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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1885-10-01 · Heft 10 (1.10.1885) · p. Seite 239

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
5 (1885)
Issue
Heft 10 (1.10.1885)
Date
1885-10-01
Page
Seite 239 (sequence 23)
Language
German
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— 23g - Monaten auf seinen neuen Posten begeben. — Herr Dr- Kohut von der Reformgemeinde „Ahavath Chesed" in Ueiv-Kork als Rabbiner berufen, hat von der Kanzel seiner Gemeinde herab die Reformen des amerikanischen Judentums angegriffen und ist dadurch in einen Kampf mit Herrn Dr. K. Köhler, Nachfolger des sei. Dr. David Einhorn, geraten, der mit der geber in Zeitschriften und mit dem Worte auf der Kanzel geführt wurde und in Europa eine solche Begriffsverwirrung hervorrief, daß Dr. Kohut im Israelit belobt wurde, währendem im „Jeschurun" Köhler als der Ehrlichere bezeichnet wird, da Kohut die rätselhafte Rolle spielt, bald als Reformer bald als Orthodoxer zu erscheinen. — In Capstadt wurde der Grundstein zu einer neuen Synagoge belegt. In Kimbrrley starb am 18. Juni Rev. A. Ornstein, Prediger der dortigen jüdischen Gemeinde im Alter von 22 Jahren. — In Tiberias gieng ein gelehrter Mohamedaner, der sich viel mit Religionswissenschaft beschäftigte, zum Judentum über. — In Konstantinopel hat sich ein Klub junger spaniolisch jüdischer Männer gebildet, mit dem Zwecke, die hebräische Sprache als Umgangssprache zu gebrauchen. — In Ilinfibar wohnen gegenwärtig zwanzig Israeliten, darunter sieben Europäer. Mitteilungen. > In Kew-Hork erscheint seit dem Monat Juli in deutscher Sprache mit hebräischen Lettern ein Wochenblatt, „die New-Iorker jüdische Zeitung" unter Redaktion des Herrn Morris Wechsler. — Herr Joseph Kitter v. Wertheimer in Wien (1 Himmelpfortgasse), will ein größeres Werk herausgeben und erbittet sich über folgende Punkte Mitteilungen. 1) Geübte Barmherzigkeit von Juden an Christen, 2) Beispiele von Hingebung und nützlicher Verwendung für's Vaterland von Seiten jüdischer Bürger. Die im Jahre 1805 in Berlin erschienenen „Anekdote» von guten Inden", aus denen wir Auszüge veröffentlichen werden, haben eine ähnliche Tendenz. — Das Komitä der von Herrn Dr. Jacob Nappaport in Wien zum Andenken an seinen Vater Dr. Morih Kappaport errichteten Stiftung, veröffentlicht folgende zwei Preisfragen zur Lösung: 1) „Welchen Einfluß haben die hebräischen Psalmen ausgeübt auf die Gestaltung der Liturgie, auf die Entwickelung und Fortbildung der Hymnologie in den verschiedenen Kirchen, vorzugsweise unter den modernen Völkern?" 2) „Ueber die Leistungen der Juden in Frankreich seit ihrer Gleichstellung auf dem Gebiete der Wissenschaft, der Litteratur und im bürgerlichen Leben." Die Preissumme beträgt je 800 fl. ö. W. und sind Arbeiten bis zum 31. Dezember 1886 beim Secretäriat der Wiener Kultusgemeinde einzureichen. — Im Kelter deutschen Theater wird im Herbste eine Operette „Studenten am Rhein" aufgeführt, deren Komponist der Oberkantor des Wiener Leopoldstädter Tempels, Herr Adolf Goldftein, ist. — Von Herrn Dr. Loewe werden demnächst Memoiren des Sir Moses Montefiore mit Illustration und bisher noch nicht bekannten Dokumenten erscheinen. — Von Herrn Dr. I. Hamburger befindet ein Supplementband zu seiner Real-Enzyklopädie Abteilung I. und II. unter der Presse, der gegen 20 Bogen stark sein wird. — Der Bildhauer Herr Josef Köna aus Lövarbsreny in Ungarn, erhielt das Stipendium im Betrage von 2250 Mk. aus der Michael Beer'schen Stiftung für Maler und Bildhauer mosaischer Religion. — Herr Emanuel Haimaur erhielt von der französischen Akademie den zweiten großen Preis für die Bildhauerkunst. Den großen mathematischen Preis

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