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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1908-02-01 · Heft 2 (1.2.1908) · p. Seite 47

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
27 (1908)
Issue
Heft 2 (1.2.1908)
Date
1908-02-01
Page
Seite 47 (sequence 25)
Language
German
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m m — 47 — Sie waren noch bis in die sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts mannigfachen Beschränkungen unterworfen. Erst seit dem Regierungsantritt König Oskars fielen auch diese Schranken in dem Staate, der früher die äußerste Unduldsamkeit gegen die Juden gezeigt hatte. Die Gleichstellung, die König Oskar ihnen gewährte, war eine vollständige; sie blieb auch nicht bloß auf dem Papier. Ein besonders warmes Interesse brachte der königliche Poet der Geschichte und Literatur der Juden entgegen: namentlich die bib liche Dichtung und Religionsphitosophie erregten sein lebhaftes Jnterefie. Über diese und verwandte Themata ließ er sich von dem gelehrten Rabbiner Profeffor Dr. Klein in Stockholm besondere Vorträge halten. Zu seinem Biographen, zugleich auch zum Übersetzer seiner Gedichte nnd Prosaschriften, hatte er selbst den greisen Kammerrat Emil Jonas in Berlin ansgewählt, der diese schwierige Aufgabe zur vollen Zttfriedenheit des Monarchen nnd mit großem Geschick ansführte. Auch andere jüdische gelehrte Dichter nnd Künstler erfreuten sich der Hnld des Königs. tßeferate nnd Aßitteilungui. I. I. Rousseau Bekenntnisse. Unverkürzt ans dein französischen übertragen von Ernst Hardt. Zierleisten von A. Gray-Berlin 1*M >7 bei Wiegandt und Grieben tG. K. Sarasin» Dieses durch seine Wahrhaftigkeit einzig dastehende Werk, in welchem wir in ein großes Menschenleben Einblick nehmen, wird immer das Entzücken aller vorwärts Strebenden bilden, die mit alten Vorurteilen brechend, die Bahnen einer neuen Zeit wandeln. Rousseau, dieser Uhrmachersohn hat, wie sich jüngst ein Schrift steller ausdrückte, auf dem Zifferblatte der Menschheit den Zeiger an eine Stunde ge rückt, die noch lange nicht abgelaufen ist. Seine Bekenntnisse, die üns in vorliegendem Buche in schöner Ausgabe unverkürzt übertragen vorliegen, dieses Denkmal sich zun, Wbhle der Menschheit selbst zerfleischenden Aufrichtigkeit werden, b§r höhere Läuterung nnd innere Wahrhaftigkeit anstrebende Menschen stets einen großes, Leserkreis finden, den sie verdienen. — Gründnngsgeschichte des Stadt-Tempels der israelitischen Kultusgemeinde Wien mit einer Einleitung: die zeitgeschichtlichen allgemeinen Verhältnisse der Wiener Juden nach archivalischen Quellen von Sigmund Husierl, Archivbeamter der israelischen Kultusgemeinde Wien. Mit einer Innenansicht des Stadt-Tempels und 14 Portraits. Wien und Leipzig Wilhelm Branmüller 1900. Diese äußerst interessante auf archivalische Studien beruhende Schrift, die anläßlich der 80. Wieder-

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