefte Haltung des Berliner Marktes und ehenso bie-

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