Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 9 (1889)
- Issue
- Heft 11 (1.11.1889)
- Date
- 1889-11-01
- Page
- Seite 263 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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263 bilder vorgeführt, durch deren Lectüre die Liebe zum und die Achtung vor dem Judentum geweckt und gesteigert wird. Sehr wertvoll ist das am Ende beigegebene hebräische Namensverzeichnis in welchem angegeben wird, wie oft und wo die betreffenden Namen in der Mischnah vorkomnien. Wir hoffen, daß dieses anregende Buch, das die bewährte Berlagsbuchhandlniig sehr schön ausgestattet und zu einem äußerst billigen Preise verabfolgt, sich viele Freunde und Gönner verschaffen und viel dazu beitragen wird, die Liebe zum Judentum und zu seinem großartigen Schriftume zu fördern. — Im Verlage der Hohberg'sckeri Huchhandlung in Leipzig ist erschienen: Die Zionsharfe. Eine Anthologie oer neuhebräischen Dichtung. Herausgegeben von Gustav Karpeles. (Preis brochirt 4 Mark, elegant gebunden niit Goldschnitt 5 Mark 50 Pfg.) Es ist ein großes Verdienst, das sich der Herausgeber durch die Sammlung der vielfach zerstreuten ins deutsche übertragenen Gedichte aus der neuhebräischen Poesie erworben, die bislang dem größeren Publikum, weil nicht gut zugänglich, auch fast gänzlich unbekannt geblieben. Es werden uns die Anfänge der neuhebräischen Poesie, die classische Blütezeit, die Poesie der Synagoge, die Periode der Epigonen und die neue Zeit vorgeführt und wird sich dieses Buch, durch welches der Jugend neue Quellen der Poesie eröffnet werden, zugleich als ein Stück lebensvoller Litteraturgeschichte, die sich überein Jahrtausend erstreckt, erweisen und Belehrung in weitere Kreise zu tragen geeignet zeigen. Durch die geschmackvolle Auswahl und übersichtliche Gruppirung des ebenso interessanten, wie lehrreichen Stoffes wird die Keniltnis der jüdischen Poesie auch in nichtjüdischen Kreisen Interesse erwecken und die Teilnahme für jüdische Klänge aus Judas Dichterhain in denselben rege werden. Für die schöne Ausstattung gebührt der Verlagsbuchhandlung ein ganz besonderer Dank. — Im Verlage von Wilh. Iarobsohn Sc Eomp. in Hreslau ist erschienen: Homilien über die Sprüche der Däter zur erbauenden Helehrung über Seruf und Wicht des Israeliten, von I>r. Wolf Aloys Weisel, Rabbiner in Stettin. Zweite durchgeseheue Auflage. Erstes Heft. Dieses classische Buch des verstorbenen ausgezeichneten Kauzelredners, das in erster Auflage im Jahr 1855 in Stettin erschien, ist längst vergriffen und sehr gesucht und es ist ein Verdienst der Verlagsbuchhandlung dasselbe weiteren Kreisen durch eine Neuauflage zugänglich zu machen. Sowohl für Theologen als auch für Laien ist Meisels Buch eine Fundgrube reicher Anregung und erbauender Belehrung und wir können dasselbe ut unserer Zeit, wo die Kenntnis des Judentums und seines unübertrefflichen Lehriuhaltes gerade in gebildeten Kreisen so wenig gekannt ist nur aufs angelegentlichste empfehlen. Das Werk erscheint in 5 Heften zu je 10 Bogen zum Preise von 2 Mark. — Von Herrn Rabbiner I)r. L. Knoller in Hreslau (Verlag von Wilhelm Jacobsohu u. Co. 1890) ist in zweiter Allflage erschienen. Knrzgesaßter Leitfaden für den grammatischen Unterricht in der hebräischen Sprache. Ein Vorzug dieser 22 Seiten nmfassenden Schrift ist die Kürze, bei der aber doch alles Wesentliche und Wichtige bedachtet wurde. Die Schrift eignet sich für Schulen, in denen mau nicht zu viel Zeit auf Grammatik verwenden kann, ganz vorzüglich. Der billige Preis (40 Pfg.) wird der Einführung dieses Buches in Schulen sehr förderlich sein. — Herr L. Friedlaender in Mühlhausen veranstaltet eine neue Edition der Tosefta, voi» der der erste Band, die Ordnung Seraim enthaltend, vor kurzer Zeit erschienen ist (La Tosephta 1. Seraim avec le coinmentaire Hoseli Schlomo par le rabbin Lev. Friedlaender ä Mulhouse. Selbstverlag des Verfassers.) Der Herausgeber bespricht in einer Einleitung die Entstehungsgeschichte der Tosefta, ohne