Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1884)
- Issue
- Heft 48 (27.11.1884)
- Article
- Der Erlaß des Herrn Kultus- und Unterrichtsministers vom 18. Juni 1884
- Date
- 1884-11-27
- Page
- 756 (sequence 2)
- Language
- German
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preußischen llntcvridiUMiiiniitcriiun wird sich ihnen mcnuil* offnen. Hier weiß man die geistigen Güter der Nation besser \\1 schüfen, hier geiz! inan iltil jeder geistigen Kraft, welche der ׳.Kation angehört, hier wacht man mit der ängstlichen .Sorgfalt eines (Gärtnere über den Keim einer jeden geistigen Anlage, unb peinlicher alc man tut Finanzministerium dafür sorgt, daß kein Pfennig dem nationalen Bernrogen verloren geht, ist man hier dafür bedacht, daß der geistige nationale Schatz nicht die Einbuße eines ihm ungehörigen Keimes erleide. Und weit hoher noch als der geistige Nationalrcichthnm gilt hier der nationale sittliche tind religiöse Besitzstand. Dieses buchstäblich kostbarste nationale Gut anzntastcn, wäre der höchste Frevel, und es würde angetastet werden, sobald man irgend ein Glied der Nation .;um Straucheln auf dem Pfad der Sittlichkeit dringt, sobald mai! dazu beiträgt, cs in die Vage gefährlicher Versuchung zu versetzen, in welcher es die Vehrelt seiner Religion zu verleugnen und die Stimme in seinem Innern zu überhören veranlass werden kann. Weil solches aber eines der praktischen :)icfultatc des Erlasses vom l 8. Juni d. I. sein wird, so kann nie und nimnter ein'solches, nicht nur nicht beabsichtigt, — das ist mehr als selbstverständlich - sondern auch nicht voransgeschen sein, denn sonst hätte jene Versügnng nicht erlassen werden können. Das steh! uns außer allem Zweise!. Horlsetznug solgr. - Mas liitlitit mir von kr |Uontrfiorf־frn'r gelernt? Urne Betrachtung von Rabbiner I )1*. E. Plcßne r. Verrauscht ist die Festesfreude, verhallt sittd die Hymnen. verklungen die Reden und Oden zu Ehren der Läknlarfcier unseres edelsten hochherzigsten GlaitbenSbrudcrs, des weltberühmten, gefeierten Philaitlhropcn, Sir Moses Montcsiore. ״Freue dich nicht, Israel," mahnt -Hosca, der Prophet, im Nanien Gottes, ,,mit Jubel gleich den Völkern!" Willst du, Israelit, einen Montcsiore-Knltns feiern bei der hundertsten Wiederkehr seines Wiegenfestes, — da mit vollster Berechtigung dein Her; höher schlägt bei dem Gedanken, der Mann, der vor hundert Jahren das Wellenlicht erblickte') und den die «beschichte des Jndcnthnms mit Ehrfurcht nennt, er lebt noch, — *1 Cün Nvoruo, dem ehcmatigcn Toscana. — Pipcrno schreibt in der Widmung des עגם וי ר.רית ליוורגו ופו׳ תוך הדמותוך :ולד האיש Abr. Benod. wie eine Felsenklippe!!eher er unerschütterlich fest da, nmranschl von den slürniischcn Wogen der jndenscindlichen Strömung der Gegenwart! So feiere die hohe Bedeutung dieses Tages nicht: בעמים — beim schäumenden Weine fröhlicher Zecher, unter donnernden -Hochs und wildem. wüstem Viinu, wo der Saft der Reben, der üppige Speisegennß die Sinne rauben, und die ursprüngliche.?. ohlberechttgle Veranlassung, die zurrt Feste geladen, in den Hin!ergründ tritt. Israel, das auch sein ..Wonnegefühl" seinem Gölte weihet, kennet nicht diese rohe Freude und soll sie nicht kennen. Sehr schön und geistvoll erklärt der berührritc Darschau und -Hmachist Rabbi Asaria Pigo in seinen! בינה לעתים jenen Davidischen Vers zu Psalm 68 : .,Und die Gerechten freuen sich, jauchzen — vor Gott — darum dürfen sie sich noch später der gertosscucn Freude freuen."*) Die höhere Freude, cnipsnndcu vor Gott, erheischt eine rvürdigc, cnt!prccheude Nachfeier. Wir haben innig und sinnig das seltene Fest des hundertsten Geburtstages jenes jüdischen Veterans, des Nestors aller Kämpfer für Freiheit und Recht, in der ׳Nähe Gottes begangen, unsere Audachtsstätten hallten wider von diesem begeisterten Dithyrambus, cs rvar eine hocherhabene Freude, die uns in die Tcinpel rief; und so halten wir es denn auch für richtig, einen Rückblick ans die eben gerrossene Freude zu werfen, mit einem Worte, eine Nachfeier zu Hallen. Aber, wie eS von Israeliten erwartet wird, die alle Erlebnisse und Ereignisse an den religiösen Gedanken knüpfen, muß diese Nachfeier in der Lösung zeitgernäßer religiöser Fragen, die mit der Montesiore-Feier in Verbindung gebracht werden könnten, bestehen. Wir fragen daher.״ ״Was haben wir von der Montcfiore-Feier gelernt'?" Die Antwort folgt der Frage ans dem Fuße, wenn wir Dreierlei in's Auge fassen:!)Wessen Geburlstag feierten wir? 2) Saint feierten wir denselben? 6) Warum feierten wir ihn? Wir feierten den Geburtstag des weltberühmten ״Moses" Montesiore! Aber שפת לא ידעתי אשמע lieber Leser! Wie kann ein Mann bei der Stellung, wie sie eben Montesiore! cinnimmk, betrachten wir ihn in diesem Augenblicke! **״וצדיקים״ ■'׳ >»»b ba c* heiß!: ״ועמך בלם צדיקים״ סין ift 3irnel im?Iflgcnifincn bnrnntcr w verstehen. — Siche; תוספת בבורים bc* הגאון דאלטאנא Schluß. "ליהודים היתה אורה וששון וישמהה"! und dem!och: ״ ״ויקר״bUcbcn sic in ihrer Würde" pslcglr אאמור?צל zu überseden. Dies scheint mir Targum;n ׳?lmos t;:,.: מקימין ׳שום בגיתון" i "בישום בני עממיא n. s. w.;n meinen-, denn der Prophet! rügt die strotzende UcvpigleN anderer Völker und wirft diese!?!achalimung den Israeliten vor. Bergt. המצרך, Theil I, > ötapilct u s. w.