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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-06-01 · Heft 6 (1.6.1904) · p. Seite 139

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 6 (1.6.1904)
Date
1904-06-01
Page
Seite 139 (sequence 21)
Language
German
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139 — Beifalls mib alles in allem hat die Pariser Oper seit langer Zeit keinen so durchschlagenden Erfolg mit einer französischen Arbeit erlebt. — Seit ihrer Gründung hat die British and Foreign Biblical Society 180 Millionen Kopien der Bibel in alle Welttei e versandt, und diese sind in ungefähr vierhundert Sprachen übersetzt. Im vergangenen Jahre allein sind von ihr etwa sechs Millionen Kopien des alten und des neuen Testamentes, oder verschiedener einzelner Teile derselben durch den.. Handel abgesetzt worden, und wird allem Anscheine nach dieser ungeheure Absatz in Zukunft an Ausdehnung noch znnehmen. — Vor Kurzem starb in London im Alter von 5)6 Jahren der Gründer und langjährige Besitzer der in London erscheinenden „Jewish World", Mr. George L. Lyon. Der Verstorbene genoß sowohl als bekannter Publizist, wie auch wegen seiner großen Verdienste um die Lösung verschiedener, die Inden Englands betreffender Fragen, großes^Ansehen. Die jüdische Wochenschrift „Jewish World" („Jüdische Welt"'), leitete er länger als ein Vierteljahrhundert. — Am 16. Mai starb in Warschau CH. S. Slonirrrsky eine der 'bedeutendsten Persönlichkeiten der Russischen Jndenheit im Alter von 95 Jahren. Seine Schriften trugen viel zur Aufklärung der Inden im Osten bei. Ergründete als Wochenschrift die Zeitschrift „Hazephira" die jetzt als Tagesblatt von dem geistvollen N Sokolov heransgegeben wird. Slonimsky erfreute sich in Berlin einer Annäherung von Seiten Alexander von Humboldts durch dessen Vermittlung er vom König Friedrich Wilhelm IV. in einer Audienz empfangen wurde. Hervorragend waren Slonimskys Leistungen aus dem Gebiete der Mathematik und Astronomie. — Per bekannte jüdische Bildhauer B. Schah, einer der besten Schüler Antokolst'ys,; wird auf der Weltausstellung in St. Louis verschiedene Arbeiten jüdischen Sujets ansstellen, nämlich: zwei Figuren Matithjahn, des Hasmonäers, welche Eigentum des Fürsten von Bulgarien sind, Jochebed, im Besitze des Nationalmusenms in Sosia und fünf Reliefs: Schadchen, Habdalah, Birkat ha Rabh, Tefilath/ Schacharith und Dr. Theodor He zl. Sein hervorragendstes Kunstwerk auf der Ausstellung wird „Der Kamps der Balkanvölker für ihre nationale Freiheit" sein. — Auf Anregung der Professoren Adler und Schechtor soll eine ansehnliche Versammlung, in Uew-Aork eine jüdische Universität zu begründen beschlossen haben. — Seitdem Direktor Conried in Aem AorK seine bekannte Aufführung des „Parsifal" veranstaltete, hat ein wahrer Parsifaltaumel fast das ganze New ergriffen. Alles will die berühmte Oper sehen und hören. Und da New-Aork in seinem Innern die Angehörigen aller Nationen und Sprachen der Welt beherbergt, so hat es demgemäß auch eine Menge Theater, deren jedes in einer anderen Sprache spielt, unter ihnen ist nicht das geringste das Jargontheater an der Borvery. Wie jetzt bekannt wird, ist der Wagnerische Parsifal nunmehr auch in den Jargon übertragen worden und soll demnächst gar an einem jüdischen Theater aufgeführt werden! — Der vor einigen Jahren verstorbene Mr. Lewis Elkin hat sein ganzes Vermögen seiner Frau mit der Bestimmung vermacht, daß dasselbe mit dem Tode der Erbin zugunsten »Mita ^^|||||| | HP" niifhiiriitüirir iriifi. nur - '.

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