Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 43 (2.3.1919)
- Date
- 1919-03-02
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2979076-2979077-2979120--00370-2985654- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 10 Wen, Srmntog Wiener Morgenzeitmrg 2. März 1019 Nr. 43 Sport. Die heutigen Fußballwettspiele. Während der vorige Sonntag den Cnpspiclm getvidrnet war, nimmt heute die zweite Serie der Meisterschaft 1918/19 ihren Anfang. Außerdem stehen einige Freundschastsmatches auf dem Programm. Mit einer Neuerung kommt der S. C. Rapid, der zwei erstklassige Mannschaften zu Gegnern hat. ' Nachfolgend das genaue Programm: Meisterschaftsspiele, F. A. E.—A m a t e u r e (Ober- St. Veit). Dieses Treffen ist die Wiederholung des im Herbste annullierten Spieles. Der Ausgang ist ungewiß. S p o r r k l u b-—W. A. C. (Prater.) Nach anregendem Kampfe dürste der Sportklub knapper Sieger bleiben. W a ck e r—N udolfshügel (Favoriten.). Man darf mit einem sicheren Swge Nndolfshügcls rechnen. f Hakoa h—R ot S t e r n (Hohe Warte). Wenn es in der Stürmerreihe der Hakoah nur halbwegs klappt, werden die »Blauen" dir beiden Punkte ins Trockene bringen. Donau st a dt — Slovan (Floridsdorf) und D i e n n a—O ber-St. Veit (Hohe Warte) dürften Siege der erstgenannten Mannschaften bringen. Freundschaftsspiele: Rapid spielt gegen Simmering und Hertha. Die Hütteldorfer verfügen über soviel? erstklassige Kräfte, daß sie aus beiden Treffen siegreich hcrvorachcn dürften. Der W. A. F. hat die S ch w e ch a t e r G e r m a n i a zu Gaste, die er nach Kampf bezwingen wird. H o ck e v w e t t s p i e l. Auf der Hohen Warte spielt die Ha! ö a h gegen die Vienna. Das Wettspiel, das das erste der Saison ist, beginnt um halb 9 Uhr. Die Hakoah spielt in folgender Msstclümg: Steiner, Karffmann, Fritz und' Ernst Kobn, Siao und Samu Wcrtheimer, Neumann, LandeZmann, chü.idolfcr, Kars, Inwald. Der ‘viuiüaift hat neuerlich eine beivegte Wöche yd verzeichnen. Diefenigen, die in ihrem übertriebenen und kurzsichtigen Optimismus gehofft hatten, die Prager Regierung werde nicht an die Abstempelung pes in der T s ch e ch o -S t o w a ke i vorhandenen N o tenmaterials gehen, erlitten eine arge Enttäuschung. ES bleibt abzuwarten, wie weit die in der Wirtschaftsgeschichte einzig dastehenden Maßnahmen Raschins von Erfolg begleitet sein werden. Der tschechische Finanzminister, dessen Vorgangsweife den vollen Beifall der Franzosen finden soll, will durch die Zurückhaltung von 50 Prozent der zur Abstempelung vorgelegten Roten zweierlei erreichen: Die Papiergeld fülle soll auf die Hälfte reduziert werden, die zurückgehaltenen Banknoten sollen als Grundlage für die bevorstehende Vermögensabgabe dienen. Die große Gefahr dieses Experimentes liegt in dem krassen Unrecht, das den oft nur zufälligen Besitzern von Banknoten widerfährt, und der vorläufigen Nichterfassung unbeweglicher Güter. Die Berichte aus Tschechiens über die dortige Stimmung lauten auch sehr ungünstig. Es ist nur zu begreiflich, wenn besonders die kleinen Leute über diese willkürliche Behandlung erbittert sind, die freilich dadurch gemildert wird, daß jedermann bei der endgültigen Vermögensabgabe individuelle Behandlung zugesicbert wird. Die Begüterten dagegen haben sich bereits auf alle mögliche. Art und Weise zu drücken versucht. Sie investierten ihr Geld in Realiräten, Wertpapieren und Juwelen. Wie aus Aussig gemeldet rvird, stellten sie sich vor den Läden der Juweliere stundenlang an und erwarben massenhaft Schlnuckgegenstände. Geradezu demoralisierend muß es wirken, daß nunmehr die Besitzer von Gold und Silber, wenn sie ihr Edelmetall freiwillig der Regierung ausliesern, so gut wie garnicht der Vermögensabgabe verfallen sollen. Raschln will gründliche Arbeit verrichten: nicht allein soll die Höhe des zirkulierenden Geldes festgestellt werden, sondern auch der genaue Vorrat an Wertpapieren aller Art. Der Esfektenbesitz des einzelnen wird ebenfalls als Grundlage der VermögenSbesteuerung dienen. Ob der tschechische Staat auch-von den Wertpapieren die Hälfte zurückbehalten wird, kann Naschin erst später entscheiden. Für uns ist die Verfügung über die Z w a n gsan me ld u n g der Kr i e gsanleiheu von großer Bedeutung. Böhmen willoffenbar Verpflichtungen nur für diejenigen Anleihestücke übernehmen, die sich zufällig auf tschecho-slowakischen Gebieten befinden, ein für uns unannehmbarer Standpunkt) da viele Tschechen sehr hohe Kriegsanleihe-. Depots in Wien besitzen und andere wieder in letzter Zeit ihre Kriegsanleihen nach Wien abgestoßen haben. Diese überaus schwierige Frage dürfte einzig und allein durch die Friedenskonferenz zu lösen sein, welche die Quote zu bestimmen haben, wird, mit der'jeder Nationalstaat an den Schulden der früheren österreicbisch-ungarischerr Monarchie beteiligt sein muß und für deren Verpflichtungen er gemäß-seiner Größe, Bevölkerungszahl und seinem Besitzstand aufzukommenhat. Die Entente hat naturgemäß ein Interesse-daran, baii unsere trostlosen Finanzverhältnisse endlich eine ' Regelung erfahre^. Das geht schon daraus mit Sicherheit hervor, daß die interalliierte Finanzkommission wegen der Zahlung der am 1. März fälligen Coupons der österreichisch-ungarischen Schulden besorgt war und Wien telegraphisch dazu aussorderte. Gleichzeitig gab sie die Versicherung, „daß diese Regelung die Verteilung der österreichisch-ungarischen Schulden unter die verschiedenen Staaten, welche die ehemalige Doppel-;Monarchie bildeten, nicht präjudizieren soll". Der. kaufmännische Verkehr in.Tschechien tvird.suckift durch das verfügte Moratorium außerordentlich leiden. Was uns betrifft, so hat sich die Tschecho-Slowakei derart gründlich vor uns abgeschlossen, daß sie nicht einmal mehr offene Brie'e od-Lr Postkarten auS Dentschösterreich M^cinlüßt. Diese Maßnahmen gehen noch viel weiter aValles, was wir während des Krieges durchgemacht haben, und es läßt sich nicht Voraussagen, wann wieder normale Zustände eintreten. Durch zwei Vollzugsauwe'isuugen des Staatsamtes für Finanzen ist endlich auch bei uns einigermaßen Klarheit in das Chaosc wegen der Notenabstempelung gebracht worden. Bis elfte neue Verlautbarung erfolgt, sind gleichzeitig gestempelte und ungestempelte Noten zahlungskräftig. Erft nach der neuen Verfügung wird das Publikum gezwungen sein, innerhalb einer festgesetzten Frist die noch zirkulierenden ölten Zettel gegen gestempelte ein zu rauschen. Dir ungestempelten Noren werden, wie man erwartet, bei den Sparkassen und Banken zusammenflicßen. Tatsächlich war der Andrang vor den Schaltern sehr groß. Der' der Ersten österreichischen Sparkasse, allein sind im Durchschnitt täglDH drei Millionen eingezahlt worden. Die Sparkassen und Banken werden sie der Oesterreichisch-ungarischen Bank überweisen, die sie dann stempelt. Man hofft, daß inr Laufe des März die ganze Mstempelung beendigt sein wird, aber bei unseren langsam arbeitenden und schwerfälligen Einrichtungen läßt sich das bezweifeln. Jedenfalls hat die Abstempelung bereits ein großes Nebel gezeitigt: den Mangel an Kleingeld. Besonders die Ein- und Zweikro neu-Noten versinken mit jedem Tage mehr. Schuld daran trägt zum großen Teil die Unklarheit der früheren Verordnungen. Die Leu.e fuchsten sich, ohne genügendes Bargeld zurückzubleioen, und da Ein- und Zweikronen-Noten der Stempelpslicht'nicht unterliegen, hielten sie sie zurück. Auch blieb das Publikum zu lang im Ungewissen wegen der Einhebung einer einproz-entigen Stempelgebühr, wiesie in Tschechien verfügt wurde. Die Kleingeldaufftapelung der Leute verursacht schon jetzt im Geschäftsverkehrdie empfindlichsten Störungen. Niemand kann oder will wechseln. Die Banken verfügen über keine Ein- und Zweikronen- Zettel, die großen Noten Haufen sich bei ihnen an. Die Sache droht zu einer Kalamität zu werden, wenn man nicht rasch Vorkehrungen trifft, um die Not zu beheben. Das Staatsamt für Finanzen müßte zunächst durch Plakate und Aufrufe in den Blättern aufklärend wirken, und dem Publikum vor Augen halten, daß es sich letzten Endes nur selbst schädigt und keineswegs nützt, wenn es Ein- und Zweikronen-Noten hamstert; daß niemand einen Vorteil davon hat und alle nur darunter leiden. Auch sollten schön jetzt die genauen Modalitäten der Abstempelung verlautbart werden. Ordnung und System tun dringend not. Es darf nicht dazu kommen, daß sich am ersten Tage: der ftstzusetzenden Frist die Leute planlos und in Riesenmengen anstellen, zuletzt nicht mehr vorgcnommen werden können und ihre Zeit vergeuden, sondern die Abstempelung sollte wie bei den rayonierten Lebensmittelverkäufen nach Buchstaben er- , folgen. Es ist höchste Zeit, daß man sich bei uns endlich vom Schlendrian befreit und vernünftig zu organisieren beginnt. Sonst erleben wir bei der Stempelung der Noten, was wir beim gänzlich planlosen Verkauf der" Nahrungsmittel früher mitmachten. L. L. stinrmung ist völlig auf dem Papier stehen geblieben, nur ein kleiner Teil der Effekten gelangte zur Registrierung: Darnach wäre also die Mehrheit' der übrigen Effekten ebenso annulliert, wie es die Staatsanlei-. h e it grundsätzlich sind. Trotzdem und obwohl die Börsen geschlossen sind, findet ein lebhafte? Handel in Wertpapieren und Valuten statt, an dem aber weniger die Bauten, als kleinere Einzelhändler beteiligt sind." _ Börse für landwirtschaftliche Produkte. Wien, 1. März. (Orig.-Ver.) Die Marktlage im heimischen Verkehr , hat im Wochenlause eine weitere Verschlechterung erfahren. Auch der heutige Wochcumarktnahm den erwarteten tust- -und leblosen Verlauf. Die wahrungspolittsche Uedergangsperiode, in der wir uns befinden, ermöglicht derzeit keine Bezüge aus den Nachbarstaaten, da über die Art der Bezahlung der etwa zu beziehenden Ware Unklarheit herrscht. Die Wiederaufnahme des zwischenstaatlichen Handelsverkehrs wird wohl erst nach Abstempelung der Banknoten möglich sein. Der Konsum ist vorläufig aus die hier befindlichen Nestbestände angewiesen, für welche er sozusagen jeden Preis bewilligt. In Anbetracht der abnormalen Verhältnisseist eine amtliche Preisermittlung derzeit unmöglich. Ans - den Erzeuguugsgebieten liegen nach wte vor günstige Berichte vor. Der Exportzoll für Diamanten erhöht. Haag, l. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Im fiib* asrikantichen Parlament ist beantragt worden, zur Förderung der Diamaiummdustrie den E x v o r t z o l l für Diama »te«' a u f 10 P r o z e n t z u e r h ö h e n. Das Bankwesen Im Staat der Kommunisten. B erlin, 27. Februar. Dr. Hübenrr schreibt in der Korrespondenz der Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin über dis rufsisch-bolschewikifche Wirtschaftspraxis. Seine Darlegungen beruhen aus eigenen Beobachtungen. Sehr Interessantes berichtet er über die Banken: „Die (russischen) Banken haben seit der Begründung der Herrschaft des Bolschewisnius den industriellen Handels- und Verkehrsunternehmungen, die vordem ihre Kunden wargn, sehr bald die Guthaben zum Zweck der Lohnzahlungen ausliefern müssen. Sie mußten dann oh ne Rücksicht auf die Kreditwürdigkeit Kredite aus eigenen und fremden Mitteln geben. Nachdem ihre eigenen Mittel und ihr eigener Kredit erschöpft waren, erhielten sie die erforderlichen Geldmittel von der Volksbank, die ihrerseits ausschließlich mit der Notenpresse arbeitete. Daher gibt es' keine einzige Ban? von Bedeutung, die nicht in hohem Maße überschuldet wäre. Ihre Forderungen an die Kunden sind durchaus unein bring bar, 'während ihre Verbindlich ketten an ihre Einleger und an die Volksbank unbestreitbar sind. Die Finanzierung der Industrie ist die einzige Aufgabe, die den Banken verblieben ist. Insbesondere ist ihnen der Handel mit Wertpapieren und, Valuta streng-verboten. Valutahandel ist sogar mit Todesstrafe bedroht' und gelegentlich auch bestraft worden. Die bolschpwi kische Regierung hat bisher noch nicht grundsätzlich sämtliche Wertpapiere außer Kraft gesetzt. Aber sic hat sämtliche Staatsanleihen mit Ausnahme der von ihr selbst aufgelegten Freiheitsanleihe kurzerhand annulliert. Sie hat ferner die Zahlung von Coupons, Zinsen und Dividenden verboten, und dieses Verbot wird auch wirklich beachtet. Schließlich hat sie angeordnet, daß alle Wertpapierbesitzer ihren Besitz amtlich registrieren lassen sollten; nicht i registrierte, Werte, wurden annulliert, D.W Be- . Die Wiener BL allen im Kriege. Unter diesem Titel ist im Verlage von Alfred Holder eine aufschlußreiche Broschüre von -Dr. Leo S onnenschein hcrgusgekommen. Der Ver- - fast er entwickelt in übersichllicher Weise btc Bilanzen der Wiener Banken während des Krieges. Er zeigt, wie trotz der wachsenden Brnlogewmne dre Reingewinne prozenmell zurückgingen. Den Hauptnutzen aus dm Bankgeschäften habe infolge der nmen Steuern der S t a a t bereits im vorvorigm Geschäftsjahr gezogen. Bemerkenswert ist, daß die» Kontokorrentzinfen alle Einnahmen aus sonstigen Zinsen überwogen, da das kommerzielle Rimessenmaterial bedeutend zurückgegangen war; auch die Einnahme aus Provisionen blieb verhälmismaßig gering. Dagegen entwickelte sich das Effektenkonto, doch weist der Verfasser den BorwUlff der „Spekulationsbaukcn" als unbegründet zurück. Eine Reihe von sorgfältig ausgearbeiteten Tabellen rllustriert derrJnhalt der sehr lesenswerten Schrift, in welcher aktuelleBauk- Probleme eine sachliche Besprechung finden. , H andelskammerkurse. Die am 24. Februar begonnenen Handelskämmerkurse zur wirtschaftlichen Weiterbildung, insbesondere auch die neuen Sonderkurse, für technis che Berufe erfreuen sich eines so , außerordentlichen Zuspruches an Hörem — insgesamt erfolgten über 1500 Anmeldungen — daß e8 notwmdig wurde, einzelne Vortragsreihen in zwei Mb mehr ParalleUarie zu stellen. Für btt Buchhaltungskurse der Herren Direktor Goldberger, Direktor Kohn und Professor Sch i gut. sowie für den Textilkürs Professor Stanzels könnm.wegm Ueberfüllung keine weiteren Anmeldungen angenommen werden. Für diejenigen Hörer Professor Stanzels, sie der Vorbesprechung am 21. Februar nicht beiwohnen konnten oder die sich erst nachträglich angemeldet haben, wird nach Ostern ein eigeuer Textilkurs veranstaltet werden. Verkehr in Alteisen. Amtlich wird verlautbart: Die bisherigen Vorschriften für den Verkehr in Meisen, das hauptsächllch von dm Stahlwerken verarbeitet wird, bleibm nach ««er im Staatsgesetzblatt kundgemachtm Bollzugsanweii'ung im Intereffe einer entsprechenden PreisgestalMng auch während der liebergangszeit sin wesentlichen in Geltung. Der Einkauf hat hremach nicht unmittelbar durch die Stahlwerke, sondem an Stelle der bisherigen „Atteisenkommission" nunmehr unter Vermittlrmg des ^Alteisen-Wirtschaftsausschusses^ zu geschehen. Der Wirtschastsausschüß ist aus Vertretern wichttger eisenverarbeitender Betriebe'' als Verkäufer von Alteisen und aus Vertretern der Stahlwerke . zusammengesetzt. An Stelle der einseitigen Preisfestsetzung durch ein mehr oder minder vollständiges Cinkaufskartell der Stahlwerke, wie es bis zum Kriege bestand, soll die Preisbestimmmtg durch dm aus Vertretem beider Gruppm zusammmgesetzten Wirtschaftsausschuß beider Gruppen erfolgen Die deutsche - Textilindustrie im Kriege. Hofrat BAtner in Berlin führte anläßlich der Nemegelung der Textilbewirtschaftuug folgendes aus: Nach Aufhören der ttalimischm Einfuhr im Mai 1915 waren nur 600.000 Ballen Baumwolle vorhanden bei einem Friedensverbrauch von 2 Millionen. Damit mußte während des Krieges gewirtschastet werden. Außerdem wurden im Friedm jährlich 1 Million Tonnen Fasern verarbeitet. Demgegenüber erbnngt die heimische W o ll s ch u r jährlich 7000 Tonnm, die Flachsernte 20.000 Tonnm, die H a n f e r n t e 2000 Tonnm. Die Verarbeitung von Lumpen ergab währmd 'des Krieges an K u.n st b a u m w o l l e 33.000 Tonnen und au. K u n st w o l l e 25.000 Tonnen. Die N e s s e l f a s er lieferte 1918 -200, die Tor s s a s e r 2000. die D i st e l 100, die S t a v e l f a s e r Produktion dagegen bereits 7000 Tonnen. Die ganze Selbsterzeugung deckte also nur 3 Prozent des Friedens- Verbrauches. Bei der Verarbeitung hennischer Pflanzmsasem müsiea noch weitere Erfahrungen gesammelt weKen, doch sei wahrscheinlich nur die Produktion der S i a p e l f a s e r vorr größerer Bedeutung. Amerika hat die kleinsten Schulde«. Die britischen Staatsschulden sind im Laufe des Krieges" von 650 auf 6418 Millionen Pfund Sterling gestiegen, die d e u t s ch e n von 240 aus 8300 Millionen Pfund und die a m e r i 1 a n i i ch e n von 204 aus 5000 Million ttt. Bei England und Amerika nmß mg.n die D a r l e h e n, die diese an ihre Verbündeten gewährt haben, in A b z u g bringen. Die Darlehen Englands betragen 1683'5 Millionen/ wovon 568 Millionen ans Nußlan d, 425 Millionen aus F r a n k r e r ch, 345 Millionen ans Italien und 127 Millionen aus die andere n Verbündeten sowie 218'5 Millionen Pfund yuf die K o l o n i e n entfallen. Die Vereinigten Staaten haben an Darlehen insgesamt 1717'1 Millionen gewährt, davon konunen auf England 835'3 Millionen, aus F r a n k r e i ch 387'28 Millionen, auf 11 alien 262 Milli-. onen, auf R u ß l a n d 65 Mrllionen, auf B e l g i e n 60'53 Millionen und auf Griechenland 7'91 Mruioueu. England und Frankreich sind also an Amerika sehr stark verschuldet. In der nächsten Zeit wird sich die Gcsamtsnmme der a m e r i k a n i s/ü) e n Kredite voraussichlüch aus 2000 Millionen erhöhen, so daß nach allen Abzügen die v e r b l e i h e.n d e Schuld A m e r i k a S sich aus 2600 Millionen belaufen wird, welcher Betrag, verglichen mit dm Schulden der übrigen Staaten, der k l e i n st c ist. Vom amerikanischen Petroleummarkt. A»> 3!. Oktober 1918 setzte die Standard Orl Co. os New-?-ork dc,l Preis für Raffinade in Barrels um 1 *U Cent ans 17V* Cmtd Lro Gallone (jwutf.,