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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1908-03-01 · Heft 3 (1.3.1908) · p. Seite 72

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
27 (1908)
Issue
Heft 3 (1.3.1908)
Date
1908-03-01
Page
Seite 72 (sequence 26)
Language
German
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72 Bedeutung Davids ganz zu würdigen.. Ein besonderer Vorzug der Darstellung aber ist es, daß sie stets von den Quellen, in erster Linie also von der Bibel, ansgeht und den Leser lehrt, aus der Überlieferung ein einheitliches, historisch wahres, stets Lebensvolles Bild dieses großen Mannes zu gewinnen. - Das Alte Testam ent in De r M ischn a. Von Di-. 'Georg Archer. «Biblische Studien, XI. Band, 4., Heft.» gr. 8°. <\VJJ! und 182> Freiburg 1906, Herdersche Verlagshandlung. Mark 4.60. Über alexandrinifche Schriftforschung sind wir hauptsächlich unterrichtet durch Siegfrieds Pbilo von Alexandria. Die vorliegende Arbeit versucht zum erstenmal .die palästinensische Schriftgelehrsamkeit der ersten zwei nachchristlichen Jahrhunderte, soweit sie in dem Gesetzeskodex der Mischna vertreten ist, zn beleuchten. Sie verbreitet sich eingehend über die Schriftanwendung und Schriftauslegung der Rabbiner. In einem kurzen ersten Teil ist die Stellung der Mischna zum Schriftkanon behandelt. Der Verfasser will mit seiner Studie christlichen Theologen Vorarbeiten zu einer Darstellung der Hermeneutik der neutestamentlichen Schriftsteller liefern. — Im Verlage von Maemillau and Co. in London 1907 ist erschienen: Israel in Europe von I Abbott In lebendiger Schilderung wird uns in diesem ausgezeichneten Werke die Geschichte der Inden seit ihrer Berührung' mit dem Hellenismus bis zur neuesten Zeit vorgeführt und werden auch in besondern Kapiteln Rußland, Rumänien, Antisemitismus und Zionismus behandelt unter steter Betonung der kulturhistorischen Momente. Abbott, der die Geschichte der Jubelt von hoher Warte aus betrachtet, schreibt: Trotz der Länge ihres Aufenthaltes unter den Völkern des Westens sind die Juden zum großen Teil in manch' wichtigen Punkten dieselben geblieben, wie zur Zeit der Patriarchen. Ein jüngerer Stamm hätte dein Einfluß der Umgebung sich gefügt; ein schwächerer wäre dem Drucke unterlegen: ein schmiegsamerer und liebenswürdigerer hätte seine Über minder überwunden. Die Juden aber waren, als sie in die erste Berührung mit Europa kamen, bereits ,;u alt, um sich zu assimilieren, zu stark, um vertilgt zu werden, zu sehr ^verwachsen mit ihrem Sonderkult, um Propaganda zu machen, und kommt zu dem Schlüße „Wenn aus Vergangenheit'und Gegenwart sich einigermaßen Schlüffe auf die Zukunft ergeben, so darf man Voraussagen, daß für noch manches kommende Jahrhundert die Welt Zeuge des einzigartigen und traurigen Schauspiels bleiben wird, wie ein großes Volt auf der Suche nach einer Heimat die Landstraßen der Erde durchwandert." 3 u Ll a (t; Mitteilungen ans den; Freisinnigen Verein für jüdisches Gemeindeleben in Frankfurt . a. M. — W. Michael in seinem Buche ,.Uromwell‘- über die Zulassung der Juden in England. — Fünfte Tagung der Deutschen Conferenz Gemeinschaft der ^Ilianee Israelite Universelle. — Zur Lösung der Judenfrage. — Judentum und freie Forschung. — Monatsschau — Referate und Mitteilungen. Verantwortlicher Redakteur und Herausgeber I)r. Adolf Brüll: Druck von H. L. Brönner's Druckerei (F. W Breidenstein), sämtlich in Frankfurt am Main.

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