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Jeschurun · 1884-10-23 · Heft 43 (23.10.1884) · p. 674

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Journal
Jeschurun
Volume
17 (1884)
Issue
Heft 43 (23.10.1884)
Article
Zur Montefiore-Feier
Date
1884-10-23
Page
674 (sequence 1)
Language
German
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Jeschurun. Hannover, den I. Marchcfchwan 304». 2:t. Oktober 1884. M 43. Von Iedidjah. 'Spüret iljr den (jauch, der durchzieht die Herzen? i1üij1*L't hell und rein er die schausten Saiten — Gei dein (Ton cntflicljn bald das Leid, die Sehmerzeu iluferer Brüder. (teuut ihr auch den (:lang, der den (lummer scheuchet, wißt ihr, nu'iit die Welt ihre Freude danket? Uor der Menschenliebe der (lärm entweichet Euerer Drüder. Künast schon, ach, verstummte der Ton der Freude, Fhu zu werlren, bedurft es hohen Dorbilds Einhalt zu gebieten dem schweren -Leide Euerer vorüber. ilud den Mann, der feind jeder (m'umn* und Künde Tadellos verbrachte die Lebcnstage, (Gott hat ihn gesandt, dal; die ilotlj er finde Unserer Drüder. Mit dem Herzen voll aller (Gut' und Milde, Mit der Hand, die offen dem Menschenbrnder, Ward' er rein und hehr zu dem Musterbilde Uns, seinen (,rudern. Dursten stolz besthen, an ihm sich freuen, 31uci Fahrhnndert' ihn ihrer Kühne besten — wie erst müIsen wir nnsern Stolz ihm weihen, Wir, seine Drüder. Silbern schmückt (leinHaupt Dir der (:ran; der Haare, Hundert Fahre haben sie Dir gebleichet, Treuster Freund, für Freud', so für Leidensjahre (lnscren Drüdern. Unerreichbar, einzig ans Deinen Hohen Stehest Du erhaben, zum Stolz, zur Wonne, Und hinauf;11 Dir, ihrem Schirmherrn, sehen (lnsere Drüder. Deinen Lohn hat Gott Dir in Guad' gegeben, Dein ist alle Freude der Menschenwünsche — wir nur stch'n zu ihm um Dein thcnres Leben, Wir, Deine Drüder. Und zur Zeit, wenn uns unsre Feinde dräuen — Sind auch wir voll Sünde der Strafe würdig — Niemals wird uns (Gott dem verderben weihen Nus, Deine Drüder. Mag die Todesfackel. auch nah' uns brennen — Du ja zählst zu uns, zu dem (Gottesuolke — Uettung gicbt uns (Gott, da ja Dich wir nennen Wrsererr Z-ruder. Amu 8 eschwan 5645. Freude erfüllet die Brust, Jubel zieht durch die Laude, Aller -Gerzen schlagen höher, überall füllen sich die Tempel, Gott das Opfer des Dankes zu wciheu für die Gnade, die Er seiner Welt erwiesen, da Er vor einem Jahrhundert ihr MoseS Montcfiorc geschenkt. Moses Montcfiorc! Wer kann diesen Namen nennen, ohne in Ehrfurcht und Liebe sich vor der sittlichen Hoheit, dem Adel der Gesinnung und der Erhabeuheit der Hcrzcusgütc zu neigen, die unauflöslich mit diesem Namen verknüpft sind. In Moses Montesiore erscheint daö Edle des Menschen in vollkommenster Verwirklichung, in ihm tritt das Göttliche im Menschen in vollendetster Schönheit uns entgegen. Gott hat diesen Herrlichen gesegnet und auSge-

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