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Jeschurun · 1884-06-05 · Heft 23 (5.6.1884) · p. 364

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1884)
Issue
Heft 23 (5.6.1884)
Article
Österreich-Ungarn : Pest [Nachricht]
Date
1884-06-05
Page
364 (sequence 2)
Language
German
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364 Vierter* und 4 3al)rcn Amtsverlnst;;Huton Banesot, nl*;Hiiflificr,;11 3'2 Onljrci! Wertere und .ד Jahren;H1m*ucrluft; 301)01111 01* 1 ljiitcr,;11 11 2 3al)rc11 ,Vierter* 1111 b 3 CWljren Joseph ^abiö*, nl* Thäler,;11 1 1 2 Jahren Vierteil und 3 Jahren Amlsverknst: t^eorg Batroszky, ul* Thal er,;11 11 2 Jahren Jlerfcr* und 3 Jahren Amtsvtrlnst: Joseph Esernak;11 1 Jahr Keiler* und I Jahren Amt*verlnst: Arnold Blaho;1!.׳ Jahr Kerker* und 3 Jahren Ami*- Verlust; Joseph Krivan;11 2',2 Jahren Kerker* und 4 Jahren Amt*verlnst; August Pachinger;11 2' 2 Jahren Kerker* und -1 Jahren Amtsverlnst; Iran; Peslyka, nnler Anwendung der ££ 92 und SS de* Strafgesetze*,;11 <! Momuen l>K׳fä!1gniß: Karl Singlcr gleich fall*;11 r. Mona 1e!1 Gesängnisn Karl Sznvlenla und 'JJtid)acl ^labied;11 je 4 Monalen Gefängnis; Albert Kakubov;11 2' 2 Jahren Kerker* nnd 4 Jahren A1nt*vcrlnst; Anton Jzsat;11 1* 2 Jahren Kerker* und 3 Jaliren Annoverlust nnd Anion Jnha*;, wegen Verbrechen* der schweren .Körperverletzung nach £ :;>>1 de* Straf;־ ge sehe*,;11 u Monaten Kerker* vernrtheili. Karl Slnbnya, Anion Eszernat, Karl Zavodsky, Johann Zavod*ty und Michael Jockl wurden von den ihnen;111׳ Vau gelegien verbrechen de* Aufruhr* freigesprochen. Sämimliche Angeklagte, mit A11*nah1ne de* Anton Jnha*;, meldeten die Berufung an, ebenso der Staat*- amvalt. Dem verlangen der Bertheidignng, um einstweiligc Entlassung der in UiNersnchnngshast befindlichen Angeklagten an* der Hast bi*;111׳ Rechtskraft de* Uriheil*, ivurde vom Gerichtshöfe keine Folge gegeben. F r a n k r e 1 ch. Paris, 29. Mai. Die Fusion der Synagoge de* Beth-Hamidrasch mit der de* Patriarch* Abraham, von der man sich die Gründling einer großen Synagoge für die Gefetzc*tre11en in Pari* versprochen, ist vorläufig auf einige Jahre verschoben, da die Mitglieder der Patriarche Abraham noch durch einen längeren Miclykontrakt gebunden sind, und der Talmud-Verein bereit* provisorisch ein neue* Lokal Nuc de l'Echiguier Nr. 6 gemiethet hat. So wichtig auch die großen Zentral - Synagogen für die Bereinigung und Ei״ starknng der gcsetze*tre11en Elemente find, so wohlthätig ist anderseits, namentlich in einer großen Stadt, die Kreirung vieler kleiner Mittelpunkte für Thora und Awoda. Der Ehacham Bernays soll gesagt haben, daß V. Hamburg;11111 Tbeil die relativ intensive Erhaltung seine* religiösen Sinne* nnd der Er;iehnng der Jugend in Talmud-Thora den! Umstande zu verdanken hat. daß in den vielen kleinen Ehewrasynagogeu ebenso viele Baalcbattim es sich zur Aufgabe machen, sich und Andere durch Thora-Vorträge;11 vervollkommnen. Soviel kleine Synagogen, soviel Ehasonim, soviel Baale Koreh*, Baale Tokeas re. Parnosim, Schamossim, die alle, außer dem großen allgemeinen jüdischen Ziele, noch da* spezielle Interesse haben, ihre kleine Bersammlnng in jeder Begehung würdig und vollkommen;11 gestalten. E* ist die* eine Bethätignng de* Wortes: ״Reich von Priestern" und der gerade Gegensatz zu dem modernen Psaffenthmnc, das gern alle Mizwoth in der Hand der Geistlichkeit monopolisiren will und den Gemeindemitgliedcrn verbietet, selbst die Thora aufznhcbcn und zu verschließen (Hagbooh-Geliloh), was sie für sich in Anspruch nehmen. Bon Seiten der hiesigen Gemeindebehörden hat man sich in weiser Berücksichtigung der Bedürfnisse der;ahlreichen israclitischeu Bevölkerung dieser Weltstadt, soweit cs uns bckannt ist, durchaus nicht abwehrcnd der Bildung kleiner Gebetlokale gegenüber verhalten. Man sendete z. B. noch am vergangenen Peßachfesle Prediger in mehrere dieser kleinen Oratorien, die einen dahin gehenden Wunsch geäußert. — Wir wollen bei dieser Gelegenheit einen der Gedanken erwähnen, welche ein hiesiger, vom ״Jeschurnn" inspirirter Prediger an die Worte der Haphthora vom Schabboß Eholhamoed Pcßach, Jechcskel 37, 3 knüpfte: ״Werden diese Gebeine anslcben?" Dieser Ber* erschien ihm wie ein stet* erneuerter Aufruf auch;11 dem Unternehmen aitßumuntcrii, welches Sic, Herr Redakteur, in einer Korrespondenz vor längerer Zeit befürworteten, nämlich: ein dem in tiefen Schlaf versunkenen Vereine der ״Melizc Rirdomim" ahnliehe Gesellschaft in da* Leben zu rufen, die es sich zur Aufgabe machte, die in den Bibliotheken von Paris, Oxford, London, Wien, Berlin, München, Nom re. re. ruhenden Manuskripte jüdischer Autoren;11 edircn. Der ״Jesehurun" sollte sich für die Berwirklichung dieser hohen Anforderung um so mehr berufen fühlen, als seine ganze Ausgabe, in deren Bollbringung er so große Erfolge erzielt hat, darin besteht, das alte jüdische Leben wiederzubringen, und der Gedanke dieser neuen Schöpfung auch au* seinem Kreise hcrvorgegangcn. Au* Pari* würde Ihnen sicherlich ergiebige Hülfe zu Theil werden. Die bedeutende Nationalbibliothek hat außer den anderthalb Millionen Bänden aller Werke und sonstigen Schätzen von Kunst und Wissenschaft, eine entsprechend ansehnliche Sammlnng von Manuskripten jüdischer Autoren. Ein kürzlich verstorbener Gelehrter, Herr B. G-, der sich als Abschreiber große Berdienstc erworben, hatte in der letzten Zeit wenig leisten können. E* ividmet sich dieser Ausgabe, die in Anbetracht der Verschiedenheit der alten Schrift von der unsrigen nicht leicht ist. jetzt namentkich ein Herr K. Blumenkran;. Derselbe hat bereits aus einem 'Manuskripte de* Pachad Jizchok, die mit den Buchstaben Knf nnd Resch beginnenden Artikel vollständig abgcschrieben. Ferner einen Theil der ,חידושי תורד

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