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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1906-11-01 · Heft 11-12 (1.11.1906) · p. Seite 278

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
26 (1906)
Issue
Heft 11-12 (1.11.1906)
Date
1906-11-01
Page
Seite 278 (sequence 40)
Language
German
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278 — Sehenswürdigkeit bereichert w ration ersparen würde, )en Israeliten, die ihr rechtmäßiges Eigentum zurückerhielten. Aber was kümmert sich l)er habsüchtige, fanatische spanische Klerus um solche Gründe! Kaum war das Projekt gesetzt wurden, um den habe einen größeren An Rom gegenüber ist leider wie kunstgeschichtlich hoch gehen wird. Der ganze ürde, dem Staat, der die erheblichen Kosten der Restauaufgetaucht, als von ihm Himmel und Hölle in Bewegung Plan zu vereiteln unter dem Vorgeben, die katholische Kirche Spruch darauf. Von der Schwäche der spanischen Regierung das schlimmste Zu erwarten, nämlich, daß das architektonisch interessante Bauwerk weiter dem allmählichen Verfall entgegen- Vorfall zeigt aber, was von den Bemühungen des Signor Pulido und anderer edlet Minner, die Inden wieder in Spanien heimisch zu machen, gegenwärtig noch zu erhoffen ist. — In Stockholm wurde am 22. September Prof. Oskar Lever tin, einer der größten Dichter und Litterarhistoriker des Landes, unter großer Beteiligung zur l< tzter Ruhe geleitet. Er erreichte nur ein Alter von 44 Jahren. Herr Rabbiner Prof. Kl in )ob in der Leichenrede unter Anderem hervor: „Es ist weder meine Absicht, nock liegt es in meinem Bereiche, zu schildern, was der Verstorbene für unsere Kultur gewestn st. Das möge ein kongenialer Genosse tun. Aber vom Menschen Oskar Levertir^ kmm ich zeugen. Sein ganzes Wesen trug den Adelsstempel der wahren Menschlichkeit an sich, über sein ganzes Wesen war ein Hauch von höheren Regionen gebreitet. FrtunÄich und fromm war er wie ein Kind, gut und treu als Freund, Gatte und Verwandter." Es sprächen ferner neben anderen noch Prof, de Geer, Rektor der Hochschule, der Dichter Werner von Heidenstam, der unter Anderem sagte: „Wir betten Dih hier zur Ruhe bei Deinen Vätern, bei dem Wandervolke, Deinem Volke, mit dem heischend uns so oft in Herbsttages, wie es her zeit von Nathan So ko Du littest und grübeltest und welches rätselhaft und wissen- Deiner Dichtung begegnet. Wie gut erinnere ich mich eines l te riner ist, wo Du gerade hier mit mir standest, hier, wo Dein Staub sich mit den Deiner Stammverwandten vermischen wird, nicht in Kanaans Erde, sondern hier unter den schwedischen hohen Winternächten, unter dem Säuseln des Laubes, dem Vogelgezwitscher der nordischen Sommermorgen! Mit Tränen in den Augen sprachst Du von Deiner Liebe zu Deinen Brüdern, aber zu gleicher Zeit auch von Deiner Liebe zur sä wetischen Kultur, die Du verehrtest und die eins mit Deinem Wesen geworden ist." Leveitin hat auch einen Zyklus „jüdischer Gesänge" geschrieben und eine kleine Erzähl ang jüdischen Inhalts, die in den ins deutsche übersetzten „Rokokonovellen" ausgenommen, ist. — Am 18. Oktober starb in St. Petersburg andau im Alter von 72 Jahren. Landau, der bereits er Ivurde, besaß ein geradezu hervorragendes jüdisches Wissen de-) berühmten Prager Oberrabbiners Ezechiel Landau. Bis ivar Landau Chassid,. und seitdem er Censor geworden ist, der frühere jüdische Censor vor 18 Jahren Lutherar und war ein Nachkomme zu seinen' mittleren Jahren hat man in Rußland je;lich!e chassidische Literatur frei drucken können. — Die seinerow und anderen geplante Herausgabe einer neuen jüdischen

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