Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 19 (1886)
- Issue
- Heft 31 (5.8.1886)
- Article
- Nach der Schlacht bei Emmaus
- Date
- 1886-08-05
- Page
- 489 (sequence 1)
- Language
- German
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M& 1, Jeschuru«. ß der '489 imaus Die Schlacht verhallt, die Syrer fliehn Auf schaumbedeckten Rosien, Deö Abends Dämmerschatten umziehn Das Schlachtfeld blutbegossen. Des Kampfes Getümmel, Trompetenklang Und Hufgedröhn und Schlachtgesang Schallt weit durch Berg und Thal. Schon harrt am Himmelssaum die Nacht Der fliehenden Syrerheere, Doch glüht in feuriger Strahlenpracht Noch hell das Feld der Ehre. Das blut- und leichenbedeckte Feld Bescheint vom westlichen Himmelszelt Des Tages letzte Gluth. Da ziehen die stolzen Sieger einher, Zurück von der Jagd, der wilden, Wie blitzt der Glanz auf Schwert und Speer, Wie lodert er auf den Schildern! . Wie weht so hoch der Helme Busch, Wie schmettert und jauchzt der Hörner Tusch, Wie wiehern die Rosse so kühn! Und über dem Makkabäer, da sicht Man eine Erscheinung des Himmels, Einher auf geflügeltem Pferde zieht Der Engel des Schlachtcngewimmels. Er lenkt das Roß mit der linken Hand Und schwingt mit der Rechten den Fackelbrand Des Krieges hoch empor. Da zähmt der Feldherr sein mächtiges Pferd, Sein schlachtengewohntes Toben, Er winkt mit dem blutig rauchenden Schwert Durch Sang Zebaoth zu loben. Stil! wird KriegSlürnr und Waffenklang — Ein tausendstimmiger Lodgcsang Schallt weit durch Berg und Thal: ״Furchtbarer Retter Im Schlachtcnwetter, Dein ist der Sieg, Dein ist der Ruhm, Dir, Allbenederten, -Gilt unser Streiten, Und Deinem erhabenen Heitigthnm. Mit Deinem Blitze Umzuckst Du die Spitze Des Schwertes, Zebaoth, das für Dich sicht! Leihst Macht dem Sperre, Daß vor ihm die Wehre, Des׳ Heiden,׳ - die׳ eh'rne,׳ wie Thon zerbricht. Heil Dir, 0׳ Vater Im Himmel, Berather Und Helfer Israels in Nacht und Noth! Nächtliche Stürme Umbransm die Thürme Des Tempels, nun strahlt wieder. Morgenroth. Wie Deine Sterne In azurner. Ferne Soll strahlen Dem Ruhm bis ans Ende.der Welt; Wie Wälle von Eisen Dein HauS wir umkreisen. An welchen, die:.Macht der Heiden!zerschellt. Graus soll erfassen Die Heiden, die hassen Dich, Hocherhab'ner, -und' Dein-Gebot. Ihr Szepter erhoben Sie stolz nach oben — Nun liegt es zertrümmert m Staub und Koth. Furchtbarer. Retter Im Schlachtenwetter, Dein Ruhm soll erstrahlen von Welt zu Welt. Wie Wälle von Eisen Dein Haus wir uInkreisen, An welchen die Macht der Huden zerschellt!" Stettin, 27.- Juli. S. B. Rosenhain. Korrespondenzen Md Nachrichten. Deutschland. ■$ Harmover, 30. Juli. Die zu Regensburg erscheinende ״Laubhütte" reproduzirt die in unseren Ausgaben vom 8. Juni (Nr. 23) und 24. Juni (Nr. 25) erwähnte Amtshandlung des Herrn Bezirksrabbmcr Dr. Salvc 11 di in Dürkheim (Konfirmation mit Orgelbcgleitung). Die Redaktion der ״Laubhütte" (Herr Rabbiner Di׳. S. Meyer) fügt die folgende sehr deachtcuSwerthe Bemerkung hinzu: ״Nach der höchsten Ministerialentschließung vom 24. Dezember 1834 — welche noch zu Recht besteht — ,kann der Rabbiner nicht angehalten werden, in den ihm anvcrtrauten Synagogen Gebete oder Gebräuche zu verrichten oder verrichten zu lassen, welche nach seiner Ueberzeugung durch die positiven Lehren der israelitischen. Religion nicht ausdrücklich als unbestritten zum Wesen, derselben gehörige geboten sind? Diese sehr wichtige Ministerialentschließ»ug scheint Herrn Dr. Sälmnd: nicht bekannt zu sein." Unbeschadet ihrer Stellung können die bayerischen Rabbiner auf Grund dieser׳ Ministerial-