Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1919-02-27 · Heft 40 (27.2.1919) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 40 (27.2.1919)
Date
1919-02-27
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2979076-2979077-2979117--00335-2985616
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Wiener Morgenzertnng 27. Februar 1919 Nr. 40' Lebensmittel und Munition in der Slowakei lic|i1]lup;il|iiit. Praer, 86. Februar. (Tel. der »Wr. Morgenztg.") Die ^Narodni Listh" meldet: Das Präger Wucheramt entsendet» ln die Slowakei eine Reihe von Beamten, denen es gelang, bedeutende Vorräte von Spiritus, Mehl, Kartoffeln, Stoffen und Munition, welche zum Transport nach A n g a r n bereit waren, sicherzuftellen. Es wurden Millionenwerte beschlagnahmt, und zwar in L o s o n e z bei der Firma Herzer & Kohn 6000 Hektoliter Spiritus, welcher zur Ausfuhr über die Grenze bereitftand, ferner 8690 Hektoliter Rohstoff zur Erzeugung von Spiritus. Bei der Firma Wohl-Adlen wurden 122.900 Hektoliter Spiritus-Rohstoffe beschlagnahmt. In der Textilfabrik Opatova wurden für drei Millionen Baumwolle, die jedenfalls für Budapest bestimmt war, vorgefunden. In Preßburg wurden bei der Lager-Aktien isfellschaft für eine Million Zu t'e f Ü ck e sichergestellt und anderswo noch für eine halbe Million. Rach eifrigem Suchen wurden an verschiedenen Stellen 1000 Liter Spiritus und 140 Säcke Kartoffelmehl beschlagnahmt, ferner bei der Firma Roth A.-G. 20 Millionen Patronen und 30 Waggons diverse Munition, wovon sofort fünf Millionen Patronen dem Militärkommando Übergehen wurden. Weiters bei K. Wein in Kesmark 32.000 Meter Leinwand und diverse Leinenwaren im Werte von einer Million Kronen. Aurückgehalten wurden endlich versandtbereite fünf Waggons Messing und fünf Waggons Blei. Bei verschiedenen Privatleuten wurden 3,660.000 Militürpatronen beschlagnahmt. Seite 2 Wien. Donnerstag Die Wahlreform der Wiener Iudengemeinde. Bon Dr. Jakob Ehrlich. Mitglied des KultuSvorstandS. Die Bedeutung der Kultusgemeinden für Judentum Ist erst vor nicht langer Zeit vollständig erfaßt worden. Denn die jüdische Oeffentlichkeit sah die Kulturgemeinde bloß so. wie sie ist, und machte sich über deren Entwicklungsmöglichkeiten keine Gedanken; und so war eS natürlich, daß das Interesse für diese einzige jüdische Organisation öffentlich-rechtlichen Charakters nur auf einen kleinen Kreis beschränkt blieb. Der sollte sich auch wegen eines KmtuSdorstands aufregen, der sich damit begnügte, Stipendien und Almosen zu verteilen, Rabbiner und Lehrer anzustellen. Bethäuser zu erhalten oder zu unterstützen, im übrigen aber Gott einen guten Mann sein ließ! Und so braucht man sich nicht zu wundern, wenn bei einer Neuwahl des Vorstands in der großen Diener Judengemeinde kaum hundert Wähler an vcr Urne erschienen und im übrigen dieses Ereignis auch in der jüdischen Oeffentlichkeit vollständig unbemerkt blieb. Erst beim zweiten Zionistenkongreß wurde die Aufmerksamkeit der nationalen Juden auf die Wichtigkeit der jüdischen Gemeinden gelenkt; erst damals — also vor nicht ganz zwanzig Jahren — gab Theodor Herzl die Parole von der Eroberung der Kultusgemeinden aus, ^rnd erst von diesem Zeitpunkt an erfaßt baS Interesse für die jüdische Gemeinde immer weitere Kreise, wird der Ruf nach Demokratisierung der Kultusgemeinden immer stürmischer, wird das Verlangen nach Umwandlung der rein konfessionellen Gemeinde in eine jüdische Volksgemeinde immer lauter und lebhafter. Hand in Hand mit diesem Verlangen ging stets die Forderung nach einer radikalen Reform des Wahlrechts. Diese Forderung stößt auch heute noch auf einen geradezu böswilligen Widerstand der Majorität des Wiener Kultus- Vorstands. Di« offiziellen Kandidaten dieser Körperschaft haben zwar schon bei den Wahlkämpfen der letzten Jahre wiederholt versprochen, für eine Erweiterung deS Wahlrechts einzutreten, dieses Versprechen ist aber niemals eingehalten worden. Auch in den stürmischen November-Revolutionstagen hat der Kultusvorstand — allerdings mehr aus Furcht, als einer besseren Einsicht folgend — mit dem jüdischen Nationalrat einen förmlichen Pakt geschlossen und in unzweideutiger Weise die Reform deS Wahlrechtauf demokratischer Grundlage zugesagt. Aber auch diese Zusage wurde nicht eintzelöst. Gestern wurde endlich den Mitgliedern deS Wiener KuktuSvorstandeS ein vom Bertreterkollegium beschlossener Wahlreformentwurf zugestellt, der Gegenstand der Beratung der heutigen Plenarsitzung deS Kultusvorstandes sein soll. Wäre dieser Entwurf schon vor Jahren für unS vollständig »«annehmbar und undiskutabel gewesen, muß er nach den gewaltigen Umwälzungen der letzten Monate und nach der Demokratisierung aller öffentlichen Einrichtungen geradezu als eine beabsichtigte Herausforderung angesehen werden. AuS jeder Zeile diese- Entwurfes spricht die unverhüllte, nackte Reaktion, der Geist dieses Entwurfes ist plutokratisch, antisozial und antijüdisch. Sieht man von der Einführung des Verhältniswahlrechtes ab, ist nicht nur keine jener Forderungen erfüllt worben, die an ein demokratisches Wahlrecht gestellt werden müssen, sondern der vorgelegte Entwurf zeigt sich nach manchen Richtungen noch als eine Verschlechterung der gegenwärtigen unhaltbaren und höchst rückständigen Wohlordnung. Im Haß gegen das Judentum des Ostens konkurriert der Entwurf mit dem Antisemitismus strengster Observanz. War bisher jedes Verneindemitglied ohne Rücksicht auf seine Staatsangehörigkeit Wähler, sofern von ihm die Kultussteuer entrichtet wurde, wird das Wahlrecht nunmehr mit einer geringen, von Wahlperiode zu Wahlperiode immer bedeutungsloser werdenden Ausnahme nur den deutschösterreichischen Staatsbürgern zu» erkannt. Mit anderen Dorten: Diejenigen Juden, die nicht Deutschösterreicher sind, zahlen zwar Kultussteuer, und mitunter sehr hohe Beträge, und sind Mitglieder der Gemeinde, deS Wahlrechtes aber werden sie als unwürdig befunden. Diese Bestimmung erklärt sich nur auS der Ueberhebung gewisser assimilatorischer jüdischer Kreise, die im Juden deS -Ost.nZ nicht den Stammesbruder, sondern den läs izen Fremden sehen, den man zwar je nach den Verhältnissen beschenkt oder besteuert, den man aber als gleichberechtigtes Mitglied in die jüdische Gemeinschaft aufzunehmen nicht geneigt ist. Während wir das allgemeine und gleiche Wahlrecht für alle eigenberechtigten Mitglieder der Gemeinde (Männer und Frauen) verlangen, knüpft der Entwurf das Wahlrecht nicht bloß an die Zahlung einer Kultussteuer, sondern spricht es auch bloß demjenigen zu, der mit der Entrichtung dieser Steuer in den letzten zwei, dem Jahr der Wahl vorausgegangenen Verwaltungsjahren nicht im Rückstand ist. Das Wahlrecht wird also ganz abgesehen von der Steuerentrichtung noch an eine dreijährige Seßhaftigkeit geknüpft. Wer beispielsweise jhi Klosterneuburg 30 Jahre Kultussteuer gezahlt hat und dann nach Wien übersiedelt, muß dort erst 3 Jahre «oohnen und Kultussteuer zahlen, bevor er der Ehre teilhaftig werden kann, die Verfasser dieses Entwurfes zu Kultusvorstehern wählen zu dürfen. Einen besonders strengen Maßstab legt der Entwurf an bas Wahlrecht der Frauen an. Sie müssen nicht bloß durch dieselbe ßeit wie die Männer Kultussteuer zahlen, sondern überdies noch eine staatliche Erwerbs- oder Einkommensteuer. Ein Mädchen beispielsweise, dessen Einkommen nich» der Haushaltung ihres Vaters zuflteßt und deshalb abgesondert der Einkommensteuer unterliegt, kann unter gewissen Voraussetzungen Wählerin werden. Ist aber daS Umgekehrte der Fall, verliert sie die Fähigkeit, Kultus;^»ieinde- Wählerin zu sein. Wahrhaftig eine ebenso gerechte geistvolle Unterscheidung. Während also der Entwurf allenthalben daS Wahlrecht einschränkt und die Zahl der Wähler mit allen mögli^en Mittelchen zu verkleinern sucht, nimmt er sich andererseits \ einer bevorzugten Wähler klaffe in sehr liebevoll e r W e i se a n, nä nlich der sogenannten Höher best« uerten — daS sind die mehr als 200 Kronen zahlenden Steuerträger — faßt sie in der besonderen Kurie der Höherbesteuerten zusammen, überläßt dieser Kurie zehn von vierzig zu besetzenden Mandaten und gibt den Angehörigen dieser Kurie sogar ein Pluralwahlrecht, indem er sie auch in der allgemeinen Shitie aller Wähler mitwählen läßt. Diese- Privilegienwahlrecht, für daS eS keine andere Erklärung als die Hochachtung vor dem Geldsack gibt, muß unbedingt fallen. Wollen unS die Herren zum Gespött der ganzen Welt machen? Diesem Tanz um dar goldene Kalb muß ein Ende gemacht werden, und auch die nicht national gesinnten einsichtigeren Mitglieder de- KultuSvorstands werden hoffentlich begreifen, daß man eine jüdische Gemeinde nicht nach den Gesichtspunkten einer Aktiengesellschaft verwalten kannj Bon der Wählbarkeit 'werden alle Rabbiner, Lehrer und sonstige Gemeindebeamte ausgeschlossen, ja sogar alle Rabbiner und Beamte der VethauSvereine. Dies ist der protzig« Standpunkt eines Dorfpaschas: ,Men wir bezahlen, der hat nichts zu reden." Daß ein von solchem Geist erfüllter Entwurf auch die Frauen von der Wählbarkeit auSschlie ßt, braucht un» also nicht wunder zu nehmen. Die Frauen sitzen zwar heute in allen öffentlichen Vertretungskörpern, und die Mitarbeit der Fraugn wäre gerade im Kultusvorstand auf dem Gebiet der sozialen Fürsorge und Jugenderziehung äußerst erwünscht. Der Entwurf aber schließt sie von der Wählbarkeit auS, und man kann begierig fein, zu hören, auS welchen Gründen dies geschieht. Diese Stichproben genügen, um zu zeigen, welcher Geist in diesem Entwurf herrscht. Eine Auseinandersetzung über diesen Entwurf ist vollständig unmöglich, und eS ist undenkbar, daß er zum Beschluß erhoben wird. Die zionistischen Mitglieder deS Kultusvorstands werden diesem Entwurf den schärfsten Widerstand entgegensetzen, und mit ihnen jedermann, dem nicht daS Gefühl für die Würde deS Juden» tumS Vollständig verlorengegangen ist. PoMsche^imd'chau. Polnische Dementis. DaS Preßbureau der Wiener polnischen Ges>'".dtschast dementiert die kürzlich von den Blättern veröffentlichte Nachricht von einem Judenpogrom in Wieliczka, laut welcher 11 Juden verwundet und einem mittels Salzsäure die Augen ausgebrannt worden sein sollen. Laut dieses Berichtes hätten sich an dem Pogrom organisierte Arbeiter beteilmgt und einen auf 300.000 Kronen zu beziffernden Schaden verursacht. Daß Preßbureau stellt auf Gmnd eines der Wiener polnischen Gesandckchaft von der galizischen NegierungSkommission zugegangrnen RadiotlegrammS auS Krakau fest, daß die Meldung den Tatsachen nicht entspreche. ES hätten anläßlich einer in Wieliczka vorgenommenen Musterung kleine Exzesse stattgesnnden, an denen sich außer den Srellungsp süchtigen auch unnch ge Elemente er' den niedrigsten Volksschichten beteiligten, wobei einige jüdische Geschäfte teilwt'se geplündert worden seien, niemand aber verwund^ wurde. Dir Urheber der Exzesie seien sofort verhaftet und dem Gericht überstellt worden. Nach allen Ereigmsien seit dem Beginn der polnischen Selüsiänd gkeit w«rd man gut tun, Richtigstellungen der galizischen R.g'eruiigökommtssion mit einiger Vorsicht auszunehmen. Auch gehört eS zu deu Eigentümlichkeiten der polnischen Dementirrungskunst. die E.e.gnisse zuerst abzuschwächen und schließlich die moralisch« Schuld den betrosienen Juden auszubürden. So berichtet das Krakauer Radiogramm weiter, der Anlaß zu den Ausschreitungen von Wieliczka sei in dem Umstand zu suchen, daß jüdische Stellringspflichtige vor der Assemierungstomimssion mcht erschienen seien. Wir wissen nicht, wie eS sich damit vnhäl', verstehen auch nicht, wie — die Richtigkeit dieser Angaben voraus floVjt — feer Mob am Strllmigtztage selbst in die Lage kommen soll, die Präsentierung der StelluliBp süchtigen zu kontrollieren und sogleich in seiner Weise gegen jene, die sich nicht gestellt haben, „Stellung" zu nehmen. Andererseits möchte man unschwer begreifen, daß die Juden in Polen nach der Lage der Dinge und nachdem sie alle Kciegsleiden zur Genüge auSgekostet haben, dermalen wenig Lust haben, in die Reihen der polnischen Armee zu treten, die ihre Lorbeeren in dem Krieg gegen jüdische Mädchen und Greise holt. Wir meinen, daß es Pflicht der Regierung wäre, zunächst für eine wirlliche Disziplinierung ihrer Truppen zu sorgen, bevor man an die Schaffung bedeutender militärischer Kontingente schreite. Dies wäre die erste Bedingung in einem Lande, wo das Gift eines gewalttätigen Antisemitismus das ganze Land zu durchfresien droht. Wie eS damit bestellt ist, geht aus einem Warschauer Bericht der „Pologne Libre" hervor. Dort hat sich, so meldet das Blatt, eine neue Gesellschaft „Die Macht der Einheit" konstituiert, deren Hauptzweck „die systematische Entjudung Polens" bildet. Ihre Mitglieder sollen den polnischen Handel fördern und eine Bohkottpropaganda gegen jüdische Geschäfte führen, ihre Kinder nicht in Schulen schicken, di | von Juden besucht werden und dergleichen schöne Dinge mehr! Es läge wahrlich im Interesse Polens, daß die verantwortlichen , Führer der Polen der Entfaltung eines Chauvinismus zu steuern^, suchten, der das Gegenteil zu jeglicher Demokratie ist und schließ-* llch in Exzessen endet, die nicht nur Sicherheit und Leben des jüdischen Bürgers bedroht, sondern auch für das Gedeihen befr polnischen Staates gewiß nicht von Vorteil sein kann. Scheidemann über Deutschlands Politik. Deo Ministerpräsident Scheidemann gewährte einem 25«»} tretet der Aaence Centrale eine Unterredung und äußerte sich über die auswärtige und innere Politik folgendermaßen: Die wichtigsten Gesetzesvorlagen der provisorischen; Nationalversammlung, das Kreditgesetz, die Einsetzung einer legalen, vom BolkSwillen getragenen Regierung sind ohne Schwierigkeiten erledigt. Daraus kann man den Schluß ziehen, daß die Nationalversammlung als Mechanismus funktioniert.. Die Opposition von rechts und links muß sich notgedrungen der! Mehrheitskoalition fügen. Die Mehrheitskoalition zu sprengen, ist! meines Erachtens in absehbarer Zeit nicht möglich. Obwohl dw! rechte Seite mit ihrer Interpellation Heinze schon den Ver-i such einer Opposition machte, konnte sie dies nicht erreichen, im Gegentell^sie verhalf nur 'E r z b e r g e r zu einer erfolgreiche» Abwehr. WaS hilft unsere ehrlichste Demokratie und unser ernster, sozialer Geist, wenn alleAnstrengungen Deutschlands, in die Reihe der Weltvölker z» gelangen, nutzlos sind. Wenn eS zu unserem Z u*. sammenbruch kommen sollte, so müßte mit uns auch die Zukunft Europas begraben werden. Auf unserer National-! Versammlung lastet daher eine schwerere Verantwort t u n g, als auf der Frankfurter Nationalversammlung oder aus der konstituierenden Versammlung auf der französischen Revolution. Unsere Nationalversammlung wird sich jetzt auf kurze, Zeit vertagen und erst dann wieder »usammentreten, wenn dw Nationen den endgültigen Berfassungsentwurs geprüft haben.Mir kommen dann in den nächsten Wochen zur Hauptaufgabe, welche die Nationalversammlung zu verrichten hat, uns die Verfassung zu geben. Unterdessen muß sich die auswärtige Lage unseres Landes in der Politik klären. Es wird sich zeigen, ob unsere Gegner nach Unterzeichnung des letzten Vertrages endlich in Friedensverhandlungen eintreten wollen, ob sie bereit sind die Blockade gegen Deutschland aufz u h e b e n, und uns in großzügiger Weise mit Waren, Rohstoffen und Nahrungsmitteln zu versorgen. Leider zeigt sich bei Frankreich noch immer die Neigung zu N a ch e g e l ü st e n. Allein auch bei unseren Feinden wird man für die rasche Herbei? sührung des Friedensorgen müssen, denn schon d a S A t t e it* tatautClemenceau, dessen nähere Umstünde ich jedoch. nicht k'wnk, beweist jedenfalls, daß auch unsere Feinde den' jetzigen Zustand nicht mehr länger ertragen. Volkszählung in der Slowakei. Laut eil,er Verordnung der tschcckio-slowakischen Regierung wird in der S l o w a k e i eine Volkszählung durchgeführt werden,! bei der hauptsächlich d.r jetzige Name und Vorname sowie betj Name mid Vorname vor der letzten Veränderung, das Geschlecht, der Familienstand, Geburtsort, das Aller, die Nationalität. die Sprachkenninisie, Religion Bildung, der Militärdienst, die Beteiligung am Krieg, die Invalidität, die richtigen Namen der Gemeinden in slowakischer Sprache und die Zeit der Einführung der magyarischen Sprache in die Aemter, Schulen und Klichen festge cllt werden sollen. Es ist zu erwarten, daß die jüdische Bevölkerung d« Slowakei bei der Volkszählung ein einmütiges Bekenntnis zur jüdischen Nation .ablegen wird, daS ihr durch den Minister S r o b a r ohnedies schon nahrgelegt wurde. Ju der Slowakei lebt ungefähr eine Viertclnullivn Juden, die sich nur durch nationalen Zusamm"nsch!nß in ihren Posik-.onen halten können wird. War schon die frühere m.igyarisierende Politik ihrer Führer m öcrmte.N, so wäre imttr den heustgrn Verhältnissen em halten an itvollends cm Wahnsinn.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.