Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1869-07-01 · Heft 4 (Juli 1869) · page 53

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1868-1869)
Issue
Heft 4 (Juli 1869)
Date
1869-07-01
Page
– (sequence 53)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2932754-2933206-2933211--11567-2969066
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Von B ... bitte, so P eS mit dem festen Vorsatze, ste von nun an zu verdienen. Dollen Sie mir als Freund zur Seite stehen und Wolken Tie vor Allem jetzt mit mir überlegen, waS ich für meine Schwester thun kann?" ״Von ganzen: Herzen," erwiederte Dal Monte, indem er die ihm dargereichte Hand mit Wärme drückte. Der Morgen granete und die beiden jungen Leute, die noch am Beginn des Abends nur in Groll einander gedachten, saßen noch immer beisammen und sannen und grübelten, ein Mittel ausfindig zu machen, die junge Erbin vor den düstern Folgen ihres großen Reichthums zu schützen. Das Resultat ibrer Berathung war, daß Wenzel gleich am folgenden Tag sich auf den Weg in die Heimath machte, um durch seine Gegenwart wenigstens zu verhüten, daß man seine Schwester zu freiwilligem Eintritt in ein Kloster bewege. Er kam zu spät, das verödete Vaterhaus war verschlossen, die Schwester in Begleitung ihres Vormundes und des bereits erwähnten Jesuiten befand sich auf dem Wege in die Residenz, damit in einem Kloster daselbst ihre Erziehung vollendet werde. — Wenzel schäumte vor Wuth, es׳ war seine einzige Schwester, das einzige Wesen, mit dem er durch die Bande des Blutes verknüpft war. Und ihrer sollte er beraubt werden, denn über das beabsichtigte Resultat der Klostererziehung konnte er nicht in Zweifel sein. ES blieb ihm nichts Anderes übrig, als zurückzukehren, woher er gekommen und Alles aufzubieten, um Zutritt zu seiner Schwester zu erhalten. Lange weigerte man sich, «hm solchen zu gestatten und ast nach Monaten, als man vermuthlich der jungen Klosterschülerin ganz sicher zu sein glaubte, erhielt ihr Bruder Erlaubniß, sie von Zeit zu Zeit im Sprechzimmer des Klosters zu besuchen, natürlich nur in Gegenwart und unter specieller Aufsicht einer bewährten Ordensschwester. Wenzel trug sich mit den verschiedenartigsten Plänen, die Schwester dem Kloster zu entreißen und war sogar fest entschlossen, falls es in anderer Weise nicht gelingen sollte, selbst zur Gewalt seine Zuflucht zu nehmen Vergebens stellte Dal Monte, mit dem er diese Angelegenheit zu berathen pflegte, ihm das Gefahrvolle und zugleich Unausführbare sei er Projekte vor; Wenzel behauptete, sobald sein Freund das Terrain nur kennen würde,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.