Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 18 (1885)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1885)
- Article
- Kollektiv-Berichte aus Ungarn
- Date
- 1885-01-01
- Page
- 6 (sequence 2)
- Language
- German
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wir uns auch der möglichsten Fcrnyaltung von einer גאוניס versehen, und so entstanden Normen, von welchen persönlichen Kritik befleißigen wollen. Wir wollen nicht gesagt wurde ,21-722 אי! 2זיזין. — — untersuchen, wclche Erwägungen für den Eintritt und das Scheiden mancher Mitglieder maßgebend gewesen sind. (5$,,blieb schließlich nur noch ein Platz für zwei Kau;, listen übrig, wodurch das Budget in seinen Ausgaben eine sehr erwünschte Hcrabminderung erfuhr. Es kostet uns viel Ucberwindung, die verehrnngswürdigen גדולים* ו״ל, welche in ihrem frommen Eifer zum Werkzeuge in der -Vaud des Herrn Reich sich gebrauchen ließen, in die Distussion hineinzuvringen, doch der Gegenstand unserer Betrachtung ist mit denselben so eng verwachsen und verwebt, daß wir sic unmöglich untgehcn können; und bei aller Verehrung, die wir dem Andenken der verklärten זצ״ל;ollen, können nur cs uns nicht verhehlen, daß die trostlose Situation! ohne ihre, wenn auch nur passive Mitwirkung, nie solche '! Dimensionen angenommen hätte.! Der fromme Rabbiner D. war's in erster Reihe, j der für die Interessen der Leitung gewonnen wurde. ן Er Ließ sich bewegen, einen größeren Theil seiner kost- ן baren Zeit, die er Zeitlebens weihte ן לעבוד את ה׳ ביראה ולהרביץ תורה בישראל.• in einem Kabinet der j Durchführnngskommission;11 verbringen, und so oft cS; galt, etwas ״durchzuführen׳׳, erbat sich sein הבב2ה. : — Diese הסכמות ließen keinen Widerstand und keine : Appellation mehr zu und verliehen Herrn Reich die Glorie : der ״Allmacht" und ״Unfehlbarkeit". — 311 selbst-! verleugnender Bescheidenheit oindizirtc Herr Reich die Priorität seiner herrlichen Ideen dem רבי״", wie er stets auf den Lippen die Worte führte הרבי •טלרזני לעשות את כל המעשים האלה ■בי לא 2לבי nicht seinem, sondern dem Willen des רבי״" suchte er Geltung zu verschaffen. — Doch die mißtrauische, böse Welt wollte immer das Gcgenthcil dieser Behauptung glauben. — ״Vorsicht ist die Mutter der Weisheit", dachte Herr Reich, und seinem spekulativen Geiste war cS nicht schwer, ein neues approbatcs Mittel zu ersinnen, um sich auch ferner unter ״guter Deckung" zu fühlen. — טוב אתה לישראל סתר מגלגל המה sprach er;um ״רבי״, und hat ״auch - die Sonne ihre Fleckchen", auf dem רבי״" soll kein ״Fleckchen" ruhen.und so pcrsuadirte er den רבי״", daß er bei den meisten wichtigen Anlassen dem hochverehrten גאו; וצדיק ז״ל auS H. die Nothwendigkcit der Proklamirung der vorherrschenden Ideen und unerläßliche praktische Durchführung derselben warm au's Herz legte und seine maßgebende Sanktion hierzu erbat. Der גאון זצוק״ל aus H. vertraute der Einsicht seines Kollegen ans G., und mit der Klausel אגבי בחרן ור2״ת •ני" בפגים fugte er sich, und so waren die Neich'schen Kundgebungen mit den Respekt einflößenden NamcnSfcrtigungen zweier hervorragender. Wir ersehen hieraus, daß der H... r גאון זצ״יל nur unmittelbar Theil genommen, und fast getrauen nur uns zu behaupten, der allverehrte כאין צדיק ועגיו ז״ל aus H. hatte oft keine Ahnung davon, was alles in seinem Namen geschrieben und kolportirt wurde, und wahrlich, er hat die 3nvektion, mit welchen die ״jüdische Presse" vor Jahren ihn überhäufte, nicht verdient. — Es hat uns tief geschmerzt, einen hochverdienten גאו; וצדיק in einem den orthodoxen Prinzipien huldigenden Blatte geschmäht zu sehen, — und wir sprechen cS bei diesem Anlässe offen ans, wir möchten eö nicht auf dem Gewissen haben, hochverehrte Koryphäen des Indenthums irre geführt und zu Handlungen verleitet zu haben, durch welche das hohe Ansehen und die allgemeine Verehrung, deren sie sich stets zu erfreuen hatten, gewaltige Einbuße erlitten. Ans Kosten der Ehre unserer גאוגים suchte man sich eine Stellung zu sichern.. — Eine wahre Hetzjagd auf גאוגים מופלגים wurde inszcnirt nnd ein Ehaos heranfbeschworen, in welchem es wie von den תלמידי הבמים שבבבל heißt:;שונאי זה אה זה auch die ungarischen גאונים feindlich sich gegenüber standen und noch gegenüber stehen.' Weit trauriger noch gestaltete sich die Situation nach dem Ableben dieser Gaonim, denn an diese wagte man sich doch nicht mir absurden Znmntyungcn heran. Es w.-rdcn wohl auch in jener Aera manche verhäuguißvollc Gewaltakte bewerkstelligt, aber immerhin mußte Herr Reich eine gesunde Unterlage für seine Propositioncn suchen, sonst stieß er aus Wiederstand. Nach dem Ableben dieser Großen unterordncte (?!) sich Herr Reich chassidäijchen גדולים, die mit jeder Fiber und Faser an die פסק ב״ד-Sentenzen sich klammerten, durch deren Intervention die sonderbarsten Pläne des Herrn Reich üppig gediehen. (Schluß folgt.) Mchigestirne Historische Novelle aus der Fendalzeit Ungarns. Von Samuel Verth old NoSuer. (Aachdruck vcrbotc» u. Uet>cr־ fc$un!v:>mö1 vordchaUcn. (Fortsetzung.) Johann weicht zurück mit verhaltenem Unmuth über die Störung seines Vorhabens. ״Weißt Du keine gelegener Stunde zu mir kommen?" ״Nein", sagte Mara mit cigeuthümlichem GesichtSauSdruck, keine gelegenere Stunde und keinen passenderen Ort. Die Nacht wird Dir meine wnthzuckenden Mienen verdecken, der Wind wird meine