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Jeschurun · 1884-02-21 · Heft 8 (21.2.1884) · p. 116

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Journal
Jeschurun
Volume
17 (1884)
Issue
Heft 8 (21.2.1884)
Article
Zum Ungarischen Jeschibawesen
Date
1884-02-21
Page
116 (sequence 1)
Language
German
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116 3111« -<׳ in! i ף Bassin, 11. g־cbrnar 1884. Eine bcr wichtigsten und;11 gl eich schwierigsten Ausgaben, ja Lebensfragen des gesci-cstrencn Iudeinhums > in Ungarn ist gegenwärtig die Ieschiba-Institution, an; deren Spitze die (süoß-Ieschiba zu Prcßburg. aus welcher seit Generationen, insbesondere seit; נואור הגולה פידן ב״ה״ה״פ ז׳צ׳ו׳ק׳ל in ununterbrochener Folge ייראח והו״ ה; in die weitesten 5kreise gedrungen, auch in unseren ner-! änderten Zcitverhältnissen in ihrer ganzen Thätigkeit! und Wirksamkeit, aber auch in ihrer imponirenden; Stellung und Geltung zu erhalten und zu befestigen.! Diese Prcßburger Ieschiba, welche auf so nnver-! gleichlich grosse Leistungen Hinweisen kann; diese vor-! nehmliche Schöpfung des דיבישיביהינ מהי משה בופד.! an welcher sich, tute kaum sonst, das Gotteswort לא j ימושו מפיך והפי• זרעך bis zu dessen Enkel, dem jetzigen j Leiter derselben, so sichtlich sich erfüllt, hat nicht nur , das Recht und das öffentliche Vertrauen für neues! Emporblühen und Gedeihen erworben, sie trägt auch die volle Lebenskraft für die Zukunft in ihrem Schosse. Bon diesem glorreichen Institut gilt mit Rücksicht aus seinen Zukunflsbegründer das talmudische Wort: בל שהוא ובנו ובי׳ב ת״דז אי; הורה פוסקה ממנו לעולם. Eine Pflanzstätte der Gotteslchre und Gottesfurcht von solcher Bedeutung für Vergangenheit und Zukunft ist aber auch werth, daß für die zur Be- Häuptling ihrer Stellung und Prosperität völlig unerläßliche, in den Zeilbcdürfnissen begründete -nothwcndige Ausbildung ihrer Jünger auch in den profanen Kenntnisten organisatorisch Vorsorge getroffen werde, und daß zur Erreichung dieses Zieles die besten Kräfte?ine irrr c*t Studio Zusammenwirken. Es muß auch als eine glückliche Idee und gvttliche Eingebung anerkannt werden, daß hervorragende אוהבי הורה ויראה ans Deutschland auf Grund ihrer dortsclbst gemachten Erfahrungen die volle und ernste Berücksichtigung der profanen Kenntnistc an der ישיבה gerade להרים קרן ההורה והיראה in nach Ungarn versandten Zirkularen in Anregung bringen. Andererseits dürste die Macht der zivingenden Verhältnisse nicht ohne Wirkung auf die Selbsterkenntnis; des Herrn Rabbiners und Leiters der vielgenannten ישיבה geblieben sein und ist derselbe, wie ans sicherer Quelle verlautet, dem;יפה הלמוד הורה עם ררך ארי Rechnung *) An 111. d. :!!cd.: Wir r*cröffrmlid)rn gern diese öl undgcb׳.:ug fcc? VKwn 'X'.Müncv 81 ׳t ij c 1;11 2 ו ״ i i 11, in un־Ui)cr wir;11 nuferer 11!1 d iniserer geschälten Hcrien Miuirbener Reinig. N.ninng einen (5111׳ ei? für die sachliche Begründung unserer Sreltirug;11 dem Icichibawesen Ungarns erbiiefeu. Auch non anderen hochachtbaren Seiten sind 1m? ähnliche Iuschriücn;11־ gegangen. zu tragen entschlossen. Ein alle Bedenken niederschlagendes und über alle religiösen Besorgnisse hinweghebendes Moment liegt übrigens in dem öffentlichen (Geheimnisse, daß vor sechszchu Jahren bereits in der großen Rabbinerversammlung zu Ofen unter dem Präsidium des damaligen Preßburger Oberrabbiners und mit dessen thätiger Antheiluahme der Beschluß gefaßt worden ist, für den lknterrichr der בהירים in profan cm Wissen eigene und geeignete Professoren anznstellen. Rach alle dem muß im Interesse der heiligen Sache aiif's Dringlichste gewünscht werden, daß die Polemik und Meinungsverschiedenheit hierüber nicht im eigenen Lager gegen daS eigene Lager die Grenzen einer sachlichen Diskussion überschreite und in einen heißen, herabwürdigenden Kamps ansarte, was der Heiligkeit und Wichtigkeit des Gegenstandes, von welcher Alle, die hier in Betracht kommen, beseelt sind, nur Schaden, keinesfalls Nutzen bringen kann. דברי הבמים בנהה נשמעים! Eine gemessene, objektiv und würdevoll gehaltene Kundgebung wird gewiß, auch wenn sie ans Deutschland von berufener, bewährter Seite kommt, Würdigung und Gehör finden. M. L. Engel, Rabbiner. Am!) r'm Zck!M der Zeit. Fi. Hauan. Die wackeren Männer, die mit Wort und That bestrebt sind, die ״Macht des Judenthnms" in Deutschland zu brechen, hätten wohl kaum die Hälfte ihrer Erfolge erreicht, deren sie sich rühmen, wenn ihnen nicht eine Reihe von Blättern kräftig zur Seite stände, welche die erhabenen Lehren des Antisemilismus auf ihr Banner geschrieben haben und den Leuten, welche durch irgend eine Ursache verhindert sind, allwöchentlich den überaus weisen, ick esb superklugen Worten der Stöcker. Ereiner, Wagner nebst Kollegen zu lauschen, die Gemeingesährlichkeit der Inden in den schwärzesten Farben vor Augen tragen. Au diesen Journalen, welche auf diese Weise die christliche Liebe zum Ausdruck bringen wollen, gehört die ״Wahrheit", ein antisemitisches Witzblatt, welches trotz bereits vierjährigen Bestandes vor wenigen Wochen abermals Probeblätter durch alle Gauen versandt hat, ivelchc den ״wahrheitsliebenden" Humor verbreiten sollen. Als ich das Blatt gelesen und mir darauf vorsorglich die Hände gewaschen hatte, setzte ich mich hin, um die Leser des ״Ieschurun" doch auch mit dem ״gediegeneu" Inhalte der ״Wahrheit" bekannt zu machen. Ich begreife zunächst nicht, daß die ״Krenzzcitung" und andere ״anständige" Antisemiten - Blätter cs dulden,

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