Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 11 (1.11.1904)
- Date
- 1904-11-01
- Page
- Seite 250 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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—' 250 Gin Gang durch den alten jüdischen Iriedhof! in ^rag. j (Schluß.) Ausch Simon, gjcb- 2. Oktober I ^95, gest. 8. Oktober 1866, Schwiegersohn Mols Wertheimbers in Dobrnschka und Schwager des Seligmann Trebitsch daselbst eines Sohnes von Nehemias Trebitsch. Er war ein geistreicher Talinudist. — Mehii Ernst Efraim, geb. 14. Dezember 1787, gest. 18. Juli 1866, Präsident der jüdischen Gemeinde. $itt bedeutender Hebraist, übersetzte er auch viele Gebete ins Deutsche. — KrüsKer Simon, k. k. Major, geb. 13. Jannar 1798, gest 6. Dezember 1864 Diese hohe Stellung verdankte er seinen hervorragenden Kenntnissen. — Fischer Markus 1733 in Wien geb., starb 22. Mai 1858, Sohn des Wiener Gemeinderabbiners Möses Fischer. Er schrieb eine Geschichte der Inden in hebräischer Sprache. — Schlesinger Inda, geb.! 8. Tewes 1789, starb am 17. Juni 1856. (Berauner Kreisrabbiner, später Direktor der Talmudischen Hochschule in Prag aus der Männer wie Joseph Aub, Prof. Wcsselli und Pros. Bloch in Budapest, hervorgegangen sind. — Hunzel Jona, geb. 11. Tischri 1716, gest. 16. Schewat 1747, ) bedeutender jüdischer Theologe und philosophischer Denker. — Trebitsch Akhrmias> Sohn des Selig, geb. 3. Elul 1779, gest. 4. Juli 1842, Schüler der R. Jekef, Günzbnrg, stand mehrere Jahre der Hochschule seines Meisters vor, 1826 kam er (als Rabbiner nach Probnitz, 1822 erschien von ihm das Werk „Schlom Jernschalaim" zum jerusalemijchen Talmud. 1836 wurde er zum mährisch-schlesischen Oberlandes- Rabbiner ernannt. Er( erkrankte, ans einer Reise nach Carlsbad begrifsen, in seiner Vaterstadt Prag und churde unter immenser Beteiligung daselbst zu Grabe getragen. Von ihm ist erschienen^„Kvwetz al Fad" Glossen und Scholien zum „Jad Hachasaka" der Maimonidcs Witz» 1835. Einer seiner Schwiegersöhne ivar der gelehrte Rabbiner Jacob Brül^, sein Enkel, der gelehrte Dr. Rehemias Brüll, der frühverstorbene Rabbiner der israelitischen Gemeinde in Frankfurt a. Ri. — Homberg, Her;, 1740 geb, gest. 23. Äug. 1811, k. k. Rat, Professor der jüd. Religion in Prag. Schüler und Freund Moses Mendelssohns, der ihm die deutsche Übersetzung samt hebräischem Kommentar zum 5. Buch Moses übertragen. Er war ein sehr fruchtbarer Schriftsteller. — Heer, Peter Pere;, geb. 1755, starb am 8. Nov. 1838, Lehrer in Bydzow, seit 1811 Religionslehrer in Prag. Er war ein eifriger ( Reformer des Judentum» und zog sich viele Gegner zu, da er das rabbinische Schrifttum, das in Mag in voller Blüte stand, zu bitter beurteilte. — Kauder, Samuel Köm, erster Oberjurist in Prag, geb. 1768, gest. 6. Mai 1838, 1817—1834 Kreisrabbiner von Tabor und Budiveis zu Kaladey. Ec war ein bedeutender Kanzelredncr. — Fleckeles, Elrajar, geb. 14. Ab 1754, gest. 27. April 1820. Präses des Rabbinerkcllegiums in Prag, früher Rabbiner in Kojetein. Er war büi MM