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Wiener Morgenzeitung · 1919-02-09 · Heft 22 (9.2.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 22 (9.2.1919)
Date
1919-02-09
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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j^eite 6 SBieti, Sonntag , , Mß .... . Letzte Nachrichten. m tri»'.* ■ "i-.ut.1,.im >> >UM Der Volkswirt. X Für Kohlen aus Deutschland. , 7' Morgen b-^rbcn sich StaatZsckretar Zerdik und der Infcittaatsfc?rctäf tiirVerkchrswesen Ing. Ritter v. E -n d e r e s n Begleitung des Oberbergrates Dr. Kloß und des Baurates <ng. K 0 s ch r a l e i nach Berlin, um wegen einer stärkeren cohlenvcrsoraung Deutsck'ästerreichs mit den Negirnmgsstellen in ßerlin die erforderlichen Verhandlungen -n pflegen. IhreNiicktchr- ^rfte Donnerstag erfolgen. - Demission der deutschen Staatssekretäre. L Weimar» Februar. (Tel. der ^Wr. Morgemtg.*) sämtliche Staatssekretäre haben ihr Amt den Volks- ^eaufiragteu 5 n r V e r f ü g u n g ge st c l l t, nm die Bildung »ner parlamentarischen Regieümg zu ermöglichen. . . . Taft gegen Deutschland. ' Amsterdam, 8. Februar. „Allgemcen Handelsblad" zufolg; jillär-e Taft aus dem von 8000 Delegierten besuchten Kongreß jrr „8 i 0 a n r Er^wirlgung des Friede ns", »er Knüppel niüsse über Deutschland gehalten werden. Der Wcltriede hänge vom Völkerbund ab. Das Mißlingen des Bundes' ^ürde den Krieg bedeuten. . Das Schicksal Klrrgenfurts und Fiumes. / Bern, 8. Fabruar.' (Meldung der Tel.-Comp.) Die ^alienische Regierung hat gegenüber den jugoslawischen Ansprüchen auf Südkärnten durch ihre Pariser Delegation die Erklärung abgegeben,' daß' Klagcnfurt Md Villach v!S Schlüsselpunkte der italienischen Vexe Endungen nlir dem deutschösterreichischen Hmterlande irnter' keinen Umständen deni' jugoslawischen Staate 'rngegliedert werden dürfen. Die Nachricht, daß der ßriegZrat der Alliierten die Räumung Fiumes von )er italienischen Besatzung befohlen habe, ist frei erkunden. Fiume bleibt bis zur Entscheidung der Frage, ob es Italien angegliedert, oder als freie Handelsstadt Mter den Schutz Italiens gestellt werden soll, dem italienischen Militärkommando anvertraut. Generalstreik in Kasch au. / Budapest, 8. Februar. (Del. der „Wiener Morgen- Leitung".) Der Streik, der ungarischen Beamten und Arbeiterschaft in Weftoberungarn hat nun auch die Stadt Kaschau ergriffen. Seit gestern streikt die gesamte Arbeiterschaft der Stadt. Verwaltung, BahnMnd^'Post find la.h.mgekgt. . ..•::,vv-y.-. .■ . Die Arbeitslosigkeit in Budapest. Budapest, 8. Februar. (Tel. der „Wiener Morgeuzeituug".) In der heute ftattgefundenen konstituierenden Versammlung des Arbeiterrates hielt der Präsident Koloman Verheny eine lange Rede, in der er ausführte, oaß die Negierung Maßregeln getxosfen habe« hie es ermöglichen werden, nach zwei Monaten die Arbeitslosigkeit völlig aufzuheben. 450.000 Arbeiter werden Beschäftigung finden. .... Die EutsuLe erschwert die Demobilisyrmrg. f Paris, 8. Februar (Meldung der Lel.-Comp.) Offiziell wird gemeldete Der interalliierte Oberste Kriegsrat ist Freitag nachmittags «M halb 3 Uhr tm Ministerinnr des Aeußern zu einer Sitzung zusynimengetreten. Den Gegenstand der Beratungen bildeten Gruppen von Fragen von Fragen, und zwar die Festsetzung der Bedingungen für die Verlängerung des Waffenstillstandes mit Deutschland/ wobei festgestellt wurde, daß eine'Anzahl Bedingungen des bisherigen Waf'enstillstandeZ nicht vereinbarungsgemäß * erfüllt wurden; so zürn. Beispiel die Ablieferung des Eisenbahn- 'materials, die Auslieferung der U-Boote und die Ueberfttellung der deutschen Kauffahrteischiffe. Weiters wurde die Frage der Verteilung der alliierten Streitkrafte in den besetzten Gebieten Deutschlands und der Türkei behandelt. ■; . : Die Entente erschwert die Waffenstillstands- Verhandlungen. B.'rlin, 8. Februar. (Meldung der Tel.-Comp.) Wie der Sonderlorrefp. der „B. Z. am Mittags in Weimar erfährt, weigert sich die Entente abermals, den'WaffeysUllstaüd ohne neu; Verhandlungen zu verlängern. Jü-!folgedefsen hat Staatssekretär Gr zb erg er als Vor- ' sitzender der Waffenstillstandskommission an die Entente!die telegraphische Aufforderung gerichtet, die neüenVer- ' Handlungen schon für den 12. d. M. anzubtzraunien, da er -unbedinH verlangen müsse, daß entsprechende Zeit für dm Verhandlungen freibleibe. Es wird fick) auch '.fcei den neuen Verhandlungen um die wichtigsten Fragen, besonders um solche wirtfchaftsicher Art handeln. Wo di; neuen Verhandlungen stattfinden' werden, Längt von Marschall Foch ab. Ein chinesischer Wüterich gerichtet. P.Lrsburg. 8. Februar. (Tel. d. „Wiener Mvrgenszeitung".) Aus Helfingfors wird gemeldet: In Moskau ist in diesen Tagen ein Mord verübt worden, der große politische Nachwirkungen haben dürfte. Tsian-juchnse, der Leiter der chinesischen bolschewistischen Propaganda im äußersten Osten und der Vorstand der chinesischen, Sektion der Kommunisten wurde in dem Augenblick,' als er in einer Versammlung das Wort ergreifen wyltie, getötet. Er übte «ine wahrhafte Diktatur über die Chinesen in Rußland aus. So ließ er vor einiger Zeit in der Umgebung von Petersburg eine Anzahl von Kulis foltern und dann erschießen,, wobei 'et M. -us die chinesischer; MM Wochenschau. In der abgelaufenen Woche stauben die Budgetvorlage, oder besser gesagt, das Budgetdefizit von 1*4 Milliarden für das erste Halbjahr 1019 im Mittelpunkt des Interesses. Die neuest St euer Vorlagen sind von der pryvisorischsn Nationalvcrsämmlung in dritter Lesung.vdrgenommen< Und dem Staate ein Einnahmenplus von ÖOO Millionen bewilligt worden. Wirft hüben es an dieser Stelle schon erklärt und wiederholen es: Das Anziehen der Steuerschraube wird 'zu keiuerSanierungunserer uferlosen ' Finanzverhäktnisse führen. Was wir vor allem nötig habün/isift die gesteigerte Prohn kt io n, die Prodilstipn sieuet W cr ft,. iihöht e Ärbeitsl e iftu it gem auf allen Gebieten des wirtschaftlichen Leberts. Hin m0betnetj zielbew n|tcr Geist muß bei siineü Einzug halten üäd den "des vermoderten, ,Asiösterreichs -überall verdrängen. Wir müssen trachtens so rasch wie Möglich aus der heillosen (11 ehergangstoHrtschaf,t herctutzzükommen. wieder «geordnete' i ' ' Verhältnisse ■- yerzustellen und in miue Fühlu.ng mit dem Auslande zu treten: Was' -unser Finanz- und-Btldgetwesen anlaügt, so gebricht es ihm an 11 eher sich tlichtett und .Klarheit. Diese Mängel Machten sich Mch bei dem 'jetzigen Staatsvoranschlag Dr. Steinwenders peinlich fühlbar. Man findet-sich riür nrit vieler Mühe zurecht,'wenn man überhaupt soweit kymm-en kann; ober um die populärere Phrase zu gebrauchen: man kennt sich in dem unübersichtlichen Ziffernmaterial wieder einmal nicht recht aus; Das Budget sollte jedermann verständlich seinMie es aber jetzt abgefaßt ist, erfordert es, um nur einigsrnraßen verstanden zu werden,. einen tüchtigen, erfahrenen Experten. Die Bevölkerung darf jedoch vor keinö geheimnisvollen Rätsel gestellt, es muß ihr reiner Mein eingeschenkt werden. Mit dieser Methode hat sich bisher die Verwaltung lästige Kritiker vom Halse schaffen wollen. In Oesterreich' vermochte man ja seit jeher nicht das nötige Interesse für die wichtigsten und dringendsten Wirtschaftsprobleme aufzubringen; die Axt und Weise, wie uns Ziffern präsentiert ivurdeu, schreckte auch noch die Wenigen zurück, die sich ernsthaft damit befassen wollten. Das war es jedoch gerade, was die morsche, verknöcherte Flnanzverwaltung wünschte: der einzelne Bürger sollte s i ch n ich t f/a u § fe n nc n"; die anfechtbaren Tatsachen, die ein durchsichtig gehaltenes Budget enthüllt hätte, sollten um jeden Preis verschleiert werden. Nun ist es höchste Zeit, diesem traditionellen Unfug, der. uns schon mehr als einmal unseren Ruf gekostet hat, ein jähes Ende zu bereiten. ..Leider aber (sieht es nicht so aus,, als ob man die alten, berüchtigten Praktiken rasch über Bord werfen . wollte,-'um bas festgeraNnte. Staatsschiff wieder flott- Humachen. Unsere Finanzbehörden scheinen immer, noch der Ansicht zu huldigen, daß es sich um einen Beamten- und Polizeistaat handle und daß jede freie Bewegung nach Möglichkeit gehemmt Und jede Freizügigkeit eingeschnürt werben müsse. Das offenbart sich wieder mit erschreckender Deutlichkeit in dem Bedürfnis, eine Auslandsb rie f zen su r einzuführen, und UM die Sache auch gründlich zu. machen, soll diese Zensur gleich für die Dauer von drei Jahren durchgesetzt werden! Der Zweck dev Uebung ist, die Verschleppung der Vermögen, deck Schmuggel von Kronennoten ins Ausland, Steuerflucht usw. hintanzuhalten. Nun wissen wir recht gut, daß es trotz der strengsten Vorsichtsmaßregeln der mit unbeschränkter Machtfülle ausgestatteten MilitärgewalL unmöglich war, die feindliche Spionage zu verhindern. Ebensowenig wird es der. Briefzensur gelingen, die Umgehungsmethoden jener Element; lahm, zulegen, die den Staat betrügen wollen. Dagegen wird der Zensurapparat 20 Millionen Kronen verschlingen. Mgernein wird jedoch erklärt, daß wir nicht genug haushälterisch verfahren können, daß wir bis zu den äußersten Grenzen sparen müssen. Die Aemter sollen nach Möglichkeit reduziert werden; statt dessen erfolgt eine Mehrbelastung. Wir verausgaben für Beamtengehalte jährlich 1200 Millionen Kronen. Mit diesem echt österreichischen Spezifikum stehen 'wir in dev Welt einzig da. Vielleicht bekommt man einen leisen Begriff von der Bedeutung dieser Summe, wenn man sich vor Augen hält, daß Unsere Gesamteinnahmen nicht viel mehr betragen und daß diese 1200 Millionen un- , gefähr die Hälfte unserer Gesamtausgaben dürstellen. Daraus geht hervor, daß jeder Einw 0 h n e r' Deutschösterreichs, gleichviel, welcher Altersstufe, für den Verwaltungskörper durchschnittlich 200 Kronen pro Jahr zu zahlen hat! Daß unter solchen Umständen die Steuerschraube keirt Ende nehmen kann, ist nur zu begreiflich. Unbedingt nötig wäre, «s, daß die ganze Bevölkerung die Annullierung dieser neuen Last uub durchaus nutzlosen Maßnahme fordert. Uebrigens ist sie doppelt unklug, weil sie auch bas Auslandsgeschäft von uns fortschrecken und uns vor der übrigen Welt, die alle Kriegseinschränknngen aufhebt, wieder einmal gründlich blamieren wird, und außerdem unseren Verkehr mit hem Ausland beträchtlich erschweren muß. Wahrend uns einerseits erhöhte Einkommen- und VerLvauchssteuern aufgebürdet werden sollen und die Lebenshaltung auch innerhalb der bescheidensten Grenzen stets. MerMingliM gMM wird, sinft arch-Mstzits Iwl3 der Wert der Krone unaufhaltsam. Unsere Noten- - zirkUlatiott voN '35l6 Milliarden pro Ende 1918 muß sich inzwischen entsprechend vergrößert haben. Damit picht genügt sollen in kurzer Zeit über 9 Mil-; liarden Kassenscheine der Öesterreichisch-ungaxi- .7 scheu Bank zuö Einlösung gelangen» was einen neuerlichen gewaltigen Kurssturz der Krone und entsprechendes .J. Ernpvrschnellen aller Preise zur Folge habyü müßte, 5 Unsere diesbezüglichen Aussichten für die Zukunft. ge- > stalten sich mit jedem Tag (beängstigender. Vergebe^ sucht man einen Ausiveg aus dem Chäös. Von -mancher ' Seite Mrhe engeregt,, büß. wir gegen eine A'N.lv ih; Am.erikas unseren Bvrtat an amerikauischeu pnd neutralem Wertpapieren an. Ne)v Hork ' berpkündsü müßten, wie dies während des . Krieges : England tat, als es in den Vereinigten l^täaM Sine ' Anleihe -Nach her anderen ciufnahm. Aber ünser ' Besitz 1 an ämerikantschen und neutralen. Effekten ist als hättnismäßtg sehr gering zu veranschlagen;' zum; größeren/Teil liegt er in London, ist also gesperrt. - Auch ist es (sM' fraglich, ob die Besitzer die Papiers Herausgaben , würden. Doch selbst dann wäre' frct£ fit* gebnis Hit it ü be d e u t e n d e S. DagegenverMiftn wir auf die gefjern verössentlichte Meldung aus New Bort'. , D ö ut sch öfter öe ich kau tn er h alte. n. Es verfügi höchstens noch über deutsche Werte und Werte der . früheren Verbündeten, für die die amerikanische Finaü'tz.' wenig (Vorliebe zeigt. Amerika wird nur dnrtit Meid derlei Heu, wenn dagegen reale Werte' in Deutschösterreich verpfändet, würden. Die Meldung spricht von den Wasserkräften, Waldbüständen, Bergwerken, Ei'rnbahnen, soweit sie Eigentum des Staates sind. Das hieße, daß Deruschöstcrreich wirtschaftlich zum Teil in den Besitz der Ainsrikaner überginge. Durch einen größeren Kredit von seiten der Bereinigten Staaten jedhch würde der Wert unserer Valuta bedeutend in die Höhe gehen,-uüd in manchen, hiesigen Kretscn, nicht nur., amerikanischen, erhlickt man gerade darin die einzige Einen Kredit ohne reale Unterlage dürste Möglichkeit einer Sanierung unseres Geldwesens. Das. bis Erwerbung unserer Wasse):- kräfte durch Amerika betrifft, so wären bevLits vor einiger Zeit Gerüchte darüber im Utnlauf. Es ist sehr bemerkenswert, daß trotz unserer finanAielten Schwierigkeiten und det fortschreitenden Wertung der Valuta die Diener Börse, aögesihen. von den beiden letzten Tagen, eine starke Hausse zu verzeichnen hat, die Kürse gewisser Papiere und gerade solcher, hei denM wenig Berechtigung vorzuliegou scheftü, wie zum Beispiel türkische 'Esseften,. sprunghafte in die Höhe schnellten, und manche' Akftou bedeutende. Avancen erzielten. Erfreulich ist jodeufallS das Moment, daß davon die K r ie g s a n l e i h e n. prositjeptert, die sich um mehrere Prozent bessex-ten und gcsestigt Das wird gewiß zur Beruhigung beitragen, die in der letzten Zeit ■ 'Erfahrungen.,machten.' Aber oigeütl'»; srph werden kannman über .djese. allgemine.... .. böw^gUng nicht. Manche führen sie aus die vcrstzhU-' licherü Haltung per Entent«, auf die von Wilson vorgeschlagenen Milderungen, aus die Möglichkeit der Auf-, nahm^ Deutschlands "in den Völkerbund aus dtp. sest'e.re Haltung Berlins und Budapests, auf daN möglichert Anschluß Deutschösterreichs än Deutschland. zurück. Wir jedoch erblicken in dieser Hausse nur eine künstliche, Auf bausch u » g. Alles hat vor der entwertete» .Krone die Flucht ergriffen, wirft sie aus Angst vor wailerer Entwertung, zum Teil auch, um Steuern zu umgehen, auf dTü Markt, der von Banknoten überflutet wird, da für das Geld sonst wenig oder gar kttne Jnrestitiouömö glich ketten vorhanden sind. Die Kurse steigen, die Püpisre, besonders SpekulattonStverte, werben stLtü mehr gefragt, und für den Augenbltck» köNüte der Äichleiugewsihte den Eindruck empfangen, inmitten einer gedeihlichön, nicht gut entwickelteu, ausstetgendeu Völkö-- Wirtschaft zu stehen. IN Wirklichkeit über handelt cZ sich um ein Gebäudis aus Papier mach6, um eiu Kartenhaus, das sin Windstoß umblasen kann. Lix leben in einem besiegten Latkdo nnb liSßm wir uns durch die gegenwärtige Börseuhauiw.liaLbmegs gesunde VerhältmssS. vorspiegeln/ -so wären wir nur -Letro^me Betrüßsr. Im Gegenteil: dir 'Äuswärtsbewegung zerrt Unsere ungesunden Verhältnisse kraß ans Tageslicht, sie zeigt mehr als alles andere, ebenso wie in Tschechien, das gänzlich gesunkene Vertrauen des Publikums Zue Krone und somit zur,ganzen Wirtschast; sie ist ein neuer Mahner, daß es Höchsts Zeit ist, mit dem Wiederaufbau und der Sanierung tatkräftig anzufangen. Das möge sich unsere Finattzvertvaltung, auch die fammcnfce, vor Augen halten. ,, . L. 3. Liquidation der OefterrelcWchen Oel- und Fettzenttale Tlktiengesellschast. Am 5. Februar fand in der niederöstcrreichischen Handels^ und Gewerbetammer die Ul, ordentliche Generalversannntuug her' Orfterreichischen Oelnnv Fettzentratt Aktiengesellschaft nach, bei der fast das gesamte Aktienkapital vertreten war. Der Tätigkeits-. bericht der Zentrale weist eineWilauvümnte von K 80,lÜ2.1L-i'5tt aus. Der Stand dev Bankuno Buchschnlden betrug am Kl.' August IY16 K 78,746.000*76, denen Ausicustaude int Betrag von 8.28^849.681*98 gegeMbörstaudrn. Der GebatungslibetschüU beträgt!< 997.921*86. Der Beendigmrg des Krieges sowie der politischen Umwälzung Nechuuug tragertd, stellte dev Berwaltungsvat den Antrag, d:e Gesellschaft mtt 15. Februar 1913 beguMend Zm Auslösung zu brinaen, was einstimmig angenommen wurde. Zu LtMdatprch wuchry^ hw. Mherigen rausmännifcheu Letler de, Zentrale, die Herren Hemrich Hille und Dr. Julius-Pompe sowie als Demeter der tschechö-slowakischen Mion-re HerÜKÄ- Zaluda. Dwektor her Finna -Monopol" Kerzen- und ©1 . briken, JuntzbUMlüth'

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