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Wiener Morgenzeitung · 1919-03-05 · Heft 46 (5.3.1919) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 46 (5.3.1919)
Date
1919-03-05
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seile u 3Buu, Mutwocy r. , ■ — ----(---; - 2ntettiaüonale die Gerechtigkeit unserer Forderungen anerkennt. Das jüdische Volk ist heute, beinahe in allen Ländern Europas in einer unhaltbaren Situation. Besonders in den Ländern des Ostens rüsten sich ganze Scharen bereits zur Auswanderung. Es 'ist noch nicht zu sagen, wann eine tatsächliche Einwanderung nach Palästina wird, beginnen können. Mit den äußerst schwierigen Fragen der Organisation der Einwanderung. der Liquidation und der Kolonisation wird sich die eben in London ragende zionistische Konferenz befassen müssen. Aber in aller Not und in allen Schrecken, die unsere Brüder jetzt noch ertragen müssen, leuchtet die Hoffnung auf eine baldige Erlösung. Für das ganze jüdische Volk soll eine Zeit neuer Größe anbrechen. Dazu, genügt aber nicht, daß die zehn Männer in Paris uns Palästina zusprechen. Daß dies geschieht, ist ein schöner Erfolg zionistischer Politik; aber die eigentliche Aufgabe beginnr erst. Das jüdische Volk selbst muß alle seine Kräfte zusammensassen, um dem neuerwachten Lebenswillen gestaltenden Ausdruck zu geben. Es steht eine Aufgabe vor uns, wie sie noch nie ein Volk zu lösen batte. Unsere Kräfte müssen integriert werden, jeder niuß sein Bestes hergeben. Wehe den Juden, welche die Größe dieses Augenblicks incht verstehen! Es wird sich zeigen, ob wir die Reise besitzen, ein großes Werk zu vollbringen. Wir zweifeln nicht daran, weil wir wissen., daß der ungestüme Wille im Herzen aller Juden lodert, deren ursprüngliche Glut die Asche des Galuth noch nicht erstickt hat.. Die zehn Männer haben gesprochen. Das jüdische Volk hat das Wort. Selbstbestimmung in Theorie und Praxis. 1‘etnuutcn Forderungen nach 'Selbst" v.'w-!.u!Uug der, 'oi'i’ct: erbeb, da war der Krieg für die Cnttuir bereite moralisch gewonnen. Auch ohne die gnugerbioNade. den Mangel an Rohmaterialien und die Präponderanz an Krieg-mittel» und Menschen auf seiten der Cu lenke hätte Wilsons Politik früher oder' später zum 3;cae ttchreu müssen. Dabei stellt der'Grundsatz der nationalen Selbstbestimmung keineswegs etivas Neues dar. Nicht nur. daü wir ihm im Brunner Programm der österreichischen Sozialdemokratie begegnen, wo er uns unter dem bekannteren Rainen dco - nationalen Autonomie entgegentritt, schon nach dem dnttsch-französischen Krieg hat der bekannte preußischchidimch Deurokrar Jaeoby das Selbstbestimmüngsrccht des Folios di Argument gegen die von der damaligen Militärpam-i ausgehende Absicht der Annexion von Elsaß-Lothringen ausgesvirli,- Nun aber, da das von Wilson aufgestellte Prinzip aus der höheren Sphäre der Theorie ins reale Reich der Verwirklichung herabsteigen soll, zeigt es sich, was sich immer zeigt, wen.': ideale Forderungen Realität werden sollen:, die unbedingte Doktrin muß sich in einen Ausgleich einlassen mit bc\i rachächlich gegebenen Verhältnissen. Die Weltwirtschaft, da_> Znsam-'.'.ettlcben der Völker, ist in so vielfacher Weise lomvliziert, die ökonomischen Interessen des einen Volkes so sehr durch verschiedene Beziehungen mit dem Nachbarvolk verknüpft, das; eine reinliche üllseitige Scheidung jedes' einzelnen Bollsgebildes nach seinen territorialen Grenzen praktisch ä:: Ding der Unmöglichkeit ist. Dazu kommt, das; sich in stlrr vielen Fällen die Grenzen einer geschlossenen Äolkssicdliiug gariücht seststellen lassen, indem diese größere oder Üohtciu Enklaven einer arideren Volksgruppe cinschließt. In urancheu Fällen liegen die Dinge so, das; verschiedenartige Vollste in-- mit- und untereinander leben, wie zum Beispiel iu d?>n oorinals österreichischen Schlesien oder in der BukSwiua, so das; eine völlige Abgrenzung ganz ausgeschlossen isr. F,l der Theorie wurde in bicfcft Fällen die Scheidung an! ok Weise vollzog:!,, das; man zwischen natioiial-ckultit- U'lier und wirtschaftlicher Selbstbestimninng zu unterscheiden 'ersucht-. Jedenfalls ist schon hieraus ersichtlich, das; bas chrinziv der Selbstbestimmung durch zahlreiche Ausnahmen durchlöchert werden uurn. Während in dem einen Fall diese Tclbsibrä-m'n'.iug in einer luliurellen Autonomie ihre Grenzen sinden un>-, kann sie in anderen Fällen allseitig durchgeführt werde». Miiim eö sich also, ivie man steht, nicht um eine vollständige und automatische Durchsetzung dieser Grundsähe nanboiii, besteht doch die Notwendigkeit, das; alle künftigen Enttlbrichi igen über die Zugehörigkeit und das Ausmaß, der Ncuite von Völkern oder Volksteilen in einem Sinn erst lge, der bc:it Geist jenes von Wilson ausgestellten Postuutic> nicht znwiberlünsl. Wenn schon Kompromisse nicht zn u gehen sind, so müsse!, sie, soweit irgend möglich, zwischen ' o-'- interessierten Gemeinschaften geschlossen werden, keines- : Pö aber über deren Köpfe hinweg und f-gmr deren Willen- ' o* ist vrkaimt, daß bisher eigentlich nichts in biesern Sinn gcstbehe:, ist. Die Friedenökonserr:''. bat voriäniig die Etönerung diese! schrvierigen und vielleicht heikelsten Fragen aU'/eschi-v.!,,. aber >vas nran bisher an Meinungen gehört Kiiii mehr an Taten gcsthen hat. das deckt sich nicht im min best r : mit sei? Ginndsäheu, von denen vor Monaten so i i,; An'r.ebri!-:' gern-rcht wurde. Auch hier »ms; mim sagenr - Bo. Tip.be las maists anders; .?>. nationale Selbsibestiiiiminig karr» nicht Tatsache Ivervt',:. »cm, sich die leitenden Männer der Mächte llicht rutschttri 7.', wirklich nmzule.rnen! Eine völlige geistige .'i fU’j: in l i c l u I! g t tt l not! Dies gilt jedoch nicht UU'.' gewisse Kreise der Entente, sondern auch — ünb vielleiuD erhöhtem Mas; --- für die führrnbeü Pölitikeil!!7 tt - - A-ttst . denen der Kri?g dis Unabhängigkeit die ./m.ttattm, wirtlich eine neue i-staä--. .. o l.iaiimi! alle,, überholte» Per--. gangenheitSidcologien entschloss."., rein?!! Tisch machen müssen. Noch liegt innerhalb l der Völker die iiationalisiische Machtte,l.deu; mit den Rechtsgruudsähei, der modernen Demokratie in Widerstreit und die Bind,mg des nationalen Gefühls mit ökonomischen Expansionsbcstrebnngen, welche eine der Ursachen dieses Kriegesst tvar,'besteht unverändert fort. Wohl ist' zu erwarten, daß-die unausbleibliche wirtschaftliche Umschichiung vieles über deü Hansen tvcrsen wird,'tvas noch beule Geltung hat. >aber es/wäre Pflicht' aller „guten Europäer", diesen RcchtSgrundsatzen milch zuin Sieg zu verhelfen. Wie soll sich aus den Trümmern einer zerstörten Welt eine u-ene Menschheiksknllnr erheben, wenn zur Durchsetzung imperialistischer Forderungen strategische oder gar historische Gründe ins Troffen geführt werden, wie cs zum Beispiel Italien tut oder wie es die Tschechen machen, die sich, um ihre Ansprüche auf die Slowakei zn erweisen, ans die einzig richtige ethnographische Begründung berufen,'sie aber nicht mehr für Deutschböhmen -geltenlassen. Dort will mau schon die Forderung nach Volksabstimmung als Hochverrat erklären, und auch vorr^ einem ernsten Willenden Deütschböhmen eine wirkliche nationale Autonomie zu geben, merkt man nicht das geringste. Daß der' polnische Chauvinismus nur polnische Staatsbürger könnt, der beträchtlichen jüdischen Minorität aber keinerlei nationale Minderheitsrechte geben will, ist bekannt. Dcntschwestnngarn soll den Tschechen Anfällen, damit sie den direkten Anschluß' an die Jugoslawen sinden, deutsche Grnbengebicte an Frankreich kommen, weil dieses Kohle, braucht, Fiume und die Kroatische, .Oftadria ebenso wie Deutschsüdtirol an Italien, Danzig an die Polen. Man möchte sich erst einmal seinen Landbesitz sicherstcllen, dann kann auch der Völkerbund kommen, der künftige Kriege verhindern und dadurch den crruUgencn Besitz sicherstellen soll. Aber das ist nicht der Geist, der der gequälten Mensch--, heit eine glücklichere Zukunft verbürgt. Wir Inden sind an diesen Fragen mindestens so interessiert wie irgendein anderes Volk. Denn jvir leben überall als eingesprengte Splitter unter den Völkern und alte Konflikte haben die Tendenz, ans unserem Rücken ansgetragen zn werden. Auch dies ist nicht der Geist jener sehnlich erhofften Idealität, ans die sich die Hoffnung aus Erfüllung unserer . mwerjährbarei, nationalen Ansprüche gründet, und iu welcher unser Znkunftswerk allein gedeihen kau». Gegen die Ausbeutung Palästinas und Armeniens. „Times" über die englische Vormundschaft. L o n d o n, 4. März. (Tel.-Konrp.) Die „Times" schreibt: England muß einen freien Weg nach Zmdien haben. Deshalb ist die shrische Frage für England so wichtig. Das System der Vormundschaften wird alle Völker verhindern, die neuen Staaten auszubeuten,diesbeziehtsich auch auf Englands Stellung im besetzten Gebiet, soweit von e n g l i sch en Sonderi n t e r-, e s f e n an der Entwicklung P a l Lstirras n rrd Armeniens gesprochen wird. Derartige Erwägungen, sagt das Blatt, stehen nicht im Widerspruch mit den Prinzipien des Völkerbundes. Es spricht schließlich den Wunsch aus, daß sich Amerika dieser Auffassung anschließen möge.__ PsMische RMdschau. Italiens Forderungen. Die Aensterittrgcn des italienischen Miitts-tt'PkäsiveiüLU .Orlando über die nationalen Ansprüche Italiens sind in : jener! diplomatischen Sprache abgefaßt, die die verschicbensten Auslegungen zuläßt. So läßt sich zum Beispiel der Passus, in welchem „die Vereinigung aller Länder und Völker der rühmreichen italienischen Tradition mit Italien" gefordert wird, sehr verschieden interpretieren. Einerseits ist zn bedenkeü> daß sich die „italienische Tradition" über zählröiche Länder erstreckt, die nicht einmal zn jener Zeit, als sie italienischer Besitz waren, von einer honwgenen italienischen Bepölkerung bewohnt waren, während sich gegerüvärtig nicht einmal die beherrschende italienische Oberschicht vorfindet man denke tuti an den ausgedehnten Kolonialbesitz des alten Venedig; Andererseits geht aus der Fassung Orlandos, die von „Ländern und Völkern" spricht, hervor, daß man auch in italienischen Regiernngskreisen die italienische SelöstbestiMMUNg sehr frei ans'legen möchte/ Auch die Wendung vom „Zusammenschluß innerhalb der Grenzen, die die Natur selbst entworfen hat", läßt vielfache Deutung zn. Dieser Aussprüch stützt sich äuf ein Wort Battistks, das in der italienischen Pressö bestärldig wieder^ehrt. Gewöhnlich wirb Battisti als Eideshelfer angeführt, wenn es gilt, Italiens Ansprüche ans Südtirol lutb die angrenzenden Alpengebiete zn erweisen, und es scheint, daß auch Orlando diese Forderung in; Auge hat. Cs läßt sich nicht leugnest, baß dieses aus der politischen Geographie geholte Argünrent in die Gedankengänge der Vorkriegspvlitik trefflich hineinpaßt. Aber man kantt nicht gut aus der einen Seite den Völkerbund als die grüßte Tatsache der ,teuere,! Geschichte preisen, wie inan es in Italien alletrthülben tut, und andererseits wieder auf strategischen Sicherungen bestehen, ohne batz alte geschlossene deutsche Siedlungsgebiet zu berücksichtigen. Herr Orlando betont, daß das Londoner Wkömmcil'Kömprom'ißchatakter höbe und den Geist döt! ÄersöhnnUtz atme. Die Jugoslawen sitib anderer Meinung und daS letzte Wort ln dieser Frage ist sicherlich noch nicht gespröthen. Ebensowenig wie über das Schicksal Fiümes, Port >em 'Orlando Mil besonderer Wärme spricht. Dn's einfachste und dem Geiste jener'neuest Demokratie, der sich die italienischen ^Staatsmänner »Nd auch die. Presse s" vollinhaltlichö.. ÄicUg 1919 Üir. 46 angeschlossen haben, angemessenste Mitlel wäre wohl auch hier die Volksabstimmung. Vielleicht.entschließt man sich in Paris anläßlich der Uttversöhnlichkeit der Gegner zu diesem, letzten und gerechtesten Schritt. Dies rväre schon aus dem Grunde tvünschensivert, als dadurch auch für andere inrt*.' striitene Gebiete ein wertvolt-.'s' Präzedens geschasscn tvürde. .Am Ende lehrt man doch zu einem Auskimstsniittel zurück," von den, seinerzeit sp viel die Rede war und um das eö. nachher so bedauerlich still geworden ist, Europa und das Mische Volk. Als eine der tvichtigstei, Pflichten derjenigen Juden, , welche die nationale Lösung der Judenfrage aNstreben,'. hat schon Theodor Herzl die Aufklärung der nicht-- jttdischen Umwelt über den Zi^üismuS erkannt.' .Die furchtbaren. Folgen des Weltkrieges, die Ereignisse auf dev Friedenskonferenz und der Unlstanddaß die zionistische Lösung des Jndenvroötcms greifbar nahe ge--/ rücktist, verdoppeln diese Pflicht. Zunächst bedarf bet- Zionismus zn seinem Gedeihen eine „Atmosphäredes Wohlwollens", wie sich Herzl ausdrückte. Esmüssen daher die Böller — nicht bloß ihre Führer Mit dem zionistischen Gedanken vertraut gemacht wer-' den. In dieser Hinsicht haben die Zionisten Visums' große Erfolge, zü verzeichnend Aber imnwrhin wurde diese -Arbeit stets der Privatinitiative überlassen undinuß in diesem enLscheidenden Jahre ein wichtiger Pro---' grammpunkt der Parteiarbeit werden. In Alnerika und. England haben unsere besten Männer,, Schmarjahn' L t wi n, So ko l o w, W e i z,n a n n und Branders in diesem Sinne hervorragend .gewirkt. Die Wühlzionistischer Abgeordneter in die Konstituante Polenss und Deutschöst-srreichs und die wohl mit' Sicherheit-' zn erwartende Entsendung, nationaler Juden in dw Parlamente der D s ch e ch o - S l o io a.k e i und I u g v-' sla Wiens werden die Promnlgiernng des Zionisl" mus unter den Böllern des alten Oesterreich in ioE höherem. Maße bewirken, als dies bisher der Fall war/ Jeder Zionist iveiß es aus seinem Privatverkehremit. Nichtjude'n, wie wohltuend die zionistische Gesinnungaus das Berhältnis des Judentums 'zu den anderem Völkern wirkt, ivte viele Vorurteile der Nichtjuden-. gegen uns beseitigt werdenwenn sie mit nationalen'. Juden zu tun haben, wie-freimütig, ja freundschaftlich sich der persönliche Verkehr gestaltet. Nicht anders ist' cs, wenn die umwohnenden Völker statt des bisherigenungesunden. Zustandes den Juden als eine m V olkC: gegenüber stehen.; . - *rv» Wichtiger noch als dieses innere Berhältnis aber istder Amftand, daß'die zionistische Lösung der-Juden-- frage eine K u l t u r f o r d e r u n g f ü r d a s g e s a m t e> Europa ist. Woran diese Welt so furchtbar krankt,; das ist der Haß, d^r hie barbarische Roheit des Weltkrieges im G-esolge hatte. Wem es gelingt, den Haß ' zu.Kändigen»-. des-^-^^^KvEgs.fchandH ^rvannt^EtzM der furchtbarsten' Hastiu^nkte' 8er Aöi-ker Europas '•IfK der stets von neuein ausgestachelte, immer wieder erregte Judenhaß. Ihndurch den Zionisnrus zu. beseitigen wäre einst Tat, die Europa nicht minder vvist einem schwachvollen Uebel befreite, als das .jüdische Volk selbst. Iu diesem Sinne hatte ein jüdischer Denker.recht, wenn er sagte, daß der Zionismus au: das große Problem der Erlö sung. rühre. Noch aus einem weiteren Grunde ist es nötig/- - mit aller Energie die Vichtjuden über den Zionismus - auszuklär-en. Die Presse-isst-nämlich infolge der lang-' beobachteten schmählichen TvtschweigepolitiL - jüdischen-, Fragen gegenüber über Sinn und Zweck der zionisti--? scheu Bestrebnngell völlig nnprientiert. Anläßlich der/ Besprechung der zionistischen. Frage .im Großmächterat'/ dev Friedenskonserenz haben die 'Glossen der Wiener' Blätter, die jetzt gezwungeir sind, Stellung zü nehmen/ deutlich gezeigt, daß sie von dem zionistischen Pro-, gramm keine Ah»nurg haben. So erklärten .sie beispielsweise d^n Zionismus für abgetan, wenn es nicht gelänge, einen „Judenstaat" in Palästina zu erhalten, während das „Kopenhagener Manifest" der Ziomsten die nachstehende Forderung stellt, die nicht, genug oft iviederholt iverden kann: „Die Festlegung . Palästinas in den durch geschichtliche Uebcrlieserung und,, durch politische und ökononrischo Notwendigkeit bestimmten Grenze.il als natioualc Heim)tä11c deS/ jüdischen Volle.s sowie die Schasfllng der für den UngehiilderUn Aufban dieser H e i in st ä t t e stl o t io e N d i g e n V o r b e d i n g u gen." Es Handelt sich also nin die» gesicherte nationale Heimstätte und nicht, ausdrücklich um den „Staat"./ Ebenso Wird.-7allerdlugs nicht ohne böse Absicht, da., doch die meisten Blätter von assimilatorischen -Jildew--- geleitet iverden — immer wieder in der Oesfentlich-; ■feit der Gegensatz zwischen den zionistischen Palästina-- bestrebungen und der jüdischnationalen Arbeit in Län-- dern mit größeren jüdischen Minoritäten hervorgekehrr, - währeud gerade mit der, nationalen Betätigung der Inden in den Länderil ihrer gegenioärtigen Siedlung, in denen sie auch weiterhin, in sehr großer Zahl verbleiben werden, die Arbeit.in Palästina, in. engstem Znsammeilhang steht, ja,von dieser Nätianalisierungder Judenheit bedingt wird. Dies wird vom Kopenhagener- Manifest im Punkte 2 und tt seiner Forderungen den-/ lich gemacht. , - ■ i Diezionistischen. '.Landesverbände., aber auch jeder--' einzelne bewußte Jude, hat. daher jetzt die heilige/ Pllicht, f-üne Milbnrger ansznlttir.'n. ist eine -Tai./ im Dienste des jüslßü-eil Bolie/-, .i'.'-er a...d steilste-/ .der Menschheit. ' .

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