Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 16 (1883)
- Issue
- Heft 50 (13.12.1883)
- Article
- Berzenczer Aufruhr-Prozeß [Nachricht]
- Date
- 1883-12-13
- Page
- 879 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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879 schließt feine Rede wie folgt: Auf Grundlage des Vorgebrachtcn bitte ich tun ein ftmtflc?• Unheil, nicht weil ein solches den Beifall der Besseren finden wird׳ denn die Gerechtigkeit darf cs nicht fiimmern, ob die Ceneutlici)feu ״rostannah!" oder: ״iu-en^ieici ihn!" ruft, sondern desl>alb, weil die (5Hre der Na« tion, die tiesbeleidigle gesellschaftliche Ordnung cs fordert. Die Nede des Slaalsauwalres machte einen tiefen (*in« druck ׳ Bertheidigcr 3 a f a \), der ans der Nmfegvbazaer Per- Handlung bekannte Privarlläger der Beutler der Esther Soly« mossi, bemüht sich, in einer objeeliv gehatteneu Nede den juristischen Theil der Anklage \\\ entkräften, defiltirk den Begriff ״Aufruhr", dessen Kriterien er hier nidjr findet. Nach des PertheidigerS Ansicht ist überhaupt gar nichts geschehen. Er bittet um Freispruch für sämmtliche Angeklagte. Die Urtheils-Publitat 1011 erfolgte am <>. Deeember. morgetts i> Uhr, der Haupt« angellagte Tibold ward zri zivei Jahren Zuchthaus, fünf Jahren Ehrverlust, feine beiden Hanpthelser zu neun Monaten Zucht- Haus, drei Zähren Ehrverlust, drei der anderen Angeklagten yt je vier, einer;11 sechs Monaten Zuchthaus und Tragung nimmt« licher Prozeßkosten verurtheilt ׳. vier Angeklagte wurden freigesprochen; mit ׳Ausnahme der ersten drei Berurtheilten wird fämmtlichen Angeklagten dreimonatliche Nntersuchnngshast als Strafe eiitgerechuet. Die Pernrlheiltn melden die Appellation an. Der Staatsanwalt ist weder mit der Zahl der Berur-!heilten noch mit dem Strafausmaße zufrieden und meldet die Berufung an. Der Bertheidiger bittet, seine Klienten auf freien Fuß zu sehen. Der Staatsanwalt ersucht, der Bitte des Bertheidigers kein Gehör zu geben. Der Gerichtshof entscheidet nach kurzer Beraihnng, daß die Berunheillen mit Ausuahmc Wilhelm Tibold's, ans freien Fuß zu setzen seien. Ueber ein neues Unternehmen schreibt das ״Hamburger Handelsblart" in Nr. *2078 Fsldendes: ״Im Berlage von Herrcke & V ebelrug in Sretti:: erschein! demnächst all« monatlich der Deutsche 5tvlonic Au.zciszer als das von vornherein verbreitetste Insertions-Organ für den deutschen Export. Der Anzeiger wird in *21 780 Exemplaren den bc* kanuteslen deutschen Zeitungen Okord- und Südamerikas tauch Bkexikos) und Australiens zngcfandt und von denselben laut kontraktlichen B e r p f! i ch l u n g e n mit den Zeitungen zugleich nusgegeben. Ans diese 'Weise wird mit einem Schlage eine beispiellos große Zirkulation erreicht, die sich im Ganzen auf ca. :!0000 Exemplare belaufen dürfte. Die Kontrakte mit den ausländischen Zeitungen sind bei dem Notar und Iustizrath Vciftitoiu in Stettin deponirt. Der Verlag von Herrcke & l'cbeltnfl, in welchem auch die ״Deutsche Fischerei-Zeitung" erscheint, ist eine Garantie für die tüchtige Ausführung des jedenfalls sehr praktisch geplanten Unternehmens, welches unserer Export-Industrie zun! größten Nutzen gereichen kann." — In« sertionsanftrüge find direkt an die Berleger zu richten. Inserate werden die 3spal!ige Peiitzeile oder deren Raum mit *25 Pfg. berechnet. Insertions- und Abonnements-Annahme Für den Inhalt derselben übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung. für Franksu rl a. M. auch bei Herren I. Kan fsma nn und A. I. Hofman n daselbst, ohne Preiserhöhung. IlaiinoYer. Spaoier's Hotel 1 Kalcnbtrgcrstraste 33. Besitzer: B. Galdmann. Altrenommines Hotel mit berühmter Küche nach st r e n g ritueller Vorschrift. Gut eiliger. Zimmer m. Vorzug!. Betten. Omnibus am Bahnhöfe. Dudle d’liöte 1 Uhr Mittags. Diners zu jeder Tageszeit. Dieses Hotel, in Mitte der Stadt ge« legen, ist allen Reisenden, sowie Familten bestens zn empfehlen. 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