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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1887-07-01 · Heft 7 (1.7.1887) · p. Seite 161

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
7 (1887)
Issue
Heft 7 (1.7.1887)
Date
1887-07-01
Page
Seite 161 (sequence 17)
Language
German
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161 Wochenblattes, Herr Alexander Meyer. Er hat seine Artikel nicht nur verfaßt, sondern gleich aus dem Kopfe gesetzt, ohne sie früher niederzuschreiben. — In Bergen starb am 26. April nach fünfundzwanzigjähriger Wirksamkeit der dortige Lehrer Herr Spindel und in Main; der dortige Kantor und Religionslehrer Herr Gustav Wertheim. — Am 17. und 18. April tagte in Saarwellingen die Konferenz des Vereins isr. Lehrer Südwest-Deutschlands. — Am 3. und 4. Juli findet in Gotha die diesjährige Versammlung israelitischer Kultusbeamter Mitteldeutschlands statt. — Am 5. und 6. Juli wird in Breslau der erste ordentliche Verbandstag deutscher Rabbiner abgehalten werden. — In der „Israelitischen Wochenschrift" schließt ein Artikel „die Gegenwart und Zukunft des Reform-Judentums in Deutschland" mit dem Satze: Ja, ich sage es offen: Wo ist heute ein freisinniger deutscher Rabbiner, der nicht gegen seine Grundsätze, den unsinnigsten Sitten, dem bedeutungslosesten Herkommen, im Leben wie in der Synagoge, Konzessionen zu machen sich gezwungen glaubt, aus keinem andern Grunde, als .... um nicht das Vertrauen seiner Gemeinde zu verlieren? — In Berlin soll ein jüdisches Gymnasium gegründet werden. — Dem fünften Berichte über die Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin (1887entnehmen wir, daß in diesem Jahre an demselben zwei Hörer das Rabbinerexamen bestanden und fünf als Rabbiner und Schuldirektoren Stellen erlangt haben. Das Kuratorium besteht aus den Herren Dr. Ul. Lazarus, Dr. I. llcunmmi, Weyer Cohn, Dr. Paul Meyer, Verthold Simon, Äfaar Simon, Alexander Wolff, Dr. Ludwig Philippsohn. — Es ist uns zugegangen: Rechenschaftsbericht des ständigen Hilfs-Komitäs für die Notstände russischer Israeliten zu Memel für die Zeit vom 1. Januar 1886 bis 1. April 1887. Mit den eingelaufenen Gaben wurden 1101 Personen darunter auch 17 christliche ausgewiesene Familien mit zusammen 67 Personen "unterstützt. Auch das Krankenhaus und die Elementarschule für arme russische Kinder haben durch die Ausweisungen eine schwere Krisis durchzumachen gehabt. Dem Bericht schließt sich ein Aufruf um Unterstützung an, den wir aufs nachdrücklichste der Beachtung empfehlen und sind Gaben an Herrn Rabbiner Dr. Ä. Külf in Memel zu richten. — Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde in Leipzig hat seinen Verwaltungsbericht für das Jahr 1886 ausgegeben. Hervorzuheben ist aus demselben S. 8 der Beschluß, wornach unter gewissen Modalitäten die Bestattung nichtjüdischer Leichen auf dem jüdischen Friedhofe gestattet sei. Die Ausgaben, 43,369 Mk. 95 Pf., wurden durch gleiche Einnahmen gedeckt. Die Nachod-Stiftung, von der auch Prämien für würdige, sich besonders auszeichnende jüdische Religions- und Elementarlehrer in kleinen Gemeinden ausgesetzt sind, hat einen Vermögensbestand von 121000 Mark. — Es ist uns zugegangen: Bericht über die Wirksamkeit des Vereins zur Verbreitung und Förderung der Handwerke unter den Juden. Sitz des Vereins Düsseldorf. Vom 1. April 1886 bis 31. März 1887. Aus demselben ist ein erfreulicher Aufschwung des Vereines zu ersehen. Die Zahl der Mitglieder ist von 236 auf 700 gestiegen und umfaßt 105 Städte gegen 40 im vorigen Jahre. Solche Bestrebungen verdienen die eifrigste Förderung und Unterstützung, denn die socialen Verhältnisse erheischen es dringend, daß der Handwerkerstand bei den Juden immer größere Ausdehnung gewinne. — Das Mädchenslift in Frankfurt a. M. hat seinen zehnten Jahresbericht ausgegeben. Hiernach haben in dem Zeitraum der ersten zehn Jahre 72 junge Mädchen in dieser Anstalt den Schutz eines geordneten und gesitteten Hauswesens und die Gelegenheit zu ihrer Fortbildung gefunden. Sieben der in diesem Zeitraum Ausgetretenen haben sich 14

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