Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 5 (1.5.1904)
- Date
- 1904-05-01
- Page
- Seite 120 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2969669-2969988-2969994--7269-2977949- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
IM - MW gestützt auf reiches urkundliches Material. Daß sich Herr Prof. Kracauer hier mit so vieler historischen Kleinarbeit abgegeben^ erhöht nur den Wert seiner Leistung, zumal sich große treibende Gedanken in diesen scheinbar f[i fpiegeht und der Verfasser es verstanden ^at, sich über!>as kulturelle Leben der Juden in der Gasse in interessanter Weifezn verbreiten und durch beigegebene Illustrationen und Lichtdrucke uns den bearbeiteten Stofs ziemlich anschaulich zu machen. Im ersten Teile dieser gelehrten Arbeit wird die Geschichte der Judengasse von '1462—1733 behandelt. Im Jahre 1241 wurden Juden zum ersten Male aus der Stadt vertrieben. Im Sommer 1460 wurde guf dem Wollgraben mit d«r Herstellung von Wohnungen für die Juden begonnen. 1462 zogen die ersten Juden in die Gasse. Am 14. Januar 1711 brach in d^r Eckkammee des Oberrabbiners Naphtali Coher ein Brand aus. ^Der Rabbiner tburde zur Verantwortung gezogen. Cohen stammt« aus Lublin und wurde als Kind von den Tartaren geraubt- Er hütete Jahre lang die Heerde»(unter ihnen, nährte sich kümmerlich von Milch und wurde, ein trefflicher Reiter und Bogenschütze. Es gelang ihm, zu fliehen, sich dem Studium zu wilmen, in welchem, er solche Erfob als Rabbiner nach Frankfurt a. M. berufen wurde. In der Gemeinde erfreute er sich keiner sonderlichen Sh Wertheimer, ließ sich daz die von 4000 Reichsthale wurde der arme Rabbine gebrachte Kaution von 1 meinde zu verlassen. An Synagoge gelegt, bei wel Achtete. Der zweite Tc die Architektur und innerer führungen durchiveg neu ui upathieen, denn keiner, auch nicht «iiimal der reiche Samson l haben, für seine Freilassung aus der Haft die Kaution, rn auf 2000 Gulden herabgesetzt wlt am 21. Mai 1811 2 Uhr nachmittags gegen eine anfi50 Gulden aus der Haft entlassen, um sofort seine Ge- 23. März 1711 wurde der Grundstein zu einer neuen cher Feier der Rabbiner Samuel l von Kracauers verdienstvoller Einrichtungen der Häuser und sind d äußerst wertvoll. Der dritte Teil behandelt die Geschichte der Judengasse von 1733—l|7J6 und der vierte die von 1796—1811. Im Jahre 1887 wurde das letzte Haus des Judenggsse, „das Steinerne", niedergelegt und seit 1885 den Namen Börnestraße und der Judenmarkt den Schotten die Gebete ver- Arbeit ergeht sich über die dahin gehenden Ausführt die frühere Judenga Namen Börneplatz. Inhalt: Der Verband der Philanthropin-J> interessante Werke deutschen Inden. — Rede, gehalten bei pbiläums am 14. April 1904 von D Monatsschau. — Referate und Mi Redakteur und Herausgeber vr. Adolf Brüll; Berantioortlicher Für den Inseratenteil Druck von H. L. Brönner's Druckerei (F. W. Brei den stein-, sämtlich in Frankfurt am Maiu »erantwortlich: Moriz Jsaac & Co e erzielte, daß er 1704 der akademischen Feier des irektor Dr. Adler. — Zwei itteilungen. Annoncen-Bureau;