Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 13 (1893)
- Issue
- Heft 8 (1.8.1893)
- Date
- 1893-08-01
- Page
- Seite 183 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2969669-2969795-2969804--3929-2973488- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
183 Wird tragen heil'ge Zeichen, Bnddha's Namen. Sein Königreich wird es, ein Opfer, laßen, Und irren durch der Menschen finstre Gassen, Zu lösen Sünder aus verderblichen Jrrthiiniern, Heilung bringend Sterblichen! Der „Blumenstern" in unerreichten Höh'n, Wie schien er am Gebnrts-Tag Bnddha's schön. Und Himmelsboten stiegen leuchtend nieder, Den Menschen kündend, kündend immer wieder: „Geboren worden ist ein Wunder-Held, „Ein Heiland den Nationen dieser Welt! Die Deva’s ließen Weise Knnft'ges ahnen, Und Fürsten kamen, bärtige Brahmanen; Und Ilislii’s'), um das Götterkind zu sehn, Weissagend: Großes wird durch es geschehn. Maghada's König, fürchtend für sein Reich, Befiehl? den Stützen seines Thron's sogleich, Zu forschen in den allerältst'en Veden, Ob je das Kind so mächtig werden würde, Ihn selbst und seinen Thron einst zu befehden, Denn noch war ihm die Macht Genuß, nicht Bürde. Entsendet werden eilig zwei Spione, Die finden auch, verlockt von hohem Lohne, Den Ort, in dem das Licht der Welt geboren — Beinah geht mit dem Stamm das Kind verloren! Dann wird es in dem Tempel vorgestellt, Den e s erleuchtet, nicht von i h in erhellt; Brahmanen lauschen früh schon seinem Wort, Und Schüler folgen ihm von Ort zu Ort! Und Mara selbst, der Fürst der Dunkelheit, Folgt ihm zur Wüste, in die Einsamkeit, Zu bieten ihm der Erde Herrlichkeiten, Will Buddha für die Nacht, das Licht nicht streiten! Dann thnt er Wunder, denn der Menschen Sinn Strebt durch das Wunder nur zum Glauben hin. Mit einem Brod speist er des Volkes Zahl, Ein reicher Fischzug löst des Hungers Qual, Er schreitet auf den Wassern; durch die Luft Fliegt er dahin, weckt Tode aus der Gruft, Und durch Gedanken, die ihm Gott gegeben, Erzieht er Sünder für das ew'ge Leben, Eröffnend einen Ausblick, herrlich, weit, Durchs Thor der Gnade und Unsterblichkeit. Und als er selber nun zu sterben kam, Geschah's, daß er Ananda zu sich nahm, Und sprach: mein Freund, Du wirst mich sterben sehn, Ich aber, nach drei Tagen, werd' erstehn, — ‘) Asita. (Alte Weise).