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Jeschurun · 1884-02-07 · Heft 6 (7.2.1884) · p. 92

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1884)
Issue
Heft 6 (7.2.1884)
Article
Frankreich : Paris [Nachricht]
Date
1884-02-07
Page
92 (sequence 2)
Language
German
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92 nüvünui weniger bedürften, während er entschieden dafür formen würde, daß Denjenigen, welche weder den Talmud stndiren, nach fernst sich anderer Thätigkeit. n;1וןן aulid) der flcuuTblnl)eu, befleißigten, entschieden Gelegenheit;]cbotcu 11'ieben 11!n!ne. itje;׳ן.!; i1 וe0 Rivean zu verde sie eil. — Wir wollen Hessen, daß dies stets mit entern Anschluß an die Mitwirkung der Rabbiner in Jerusalem geschieht, denn sonst tonnten leicht, wahrend von einer Seite Besserung geschasst würde, ans der anbiTcu Zehe noch wichtigere Interessen geschädigt werdcit. Was Jerusalem nnd das heilige Land betrifft, können wir nicht genug daraus Hinweisen, wie matt alles, ivas dort von Europa ans geschieht, nur den dortigen orthodoren nnd bewährten rabbinischen Antoritäten unterstellen sollte, und wir bedauern jedes Mal, wenn dieses von den Komitees in Deutschland und Europa überhaupt nicht genügend berücksichtigt wird. — Wir haben vielleicht ein anderes Mal Gelegenheit, aussnhrlicher darüber;!! sprechen, tvie die Israeliten ihre Anhänglichkeit au Deutschland unb deutsche Sprache durch Jahrhunderte hindurch bewahren, und in allen Ländern, in die sie ansgewandert, selbst in ihren! religiösen Ritus, bei ihren religiösen Vorträgen Reminiszenzen der Deutschen bewahrten, Schließen wir heule unseren Artikel daitlit, daß die Inden aller Länder von jeher die treuesten und patriotischsten Gesinnungen ihrem Gebnrtslandc bethätigten, waS sic nie gehindert hat und nie hindern darf, der hohen Ausgabe stets eingedenk zu sein, die wir speziell als Inden durch ein treues traditionelles jüdisches Leben und 3tvebeu bis in alle Zukunft zu erfüllen haben. E n g l a u b. Loudrm, 1. I׳ebr!!ar. lieber Dir Moses Montesiore's Gesundheitszustand ivaren im Lause dieser Woche leider recht beängstigende Nachrichten iitt Umlaus. Ich kann Ihnen heute zu meiner Irende miltheilen, daß derselbe sich entschieden ans dem Wege der Besse-׳ rung befindet. — Einen! australischen Blaue gebührt die zweiselhaste Ehre, auch diesen ehrwürdigen Greis mit seinem au!!semitischen Hasse nicht verschont zu haben. Der 301111•״) Australien! bie^iftcr״ in Adelaide feierte den Eintritt Montesiore's in das hundertste Lebensjahr mit einem den Aaralt er dieses edlen Menschenfreundes vernnglliuvsenden Artikel und einen! hefligen Ausfall auf die Inden überhaupt. Er ist allerdings genöthigt!vorden, diese Anschuldigungen zu widerrnsen. — Ans einem mir von Ebicago!'Illinois!;!!gehenden Briese tbeile ick; mit. daß die dortige russisch:polnische Gemeinde eine Talmud-Thora Schule emduet hat, welche am i!masten Ehanucka die erste Prüfung nach sechsn!onen!ichc!n Bestehen ablegte Hie Schale zählt etwa süuszig Schüler, welche in! Tenach und hebräischer Grainmatik unterrichtet werden und recht Erfreuliches leifictcn. Den! Herrn 63 er 011 ן L c s e r, ivelchcr als Prediger und Lehrer an dieser russischen Gemeinde wirkt, sowie den Herren Nathan Levy und Moses Dulsky gebührt gewiß wanne Anerkennung für diese Schöpfung, welche mit!Gottes Hülse sich immer mehr entwickeln wird. Auch in anderen amerikanischen Städten thnt sich unter unfern russisch-polnischen Brüdern das tobenswerrhe 3treden kund, die Kenmniß der Thora zu pflegen. — Der prejektirte Bau eines Kanals in Palästina soll eifrig gefördert werden. Der Präsident des betreffenden Komitees, der Herzog von 31! t Herl and, beabsichtigt, in einigen Monaten nach.Konstantinopel zu reisen, um die Sache bei der türkischen Regierung zu betreiben. Rußland. .../. Petersburg, Z. Februar. Die unter dem Vorsitz des Grasen Pahlen tagende Judenkommission, auf deren Arbeiten die Blicke der Israeliten des weiten rassischen Reichs erwartungsvoll gerichtet sind, soll bislang nur ein einziges Mal im Plenum verhandelt haben. Das Resultat dieser Sitzung soll aber kein anderes gewesen sein, als die vorläufige Ernennung eines Ausschusses, welcher das Material für die Plenarsitznng;nsammenznstellen hat. Es können noch Monate daraus hingehen, bis diese Arbeit zu Ende geführt ist. הטרם תדע בי אברה טצרים. Bedenkt denn die Kommission nicht, daß durch das lange Hinansschicbcn von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr nicht nur -die Hebräer allein rninirt werden, daß auch Rußland den! Verfall immer mehr cutgegengesührt wird? Was will mau denn von der ärmsten Indcnjchast? Sie hat sich stets redlich bemüht, dem Vaterlandc nnd dem Kaiser treu und redlich zu dienen, und derjenigen Hebräer sind nur;reuige, welche sich gegen die Gesetze des Staates vergehen. Wenn der Adel, ans dessen Beilte so viele Nihilisten hervorgegangen sind, in hohen Ehren, Würde und Privilegien steht, wie will mau cs denn rcchlfertigen, die Inden zu unterdrücken? — Der ״Herold" schreibt, den in den Dstsecprovinzen wohnhasten Inden sei der Ansenthalt in! ganzen Reiche jetzt geftatiet worden.(?) X. Odessa, Ende Januar. In Eharkow hatte die Duma (Stadtverwaltung) verfügt, daß in die dortige kürzlich crössnete (Gewerbeschule nicht mehr als zwei Prozent der Schüler Inden sein surfen. Diese Bestinminug ist aber von der Dberbehörde nicht genchmigr worden, und die Zahl der anfznnehnicndeu jüdischen Schüler unterliegt also fernerhin keiner Ein- , schränknng. 1\ ׳Ans dem 510in:wer Gnberuinm, im . Januar. Es waren bisjctzt vielfach Israeliten bei den

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