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Jeschurun · 1886-04-29 · Heft 16-17 (29.4.1886) · p. 252

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
19 (1886)
Issue
Heft 16-17 (29.4.1886)
Article
Aus der Amsterdamer Gemeinde
Date
1886-04-29
Page
252 (sequence 2)
Language
German
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bis folgenden Freitag Zeit haben, ihre Namen in geschlossenem Bittet dem Parnaß-Präsidenten auszugeben, das für sie Bestimmte würden sie dann heimlich erhalten, so daß Niemand etwas davon erfahren würde. Am 21. April war nach Ankunft des Königs in unserer Stadt zum ersten Male große Audienz zur Darbringung der Huldigung. Auch unsere Parnassim ר׳ זמלה פייטלם ,ר׳ יוסף פויגץ und ר, ליפטן רינטל waren zur Audienz, ebenso ר, בער בועז ,ר׳ אייזק פרעגיר und ר' אלחנן רינטל״ von der Gemeindekommission. Letztgenannter hielt die Ansprache an den König, die ungefähr eine Viertelstunde dauerte. Sie wurden mit den größten Ehrbezengungen empfangen und der König gab ihnen wohlwollende Zusagen. Auch Parnassim der portugiesischen und Dcputirte der sogenannten Neuen Gemeinde waren zur Audienz erschienen. Am 25. April war im Palais großes Fest der Installation des Ordens ״De Unie". Ein Mitglied der portugiesischen Gemeinde, Or. Capadose, wurde u. A. vom König zum Ritter dieses Ordens ernannt. Des Abends wurde im Stadttheater von der städtischen Behörde dem Könige, den Ministern und Würdenträgern, sowie den Rittern des genannten Ordens ein großer Ball gegeben. Auch Private hatten dazu Einladungen erhalten, worunter von der portugiesischen Gemeinde außer Ritter Di׳. Capadose nebst Frau, auch Teixeircr NnneS und Kadet Capadose mit ihren Frauen, und von der hochdeutschen Gemeinde Abraham Cohen, Sohn von ר׳ בניסן אמיפפורט, nebst Frau. Man sagt, daß es Königs Wunsch sei, eine Vereinigung zwischen der alten jüdischen und der sogenannten Neuen jüdischen Gemeinde herbeizuführcn Auf Befehl des Königs wurde vom Bürgermeister eine Kommission ernannt, bestehend ans einem gewissen Advokaten I. D. Meyers seS ist dies der berühmte Nechtsgelehrte Jonas Daniel Meyer, der Chronist schreibt stets Meyers^ (יונה בן כ׳ דוד רינטל), Enkel von ,כ׳ בניסן אמיפפורט בנימן בן ב״ה לימד« וויגק und von der sogenannten Neuen Gemeinde ein gewisser Inda Litwak, Schwiegersohn des Dr. H. H. de Lemon. Diese drei Personen hatten auch Audienz beim König. Wie man sagt, dient ihre eigentliche Ernennung der Untersuchung des früheren Gemeindereglementö und dessen Verbesserung. Am 23. Mai wurden die drei soeben Genannten, sowie folgende sechs Personen vom Könige durch Ver- Mittelung des Bürgermeisters zu einer Kommission berufen, um die beabsichtigte Vereinigung der beiden Gemeinden zu Stande zu bringen. Von diesen sechs gehört die eine Hälfte, Parnaß כ״ה צדוק p ר׳ זמלה פייטילס, Parnaß ר, אלחנן בן פו״מ ב, ליפמן דינטל und ד בער בי יעקוב בועז zur alten, und die andere Hälfte ,הירש בן; אברהם ברעפלויא פאשטליינשילדרר איצק בן כ׳ מאיר רינטל פויאר und קלמן בן משה שוחט 352T_ zur sogenannten Neuen Gemeinde. Sie empfingen eine Einladung, um am 24. Nachmittags bei dem Advokaten MeyerS znsammenzukommen; die Zusammenkunft wurde jedoch auf den 26. verschoben. (Fortsetzung folgt.)' פרקי אבות. Ucbersetzt und erläutert von Samson Raphael Hirsch. ^■יי׳ (Nachdruck vrrboten) (Fortsetzung.) *) 2. Rabban Gamliel, Sohn des Rabbi Jehuda Hannassi, sagt: schön ist ,"NM-Studium mit bürgerlicher Geschäftöthäligkeit, denn die Beschäftigung mit Beiden läßt sündige Gedanken nicht auskomntcu, und jedes »N^N׳Lernen, mit welchem keine Arbeit verbunden ist, hört endlich auf und führt Sünde herbei, und Alle, die sich mit der Gemeinde beschäftigen, sotten sich mit ihr nur um Gottes Willen beschäftigen, denn das Verdienst ihrer Väter steht ihnen bei und auch ihre Pflichttreue besteht für iuuner, euch aber rechne ich reichen Lohn an, als hättet ihr es geleistet. דרך ארק umfaßt Alles, was daraus hcrvorgeht und dadurch bedingt ist, daß der Mensch sein Dasein, seine Bestimmung und sein Zusammenleben mit Andern auf Erden und durch die von der Erde zu gewährenden Mittel und Verhältnisse zu vollenden hat. Daher bezeichnet eS namentlich die Wege der Nahrung und der bürgerlichen Ordnung, auch die durch das Znsamnteulebcn hervorgerufencn Sitten und Rücksichten der Höflichkeit und des Anstandes, sowie Alles, was die allgemeine menschliche und bürgerliche Bildung betrifft. Der beigcfügte Grund שיגיעת שניהם ובר läßt, glauben wir, erkennen, daß hier unter דרך ארק zunächst die der bürgerlichen Existenz zugewandte GejchüftSthäligkeit verstanden ist. Es heißt hier nun nicht: hält fern/schützt vor Sünde, sondern משבחה läßt vergessen, läßt den Gedanken von Sünde nicht aufkommen. Wir glauben, daß hiermit gesagt ist, nur eine dem Studium und der selbständigen Ernährung gewidmete Beschäftigung nehme so sehr die ganze Zeit in Anspruch, daß keine unbeschäftigte Muße bleibt, in welcher vom Guten fcrnliegendcn und entfernenden Gedanken uachgehängt werden könne. Aber auch geradezu ובל תורד. ובר wer neben dem תורה Lernen nicht auch eine ernährende Arbeit pflegt, läuft Gefahr, aus Mangel das Lernen eiustellen zu müssen und sich aus Noth *> רכן נמלייאל* כגו של1 רכי יהירה הנשיא איג:ר יפה ת^מו.־ תירה עם דרך ארץ שיגיעת שניהם משבחה עין ובל1 הורה שאין עמה מלאכה סוסה בש^ה וגוררת עון וכי1 העוסקים עם הצבור יהיו עוסקים עמהס לשם שמים שזכות אביתם מסיעתס יצדקתם עומרת לער ואתם מעלה אני עלייכם שכר הרכה באליו עשיתם•

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