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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1891-08-01 · Heft 7 (1.8.1891) · p. Seite 165

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
11 (1891)
Issue
Heft 7 (1.8.1891)
Date
1891-08-01
Page
Seite 165 (sequence 21)
Language
German
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— 165 - hat außer mehrere» sehr geschätzten national-ökonomischen Arbeiten auch über jüdische Märtyrer in« Mittelalter und St Bernhard di Chiaravalle (martiri ebrei medio del evo e San Bernardo di Chiaravalle) geschrieben. — Der Vorstand der jüdischen Gemeinde in Uom hat es für notwendig befunden, drei von den fünf daselbst vorhandenen Synagogen zu schließen. — Der dänische Kronprinz der momentan Regent ist, (Se Majestät hat eine Reise nach Wien angetrete»), Bruder der Kaiserin von Rußland, hat mit seinem Adjutanten den Oberrabbiner Prof. Wolfs in Kopenhagen besucht, um ihm zu dessen 90jährigen Geburtstag zu gratulieren. Der Herr Oberrabbiner feierte am 24. Mai seinen neunzigsten Geburtstag. Derselbe bekleidet sein Amt als Oberrabbiner in Dänemark bereits 63 Jahre, wohin er von Gießen im Jahre 1828 von dein König Friedrich VI. berufen wurde. Er ist in Darmstadt geboren und hat seine Studien an den Universitäten in Gießen und Würzbnrg gemacht; auf der letzteren erwarb er sich den Doktorgrad. — In Kukaresl starb der frühere Minister-Präsident Dratiano, bekannt durch seine judenfeindliche Gesinnnng, die er in seiner amtlichen Stellung zum Ausdruck brachte durch Verkürzung der Rechte der Inden. — Die in Kio de Janeiro neuerdings enstandene jüdische Gemeinde zählt 200 Seelen. — Die Herzogin von Manama hat in Eineinnati ein Blich unter dem Titel „Beo vrais Israelites“ (die wahren Israeliten) herausgegeben, in welchem sie über die Inden Folgendes schreibt: „Diese energische und kräftige Rasse, so hoch begabt in Allem, was Intelligenz und Kunstsinn betrifft, unbeugsam in den Stunden des Mißgeschicks, in ihrem Familien- und Gemeinsinn, die Erhalterin der unverfälschten Ueberlieferung der alten Lehren, deren Fortsetzung unsere Religion bildet, — sie ist das Volk, welches die wahre Wissenschaft gerettet hat zur Zeit, als die Barbarei der Bilderstürmer die Freiheit des Denkens mit Krieg überzog". — Der jüngst verstorbene Millionär Fayerweater in Uew-Uork, ein Christ, hat an das Mont Sinai Hospital einen Betrag von 10,000 Dollars vermacht. — Die Emanuel-Gemeinde in Uew-Uork hat Herrn Samuel Ullmann als Rabbiner berufen. Derselbe war bis jetzt Kaufmann und wurde am 13. April 1840 in Hechingen geboren. — Mehrere amerikanische Rabbiner haben in letzter Zeit Christen, die Jüdinneil heiraten wollten, in das Judentum ausgenommen, ohne daß die Uebertretenden die Cireumeision an sich vollziehen ließen.— Der Jüdisch-theologische Seminar-Verein in Uew-Uork hat einen Bericht über eine im März stattgefundene Generalversammlung veröffentlicht, dem eine Abhandlung, „Die Inden in Italien" von dem Seminardirektor Herrn Rabbiner Dr. Sabato Morais vorangeht. — Aus dem „Hebrew Union Kollege" in Ginnnnati wurden sieben Kandidaten der Theologie diplomiert entlassen. Der Anstalt verblieben 37 Hörer. Dem 15. Jahresberichte ist ein ausführlicher Lehrplan beigegeben. — Die Reformgemeinde „Bethel" in Uew- Uork hat ihren Tempel der Gemeinde „Rvdef Scholom" verkauft. Der Kaufpreis beträgt 175,000 Dollars. Sie beachsichtigt, einen neuen Tempel zu bauen, der ans 400,000 Dollars veranschlagt ist. Ihr Rabbiner ist Herr Dr. Köhler, der Rabbiner der anderen Gemeinde ist Herr Dr. Aron Weiß. — In einer Stadt im Süden Amerikas zeigte das Lokalblatt an, der Rabbinet werde am ersten Tage des Snecothfestes über die drei größten Juden in der Synagoge predigen,: Hillel, Jesus und Paulus. — Ein schönes Einvernehmen scheint 'in Amerika zwischen beu jüdischen und christlichen Geistlichen zu herrsche», indem die Reverends oftmals einander ans der Kanzel vertreten. So predigte Dr. Uhilippson in Eincinnati am 12. Januar im großen Saale des Armorygebäudes, wo sich

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