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Jeschurun · 1884-08-14 · Heft 33 (14.8.1884) · p. 524

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Journal
Jeschurun
Volume
17 (1884)
Issue
Heft 33 (14.8.1884)
Article
Deutschland : Witten [Nachricht]
Date
1884-08-14
Page
524 (sequence 2)
Language
German
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524 verlaufen ist, wie sich auch der betreffende Arbeiter darin lediglich (11s ruhiger Zuhörer verhalten hat, so wäre dessen Kündignug ans solchen Beweggründen ganz imzweiselhaf! ein Akt schliimnstcr politischer Vergcwaltignng. Wir Hallen uns für verpflichtet, diese Mittheiliing zu veröffentlichen, und würden uns freuen, wenn dieselbe nachweislich ans irrthümlichcn Voraussctznngen beruhte. Einer Aufklärung bedarf der Vorfall! aber unter allen Um ständen." Ich weiß auch nicht, auch welchen Motiven der König!. Maschrncn-Jnfpcktor gehandelt. Ich kann cS aber ebenfalls nicht billigen, daß im deutschen Staate Jemand wegen seiner Personlichcn Anschauung, sei sic selbst eine antisemitische, in seilten! Erwerbe gehindert wird. Ich freue mich über die Entrüstung des ״D. Tgb! " wegen der ״schlimmen politischen Vergewaltigung'', würde mich aber gewiß noch inehr freuen, wenn dasselbe nebst seinen gleichgesinnten Genossen, der ״Neuen Pr. (Kreuz-) Ztg.", ״Germania", den Ehristlich-Sozialen rc. auch über die Vcrgcwalti gung der Inden so aufgebracht sich zeigen wollten Ob dies wohl der Fall ist?? O esterrcich-U ngarn. R. S. Prag, 4. August. Bei der heute stattgc׳! sundenen Handclskammcrwahl wurde der Kaiser!. Rath! Gottlieb Bon dH mit allen gegen seine eigene Stimme! zum Präsidenten gewählt. - Es ist diese Wahl um! so erfreulicher, als dadurch in eklatanter Weise die vor-! urthcilsfreie Gesinnung der böhmischen Industriellen sich dokumentirt Herr Bondy bekennt sich zur jüdi-. scheu Religion. Holland. A Ans Holland, 10. August. Die jüdische Bevölkerung unseres Landes betrug in! Jahre:! 820: 40 307 Seelen oder 1,78 Proz. der Gesammt-Bcv. ,. ״ 83,! .. .. 245 52 .-630! .. ״ 02,! ״ ״ 026 56 :840! ״ ״ 1,03 ,, ., 790 63 :850! .. ״ 1,90 .. .. 68003 :869! ..2,04 ״ ״ 603 879:81! England. §§ London, 4. August. In Beantwortung einer Anfrage erklärte der Unterstaalssekretär Lord Fitzmanricc im Untcrhausc, cs sei zweifelhaft, ob das gegen das Hansircn von Juden in Rumänien erlassene Edikt mit dein Artikel -14 des Berliner Vertrags im Widerspruch stehe. Darüber, ob cs wahr sei, daß die Juden vcrhindert würden, Rnntänicn zu verlassen, werde die Regierung Erkundigung cinzichcn. Rumänien. * Ucber die Inden in Rumänien cnlnehntcn wir einem Artikel der ״Kölner Ztg." folgende Mitthcilungcn: Während bei den Rumänen ans eine Ehe zwei Geburten kommen, sind cs bei den Inden ans eine Ehe stark sechs .Geburten.!00 rumänisch.׳!! Todesfällen stehen nur 100 bis l 07 Geburten gegenüber, dagegen ans!00 jüdische Todesfälle kommen!40 Geburten. Der Rcligionsgcbrauch der Inden ist ein bis zur äußersten Starrheit getriebener Fanatismus. Dabei ist der Jude hier unglaublich schmutzig, grausam und gewaltthätig, in gewisser Richtung roh-sinnlich. Unduldsamkeit ist der Grundzng dieser jüdischen Nctigionsübnng. In Sadagora (bei Ezernowitz), das zur Mehrzahl von Juden bewohnt wird, gab cs aus religiösen Zwistigleiten Streitigkeiten, bei denen die sich in der Mehrheit wissenden Inden ganz Unglaubliches in roher Miß- Handlung der Christen geleistet haben. Ein dort wohncndcr Gutsbesitzer griechischer Herkunft, Baron Mnstazza, hatte für seine Arbeiter eine christliche Kapelle erbaut; die Inden wollten Plötzlich entdeckt haben, daß an gewissen Tagen des Sommers bei Sonnenuntergang das Kreuz dieser Kapelle Schatten ans das Haus des jüdischen Rabbi werfe. Alsbald begannen die jüdischen Ausschreitungen gegen Mustazza und dessen Eigenthum und Leute und nahmen derart zu, daß der Gutsbesitzer, sonst eine zähe Natur, das Kreuz hernnternchmcn mußte. Der ganze Handel des Landes ist in den Händen der Inden. Ein Gutsbesitzer in der Bukowina (ich habe cs von ihn! selbst) erbte als österreichischer Kavallerie- Offizier, übrigens mit der Landwirthschast vertraut, sein jetziges Gut. Es war schuldenfrei. Er begann danrit, dem jüdischen Brcnuercipächter zu kündigen und die Brennerei selbst zu betreiben. Da er die Schankgcvechtigkeit in seinen! Gutsbezirk besitzt und fünfzehn Wirthschaften zu verpachten hat, kündigte er den fünfzehn jüdischen Wirthcn und zog Ehristen hin unter großen Gcldopfcrn. Natürlich thaten ihn die Rabbiner in den Bann. Nach sieben Jahren waren ans dem Gut 20000 Gulden Hypothetarschnldcn; dic Brennerei war wieder an einen Inden verpachtet, der aber diesmal keine Pacht zahlt, sondern nur gegen vom Gutsbesitzer unentgeltlich zu lieferndes Stroh!000 Ochsen halten muß, von denen der Dünger dem Besitzer gehört; sammtliche fünfzehn Wirthshänscr endlich sind wieder an Inden verpachtet. ״Hier ist Palästina, und wir sind die Sklaven der Inden" — so schloß!nein bctreffender Gewährsrnann dic Erzählung. — Unter der halben Million Inden, die Rumänien besitzt und die räumlich in der Moldau znsamincngedrängt wohnen, um von dort wie ein Bienenschwarm übcrS Land sich ansznbrciten, um allen Handel und Verkehr an sich zu halten, jedes Besitzers und Bauern Lage und Gewohnheit ansspähcnd, Versuchung schaffend, um mit Wuchergeld ans der Noth zu retten, dann aber stets

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