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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1903-01-01 · Heft 1 (1.1.1903) · p. Seite 24

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
23 (1903)
Issue
Heft 1 (1.1.1903)
Date
1903-01-01
Page
Seite 24 (sequence 26)
Language
German
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24 erfahren, daß eine griechisch-orthodoxe Dorfgemeinde in der Krim den Bau ihrer Kirche einem jüdischen llnteruehmec übertragen hatte. Der Bischof war nun der Ansicht, ein Jude dürfe keine orthodoxe Kirche bauen, und wandte sich an den Gouverneur mit der Bitte, den> Ki^cheubau zu untersagen. Dieser lehnte es aber ab, den Wunsch des Bischofs M erfüllen; er erklärte, so lange eine Kirche nicht eingeweiht sei, stelle sie ke n Heiligtum dar, und die russischen Gesetze enthielten keine Bestimmung, die den Juden den Bau eines griechisch-katholischen Gotteshauses verbiete. — Einer der eigenartigsten Friedhöfe der Welt ist der Begräbnißplatz der aus Spanien eingewanderten Juden in Serajewo (Bosnien), der sogenannte „spanisch; Friedhofs. Derselbe fliegt in einer kleinen Thalsenkung, nicht umfriedet und macht einen düstererl, ab^r rponumentalen Eindruck Die Juden haben sämtlich als Grabsteine riesige, rohbehau^ne Blöcke gewählt, die eng nebeneinander aufgerichtet sind Auf der Stirnseile des Felsblocks stehen die Inschriften und Nachrufe auf die Verstorbenen. Einige der isarkophagartig zugehauenen Felsen sind umgefallen, offenbar in das eingebrochene Grab eingesunken und lehnen sich an die noch aufrecht stehenden Nachbarn. So macht die jüdische Todenstadt einen stillen, finsteren Vergänglichkeits - Eindruck. Felsen gespielt und die menschlichen Zeichen durcheinander geworfen hä gemerkt Dollarmillionäre. Aüsbeutertalent, zumal wt oder die Kinder armer Eingewanderter, sind. sagen. Aber die 115 jüdi Millionären, die auch fast angefangen haben, oder Zeitungsverkäufer, Stiefels Es ist, als ob Riesenhände mit den der Trauer und Verehrung aus Scherz len! — Man zähl in! Amerika 115 Millionäre, wohl- Jst das nicht ein sicherer Beweis für das jüdische nn man bedenkt, daß fast alle von ihnen arm eingewandert Shs werden die deutschen Antisemiten chen Millionäre verschwinden unter den 4000 christlichen durchweg Männer sinh, die ganz aber auch ganz klein )ie Kinder von Mänüern sind, die als Laufburschen, utzer u. dgl. m. angefangeu haben. Was die Zahl der jüdischen Millionäre anbe^rifft, so entspricht! sie nicht einmal dem Verhältnis der jüdischen zur städtischen G in Städten wohnen, allein Teil der Stadtbevölkerung esamtbevölkerung, d e, dä die Inden doch fast durchweg in Betracht kommt. Pie Juden bilden den dreißigsten und mußten etwh 130 Millionäre zählen. Übrigens sind unter den amerikanischen Großmillionären keine Juden. Man sieht, auch andere Leute verstehen das Geldnachen und zwar mindestens ebenso gut, wenn nicht gar noch besser wie die Juden.! In halt: Universalismus unk Partikularismus im Judentum. — Über Gesetzesreligion in ihrer Bedeutung für den Einzelnen und für die Gesamtheit. — Harnacks Vorlesungen über das Wesen des Christentums. — Auffallende häufige Krankheitserscheinungen der Juden. — Eine Jü)in Pseudokönigin von Schweden. — Monatsschau. Verantwortlicher Drhck von H. L. Brönner's Redakteur und Herausgeber vr. Adolf Brüll; Pruckerei (F. W. Breidenstchn), sämtlich in Frankfurt am Main.

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