Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 18 (1885)
- Issue
- Heft 5 (29.1.1885)
- Article
- Rußland : Odessa [Nachricht]
- Date
- 1885-01-29
- Page
- 79 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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79 im Betrage von je tausend Rubel zur Rückzahlung innerhalb sechsunddreißig Jahren zu 5 "/« per animm vorzu strecken. R 1t m ä ui c n. || Dem zu $h)t erscheinenden ״Hamagid" wird von einer Anzahl jüdischer Hausircr eine Denkschrift übersandt, welche als ein Angstschrei und ein verzwciflungsvollcr Hülfcruf unserer 'unglücklichen Brüder nicht unbeachtet bleiben sollte. Sic schildern ihren Nothstand in den beweglichsten Ausdrücken. Sie, die nicht nur selbst im Lande geboren, sondern deren Eltern und Großeltern auch bereits eingeborene Rumänen gewesen, werden als ״Fremde" behandelt und sehen sich in Folge des gegen sie gemünzten Hausirgesctzcs zum Hnngertode mit den Ihrigen vernrtheilt. Wenn sic dem Heimathlande, das ihnen zur Hölle geworden, den Rücken wenden wollen, so verweigert man ihnen die Pässe, weil sie Fremde seien. Sie wissen sich nicht ein noch aus in der Angst ihres Herzens und dem Drucke und der Verfolgung. Aber nicht die Rumänen allein klagt dieses Schreiben an, sondern auch die eigenen angesehenen und reichen Brüder, die kein Herz für die unglücklichen armen Brüder haben, die nichts für diese Elenden thun, sondern nur an sich selbst denken und ihren eigenen Vorthcil wahrnehmen sollen. Wie ein Hohn erscheint ihnen, den Aermsten, die erreichte Emanzipation, welche aber nur den Reichen, nicht aber ihnen, die man zur kurzen Hand als Fremde erklärte, zu Gute kommt. Die Redaktion deS ״Hamagid" bezeugt die Ehrenhaftigkeit und Zuverlässigkeit der Unterzeichner jener Denkschrift. Sollte cs wahr sein, was darin über die Reichen und Vornehmen gesagt wird, dann ist kein Tadel scharf genug um diese sträslichc Gleichgültigkeit an den Pranger zu stellen. Wir hoffen, diesen Vorwurf als nicht gerechtfertigt zurückgewiesen zu sehen. — Was soll aber ans unseren armen rumänischen Brüdern werden'? Diese Frage richten wir wiederholt an die gesammte Iudeuheit. Von ihrem Geburtslande als Fremde behandelt, überall zurückgcwiesen — wo sollen sie hin?? Palästina. N. Von Herrn Rabbinowitsch ans Warschau, als Vertreter des Kolonisationsvereins חובבי ־צירן, ist ein sehr günstiges Terrain zwischen Safcd und Tiberias zum Zwecke einer jüdischen Ansiedelung angckaust worden. Dasselbe umfaßt 1600 Hektar Ackerland nebst vielem Wein- und Gartenland, sowie Wohn- und WirthschaftSgcbäuden und hat 120000 di gekostet. Namentlich ans dem südlichen Rußland werden sich daselbst viele Kolonisten niedcrlassen. Znscrate werden die Zspaltige Petitzeile -44 O ,׳K>E' 'AM' Für den Inhalt derselben übernimmt die oder deren Raum mit 25 Pfg. berechnet. 1 f ־/$] % M) V־־$ 4 ׳'♦> Redaktion keinerlei Verantwortung. InsertionS- und AbounementS-Annahme für Frankfurt a. M. auch bei Herrn I. Kauffmann daselbst, ohne Preiserhöhung Zn meinem Hanse können noch einige! Knaben Aufnahme finden. Dieselben ein- | pfangen beivorznglichsterPflege eine sorgfälj tige Erziehung. Isaac Hirsch. eidenslaufer, Berlin NW. Pianinos! 15 Mark monatlich Beil-Orgeln י Katalog gratis. §annoticr,’ Artilleriestraße 29 ParochcS, Sefcrmätttclchcn, Schulchänderten 11. s. w. in echter Goldstickerei liefert in eleganter! Anöfiihrnng billigst! F r a n k f u r t a. M. 1. Kauffmann. NSL על Zum bevorstehenden Pcstach-Feste bringen wir unsere als vorzüglich bekannten Weist-, Roth-, | Dessert- und T okay er Mediziualtverne empfehlend in Erinnerung. f. Wir versenden gegen Nachnahme des Betrages Probckisten, enthaltend: ‘זך Flaschen in verschiedenen Primasorten, inll. Glas und Kiste .... 19 Mark /I tt tt rr tt tt ,, ,, ,, ....;$7 Äkürk V Flaschen Dessert- und Tokayer dNedizinalwein, intt. Glas und Kiste . 18 Mark Bei Abnahme von 50 Flaschen oder 50 Liter im Faß aufwärts, entsprechend billiger.!■’; L. Fischer & Comp., München, 5 Gärtnerplatz 5. Attest von Sr. Hochwürden Herrn Rabbiner Dr. I. Hildcshetirier, Berlin. i