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Jeschurun · 1885-11-26 · Heft 48 (26.11.1885) · p. 767

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
18 (1885)
Issue
Heft 48 (26.11.1885)
Article
Amerika : New York [Nachricht]
Date
1885-11-26
Page
767 (sequence 1)
Language
German
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767 Amerika. R. Newyork. Es hat gewiß manches Interesse, die Namen der hier bestehenden 25 Synagogengemcinden und deren Geistlichen kennen zu lernen. Es sind dieses die Synagogen: Adath Israel (Eh. MaiSner), Adereth- El (M. Schweizer), Ahawath Chesed (vr. Kohut), Beth-El (I)r. Köhler), Beth Hamidrajch, Beth Iisrael Bikur Cholim (M. Lustig), B'nc Israel (I. C. Noot), B'ne Ieschurun (H. S. Jacobs). B'nc Scholem, Dcrech Emuna (H. A. Schaap), Emanu-El (Eh׳. Gottheit), Emu na Israel, Ez Chajim, Gates of Hope (Or. Browne), Hand-in-Hand (M. H. Harris), Kehillath Ieschurun, Moses Mvtefiorc, Orach Chajim, Nodef Schalom (Dr. A. Wise), Schaare B'rochv (M.Stollnitz), Schaare Nachamim, Schaare Tefilla (E)r. de Sala- Mendes), Schaare Zedek (M. Nosenzwcig), Schaar Schomajim, Scheerith Iißrael (Eh. H. Pereira Mendes. — An jüdischen Vereinen zählen wir 28: Down Tvwn Hebrcw Ladies Benevolent Society, LoniS Down Town Sabbath School, Hebrew Orphan Asylum, Hebrew Benevolent Fuel Association, Hebrew Relief Society, Hebrew Free Schools, Hebrew Sheltering Guardian Society sor Children, Hebrew Teaching Iewish boys mechanical trades, Home for Aged and Insirm, Ladies Auxialiary Society, Ladies Bickur Cholim Society. Ladies Deborah Nursery and Child's Prolectory, Ladies Lying-in Relief Society, LadieS Sewing Society of the Hebrew Orphan Asylum, Montefiore Home for Jncurables, Mount-Sinai Hospital, Mount-Sinai Training School sor Nurses, Sanitory Aid Society Lodging House, United Hebrew Charites, Doung Ladies' Charitable Aid Society, Joung Ladies' Charitable Sewing Society, Freundschafts-Club, Harmonie-Club, Mainronides Library Association, Metropolitan Club, Progreß Club, Joung Men's Hebrew Association. R. Newyork, 6. November. Herr Eh. Köhler von der Reformgemeinde Beth-El hat eine Aufforderung an alle seine Kollegen, die Nesormrabbiner Amerikas, ergehen lassen, sich am 16. d. M. in Ptttsburg Pa. zusammcnzusinden, um sich zu einer gemeinsamen Aktion zum Heile und Frommen der Reform zu verbünden. Was Reform und was Orthodoxie unter den hierländischen Rabbinern verstanden wird, ist freilich nicht ganz klar; ich glaube deshalb, daß jede Veranstaltung, durch welche diese Begriffe geklärt werden, nur nützlich sein kann. Unsere Rabbiner sollten doch endlich einmal aus dem Gehege der Phrase hinauslreten und uns genau sagen, wäS ihnen als Iudenthum gilt. Und ebenso wäre es sehr zu wünschen, wenn auch unsere Presse ihren Lesern klar und bündig verkündete, welchen thatsächlichen Begriff sie mit dem Worte Iudenthum verbindet. Nur Klarheit, nur Klarheit, meine Herren! Da empfehle ich Ihnen denn doch Herrn Eh. Isaak Wise in Cincinnati, welcher zugleich die Mitglieder des jüdischen Literarischen Vereins aus denselben Tag nach Pittsburg ladet. Der macht doch kein Hehl auseinen Prinzipien.; j.v; K. Philadelphia, 7. November. Ich. möchte. Sie um so mehr bitten, der folgenden Bemerkung eine - Stelle in Ihrem geschätzten Organ zu gewähren, als dasselbe ja mit so vieler Wärme für die Sache unserer-' Brüder cintritt, welche in inhumanen Ländern leiden < und von dem Unglück des ewigen WanderuS verfolgt ' werden. Nach ungefährer Schätzung sind von diesen unglücklichen Brüdern in den Vereinigten Staaten während der letzten drei Jahre, das gegenwärtige mitgercchnet, an 30 bis 36 Tausend Seelen angekommcn, und gewisse Maßregeln europäischer Negierungen bewirkcrEeinen fortwährenden Zuwachs dieser Einwanderung. Die hiesige Regierung aber schaut mit Bcsorgniß auf dieses Anschwellen der bedürftigen Bevölkerung dieses Landes. Sie hat deshalb ein Gesetz erlassen, nach welchen: keinem Fremden der Zutritt gestattet wird, welcher nicht den Nachweis liefert, daß er sich selbst zu ernähren im. Stande ist. Als Norm wird angenommen, daß der, Einzelne zum wenigsten eine Baarschast von fünfzig. Dollar, und eine Familie von fünf Köpfen wenigstens' eine solche von hundertfünszig Dollar nachweist. Es,, ist nach amtlichen Berichte in Newyork allein 671 Ein-'. ' wanderungslustigcn der Eintritt in das Land verboten^ und dieselben zur sofortigen Rückkehr gezwungen worden. '׳ Man hüte sich also in Europa, unsere armen Brüder -' nach Amerika zu verschicken, es sei denn, daß man sies zugleich mit der erforderlichen Baarschast versehe, odervielleicht noch besser für sie bei den hier und in New- York bestehenden jüdischen Einwanderungs-Vereinen dieselbe einzahlt. Geschieht dies nicht, glaubt man in Europa, für die bedauernswerthen Glaubensgenossen genug gethan zu haben, wenn man für sie die Schiffskarte nach einem amerikanischen Hafen bezahlt, so ist man ’ מתחייב בנפשם. Man sendet sie in neues Elend. Möge solches beherzigt werden, und möge man nicht leichten Herzens mit der Verschiffung der Armen Vorgehen! Chili. * Es sind hier fünfzehn jüdische Familien, Flucht« linge aus Rumänen und Rußland, angelangt. Höffentüch gelingt es denselben, sich in diesem Lande eine gesicherte Existenz zu begründen. China. * In dem letzten Jahre hat sich die Anzahl der. Juden in Shangai durch fremden Zuzug sehr vermehrt, so daß das Bedürfniß und die Möglichkeit der Errichtung einer großen Synagoge dringend hervorgetreten ist. Dieselbe wurde zum jüngsten Rösch- Haschono eingeweiht.

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