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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1895-01-01 · Heft 1 (1.1.1895) · p. Seite 23

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
15 (1895)
Issue
Heft 1 (1.1.1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 23 (sequence 23)
Language
German
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' "," ' -';.; ' ' * " "‘ :*:;,1^ — 23 — tums", ein in großen! Stil angelegtes, mit Portraits ausgestattetes biographisches . Liefernngswerk, dessen Fortführung ihn! nicht beschieden war. — Frau Baronin Königswarter in Hannover, früher unter dem Namen Fräulein Jolanthe eine beliebte Berliner Schauspielerin hat der Kunst nicht ganz entsagt, ist aber in ein ■ anderes Fach übergetreten. Sie fertigt als Dilettantin äußerst kunstvolle Leder- - schnitzereien an, und hat für dieselben auf der Antwerpener Weltausstellung ein Ehrendiplom erhalten. — Ein alttestamentliches Motiv behandelt das von Dresden nach Berlin gekommene und jetzt in Schulte's Salon ausgestellte Bild von Ed. v. Gebhard: „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn". Jakob ringt mit dem Engel. Der Gottesstreiter hier als Greis dargestellt, auf dessen Antlitz die Spuren schtverer Zchiksalsschläge eingegräben sind, übernachtet auf freiein Felde, — eine Strohmatte ist seine Lagerstatt. Der Morgen kündet sich am Firmament an. Im Halbschlaf sieht Jakob den Boten des Himmels, der wieder aufwärts fliegen will, er aber umklammert ihn, und die Lippen sprechen: „Segne mich!" —Unter anderen berühmten Schätzen besitzt die portugiesische Synagoge in Amsterdam ein Becken, das zur Händewaschung benutzt wird: es ist ein Meisterwerk Benvenuto Cellini's, für welches bereits inehr als 150 000 Mark geboten wurden. Die Gemeinde will es aber um keinen Preis verkaufen. — Herr Montestore, der Direktor der National-Kunstgallerie von Neu-Süd-Wales, ist am 22. Oktober in Sydnei iin 75. Lebensjahr, allgemein betrauert gestorben. — Der Maler Max Kah« in Paris, ein geborener Frankfurter, ist durch Dekret des französichen Ministers. de l'Instuetivu et de beaux arts zum Officier d’Academie ernannt worden. Weferale und Mitteilungen. Im Berlage von Alfred Holder in Wien ist erschienenGrabreden während der letzten fünfundzwanzig Jahre in der Wiener israelitischen Cultusgemeinde gehalten von Oberrabbiner Dr. M. Güdemann. Seiner ihm am 13. Januar 1894 durch den Tod entrissenen unvergeßlichen Gattin Fanny geb. Spiegel hat der Verfasser durch Herausgabe dieser Reden ein Denkmal der Liebe gesetzt, das dauernder ist, denn ein solches ans Erz und Stein und werden dessen reiche Inschriften in Form von Grabreden das Andenken der Heimgegangenen stets in Ehren halten. Was die Reden selbst anlangt, zeichnen sie sich mustergültig an Inhalt und. Form, durch einen feinen Tact aus, der in ihnen überall zur Geltung kommt und wie auf den Hörer auch auf den Leser wohlthuend einwirkt. Nach dieser /Richtung hin werden Fachgenossen aus diesen Reden viel lernen können und sehen, wie man bei Leichenreden die Klippe der Lobhudeleieii umgeht, ja wie man sogar in geschickter Weise ohne zu verletzen, der Gerechtigkeit zu Liebe neben Licht auch Schatten

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