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Jeschurun · 1886-09-16 · Heft 37 (16.9.1886) · p. 591

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
19 (1886)
Issue
Heft 37 (16.9.1886)
Article
Eingesandt [Nachricht] / Lehmann, Markus
Date
1886-09-16
Page
591 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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591 Zunächst habe!ch, vor unfern?lugen, ein Originalfaß, welches das noch ungereinigte Kokosnußsett ent-! hielt, öffnen lassen und habe eine Blechbüchse mit diesem Fette gefüllt und diese Büchse mit meinem Siegel belegt; ebenso habe ich von der in unserem Beisein fabrizirten, reinen Kokoönnßbutter ein Fläschchen gefüllt und auch dieses ,mit meinem Siegel versehen. Beide Proben habe ich dem chemischen Laboratorium des Geheimen Hofraths und Professors Herrn Dr. R. Fresenius zu Wiesbaden übergeben. Herr Professor Fresenius hat auf meinen Wunsch die beiden Proben einer genauen chemischen Untersuchung unterworfen. Die Untersuchung hat ergeben, daß der in Rede stehenden Butter (Fett) ein fremdes, speziell thicrisches Fett nicht beigemischt ist. sondern daß diese Kokosnuß^ butter keine andere Gestandiheile als die aus der Kokosnuß gewonnenen enthält. Ferner habe ich einen zuverlässigen, gesetzcstrcuen Glaubensgenossen bestellt, welcher die Fabrikation der koscheren Kokosnußbntter überwacht, so daß irgend welche Befürchtung in Bezug auf כשרות vollständig ausgeschlossen ist. Die Herren Boudi Söhne in Mainz haben den Alleinverkauf dieser Koschcrbutter (Koscherfett) übernommen imd sind zu jeder weiteren Auskunft gern bereit. Da die Kokosuußbutrer (Kokosnußsett) ein reines Pflanzenprodukt ist, so ist es selbstverständlich, daß sie sowohl zu Fleischwie zu Milchspeisen verwendet werden darf, daß sie also in jüdischen Haushaltungen zum Kochen, Braten und Backen, ebenso die Butter wie das Fett, Gänseschmalz, Oel rc. vollkommen zu ersetzen geeignet ist. Die KokoSnußbntter zeichnet sich vornehmlich dadurch auS, daß dieselbe alle flüchtigen Fettsäuren, die andern Speisefetten anhaften und störend auf die Verdauung wirken, entbehrt, demnach für den Magen zuträglicher und verdaulicher ist, so daß bereits hervorragende Acrzte deren hygienischen Werth erkannt haben, resp. deren Verwendung wärmstens befürworten. Der von mir bestellte jüdische Aufseher wird jede einzelne Büchse, jeden- Kübel rc. mit der Plombe der Herren Bond! Söhne versehen. Ich hoffe, meinen gesetzestrenen Glaubensgenossen einen Dienst erwiesen zu haben, indem ich ihnen ein Nahrungsmittel zugänglich mache, welches jeder Haus- Haltung nicht allein große Ersparnisse bietet, sondern auch der Gesundheit förderlich ist und an Wohlgeschmack nichts zu wünschen übrig laßt. Dr. Lehmann, Rabbiner der israclit. Ncligionsgesellschaft zu Mainz, Redakteur ^es ״JSracUt". Inserate werden die Zspaltige Petitzeilr oder deren Raum mit 25 Psg. berechnet. rf׳w Für den Inhalt derselben übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung. Insertion«- und AdonnementS-Annahmr für Frankfurt a. M. auch bei Herrn I. Kanffmann daselbst, ohne Preiserhöhung לראש השנה Grratula.tions - Klarten nur eigener Verlag. Postkarten mit Nothschild'S Stammhaus, Fakturen, Briefbogen 1c. Muster-Sortimente zu 50 u. 2 *fc, 100 gut sortirte Postkarten 1 Ji. KranKfrrrL a. W. Ed. Woelfler.; echte und wirklich schöne Maare, 50 bis i 60 cm lang empfiehlt gegen Nachnahme:; 3 St. Ic/fc, 12 St. 0 M, 100 St. 25 M. Echte Palmen, 2 St. 1 bis 11/2 *Mx M. Nath, Gärtner, Trier. In meinem Hause können noch einige! Knaben Ausnahme finden. Dieselben em-! pfangen bei vorzüglichster Pflege eine sorgsältige Erziehung. rsa.a.e X־Iit״@clt, Hannover, Artikleriestraßc 29. ׳ שופתת in großer Auswahl billigst bei I- Kanffmann, Buchhandlung. Frankfurt a. M. .כישר Bad Homburg. Hotel-Restaurant r a u n s c h w e i g השנה L empfehle Gratnlatio1rs׳Kartc» in zahlreichsten und verschiedensten Mustern und AuMhrungen. Wiederverkäufern gewähre hshen Rabatt. I. Kanffmann, ' Frankfurt a. M.;g;g;xi:cr;n;g:r1;x1:a;rT;zr:q;a:׳r1;a;ctrg0a^'1^,:'JB^ D. Storck, (Hessen). Spezialität in silbernen Synagogcn-Emrichttmgen: Kronen, Glocken, Bleche, ׳Hände, Räuchcrthürmc, 2lrmu. Chanukaleuchtcr rc. Ebenso Silber und versilberter Maaren zu HochzeetsgcschcÄken. Zeichnungen und Preise gratis. räq-irc-Ee'E' ”?^?5'־; Ojiir unser Samstags streng geschloffenes O Bankmrd Wcchselgefchäft suchen wir einen mit guten Vorkrnntniffen Lehrliiist zum baldigen Eintritt. Bewerber wollen ihre LenZniffe einsenden. Marburg in Hessen. Menke Eichelberg & Sohn.

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