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Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums · 1823-01-01 · 1 (1823) · p. Seite 96

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Journal
Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
1822-1823
Issue
1 (1823)
Date
1823-01-01
Page
Seite 96 (sequence 108)
Language
German
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96 die Geschichtsbücher., die in ihr geschrieben sind. So wird denn dem/ der sich mit der Geschichte der Ju. den in Europa beschäftigt/ etwas besonders merkwürdig und fast unauflöslich erscheinen; es ist dies die Dichotomie, in welche die Juden von Europa den Sprachen nach zerfallen. Während die vom Süden sich der romanischen Sprache bedienen, gleichviel ob diese sich als spanisch, portugiesisch oder italiänisch ankündigt, bedienen die vom Norden, und die der slavischen Lander sich nicht etwa eben so der verschiedenen germanischen Dialecte, oder der slavischen Sprachen, sondern die deutsche, zum Theil veraltete Mundart, ist Muttersprache dieser Juden, und die Landessprache ist erlernt. Demnächst aber könnten alle europäischen Juden, in die romanischer, und die deutscher Znnge zerfallen, und da die letzteren, wie gesagt, den Norden von Europa und die slavischen Lander bewohnen, so hatten diese Vorlesungen eben so wohl, als die Geschichte der Juden deutscher Zunge enthaltend, bezeichnet werden können. Diese Bezeichnung führt uns aber nun zur Hauptfrage. Das Vorfinden der deutschen Sprache bei den Juden der eben genannten Länder läßt auf eine ihnen gemeinsame' Einwanderung aus Deutschland schließen- Wichtig ist vorzüglich diese Betrachtung in Polen und Rußland. Ist nun dem Norden von Europa und den slavischen Ländern die Bevölkerung lediglich aus Deutschland gekommen, oder kamen zu den von andrer Seite Eingewanderten nur deutsche Ankömmlinge hinzu, aber in solcher Anzahl, daß sie ihre Sprache aufdrangen? Hat endlich Deutschland als gemeinsames Mutterland, und- Durchgangspunkt dre genannten Länder von jeher mit

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