Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 5 (1.5.1904)
- Date
- 1904-05-01
- Page
- Seite 98 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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s systematischer und authentischer Weise festzustellen und durch das offene und selbstbewußte Eintreten für unsere Rechte, für unsere Ehre, zu zeige», daß wir keine schwach^ Rohre mehr! im Winde seien. Der Verband chill seine Tätigkeit auf die deutsche Judenheit beschränken und nur die alle» deutschen Juden geineinsauien Interessen vertreten, i Keine allgemeine Politik wird; er treiben, kein jüdisches „Zentrum" bilden, Eeine prinzipielle Opposition machen, sondern nur mit den geeigneten Faktoren über. die Rechte der Juden verhandeln. Nachdem nach langer Debatte die beiden ersten Paragraphen: 1) -,Der Verstand der Deutschen Juden" bezweckt die Vertretung aller den Juden im deutschen Reiche gemeinsamen Interessen." 2) „Die Eröxterung Von Frage» der Religion Und des Kultus, soivie der innere» Verwaltung der Gemeinden ist nur insoweit statthaft, als es sich um die Abwehr von Angriffen Handels" einstimmig Annahme fanden, wurde man auch dann über die Fassung der übrigen Punkte der Satzungen einig und wurden in den Ausschuß gewählt die Herren Rechtsanwalt Dr. Horwitz, Justizrat Dr. Fuchs, Professor Philippson, Jnsti^rat Breslauer, Justizrat Friedemann, sämtlich in Berlin, ferner Rechtsonwalt Blau-Frankfurt a. M., Rechtsanwalt Dr. Cohn- Deffau, Landgerichtsrrt Wollstein-Breslau, Stadtrat Magnus-Königsberg, Geheimer Regierungsrstt, Professor Aron-Berlin, Rechtsanwalt Dr. Samson- Hamburg, Benjamin Hirsch-Halberstadt, Ja mes Siinon- Berlin, Dr. Fiegel- Berlin, Stadtrat Hamburger-Karlsruhe, Go ld schm idt-Posen, Simson- Danzig, Dr. Apfel-Cölp, Jnstizrat G e i g e r - Frankfurt a. M-, Geheiinrat Professor Pinner-Berlin und Martin Simon-Berlin. Möge es dem Verband der deutschen Juden, der jetzt die eigentliche offizielle Vertretung derselben in seiner Wirksamkeit beschiedön sein die Liebe und Begeisterung für das Judentum zu beleben und ihm und seinen Bekenner» auch nach außen die gebührende Achtung und Anerkennung zu verschaffen, zu unserem eigenen Heile und zum Segen!des deutschen Vaterlandes. i <1. gehalten bei der akade Nede,! nischen Feier des Philanthropin-Jnbilästms am 14. April 1904 von Direktor Dr. Adler.! „Die Stätte, die ein guter Mensch betrat, ist eingeweiht; nach hundert Jahren klingt sein Wort und seine Tat dem lenket wieder". Bei der Erinnerungsfeier, die uns heute festlich vereint, sei auch das erste meiner Worte dem Andenken Sigismund Geisenheimers geweiht, »er vor nun 100 Jahren das Philanthrop!» in's Leben gerufen hat; indem wir sein Wort in Uns lebendig werden lassen, indem wir die Ideen, die ihn erfüllten und zu dieser seiner Tat führten, uns ins Gedächtnis