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Jeschurun · 1884-11-20 · Heft 47 (20.11.1884) · p. 749

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Journal
Jeschurun
Volume
17 (1884)
Issue
Heft 47 (20.11.1884)
Article
Österreich-Ungarn : Troppau [Nachricht]
Date
1884-11-20
Page
749 (sequence 2)
Language
German
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749 sich gegen diesen finstern 6) ei st haßerfüllten Vorurthcils wendete und folgenden Beschluß durchsetzte: .,Die heutige , Versammlung des deutschen Vereins in Troppan erklärt, I solidarisch mit den anderen Deutschen Oesterreichs.! gleichviel welcher Konfession, insofern .sic für die Er- Haltung und Kräftigung des deutschen Volksthnms einstehen, die nationalen deutschen Interessen mit Entfchiedcnheit zu vertreten, sowie an bcn Grundsätzen des Liberalismus fcstznhaltcn." A. Pres;bnr;z, 1r>. November. Gestern wurde! die Deputation der hiesigen orlhodoxäsraelitischen Knltnsgemeinde naehdein am I I. d. M. (St. NNartinstag) die Ucbergabe der Martinsgünse in der Ofener Hofbürg slattfand — die hohe (5Hre zu Theil, von Sr. Majestät dem Kaiser-König in Privatandicn; empfangen zn werden. Die Gepflogenheit der Ueberreiehnng der MartinSgänsc ist schon ein sehr aller Gebrauch. Der Ursprung desselben läßt sich nicht genau angebeu. -- Während Einige diese Gepflogenheit mit Karl VI. und einige mit Frau; TI. in Berührung bringen (siehe Nr. 47, Jahrgang 1 883, des Ieschnrnn), wollen!nieder andere dieselbe von Maria Theresia Meilen. Ich finde hierüber die folgende Notiz״ .׳Während des int Anfang der Negierung Maria Thercsiens aungebrochenen Erbsolgckricges war Oesterreich von fremden Armeen überschwemmt, die Hauptstadt belagert und ein großer Mangel an Nahrnngomittel fühlbar. Da unterzogen sich einige jüdische Kanflcnte der großen Gefahr, die j feindlichen Linien zu passircn, dainit der kaiserlichen! Tafel nichts mangele, und .mit vielem Geschick und! Geld gelang cs ihnen, dem kaiserlichen Hofe in Wien - die besten Lcbensnlittcl znzusendcn. Die Kaiserin bej hielt immer die schönen Gänse im Andenken,!velche die! Juden so fett zu machen verstanden. Leit dieser Zeit boten sic jedes Jahr immer zwei fette Gänse der Kaiserin dar, und auf ihre Bitten verordnetc die Kaiserin, daß ihre Nachfolger in jeder zweiten Woche des Novcmber verpflichtet sein sollten, eine Deputation der Prcßburgcr Inden mit zwei fetten Gänsen zu empfaugen (Ieschnrnn 1863). A. Prchbürg, 16. November. In der jüngst stattgehabten städtischen Bcrwaltungssitzung berichtete der Schnlinspcklor Herr Joseph v. Noth: Daß das hohe Ministerium für Kultus und Unterricht in einer kürzlich hcrabgelangten Verordnung ausgesprochen hat, daß der Schulinspektor als Ministcrial-Kommissär für die Ieschiba und Talinndschulen nur die Zeugnisse derjeuigcn Schüler im Sinne des vorjährigen dicsbezüglichen Erlasses zu unterzeichnen hat, die im Schuljahre 1883/84 in die genannte Schule eingetreten - sind, da der genannte Erlaß keine rückwirkende Kraft besitzt. Demnach können solche Vachnrim, welche bis 1883,84 die Prcßburgcr Ieschiba besuchten und keine Prüfung über vier Gymnasialllassen abgelegt haben, dennoch zum Rabbiner ernannt werden. Holland. w Arirsterdiiin, 14. November. Bor einigen Monaten hat sich hier ein Wohlthätigkeitsvcrciu gcbildet, der recht viel Nachahniuug finden sollte; sein Ziel ist das schöne Streben, an der Freude!tnscrcr armen Familien thätigen Antheil zu nehmen. — Der Verein ״Ehiunoch Ha-Nearim" hat den Zweck, ttubemilteUen Glaubensgenossen, wenn ihre Kinder בר מצות werden, alles Nothwendigc zu liefern. Der jährliche Beitrag für die Mitglieder ist ans <><» Ecnts festgesetzt, zwei Mal des Jahres, im Iannar und Juli, wird für je!60 Ncitglieder ein Preis ansgcloost, bestehend ans: Nock, -Hoselt, Weste, Hut, ein Paar Stiefel, Halsbinde, ein Oberhemd, zwei Unterhemden, zwei llnterjacken, ein Paar Unlcrbcinfk'ibcr, zwei Paar Strümpfe, außerdem ein Paar תפילץ, ein wollenes סליה, eine תפלה, ein ארבע בנפות, ein Satz חומשים und מחזורים sowie fünf Gulden, um solche beim ״Ansrufen" spenden zu können. Das gewinnende Mitglied hat die freie Verfügung über den Preis, er kann ihn für sein eigenes oder für irgend ein armes Kind vcrwenden. — Der Verein ist natürlich ans die Unterstütznng unserer besser silnirtcn Brüder angewiesen; möge ihn! dieselbe in reichem Maße zu Theil werden, er ist derselben werth. England. .1.(1. Birrtiilnzliant, im November. Ich habe Ihnen, geehrter Herr Redakteur, von einem srendigcn Ereignisse, denn so darf ich es in der That nennen, zu berichten. Dem Studium des Gesetzes ist in unserer Stadt eine würdige Stätte errichtet worden, dank der Hochherzigkeit des Herrn Großbaum, )velcher sich i ein Bell) Hamidrasch hat bauen lassen, in welchem er! selbst regelntäßig .,vorlcrnt", und das er einem Jeden j zur Verfügung stellt. So ist hier jetzt die allgemeinste! Gelegenheit geschaffen, dem GejctzeSstndinm obzulicgcn.! Am vergangenen Simchath Thora!veihte Herr Groß-! bann! sein Bcth Hamidrasch feierlich ein. Er hatte! dazu eine Anzahl Freunde geladen, die er in der liebens-! lvürdigsten Weise hernach bei einem splendiden Bankett j vereinigte. Möge cs Herrn Großvanm bcschiedcn sein,; sich seines srommen Werts noch lange zu erfreuen und! dasselbe dazu beitragen להרביץ תורה ולחארירת. I Türkei. ■ i * Der Alliance Israstlite Universelle wird über! die Bevölkerung der Provinz Maecdonicn berichtet, daß j dieselbe sich ans die Städte Salon ich! mit 30 000, \ M onastir mit 4000, Serres mit 1086, Ustiup

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