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Jeschurun · 1884-09-11 · Heft 37 (11.9.1884) · p. 579

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1884)
Issue
Heft 37 (11.9.1884)
Article
Salomonische Spruchweisheit
Date
1884-09-11
Page
579 (sequence 1)
Language
German
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S׳ül0!!1oi1if(i)c SjinKljuifiöljcit. Bon Samson Naphae! Hirsch. -,FortsctzimgO XX. V»rhalten flehest Feinde. Sage nicht: wie er mir gcthan, so will ich ihm thnn, Will dem Manne nach seinem Thun vergelten. (24, 29.) Sage nicht: ich will BöscS vergelten, Hoffe zu Gott, der wird dir helfen. (20, 22.) Wenn dein Feind fällt, freue dich nicht, Und wenn er strauchelt, laß dein Herz nicht frohlocken, Gott könnte es sehen, und es würde ihm miß׳ fallen. Und er würde von ihm seinen Zorn zurücknehmen. (24, 17.18.) Hungert dein Hasser, gieb ihn! zu essen, Durstet er, gieb ihm zu trinken. Denn Kohlen schürst du auf fein Haupt, Und Gott wird cs dir vergelten. (25,21.22.) Wenn Gott die Wege eines Mannes Wohlgefallen, Macht er auch seine F.indc friedlich mit ihm (16, 7.) Nichts liegt dem natürlichen Menschen so nahe, als: sich zu rächen, nichts scheint so sehr den! Rechte zu entsprechen, als Gleiches mit Gleichem zu vergelten, und doch hebt das göttliche Gesetz den Finger auf und spricht: du darfst dich nicht rächen! Weil aber daS Nachcgcfühl so nahe liegt und oft durch uns zugefügtc Unbill so mächtig hervorgerufen wird, daß es schwer, sehr schwer wird, dem Pflichtgebot gehorsam eS niederzuhalten, darum fügt unsere Spruchweisheit dem Pflichtgebot einige Betrachtungen bei, die geeignet sind, der Erfüllung dieses schweren Gebotes zu Hülfe zu kommen. Hoffe zu Gott, der wird dir helfen, mahnt unser Spruch, wenn du etwa glauben möchtest, du dürftest Schlechtigkeiten, die dir drohen, Schlechtigkeiten, unter denen du zu leiden hast, durch gleiche Schlechtigkeiten, z. B. Bcrlünmdungen durch Berläumdnng abwehrcn, dürftest gegen .׳Schlechtes mit Schlechtem dir helfen. Glaube dies nicht. ׳ Das Schlechte wird darum nicht gut, weil du eS als Kampfmittel gegen Schlechtes gcbrauchen wolltest. Selbst im Kampf mit Gegnern bleibe rein, bleibe Gottes und deiner würdig, und wolle nicht mit schlechten Waffen dir Sclbsthülfe bringen. Hoffe zu Gott, dem um Seinetwillen Neinblcibcnden hilft Gott. Und selbst wenn Gott dir hilft, wenn ohne dein Zuthun der dich verfolgende Feind fällt, so sei nicht schadenfroh, und wenn er sittlich strauchelt, frohlocke nicht, daß nun etwa die Welt sehe, welch ein schlechter Mensch er sei. Auch mit dieser Schadenfreude, mit diesem Frohlocken versündigst du dich. Bedenke, auch das Böse, das Menschen uns zufügcn, geschieht nicht ohne Gottes Zulassung. Leicht kann ja die Feindschaft, die du gefunden, eine von Gott dir anferlegte Prüfung gewesen sein, deinen sittlichen Gehalt zu erproben. Und wenn mm diese Gott nüßfällige Schadenfreude deine noch andauernde sittliche Unreife bekundet, so könnte sie eben zu deiner weiteren Prüfung den Feind wieder aufrichtcn lassen, über dessen Fall du vorzeitig dich gefreut. . Es giebt nur Eine Rache, die erlaubt ist: dem Feinde Gutes zu thnn! Thust du deinem Feinde Gutes, ohne dich hervorhebcnd seiner Feindschaft gegen dich zu gedenken: siche, ich bin nicht so wie du! thust du deinem Fcndc stillschweigend Gutes, so wird er mit glühender Scham seines Benehmens gegen dich schauen, und Gott wird dir'S lohnend gedenken. Ucbcrhanpt, hast du Feinde und Gegner, statt an deren Bekämpfung, denke vielmehr an die eigene sitt׳ lichc Vollendung und verdoppele deine Pflichttreue. So wird dir statt der Feindschaft auf Erden die Freundschaft Gottes erstehen, und wenn dein Wandel Gott wohlgcfällt, so wird er schließlich deinen sittlichen Werth auch unter den Menschen zur Anerkennung bringen und deren Feindschaft in achtende Zuneigung nmwandcln. Wenn aber Böses mit Bösen! vergolten schon so schwer von Gott getadelt wird, wie tief wird nun die Undankbarkeit stehen, die Gutes mit Bösem vergilt! Wer Gutes mit Bösem erwidert, Aus dessen Hanse wird BöscS nicht weichen. (17,!3.) (Torisetzung׳ folgt.) Die Ausgrabungen i!11 Wadi Tuiüilat. (Schluß.) Die Gleichung Patum Thnkn wird auf drei von ihm dort ausgegrabcncn Statuen getroffen, in! ganzen fünf Mal, in der Verbindung Irrtum (Tempel des Turn) welches — Stadt Tliuku. Da nun Brugsch die Identität dieses Tliuku mit Sukkoth ausgestellt hatte und die in geographischen Listen aufstoßende Bezeichnung ״Tkukn am östlichen Eingänge (Munde)" zur Lage von Sukkoth zu stimmen scheint, so trägt Herr Naville kein Bedenken, diese Identifikationen zu adoptircn Allein die bei Annahme dieser Hypothese sich erhebende Schwierigkeit verhehlt er sich keineswegs; wenigstens sagt sein Berichterstatter in diesen! Betreffe: ״Die Lage dieser Stadt PithomSukkoth ist sicherlich nicht dicseuigc, welche Brugsch ihr angewiesen hat, wie

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