Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 19 (1886)
- Issue
- Heft 45 (11.11.1886)
- Article
- Jüdische Briefe aus und über Rußland
- Date
- 1886-11-11
- Page
- 707 (sequence 2)
- Language
- German
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707 lässig ist, ist der Genosse des Zerstörers." Dieses wird auch durch die Gestaltung unserer Verhältnisse bestätigt. Wir gewahren solches insbesondere bei der Betrachtung der Bestrebungen zur Verbreitung der' Bildung in den Kreisen unseres Volks. Weil man nicht sorgfältig daraus bedacht war, diese Bildung in reinem Gefäße, in der Reinheit unseres HciligthumS, dem Volke zu bringen; — weil man nicht unsere wahrhaft großen Meister der Vergangenheit sich als Vorbild dienen ließ, welche Wissenschaft und Bildung in lauterer, von dem GotteSgcsctze geheiligter Gesinnung forderten und hierfür ein unvergängliches Muster für alle Zeiten gewährten, — weil man auch in dieser Hinsicht nicht wandelte in den von den Weisen des Talmuds und deren Nachfolgern, den Gaonim und den auf diese in ununterbrochener Reihe folgenden großen Führern und Lehrern, deren Weisheit und Aufklärnng in dein Dienst des GolteSgcsetzes und der Gottesfurcht voll und ganz standen und darum diese förderten und stärkten, — weit die AnfklärnngS- und Bildungsfreunde der Gegenwart in ihrer Verblendung das Beispiel Jener nicht befolgten und im geraden Gegensatz zu ihnen ihre eigene kurze Weisheit zur Grundlage ihrer Aufklärung wählten, — darum haben sie das Gift deS AbsallS und der Reform leider nur zu sehr unter unS verbreitet und weite Kreise damit iusizirt. Diesen Zerstölern, welche in vollem Frevelmnthc unter der Maske der Gottesfurcht und Gesetzestreue das Judcnthnm zu vernichten sich erkühnen, stellten und stellen sich bedanerlichst als Genossen hoch angescheue Männer zur Seile, welche in Gottesfurcht und GesctzeStrenc in Wahrheit wandeln. Diese sind von dem Wunsche beseelt, die allgemeinen Kenntnisse, welche die Grundlage der Zivilisation der Gegenwart bilden, in jüdischen Kreisen zu pflegen und zu fördern. Die Hochachtung, welche sie derselben zollen und das Streben, ihr immer weitere Kreise zu erschließen, macht sie aber blind für daö verderbliche und frevelhafte Ziel, welches die als Träger dieser modernen Zivilisation geltenden unv bereits zur Genüge in diesen Briefen gekennzcichncten ״Maßkilim" sich gesteckt. Sic gelangen auch oft zur Uebcrschätznng des Werths der allgcmciucu Bildung, so zwar, daß sie den Bestrebungen der Maßkilim selbst bis zur Anwendung von ZwangS- Mitteln zur Verbreitung von Aufklärung — Bildung mit dem Kantschuh! — iljien Befall nicht versagen. Alle Maßregeln für die Propaganda. der Bildung erscheinen ihnen wohl angebracht. So reichen sie den Maßkilim die Hand und fördern deren verderbliche Ziele in der besten Absicht. Sic vermeinen, das Heil ihrer Glanbenöbrüder zu begründen, indem sie die Säulen allgemeiner Bildung und Wissenschaft zu er^ richten mitbestrebt sind. Sie sind von dieser übermäßigen Schätzung derselben so sehr verblendet, daß sie in diesen Potenzen den einzigen Urgrund einer gedcihlichen Gestaltung unserer Zustände erblicken, ohne diese selbst einem eingehenden Studium zu unterziehen und ohne das Endziel der Dahn ins Ange zu fassen, welches sie unter Leitung der Maßkilim — sicherlich unbewußt — verfolgen. Wären sie nicht durch dm Glanz der Bildung geblendet^ so würden sie doch min-- bestens einmal die Frage sich vorgclcgt haben: können denn diese Maßkilim die wahren, berufenen und fähigen Vertreter und Leiter ihrer Brüder sein? — Darf man die geistigen und religiösen Anliegen deS JndenthnmS ihren Händen auvcrtrancn? —sind sie vermöge ihrer Gesinnung und Handlungsweise geeignet, die Ver- Mittelung zwischen Judcnthum und moderner Zivilisation zu übernehmen'? (Fortsetzung folgt.) פרקי אבות. llebersetzt itub erläutert uoii Somson Nophael H i r s ch. (Fortsetzung.) *) 18. Er pflegte zu sagen: Bevorzugt ist der Mensch, daß er ist im Ebenbildc geschaffen. Ein besonderer Vorzug ist'S, daß cs ihm znm Bewußtsein gebracht worden, daß er im Ebenbilde geschaffen, denn cS ist gesagt: denn im Ebenbilde GotteS hat Er den Menschen geschaffen. Bevorzugt sind JiSrael, daß sie Kinder genannt sind. Ein besonderer Vorzug ist'S, daß cs ihnen zum Bclvnßtsein gebracht worden, daß sie GotteS Kinder genannt sind, denn es ist gesagt: Kinder seid ihr Gott, eurem Gott; bevorzugt sind JiSrael, daß ihnen ein kostbares Werkzeug gegeben ist. Ein besonderer Vorzug ist'S, daß eS. ihnen znm Bewußtsein gebracht worben, daß ihnen ein kostbares Werkzeug gegeben ist, mit welchem die Welt erschaffen worden, denn cS ist gesagt.׳ eine daö Gute aneignende Lehre habe ich euch gegeben, verlasset meine nicht. Die Mischna spricht die Vorzüge a>!S, deren der Mensch den übrigen geschaffenen Wesen gegenüber, sowie Israel gegenüber der übrigen Menschheit, gewürdigt worden, und erkennt es bei jedem noch als Erhöhung deS Vorzugs an, daß die Vorzüge nicht bewußtlos bescsscn werden, sondern den Betreffenden zmn Bewußt- ארם שנברא בצדם• חבה יתרה נודעת יו שנברא f •1 הוא היה אומר• הביב כצלם אדהים שנאמר כי בצים אדהים עשה את־הארם: הכינין ישראלי שנקראו כנים ^מקום- חבה יתרה נורעה) ^הם שנקראו בנים רמקים שנאמר בנים אתם דיי אלוהיכם חניכי ן ישראלי שנתן דרים כרי המרה- חבה יתרה נודעת להם שנתן להם כליי חמרה שבו נביא העודים שנאמר כי רקח שוב נתתי לבם תורתי אד־תעזבו•