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Jeschurun · 1884-11-13 · Heft 46 (13.11.1884) · p. 734

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Journal
Jeschurun
Volume
17 (1884)
Issue
Heft 46 (13.11.1884)
Article
Österreich-Ungarn : Nikolsburg [Nachricht]
Date
1884-11-13
Page
734 (sequence 2)
Language
German
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734 wenn es galt, den Willen seines himmlischen Vaters zu erfüllen, und gerade hierdurch sein Ruhm und Anscheu in der Welt groß wurde׳, so auch Sir Muses Monlesiore. dessen Namen in Ehrfurcht ans dem weiten Erdenrund genannt wird, und an den buchstäblich!",:::1צד'ק פ״בזר ־יפרח בארז ני sich bewahrheilet. Darum ist ihm auch in seinem Aller beschieden ידן ורענן rüstig und geisteosrisch zur Freude aller Edlen unter den Menschen zu weilen. Dies in gedrängter Kürze der Inhalt der zündenden, in Form und Bortrag gleich lresslichcn Rede. Mögen unsere Gebete für den edlen Glaubensgenossen und Menschenfreund, und die Segenswünsche, welche and allen Welttheilen dem edlen Jubilar emgegengebracht wurden, Erhörimg finden, darunter auch die, welche das hiesige Nabbinal ihm in einem hebräischen schreiben ausgesprochen hat. ושצז״קי הדביש נבוכים לעודם ועד. Mos. L. lt ohn, Nab.-Assessor. -r- 5^rakan, 3. November. In Ergänzung des Berichtes über Exzesse in Krakau telegraphirt man von dort: Die vom Polizeikvmmissär Mazurkiewie; geführte Untersuchung bezüglich der gestrigen Ltraßcnexzcssc ergab, das; die Banden, welche die Fensterscheiben einschlugen, anvom Friedhose zurückkehlenden Handwerksbmjchcn bestanden, die von einem Kellner augcsührt waren, der sammt sechs Exzedcnten verhaftet wurde. Die polizeilichen Recherchen dauern fort. Holland. 2' Amsterdam, 4. November. Unter der Ueberschrist: ״Der Papst und Dir Moses Monlesiore" schreibt der ..Nieuwe Amsierdamsche Courant'': ״Der Papst hat dem Menschenfreunde seine Huldigung dargebracht, welcher, wie so viele seiner Glaubensgenossen, ein warmes, treues Her; für die leidenden hat, für die Bersolgtcn, für Alle, welche des Trostes und Beislandes bedürfen." Ueber das merkwürdige Leben des Herrn Monlesiore sprechend und all das Gute, das er für seinen Glauben, für die Freiheit und für die Armen gewirkt, sagte der Papst: ״Montcsiore's edler Karakter ist würdig, von ben höchsten Personen der Christenheit nachgestrebt zu werden!" — Diese Worte werden sicherlich Hnnderttansende mit Geinigthmmg erfüllen und Manchen zum Nachdenken anrcgcn. In unserem Lande und vor Allem in unserer großen Stadt wissen wir ans Erfahrung, wie man selten oder nie bei den Glaubensgenossen Monlesiore'S vergebens auklopft, wenn cS gilt. Jemandem zu helfen, für die Armen zu sorgen, oder im Interesse der Freiheit thälig zu sein. Den Tugenden, welchen das Haupt der katholischen Christenheit in Monlesiore huldigt, verdankt unsere Stadt so außerordentlich viel, daß wir gern die Gelegenheit ergreifen, im Anschluß an diese Erklärung des Papstes ein Wort der Dankbarkeit den Männern unseres Landes;u weihen, welche, in Montcfiore'S Fußstapfen tretend, gleich ihm durch Wohllhun, durch die Thal, praktisch ihren Glauben bekennen." Ä״ Klus Holland,?.November. Auch in unserem Lande haben in allen größeren und kleineren Gemeinden Feierlichkeiten zu Ehren unseres großen Glaubens-׳ genossen, S i r M o se s M o n t c] i 0r c, stattgcsnndcn; die Spalten unserer jüdischen Blätter sind voll von Feslberichlen. — Aber auch fast alle politische Zeitungen unseres Landes haben den großen Philantropcn gefeiert. England. Pis London,?. November. Ich freue mich, im Gegensatz zu den in Umlauf gesetzten beunruhigenden Gerüchten berichten zu können, daß Sir MojeS Monteftorc sich relativ wohl befindet. Die Aufregung der vergangenen Tage ist allerdings bei dem Hundertjährigen nicht spurlos vorüber gegangen. Ihm ist absolute Ruhe verordnet. Die Königin hat durch wiederholte Erkundigung nach seinem Befinden ihm ihre Theilnahme bezeugt. Ml')il'ic.mus und Iudenthum. Bon (1 v i c b 1־ i äj fR 011. {•JIIlo :!ieduo i'LU'bi'liah'.'it.) .Fortsetzung.) Zweites Kapitel. Wie Lewinski voransgesehen, waren sie die einzigcn Gäste-, dennoch verlangten sie ein Extrazimmer, um ungestört zu bleiben. Die Küche bei Kohn war in der Thal exquisit, und auch sein Keller ließ nichts zu wünschen übrig. Lcwinski suchte seinen Stolz darin, den Freund auf's Feinste zu bewirthcn. ״Also habe ich auch wieder einmal koscher gegcssca," sagte Herzkow lachend, indem er mit der Serviette über die Lippen fuhr, ״cs ist gar nicht so schlecht. Dennoch glaube ich nicht, daß Sie noch lange in dieser Beschränkung verharren, die menschliche Natur bäumt sich gegen jeden Zwang." Lcwinski murmelte einige unverständliche Worte, dann erinnerte er den Freund abermals an dessen bereits erwähntes Versprechen. Herzkow neigte zustimmend das Haupt. ״Ich halte Wort," versetzte er tief aufathmend; aber er saß noch eine Weile schweigend da, in seinen Sessel znrückgelehnt, die Arme auf der Brust über einander gekreuzt, das Haupt gestuckt. Sein Athen! ging schwer und doch rascher als gewöhnlich. — Endlich begann er, jedoch ohne seine Stellung zu verändern: ״Meine Eltern wohnten in K....W , wo mein Vater

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