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Jeschurun · 1883-12-27 · Heft 52 (27.12.1883) · p. 911

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
16 (1883)
Issue
Heft 52 (27.12.1883)
Article
[Rezension]
Date
1883-12-27
Page
911 (sequence 2)
Language
German
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911 Befremdend ist cs auch, daß der Verfasser S.11 bei seiner Zusammenfassung des Inhaltes der schriftlichcn Thora non den ״unsterblichen" zehn Geboten spricht-, es könnte hierdurch bei dem Yefct* der Irrthum cn!stehen, als ob hinsichtlich der fortdauernden Verpflichtungskraft ein Unterschied zwischen den ״zehn" und den anderen Geboten cxistirc; und dieser Irrthun! könnte um so leichter provozirt werden, als in der vorliegenden Schrift bei Ucbersetznng des achten Glaubensartikels das Wort בל und die Worte המצוי' עתה בי^ו nnübcrsetzt geblieben, und von der Erklärung des neunten Glaubensartikels Umgang genommen wurde. S. 1b hätte auf die Frage: ״Was verstehen wir unter Messiasrcich'?" auch die Zurück!!! hrnng des jndischeu Volkes in das heilige Land nnd die Wieder- Herstellung der Davidisehen Dynastie erwähnt sein sollen. S. 179 heißt cs, daß es sich beim Hintcrthcil der Sängcthiere ״nur um die Spannadcr" handelt, was aber nicht richtig ist. da es sich dabei (mit Ausnahme von Hirsch und Neh) auch um die Entfernung der verbotenen Fctttheile und ihrer Verzweigungen handelt. Da durch die oben angeführten Stellen bei den Lesern Anschauungen provozirt werden können, die der jüdischen Lehre diametral entgegenstehen, wäre es wünschenswert!), wenn der Herr Verfasser im folgenden Theile sich über die genannten Stellen genauer erklären und so den angcdcuteten Irrthnmern entgegentreten würde. * * 63» vd)l lUlrf) ZUM selbst' . /M 1)6® 'A 1 unterricht im babyloni scheu Talmud. Bearbeitet von PH. Lederer, Rabbiner in Gablonz a. N. i. Heft. Verlag von Joseph G sch i h a y in Marienbad. 1883. 8. 96 S. Der Verfasser dieser Schrift hatte den originellen Gedanken, durch seine Arbeit zum autodidaktischen Verstündniß des Talmud zu führen, und übersetzte zu diesem Zwecke den im S. Incha sin sich befinden den Brief des N. Scherira Gaon, die Einleitung des N. Santuel Hanagid, das erste Blatt des Traktates Vcrachot, eine Stelle des zweiten Blattes, 18 Stellen ans dem Tr. Baba mezia, die aber zusammen kaum fünf Blätter dieses Traktates ausmachcn, ferner die erste Mischna dcS Tr. Sanhcdrin und zwei dazu gehörige Stellen, die ungefähr ein Blatt ansmachcn, acht hagadische Stellen aus verschiedenen Traktaten und eine Anzahl talmv.discher Sprichwörter. Obgleich nun der Verfasser den von ihm übersetzten Stücken Wortpräparationen Vorausgeschick! und der Uebersetznng das zum Verständnis; Nöthigc aus Naschi beigesügt, können wir doch keineswegs der vom Verfasser ausgesprochenen Meinung zu immcn, daß Jemanden, der auf diesem Wege sich das Versländniß des Talmud zu erwerben sucht, die Erreichung dieses Zieles gelingen wird. Selbst wenn der Verfasser, der im Vorworte ein zweites Heft anknndigt, eine weit größere Anzahl von Talmndstellen mit etymologischen Erörterungen übersetzt hatte, würden wir es doch nicht für möglich halten, daß, wie der Verfasser meint, mittelst der in dieser Schrift durchgeführten Methode jeder mit dem Hebräischen Vertraute sich das Lesen des Talnind mit Versländniß des Gelesenen anzueigncn vermag, da dieser Erfolg nur durch gründlichen, in den Geist des Talmud eindringendcn und die talmudischen Diskussionen reproduzirenden Unterricht angebahnt werden kann. lieber ein linier 1111 lerne bim'11 schreibt M* ״Hamburger •Vunbcloblatt" in Nr. 1*078 F-oldendes: ״Im Verlage von Herrrke st vebeling in Stell in erscheint demnächst all. moimtlid) der Deutsche 5iol o in e - 2lnzeiger als bas von vornherein verbreorlste Iiiserlions-Srgan für den deutschen cklport. Ter Anzeiger wird in 21 780 ckremplarcn den bc״ tanntesrcn deutschen Zeitungen Nord- und Südainerikas auch DJ1 crifoöי und Australiens zngesaiidt nnd von denselben laut kontraktlichen V e r p s l i ch t n n g c n mit den Zeitungen zligleich ansgegeden. Ans diese Weise wird mit einem Schlage eine beispiellos gros;e .Zirkulation erreicht, die sich im Ganzen ans ea. NO ONO Cremplarc belaufen dürste. Die Kontrakte mit den anoländischeu Zeitungen sind bei dein Notar nnd Inslizrath Lcistiiom in Stettin deponirt. Der Bering von Hcrrcke so A'bcting, in welchem auch die Deutsche Fischerei-Zeitung" erscheint, ist eine Garantie für die tüchtige Anssührnng des jedenfalls sehr praitisch geplaluen Unternehmens, tvelches unserer Grport-Jndnslrie znm grösilcn N'nsien gereichen kann." — In« serlionsaiisträge sind direkt an die Verleger zu richten. Inserate werden die gspaltige Petitzeilc oder deren Raum mit 25 Psg. berechnet. Für den Inhalt derselben übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung. JnsertionS- und Abonnements-Annahme für Frankfurt a. M. auch bei Herren I. Kanssmann und A. I. Hofmann daselbst, ohne Preiserhöhung. In meinem Hanse können noch einige Knaben Aufnahme finden. Dieselben empfangcn bei vorzüglichster Pstege eine sorgfältige Erziehung. Isuac Hirsch, Hannover, Theodorstraße 5. Plantage, rvi 11 i <1 o 1• ts 11״ n n. 1 %£ 1 י in sterd 5t itt unter Aufsicht der Nabbiiiate der beiden Gemeinden. Takle d’höte 5ג;י Uhr.

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