Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 18 (1885)
- Issue
- Heft 35 (28.8.1885)
- Article
- Amerika : New York [Nachricht]
- Date
- 1885-08-28
- Page
- 559 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Motto: ״Der Worte sind genug gewechselt, laßt mich auch endlich Thatcn sehen." Szene: Eine Konferenz (die Doktoren A., B., C., D. u. s. w.) Mephisto jr. (tritt ein, den Hut in der Hand): Hochangesehene, sehr gelahrte und sehr ehrwürdige Sünder! — Dr. A.: Bitte, keine Komplimente, zur Sache. — Mephisto jr.: Ich habe die Vorlagen ausgearbeitet und stelle solche hiermit zu Ihrer Berathung. Lesen Sie. (Ab.) — Dr.B.: Das ist für mich. Ich will lesen. Was? Nichts von Sonntagsgottesdienst? Ich bleibe nicht länger! (Ab.) Dr. C.: Ach, jetzt komme ich. Was? Beibehaltung des Hebräischen? Nichts für mich. (Ab.) — Dr. D.: Nutze auf der Gallerie! Jetzt komme ich. O! was ist das? Darf ich meinen Angen trauen? Im neunzehnten Jahrhundert! Glauben an die Offenbarung am Sinai? Pfui! (Ab.) — Dr. E.: Ruhe! Chaswescholaum! — Ach! Ja! Sehr gut, sehr gut! — Aber was ist das? Bedenken wegen Mischehen! Adien! (Ab.) — Dr. F., G., H. lesen das für sie Bestimmte und entfernen sich mit Zeichen des Avschcues. — Mephisto jr. (tritt wieder auf) seufzend: Ach! Die Synode findet nicht statt. Laßt uns Kaddisch sagen, meine Herren. (Die wenigen anwesenden Zuhörer und Berichterstatter brechen in Thränen aus.) Persien. * Das ״Ausland" schreibt, daß in Persien unter einer Gcsammibcvöikerung von 7 653 000 Seelen 19 000 Juden sind. Pana m a. * Der große Kanalbau hat hier ein neues Leben thatigen Schaffens und Treibens erzeugt. Wie schon früher in dieser Zeitung berichtet, befinden sich unter der hierher gezogenen Bevölkerung auch Bekenner des Judenthums. Wie dem ״Jewish World" berichtet wird, dokumentircn diese ihr Bckenntniß vor Allem durch die Sabbathfcier. Die bedeutendsten und meisten jüdischen Geschäfte sind am Sabbath geschlossen. Ob für שחיטה und מקרה, sowie für religiösen Unterricht Fürsorge getroffen ist, darüber schweigt der Bericht. Dagegen erwähnt derselbe eines jüdischen Begräbnis und Wohlthätigkcitsvereins, welcher in gedeihlicher Entwickelung begriffen ist. Ein hochherziger nichtjüdischer Mitbürger, Herr William Nelson, ein geborener Schotte, hat dem Verein unentgeltlich ein Grundstück zur Anlegung eines jüdischen Friedhofs überlassen. Dem edlen Manne ist bei seinem kürzlichen Ableben eine Gedenktafel auf dem jüdischen Friedhöfe errichtet worden. Eine Synagoge ist nicht vorhanden, jedoch versammeln sich die Glaubensgenossen, Männer und Frauen, am Sabbath und Festtage im Hause des Herrn Isaak Delvalle, um nach sephardischem Minhag gemeinsam Gottesdienst abzuhalten. Inserate werden die Sspaltige Petitzeile O Für den Inhalt derselben übernimmt die oder deren Raum mit 25 Psg. berechnet. Redaktion keinerlei Verantwortung. Insertion«, und Abonnements-Annahme für Frankfurt a. M. auch bei Herrn I. Kaufsmann daselbst, ohne Preiserhöhung Der ZtelltttilchNtlS-Dereill jüdischer Kaufleute (שומרי שבת) weist seinen Mitgliedern Stellungen in an Sabbath und Festtagen geschlossenen Geschäften nach und nimmt von Geschäftsinhabern etwaige Vakanzen gerne entgegen. Offerten an den Schriftführer Martin Fraenkel, Breslau, Schwertstraße 5a. In meinem Hause können noch einige Knaben Aufnahme finden. Dieselben em« Pfangen bei vorzüglichster Pflege eine sorgsältige Erziehung. I@aac Hirsch, Hünuover, Artilleriestraße 29 ln Für einen die Handelsschule M! ״ in Frankfurt a.M. besuchenden H j U jungen Ausländer wird in jj ׳ M einem respektablen religiösen [u! m Hause eilte gute Pension ge׳ M S sucht. Offerten sub. A 504 [n sind an die Expedition des N n Jeschurun in Hannover zu " jU richten. כשר FalkeDStein im Taunus. Dr. med. Hirsch’s EinezuvcrlässigejudlscheKochttr wird zum 1. Oktober d. I. gegen hohen Lohn gesucht. Offerten unter I. P. 5578 bef. Rudolf Masse, Berlin 8VV. '' -Frankfurt a. I כשר Sanatorium für ifrael. Nervenleidende u. Wasserheilanstalt. Kmtifche jeilsHült uub MmsseranM für Brustkranke, Blutarme und Ncrvenlcidendc, durch Neubau be. deutend vergrößert und mit allem Komfort. Wintergarten rc. versehen. — WinLerkur. Staatlich konzessionirt. ׳ Am Fuße des Taunus gelegen. Streng koscher. Arzt im Hause. Bei komfortabler Einrichtung mäßigePensionSpreise. Nähereenthalten die Prospekte. Dr. med. E. Rosenbaum Frankfurt a. M. D2-2C