Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1884)
- Issue
- Heft 44 (30.10.1884)
- Article
- Österreich-Ungarn : Aus Ungarn [Nachricht]
- Date
- 1884-10-30
- Page
- 702 (sequence 2)
- Language
- German
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beulen zuti ng. Er sprach noch viel über die! bilden und niedcrlrächrigen <vrcimnm־cr, sowie über die , Weltherrschaft der ״;,lüinncc israelite", die ihren Thron in Paris ansgeschlagen Hope, am denen demoinlrirend, wie ci111fc1rc11)t er öder ihr Gebühren in. indem er ihren Begründer Eremieur, den ckuslizluinisier der;weiten , und dritten Oeepublik, als jüdischen. Nabdiner dezeichnete. i Simonhi, der sich hinter die (Prosen Szap.nh unb : Bichh poftiuc und von dort seine Zivischenrnse erschollen liest, wurde von denselben von! Platze gewiesen. und als er sich ans sein Recht berief, überall stehen .;11 I dürfen, er!lsegnete im (91־. Szaparh: ״Stehen dürfen! sic überall, aber reden nirgends." Der (Geistliche 1 Zimanydi bediente sich einer solchen Redeweise, dos; : die Damen den Daal verlassen mußten. Er sprach so; viel Ungereimtes, das; selbst nicht sehr judensrenudliche Blätter, >vie ״Pesti ׳Rapl״ ,"׳'׳ORagyar Korona" ihre Enlrüslnug darüber ansdrücken. Das antisemitische ״Budapefti Hirlap" schreibt, das; nach allen diesen Neben; der Autisemilismus i 111 ungarischen Parlannune;11 Ende; sei. DaS gebe Gotik ' Wien, 10. Oktober. Der ״Berein zur Unterstützung mittelloser israelitischer Stndirender in! Wien" unterstützte, wie ans dem Kien erschienenen! Jahresberichte hervorgeht, im Slitdicnjahrc 1883,Kl 338 Dlndirende (18s 3tubircnbc der Bledizin, זר Dorer der Rechte, 10 -Dorer der Philosophie, סר Sludirende der Technik, 3 Dorer der Dochsehnle für Bodenkultur, 7 Pharinazenten und 13 Veterinäre) und verausgabte zu diesem Zwecke 3107, fl. 80 kr. Engl a n d. Bonbon, ^-1. Oktober. Dir Moses Monte fivre hat dem spanisch portugiesischen Wohllhäligleils׳- verein ans Veranlassung seines hundertjährigen GebnrtslagcS die Dumme von!!>0 Psd Sterling ge׳ sandt, mir dem Ersnchen, dieselbe in Rationen von l Psd. an l‘>0 arme Vcntc;u vertheilen. - - Gleich den russischen, beabsichtigen auch die itatieuischcn Bilden durch Herrn -D. Guedella dem greisen Bnbilar ein lnnstvolles Album mit Adressen der größten Gemeinden Italiens, sowie Unrerschristen der bcbcuicubftcii italic־• nischen Baden überreichen zu lassen. Dir MoseS Montcsiore wird all' die Depnlaliouea und Ab׳ geordneten leider nicht selbst empfangen, da die Acrztc selbst eine srendige Erregung für den Jubelgreis für nicht zuträglich erachten. - Es eZslirt hier wohl keine jüdische Bereinigung und wäre sie auch noch so klein - , welche nicht dem hundertjährigen Philantropen ihre Glückivüuschc darbrächie. Ebenso dürsten wohl überhaupt die jüdischen Gemeinden der Well zu zählen sein, welche nicht unter der ungeheuren Menge von Glückwunjchadrcssen vertreten sind. R u st land. .1. \\'. ׳Angnstvtvo (Gonveritemcnt Sttvalki). Die hiesige 2'2' Ehewra beabsichtigt zur Beier des hundertjährigen Geburtstages MoriwsioreS einen סיום 2 בגלי"UT»;11 veranstalten. Di!iil'i׳..mtt׳.; und Iudcullium. Aon ,v r i 0 b r i ch Roll. .'.'Uh0'1 ־11(11־1!'. ־t bclmltcii.) 8: r ft c s K n p i t c l. Der prächtig dckorirtc Konzertsaal dcS Kurhauses zu R. erglänzte in eitlem V׳td)tinccr, ztvei elektrische Donnen hatten auch den Umkreis des freiliegenden Gebäudes taghell erleuchtet und Kops an Kopf drängte sich hier die Beenge, die damals noch so seltene Er׳ scheinnng der nächtlichen Sonne anzustaunen. Im inneren des Konzertsaales dagegen drängte sich nahezu die Gcsammtheit des BadcpnblilumS und die Etile der Umgebung. Das Konzert galt einem wohl!hängen Zweck und eine der ersten Sängerinnen batte ihre Mitwirkung;!!gesagt. Darum strömte die Masse herbei, theilS um die Diva zu hören, thcilS die Opferwilligkeit zu bethäügen. Doch trotz der hohen Eintriltspreisc war das Opfer an Geld unbedeutend im Bergleich zu dem. das eilt jeder bringen mußte, der in der drückenden Athmosphäre des überfüllten Raumes ausharrcn wollte. ES war erstaunlich und man wäre beinahe versucht, an eine Wmiderkrast des stärkenden Seebades zu glauben, die blasirtestcn hohl׳ wangigeu Herren, die zartesten Damen hielten mnthig aus, Keiner rührte sich von seinem Platze; cS hätten doch die Anderen sonst an seinem Knnstverständuiß zweifeln können. Eben war eine Pause eingetretcn, die gespannteste Erwartung lag in Aller Züge, nur wenige Minitten noch und der Glanzpunkt des Abends war gekommen, die glockenhelle Stiinme der hochberühmten Sängerin sollte den Raum erfüllen. Da neigte sich ein hochgewachsener junger Mann. der dem Eingang zientlich nahe an einem Pfeiler lehnte, zu dein unmittelbar vor ihm Sitzenden. ״Ignaz tzewinSki," flüsterte er, ״kommen Sie mit hiuanS; hier ist'S znm Ersticken, der Athem vcrsagt mir." Der Angeredete machlc eine abwchrcnde Bewegung; doch nmvillkürlieh wandte er sich nnt und begegnete dem glühenden Angenpaar. das wie gebietend auf ihm ruhte. Sie bezwungen senkte sich sein Blick; er flüsterte seinem Nachbar zur 'Rechten einige Worte in's Ohr, dann erhob er sich und folgte dem vor ihm Einherschreiten-