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Jeschurun · 1884-11-27 · Heft 48 (27.11.1884) · p. 765

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1884)
Issue
Heft 48 (27.11.1884)
Article
Deutschland : Frankfurt a. M., im November 1884 [Nachricht]
Date
1884-11-27
Page
765 (sequence 2)
Language
German
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765 r״r^ I L.I J ׳11 -l י־ה׳ריי1 ן!־" תדמו כבוד' הרב ... דגר ג״ה סלאגים זי '1־ דמהגינד אשר שאלני נהרה בשב הרבב הנני להודיע לב׳ת׳רה שורש דבר. זה בעשר שנים בערך אשר באתי לחנות בפר. בצאתי שערורי׳ אודותם בד אה *Y הודעתי עיי ביה'ע לב׳נ׳י בבל פרשת הדירים, והזהרתי את הקונים בהויל׳ שלא יקנו בפרים תפלין ובזהות עדי אשר יראו תעודה בהבעלי מגיהים (אשר בניתי אז עליהם) ותעודה בבני או מהרב הב׳צ .. י -י י ״1 •> *V וא וי׳ר׳א. וגם ־.־•לך ה שאיש ישו בת לקנות אוי בא ,לה ואיגד ר הזאת על ה ‘~<ר -״- י י דה בד י אם שיהיו בידו תעו " ואשאר לבתיר. להודיע זה ראיתי י פלאנים. הופ׳ק יוסף רוזין (ב׳ע׳הה) U c b c r ן c tz n II g. Sloitim, והב״צ. את בל ידידו וני ובו'. slonim, Tischrc 5H45. An S. (Sl)nu. •ודחסגי Rabbiner. 11. s. w. 31)1־ flcf. Schreiben erhielt ich vorgestern. In Betreff der hiesigen מופרים, über welche Ew. Ehrw. mich Namens Rabbiner des Auslandes gefragt haben, stehe ich nicht an, Ihnen die Angelegenheit von ihrem Anfang an mitzutheilen. Als ich vor etwa zehn Jahren hierher kam, fand ich Ungehorigkeitcn in dieser Be- Ziehung, und da ich jeden Einzelnen von ihnen prüfte, fand ich viele, die nicht fähig und nicht lang!ich waren, mit der heiligen Arbeit beschäftigt;11 werden. Fast eilt halbes Jahr ging ich unter Beistand der Vorsteher meiner Stadt und ihrer Führer ganz in diese Aufgabe ein und schuf unter ihnen entsprechende Anordnungen, viele von ihnen entfernte ich gänzlich von dem Beruf. Darauf gab ich den jüdischen Brüdern durch die Zeitungen Kcnnrmß von allem diese Angelegenheit Vctreffenden, und warnte die Käufer im Ausland. keine תפלין, בפרים und בזהות ZN kauten, bis sie ein.Zeugnis; von den בעלי בגיהים (den Korrektoren), die ich damals über sie gesetzt, und auch ein Zeugniß von mir oder von dem hiesigen Moreh Zedek gesehen, welches bezeugt, daß der Verkäufer ein rechtschaffener gottessürchliger Mann sei. Auch jetzt besteht diese Anordnung noch in voller Kraft, und ist cs in Wahrheit nicht rathsam, von jedem Käufer zu kaufen, es sei denn, er weise ein Zengitiß von dem Baal magiha und dem Morch Zedek auf. Alles dies hielt ich geeignet, Ew. Ehrw. mitzutheilen und verharre u. f. w. (Untcrz.) Josef Rosin, Rabbiner zu Slonim. Auf Grand der vorstehenden Mitthcilung dürsten vielleicht die Herren Rabbiner נ״י int Interesse einer gewissenhaften Erfüllung des religiösen Gebotes es für '-✓׳ l הצי שנה העמקתי א״ע בזה בעזרת ראשי עירי ומנהיגיה ועשיתי בתובם תקנות הגונות, והרבה בהם t העברתי לניזרי. ואיה gcrathen erkennen, jeden EngrosVerkäufer von תפלץ und בזהות anzuhaltcn, bei jeder Sendung einen הבשר des Rabbinats der Bezugsquelle beilegen zu lassen und diesen הבשר ans Verlangen vorznzeigcn. Auch dürften gewissenhafte Käufer von ,תפלי und בזהות diese der Erfüllung einer religiösen Pflicht dienenden Gegenstände von keinem ihnen unbekannten Kleinhändler kaufen, ohne sich einen Nachweis seiner Bezugsquelle zeigen zu lassen. Eine Vorsicht, die wohl in nicht minderm Maaße in Beziehung ans nichtrussische Bezugsquellen für ס׳ת׳ו׳נז als gerat heit angesehen werden dürste. Rabbiner Hirsch. Die löbl. Redaktionen der anderen jüdischen Blätter werden im Interesse der Sache ergebenst ersucht, dem Vorstehenden ebenfalls eine gefällige Aufnahme gcwähren zu wollen. D. O. W. Jvrtinffnrt a. M, 23. Non. Nicht selten werden Uebertretnngen, die in der Kostenscheu ihren Ursprung haben, begangen. Daß jedoch ans ״Billigkeilst üelsichten" auch mal das ״Alte" beibehatlcn wird, resp. vorgezogeu wird, dürfte folgender tragisch-komischer Vorfall beweisen. Vor etwa zwei Wochen machte der Sohn eines hiesigen hochangeseheuen Bankiers seinem Leben durch Selbstmord ein Ende. Der Vater des Verstorbeuen erkundigte sich nun bei dem betreffenden Leichenkommissär der Gemeinde*) wegen der Bestattung und der Herstellung eines kunstvollen Sarges, ob ein solcher rituell sei. Der Kommissar verneinte dieses natürlich, bejahte jedoch ans eine bezüglich an ihn gerichtete Frage, daß trotzdem auch ein solcher vorkommc. Nun kam die Hauptfrage, was billiger herzustellen, ein moderner mit Sternleiu ausgeschmüllter, oder ein aus rohen Brettern zusanuncugefügter Sarg. Diese Frage war freilich leicht zu beantworten. ״Run, machen Sic cs nach dem alten Ritus", erging die Aufforderung besagten Hcrrns. Und so geschah cs. Der schon halb bestellte kostbare Schrein wurde durch einen ichmucklosen ארק׳ ersetzt. — Dem Vorstände zur Bekleidung hiesiger israelitischer Schulkuaben sind diese Woche zwei Legate :1 300(» Mark, ausbczahtt worden. U. Ans Srtdjicn, im November. Leider scheint die Agitation gegen das Schächten auch in den beut־ scheu Gauen eine energischere werden zu ,vollen. Ende vorigen Monats wurde ans dem damals zu Dresden tagenden Kongreß deutscher Thierschutzvereiltc 11. A. beschlossen, es sei an den Reichstag eine Petition um Erlassung gesetzlicher Vorschrift zu richten, durch welche ungeordnet wird, daß Schlachtchiere nur nach voraus־ gegangener Betäubung durch Blntcntziehung gctödtct werden dürfen. — Es wäre demnach wohl angebracht, daß von unserer Seite gegen solches Vorhaben energisch *) Nicht der orthodoxen Rctigionö-Gesellschast.

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