Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1884)
- Issue
- Heft 49 (4.12.1884)
- Article
- Deutschland : Mainz [Nachricht]
- Date
- 1884-12-04
- Page
- 780 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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780 bincv£ 'מיcןrf) 11(1 am aiiv* Succa, beit ft'aijci׳ .Qavl d. Gr.! bcr (>kmcinbc aus deren Wunsch ans Italien mit־ . gebracht ijnttc. Die dieser Tage gefundenen steine stainm ans dein dreizehnten Jahrhundert; nur einer . trägt die Zahl i7VMS d. W. (‘.Mi»), ist also von den batirtcn Steinen als der älteste anznsehen. Diese : Lteine, die die Oienzcit wieder ans Tageslicht gefördert hat, wurden nach der Vertreibung der Inden ans \ M rin; im Jahre 1420 von Dem alten Sricbfyof geholt; und zu FcstuugSbauten benutzt.! C. Bonn, 23. Oiovcinber. Die von den Herren Maas; und Trapp eingelegte Berufung gegen das Er־ : famtiiif; der hiesigen Strafkammer, welches Maaß zu sechs Wochen und Trapp zu drei Tagen Gefängniß wegen der! von ihnen verbreiteten schrist: ״Die Isaakiade oder der! ewige Jude des XIX. Jahrhunderts" hervorgeruscncn i Beschimpfung des IndcnthnmS als israelitische Rcfigions- - gesellschast, ist vom!)Reichsgericht verworfen worben. Zum! Schlüsse der Begründung deS Reichsgerichts heisst cs:! ״Der Begriff der Beschimpfung ist lticht dadurch aus־ geschlossen, das; verschiedene der den Inden vorgeworfenen Grundsätze fiir den Verkehr mit Andersgläubigen etwa in einem für sie gültigen NeligionSgcsetz in noch stärkerer Weise ihnen wirklich zur Pflicht gemacht werben, denn der Staat, welcher die jüdische NeligionSgesellsehast trotz dieser sätze in einem ihrer NeligionSgesetze anerkannt und im $ l der Verordnung vom 23. Inli 18-17 ihren Gliedern gleiche bürgerliche Rechte mit den christlichen Unten thaneu zngesteht, verleiht ihr den schütz des £ l«it; des Strafgesetzbuches gegen eine Beschimpfung, und daß die Schriften über das Wesen der Kritik hinauSgehcn, die hervorgehobenen sätze derselben eine Verächtlichmachung in sich trage, ist thatsächlich vom angefochtenen Urtheil festgcstellt." H.S. Würzburg, 28. November. Oiach dem Beispiele des ^V.-Korrespondenten der ״Frks. Ztg.";vollen auch wir den schlnßpassuS eines sehriftchens des n e u g e b a if c n c 11 I c n n e r P rose s s o r s IN׳. Kruken.bcrg über die eigenartige Methode der chemischen Physiologie etwas tiefer hängen. Es heißt nämlich wörtlich: ״Ich kenne eine Thatsache, die für den jungen aufstrebenden Mediziner in dieser Beziehung schwerer in's Gewicht fallen sollte, als die kaum einen neuen Gesichtspunkt eröffnenden Festreden LcnbcS und Hoppe־ Scyler'S. Die InskriptiouSlisten der deutschen Universitäten lehren, das; die chemisch ־ physiologischen Praktiker vorwiegend von israelitischen Studenten besucht und von diesen, wie wenigstens ich die Erfahrung getnacht, meist mit seltenem Eifer, zwar nicht (sie!) so häufig mit entsprechendem Geschick, durchgemacht werden. Ein jeder weiß, daß das GcrnchSorgan für reiche Erfolge versprechende Unternehmungen bei der deutschen Nation gewöhnlich nicht annähernd so scharf entwickelt ist, als bei dem semitischen Volksstainm." Der Herr >V.- Korrespondent hat sehr Recht, wenn er behauptet, daß dies ein konkretes Beispiel für das sei, was ein dcutscher Universitätsprofessor zu sagen nicht scheut, daß ferner Herr Professor K., wenn sein Laboratorium bisher wirktich nur von Juden besucht wurde, dasselbe bald schließen muß.!venu seinen Schülern bekannt wird, wie ihr Lehrer über sie denkt. .8. Frankfurt a. M, 2s. November^ schon in einer früheren 0!ummer wurde au dieser stelle erwähnt, wie nöthig es wäre, wenn dem hier bestellenden Francnvcrein, dessen Ausgabe eS ist, aus dem Leben scheideitden und geschiedenen Frauen den letzten LiebcSdienst, das הכר של אצת zu erweisen, noch mehrere נשים צדקניות bcitreten würden. Die meisten, etwa 12 an der Zahl, sind schon ältere Frauen und sind dennoch bei Tage gerne bereit, vorkommcnden Falles ihres Amtes zu warten. In letzter Zeit ereignete sich jedoch mehrmals, daß bei einer גסיפח zwei von ihnen die ganze Xad)t, von Abends 5 bis Morgens 3 Uhr, am Lager einer Sterbenden saßen, ohne abgelöst zu werden; das ist gewiß ein großes Opfer. ES wird kaum anders werden, wenn auch dieser Verein eine größere Mitgliederzahl anfwcisen könnte. (Warum? Red.) Würde aber, wie in manchen andern größeren Gemeinden, die Einrichtung getroffen werden, daß beispielsiveisc bis Nachts 12 Uhr Mitglieder des Vereins, . von da an aber bezahlte Wäehterinnen den Dienst! übernehmen, so wäre dem Nebel abgeholfen. S:1tn j dieser Vorschlag an maßgebender Seite Beachtung : finden sollte, so habet; diese Zeilen ihren Zweck er-! füllt. (Nachbemerkung d. Red. Mit den lokalen , Verhältnissen unbekannt, vermögen wir den Vorschlag! unseres geschätzten Herrn Korrespondenten nicht zu bc-; urtheilen. Wir sind jedoch der Ansicht, daß mau nur | nothgedrungcn an stelle der freiwilligen frömmelt j L ie beoüb 11 ng bezahlte Hülfe in Anspruch nehmen sollte.) O e st c r v c ich-Uu g a r u. ר 'löten. 28. November. Wir schlafen, aber unser Erwachen wirb schrecklich sein. Der feindliche Bruder benutzt unsere Lethargie, tim die Ketten zu schmieden, nuS der Freiheit zu berauben. Wir werden 11112 schlaftrunken die Augen reiben und gewahren, das; wir gefesselt sind, gefesselt an Händen und Füßen, preisgegeben der Willkür der Reform. Man plant nichts Geringeres, als die Schaffung eines jüdischen Konsistoriums für die gesammtcn Länder EiSleithanienS. schon lange vorbereitet, scheint jetzt der Zeitpunkt der Ausführung nicht mehr fern. Böhmen hat die Führerschaft in dieser Sache übernommen. NamenS der böhmischen LandcSjndenschaft erschienen